Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Piusbruderschaft kritisiert ‚Doppelmoral‘ nach Verweigerung des Zutritts zur Basilika in Assisi
  2. 'Und ich dachte, es müßte um Gott und das Heil der Seelen gehen. Ich bin ja so naiv'
  3. 'Denn es wird nicht zu dem kommen, was diese Lügner versprechen.'
  4. Jesuitenpater Thomas Reese mit irrer Aussage: ‚Warum ich die alte lateinische Messe hasse‘
  5. Dann sollen sie doch in die Hölle gehen
  6. Nicht mehr zu retten - Zum Substanzverlust der Kirche
  7. ‚Synodalität – ein Wort ohne Begriff? Ein erfundenes Narrativ macht Karriere
  8. Kardinal Müller: „Muslime respektieren kein schwaches Christentum, das sich des Kreuzes schämt“
  9. Eine vergiftete Unterstützungserklärung
  10. 'Gott, hilf mir. Jesus, hilf mir. Seid ihr Jungs bereit? Let’s Roll'
  11. Während Messfeier mit Erstklässlern: Bengalisches Feuer in katholische Kirche geworfen
  12. Kardinal Burke: Sexuelle Unmoral heute erinnert an Sodom und Gomorrha
  13. Wundersame Heilung, eine Marienerscheinung und Berufung mit 4 Jahren
  14. Nigeria: Bischöfe schlagen nach erneuten Massakern Alarm
  15. Scharfe Kritik von Birgit Kelle an Leihmutterschaftsentschuldigung von Jens Spahn

Papst: Kirchenrecht soll pastoraler und missionarischer werden

3. Dezember 2023 in Weltkirche, 20 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus: Recht so anwenden, dass Betroffenen darin "die Gegenwart des barmherzigen Jesus finden, der sie nicht verurteilt, sondern sie ermahnt, nicht mehr zu sündigen"


Vatikanstadt (kath.net/KAP) Papst Franziskus hat sich für ein pastoraleres und missionarisches Kirchenrecht ausgesprochen. Dabei gehe es nicht darum, die Norm beiseite zu legen und nach eigenem Gutdünken zu richten, so Franziskus am Freitag in einem Schreiben an die Mitglieder einer internationalen Vereinigung von Kirchenrechtsexperten.

Vielmehr solle das Recht so angewandt werden, dass die Betroffenen darin "die Gegenwart des barmherzigen Jesus finden, der sie nicht verurteilt, sondern sie ermahnt, nicht mehr zu sündigen, weil er Gnade schenkt", so der Papst. Das gelte auch bei Strafen für schwere Verbrechen. Die Kirche müsse dem Täter "unerlässliche Hilfe und geistliche Unterstützung anbieten, damit er in der Reue dem barmherzigen Antlitz des Vaters begegnet".


In der katholischen Kirche sei das Seelenheil höchstes Gesetz, erinnerte der Papst. So müsse ein Weg gefunden werden, der einerseits an der Grundlage des Kirchenrechts festhält - der Offenbarung in ihrem zweifachen Ausdruck des Wortes Gottes und der lebendigen Tradition. Andererseits müsse der Willen Christi berücksichtigt werden, die kirchenrechtliche Norm auf die konkrete Situation eines jeden Gläubigen anzuwenden. Das Gesetz sei für den Menschen gemacht, nicht der Mensch für das Gesetz, so der Papst in Anlehnung an Jesu Worte zu den Sabbat-Geboten.

Deutlich sprach sich das katholische Kirchenoberhaupt für ein an die jeweilige Zeit angepasstes Kirchenrecht aus: "Das Volk Gottes lebt in der Geschichte; daher können seine Lebens- und Organisationsformen nicht unabänderlich sein." Es gelte zu unterscheiden, was im täglichen Leben der Kirche wesentlich ist und was lediglich eine Reihe äußerer Formen, "die vielleicht in der Vergangenheit nützlich und bedeutsam waren, aber in der Gegenwart nicht mehr, ja manchmal sogar ein Hindernis für ein Zeugnis darstellen, das gerade heute eine größere Einfachheit erfordert, um glaubwürdig zu sein".

Adressat der Papstworte war die "Consociatio Internationalis Studio Iuris Canonici Promovendo" (Internationale Vereinigung zur Förderung des Studiums des Kirchenrechts). Sie feiert in diesem Jahr ihr 50-jähriges Bestehen.

Copyright 2023 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Britisches Parlament stoppt Gesetz zur assistierten Sterbehilfe
  3. Zu jedem Zeitpunkt werden auf der Welt ungefähr 8.000 bis 9.000 Messen gefeiert
  4. Scharfe Kritik von Birgit Kelle an Leihmutterschaftsentschuldigung von Jens Spahn
  5. Kardinal Aveline: Motto von Leos Frankreichreise hat auch mit dem Lebensschutz zu tun
  6. X ist Nummer 1 unter Europas Nachrichten-Apps
  7. Jesuitenpater Thomas Reese mit irrer Aussage: ‚Warum ich die alte lateinische Messe hasse‘
  8. Messermann brüllte „Allahu Akbar” in französischer Kirche – Festnahme
  9. Britisches Unterhaus stimmt erneut über Sterbehilfe-Gesetz ab
  10. 'Gott ist gut'
  11. 'Und ich dachte, es müßte um Gott und das Heil der Seelen gehen. Ich bin ja so naiv'
  12. Nicht mehr zu retten - Zum Substanzverlust der Kirche
  13. Spanischer Erzbischof erinnert angesichts der Migrationskrise an die Reconquista
  14. Drei katholische Bischöfe werden am Marsch für das Leben teilnehmen
  15. Die katholischen Bischöfe übernehmen die Schirmherrschaft zum Marsch für das Leben/Slowakei

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz