SucheSuchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln: 



Top-15meist-diskutiert- Afd-Sieg in Sachsen-Anhalt - Panik bei den Kirchen
- Liebe 'Deutsche Kirche', ihr seid Heuchler vor dem Herrn!
- Ermahnung zur parteipolitischen Neutralität
- 'Ruft AfD-Wähler auf, sich die Kirchensteuer zu sparen'
- 'Und ich dachte, es müßte um Gott und das Heil der Seelen gehen. Ich bin ja so naiv'
- Nicht mehr zu retten - Zum Substanzverlust der Kirche
- Ein Drittel der 15-Jährigen in Deutschland kann nicht mehr ausreichend lesen oder rechnen!
- Wahl in Sachsen-Anhalt: AfD auch bei Kirchenmitgliedern stärkste Kraft
- Papst bereitet Debatte zu strittigen Lehren seines Vorgängers vor
- Kritik von Theologen an der Beurlaubung von P. Edmund Waldstein
- Die Vision der Hölle und warum wir dringend die Göttliche Barmherzigkeit anrufen sollten
- Ein Mensch auf den Knien ist mächtiger als die Welt
- Leere der kirchlichen Lehre
- Maria, die Mutter des Friedens
- US-Präsident Donald Trump gratuliert Katholiken zum Fest Maria Geburt
| 
Umfrage: Deutsche haben 'kein Interesse' mehr an Christmetten - Gottesdienste zu politisch11. Dezember 2023 in Deutschland, 38 Lesermeinungen Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden
Nur noch jeder Vierte (26 Prozent) will Heiligabend in die Christmette - aber immer mehr Jugendliche glauben an Gott. Das ergeben gleich zwei repräsentative Umfragen des INSA-Institutes.
Erfurt (kath.net/pm)
Schockumfrage wenige Tage vor Weihnachten für die Kirchen in Deutschland: Nur noch jeder Vierte (26 Prozent) will Heiligabend in die Christmette - aber immer mehr Jugendliche glauben an Gott. Das ergeben gleich zwei repräsentative Umfragen des INSA-Institutes. Noch vor Corona waren Weihnachten traditionell überfüllt und zwei Drittel der Bevölkerung (63 Prozent) nach eigenen Angaben in der Kirche. Jetzt möchte nur noch jeder Vierte eine Christmette besuchen will.Gründe: Die Befragten haben "kein Interesse" mehr an der Kirche. Oder ihnen sind die Gottesdienste zu politisch. Überraschend ist dagegen laut INSA, dass gerade junge Leute immer mehr an Gott glauben, dessen Menschwerdung ja Weihnachten gefeiert wird. Glaube an Gott und Interesse an der Kirche fallen also immer weiter auseinander.
In den zwei großen repräsentativen Befragung von jeweils über 2.000 Befragten im November 2023 haben die Meinungsforscher von INSA versucht, die christliche Gesinnung der Deutschen zu erkunden. Dabei haben sie bei denjenigen, die in früheren Jahren zu Weihnachten Gottesdienste besuchten, dies aber in diesem Jahr nicht planen, nach ihren Gründen gefragt: 58 Prozent begründen dies mit weniger Interesse daran. Jeder Zwanzigste (5 Prozent) gibt explizit an, ihm seien die Gottesdienste zu politisch. Angesprochen auf die Glaubensfragen meinen immerhin 43 Prozent, dass sie an Gott glauben, 40 Prozent tun dies nicht. Besonders auffällig: Unter den 30-jährigen glauben 55 Prozent der Befragten an Gott. Zwei Drittel der Befragten (66 Prozent) war es bekannt, dass die drei monotheistischen Weltreligionen lehren, dass Gott erwartet, dass sich die Menschen zu ihm bekennen und ihn ehren. 41 Prozent glauben an ein Leben nach dem Tod, 43 Prozent glauben das nicht. Je jünger die Umfrageteilnehmer, desto häufiger glauben sie an ein (Weiter-)Leben nach dem Tod (von 28 auf 60 Prozent). Und gläubige Menschen glauben deutlich häufiger an ein (Weiter-)Leben als nichtgläubige (71 zu 16 Prozent).
Interessant ist auch, dass gläubige Menschen den Tod häufiger fürchten als nichtgläubige (43 zu 34 %). Sie wissen, dass ihr Leben auf Erden Einfluss auf ihr Leben nach dem Tod haben wird. Auch interessant. Neun Prozent der konfessionslosen Befragten stimmen dem zitierten Glaubensbekenntnis der Christen zu. Da bereits heute die Mehrheit der deutschen Bevölkerung keiner der beiden christlichen Kirchen angehört, verdient diese größer werdende Gruppe derjenigen, die keiner Kirche angehören und dennoch gläubig ist, an Bedeutung. Es ist empirisch belegt, dass es auch außerhalb der christlichen Kirchen gläubige Christen gibt. "In den einstmals großen christlichen Kirchen ist nur noch eine Minderheit gläubig, aber außerhalb der Kirchen wächst die Zahl der Gläubigen. Wir müssen die Gläubigen in- und außerhalb der Kirchen in den Blick nehmen", meint INSA-Chef Hermann Binkert. 
Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

LesermeinungenUm selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen. Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net) kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen. | 
Mehr zu | 





Top-15meist-gelesen- EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
- Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
- Die Freiheit der Liebe und die Einheit im Gebet
- „Wenn mich jemand fragen würde, ob ich der Kirche vertraue…“
- Papst Leo XIV. spricht mit Erzbischof Gänswein
- Wie die Dominikaner auf den Hund kamen
- Lopatka: EU muss Religionsfreiheit weltweit stärker schützen
- Ein Mensch auf den Knien ist mächtiger als die Welt
- ‚Man kann nicht ‚Black Lives Matter‘ sagen, wenn das Leben schwarzer Babys nicht zählt‘
- COMECE veröffentlicht Positionspapier zur Frage der Löschung von Taufregistereinträgen
- Ein Schlag ins Gesicht: Wenn der Schutzengel zur Rüge greift
- Italiens Kirche nach weiterer Sterbehilfe-Legalisierung besorgt
- „Bruder, gib auf dich Acht!“ (Mt 18,15–20)
- Jesuitenpater Thomas Reese: ‚Warum ich die alte lateinische Messe hasse‘
- Experte: Bedrohung durch islamistischen Terror ist "ernst"
|