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«Parole, Parole, Parole!» - Worte, Worte, Worte!

27. Oktober 2023 in Aktuelles, 14 Lesermeinungen
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„Ein «schmutziges» (schmutzig, weil nicht offen deklariert) Schisma wird sich weiter ausbreiten: in der Gestalt der Tatsachen vor Ort die Praxis, nicht die Worte entscheiden ja am Ende.“ Gastkommentar von Weihbischof Marian Eleganti


Chur-Vatikan (kath.net) Der Brief der Synodenteilnehmer wiederholt die bis zum Überdruss bereits bekannten und überall wiederholten Wortsalbungen, die am Ende aufgrund ihrer Allgemeinheit nichtssagend werden, vor allem, wenn man sie an den geweckten Erwartungen misst. Sie bringen in keiner der heissen Fragen Klarheit. Die Kirche wird weiterhin von innen her systematisch aufgerieben. Letzteres ist gewollt, denn man will ihre bisherige Strukturen aufbrechen und ihren traditionellen Modus operandi (durch die sacerdotalen Vollmachten) aufweichen.

«Parole, parole, parole!» sang Adriano Celentano in einem seiner beliebten Lieder. Worte, Worte, Worte! Man sehnt sich nach nichts anderem als nach dem Evangelium anstelle der wortreichen Dokumente, die überall und en masse die synodalen Prozesse begleiten, zusammenfassen und weiterbringen sollen,

aber nicht die Kraft des Geistes eines einzigen Gleichnisses Jesu haben.

Statt Gottesworte und Gottesweisheit müssen wir bis zum Überdruss Menschenworte und Menschenweisheit lesen, Paraphrasierungen des Evangeliums statt des Evangeliums selbst.


Die Kirche müsse sich verändern! Bisher mussten wir es! Sie lässt sich aber nicht mit der gewünschten Offensichtlichkeit und Schnelligkeit reformieren, wie die Reformer es wünschen. Es braucht deshalb Prozesse, mühsame, hartnäckige, langwierige, die mit der vorgegebenen, überall zu wiederholenden Semantik geölt werden, damit sie nicht stecken bleiben. Mit «reformieren» meine ich gleichzeitig die historische Konnotation einer «Reformation 2.0». Denn die Betonung der Autorität und des Handelns kraft der Taufe und die damit verbundene neue, egalitäre «Synodalität» wiederholen reformatorische Axiome und führen zu nichts anderem als einer Anglikanisierung der römisch-katholischen Kirche. Ihr sacerdotaler Modus operandi durch das verbindlich und bevollmächtigt handelnde, besondere Amtspriestertum wird laikal eingebunden und entsakralisiert trotz Warnungen sogar von protestantischer Seite, wir sollten nicht die gleichen Fehler machen wie die Reformatoren. Synodalisierung und Protestantisierung sind in dieser Hinsicht Synonyme.

Immer wieder neu werden wir mit dem salbungsvollen kirchlichen Neusprech eingefettet, damit die Prozesse nicht steckenbleiben und endlich die neuen Fakten (ich zähle die Postulate nicht mehr auf) geschaffen werden können.

Es zeichnet sich bereits ab, dass einige dieser Forderungen auch in Zukunft nicht erfüllt werden wie das Frauenpriestertum und die Aufhebung des Zölibates oder Frauen als Kardinäle. Das bedeutet aber nicht, dass sich nicht ein «schmutziges» (schmutzig, weil nicht offen deklariert) Schisma weiter ausbreitet: in der Gestalt der Tatsachen vor Ort. Die Praxis, nicht die Worte entscheiden ja am Ende. Schleichend wird dieses Handeln etabliert, regional und lokal, weil es universal nicht geht, nämlich in der Pfarrei, in den Gremien und ihren neuen, massgeschneiderten Liturgien und Entscheidungsprozessen: «Bei uns macht man das so!» Man muss sich fügen, sonst wird man ausgesondert entsprechend lokalkirchlicher Handreichungen, welche die neue Synodalität umsetzen, auch wenn sie kirchlichem Recht und kirchlicher Lehre widerspricht. Die Vordenker dieser Bewegung in Deutschland sagen es offen: man muss lokal handeln! Anders geht es nicht. Das aber ist meines Erachtens nichts anderes als ein schleichendes Schisma, das mit der neuen «Synodalität» verschleiert, gesalbt und legitimiert, nein, vorangetrieben wird. Es wird sich immer mehr als ein solches erweisen, sobald die Frustration der Reformer zum Überschäumen kommt, falls ihnen die Reformen auch 2024 nicht weit genug gehen und sich einmal mehr vor allem als Worte erweisen. Sie werden dann von Worten, Worten, Worten genug haben und ihnen Fakten folgen lassen, was sie ja jetzt schon machen.


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Lesermeinungen

 modernchrist 29. Oktober 2023 
 

Diese Formulirung wB elegantis

Immer wieder neu werden wir mit dem salbungsvollen kirchlichen Neusprech eingefettet,


1
 
 Zeitzeuge 28. Oktober 2023 
 

Liebe SalvatoreMio, richtig, wir lassen uns dank der Kraft des übernatürlichen

Glaubens nicht indoktrinieren; an anderer Stelle
hier (Glosse "Böse Kleriker") habe ich einen
ungeschminkten Bericht über die Indoktrinierungs-
synode von Kardinal Müller verlinkt, unten
verlinke ich weitere Ausführungen seiner Eminenz!

www.lifesitenews.com/news/cardinal-muller-pope-teaching-heresy/


2
 
 SalvatoreMio 28. Oktober 2023 
 

Parole, Parole ...

@Lieber Weihbischof Eleganti! Ihre letzten Worte sprechen Bände und stimmen: "Sie werden dann von Worten genug haben und ihnen Fakten folgen lassen, was sie ja jetzt schon machen". Wenn bei uns in mancher Predigt der Synodale Weg angesprochen wurde, dann nur von Hauptamtlichen, die uns dafür indoktrinieren wollten. Und wer nicht in die Kirche geht, bekommt die neue Moral unterschwellig auch durch TV-Bilder vermittelt. Ansonsten schweigen unsere Priester oder agieren bereits auf neue Weise. Klar Stellung nehmen gegen Frauenpriestertum oder homosexuelle Lebensweise: da passiert nichts! - Bei meinen Besuchen im Seniorenheim erlebt man schon Auswirkungen: "Ja, ich bin katholisch. Aber damit will ich nichts mehr zu tun haben!" Oder "Die Bischöfe tun nichts, um die Missbräuche aufzudecken". Da konnte ich die Dame wenigstens vom Gegenteil überzeugen. - Andere wiederum freuen sich weiterhin, dass "Mutter Kirche" für sie da ist und sich ihrer annimmt.


4
 
 gebsy 28. Oktober 2023 

Mensch, du bist gewollt, erlöst, geliebt, um zu lieben:

Unser Blick über den Tellerrand von Raum und Zeit, genährt vom Vertrauen auf Gottes helfende Liebe, wird immer überlebensnotwendiger (gebsy.at)


0
 
 Peter2021 27. Oktober 2023 
 

Vielen Dank!

"Wenn die Kirche die Fülle Christi ist, dann ist Christus in der Eucharistie wirklich das Herz der Kirche" (H. De Lubac - Meditation über die Kirche, S. 137). Der eucharistische Leib macht den kirchlichen Leib aus und erneuert ihn immer wieder. Wenn wir also an der Hand der Muttergottes Jesus in der heiligen Eucharistie anbeten, macht Jesus alles neu.


4
 
 lesa 27. Oktober 2023 

Der Glaube kommt vom Hören. Die Self-made-Kirche führt hinters Licht.

Danke für den wieder unbestechlich klaren, notwendigen Beitrag!
Der Glaube kommt vom Hören, nicht vom Reden.
@Johannes 14, 6: Genau so ist es. Man tut es einfach, und es wird zur "Normalität" Am Sonntag berichtete eine Bekannte, sie habe in einer unserer Kleinstädte die Sonntagsmesse besucht. Gepredigt habe eine Frau. So viele Leute wissen gar nicht, dass das ein Verstoß ist gegen die liturgische Ordnung der Kirche.
Der Glaube kommt vom Hören.
Der UN-Glaube kommt von schleichender antichristlicher Indoktrination und Praxis.
Denn wo das Sakrament ersetzt (missbraucht) wird mit Willkür und Manipulation weicht der Hl. Geist, den uns die Kirche durch ihre sakramentale Struktur vermittelt, und die Kirche wird zur geistlichen Öde, überflüssig. Sie wird verschwinden.


3
 
 Smaragdos 27. Oktober 2023 
 

Angriff auf das Amtspriestertum - wie vor 500 Jahren

Glänzende Analyse und gewaltige Worte, wie immer. Besten Dank, sehr geehrter Bischof Eleganti!

Der Stein des Anstosses der synodalen Oberschicht scheint letztlich das geweihte Amtspriestertum zu sein, das sie langsam, aber sicher zu schleifen suchen. Wie peinlich sehen diese runden Tische in der Synodenaula aus, wo Laien neben Bischöfen und Kardinälen quasi auf Augenhöhe miteinander diskutieren. Ich würde da als Bischof nicht mitmachen, zumal nicht auf einer Veranstaltung, die eigentlich eine Bischofssynode sein sollte.


6
 
 clavigo 27. Oktober 2023 
 

....der Worte sind genug gewechselt, lasst mich (uns) endlich Taten sehen...

J.W.von Goethe


1
 
 AlbMag 27. Oktober 2023 
 

Ist der «Protestantismus 2.0» schon geboren? - Mit Link ...

Hier als Ergänzung zum vorigen Kommentar noch den Link ...

www.ifit.li/?p=5027


3
 
 Johannes14,6 27. Oktober 2023 
 

Die PRAXIS VOR ORT entscheidet - ein schleichendes SCHISMA

"Schleichend wird dieses Handeln etabliert, regional und lokal..
Man muss sich fügen, sonst wird man ausgesondert entsprechend lokalkirchl Handreichungen, welche die neue Synodalität umsetzen, auch wenn sie kirchlichem Recht und kirchl Lehre widerspricht."

WB Eleganti spricht mir mit dem ganzen Beitrag aus dem Herzen - der Worte, Worte bin ich überdrüssig.

Aber entscheidend ist letztlich, daß, wie schon nach gescheiterter Abstimmung des Papiers zur Sexualität B.Bätzing u.a. umgehend verkündete: Wir machen TROTZDEM weiter.

Mit pastoraler Praxis repektive Duldung zB von Segnungen hs Beziehungen, Laien(Frauen)- Predigten, Implementierung neuer Richtlinien der Sex-Pädagogik werden Pflöcke eingeschlagen und Realitäten geschaffen, hinter die es kein Zurück mehr gibt.

Wer wagt es heute noch,z gg die Pride-Beflaggung Einspruch zu erheben? Treue Priester, die das nicht mitmachen wollen, werden unter Druck kommen u je nach Bischof ohne Rückendeckung sein. Gläubige ebenso ausgegrenzt.


6
 
 Leopold Trzil 27. Oktober 2023 

Marzipan statt Sauerteig

Eine Kirche, die nur noch die Torte der Welt dekoriert, wird rasch verschwinden. Sie ist vielleicht für kurze Zeit gern gesehen, nützt aber am Ende niemandem.


6
 
 AlbMag 27. Oktober 2023 
 

Ist der «Protestantismus 2.0» schon geboren?

@gebsy: Was ich schon 2020 schrieb ... Als ich die erste Vollversammlung des Deutschen «Synodalen Wegs» vom 30. Januar bis 1. Februar 2020 im Internet teilweise live verfolgt habe, kam mir ein paar Mal der Gedanke: Was machen die da eigentlich? Auch wenn ständig von «Brüdern» und «Schwestern» oder «Geschwistern» die (An-)Rede war, habe ich mich keineswegs wie in einer Familie gefühlt, wie beispielsweise in meiner eigenen Familie, in der wir sieben Geschwister sind. Zudem dachte ich mir zuerst, dass mich dieser «deutsche» Weg als Österreicher und/oder Schweizer eigentlich nichts angeht. Erst als ich mitbekommen habe, dass die ja über die katholische Kirche allgemein reden, hielt ich ein wenig inne und hörte genauer zu. Da war zum Beispiel von Macht in der Kirche die Rede. Macht in der Kirche müsse Dienst sein, im Sinne des Evangeliums für diejenigen, die auf die Frohe Botschaft warten. Aber es gehe nicht, den einen die Macht und den anderen nur den Dienst anzubieten! Wie bitte?


4
 
 Zeitzeuge 27. Oktober 2023 
 

Im Link Kardinal Müller über seine Erfahrungen bei der ehemaligen

Bischofssynode; leider hatte er nur eine Wortmeldung!

www.lifesitenews.com/blogs/cardinal-muller-comments-on-role-of-heretics-and-globalists-at-synod-on-synodality/


3
 
 gebsy 27. Oktober 2023 

Reformation 2.0

habe ich hier erstmals gelesen. Es gibt doch noch ein anderes "2.0" oder sind es schon mehr an der Zahl? Ich versuche gerade dafür Menschen zu gewinnen: "Mensch, du bist gewollt, erlöst, geliebt, um zu lieben"


1
 

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