Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Nach Berliner Stromausfall: „Herr Erzbischof Koch, wir warten auf Ihre Stellungnahme“
  2. Rechtsanwalt Steinhöfel: Maduro war ohne legales Amt, hatte keine völkerrechtliche Immunität mehr
  3. „Sehr brüderliche Atmosphäre, die meisten waren von Dringlichkeit der Neuevangelisierung überzeugt“
  4. Katholik kritisiert „Schleimjesus“-Fernsehgottesdient mit direktem Brief an verantwortlichen Pfarrer
  5. Santo Subito: Historiker Hesemann plädiert für schnelle Seligsprechung Benedikts XVI.
  6. Unter den kroatischen Katholiken wächst Grundsatzkritik
  7. So fühlt sich Nachhausekommen an
  8. Menschenrecht auf Abtreibung?
  9. Kardinäle votieren für Themen in der Linie von Papst Franziskus
  10. Der Stern stört Jerusalem. Epiphanie und die Ruhe der Gewöhnten
  11. Der Weihnachtsglaube - Sand oder Fels
  12. These: Die Wahrheit steht über der nachdrücklichen Forderung nach Einheit
  13. Gegen Agenden und Aktivismus: das Kardinalskollegium hält inne
  14. „Die Ursache der Kirchenkrise und ihre Überwindung“
  15. Bischöfliche Spökenkiekerei zum Jahreswechsel

"Lass ihn doch einfach zuhause!"

21. Dezember 2023 in Familie, 19 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Böse Worte für einen schreienden Zweijährigen – und das in der Kirche. Wie du die Flamme der Liebe am Leben hältst, wenn Christen dich enttäuschen. Ein Zeugnis von Cecilia Pigg auf „Aleteia“.


Linz (kath.net / pk) „Warum hast du ihn überhaupt mitgebracht? Lass ihn doch einfach zuhause!“ Diesen harschen Kommentar musste sich die junge Mutter Cecilia Pigg anhören, als sie mit ihrem schreienden Zweijährigen von der Kommunion zurück an ihren Platz ging. Auf der Plattform „Aleteia“ erzählt sie in einem Beitrag, wie sehr sie diese Bemerkung zunächst verletzte und wie sie es schließlich schaffte, damit fertig zu werden.

Die Frau besuchte alleine die Sonntagsmesse, der einjährige Sohn war am Arm, der zweijährige an der Hand. Genau als der Kommuniongang begann, protestierte der Ältere. Sie hatte die Wahl, hinauszugehen und die Kommunion nicht empfangen zu können – oder mit dem schreienden, weinenden Kind vom hintersten Teil der Kirche ganz vorne zu gehen und wieder zurück.

Es sei „ein frustrierender und langer Marsch“ gewesen, erzählt Pigg. Die lieblose und grobe Bemerkung des Kirchenbesuchers habe sie traurig gemacht. „Als ich wieder hinten in der Kirche saß, war meine erste Reaktion, dass ich zornig wurde. ‚Was denkt der sich eigentlich? Wenn du so drauf bist, dass du während der Messe jemanden anfauchen musst, dann ist das ein Zeichen, dass du einfach deinen Mund halten solltest. Denkt er etwa, dass die Situation nicht ohnehin peinlich genug für mich war?‘“


Schließlich habe sie jedoch durchgeatmet und begonnen, für den Mann zu beten, erzählt Pigg. „Ich habe meinen inneren Monolog geändert und mit Jesus darüber geredet“, bekennt sie. „Wer weiß, was in seinem Leben los ist, vielleicht hat er sich den Frieden und die Ruhe der Messe als heilenden Balsam erhofft – und dann war er umso enttäuschter, als meine kreischenden Kinder an ihm vorbeigingen und die geringe Stabilität zunichtemachten, die er noch hatte.“

„Ich habe versucht, die Situation neu einzuordnen, um ihn mit seinen Bedürfnissen zu verstehen, anstatt mich in meinem Unbehagen und in meiner Verletztheit zu suhlen“, bekennt die Autorin. Es habe funktioniert: „Ich bekam inneren Frieden und schüttelte diese Erfahrung ab als einen jener erinnerungswürdigen Tage des Lebens mit kleinen Kindern.“

Zu verdanken habe sie diese Einstellung der kleinen heiligen Thérèse. „Sie hat mich gelehrt, wie ich damit umgehen kann, wenn Christen mich enttäuschen oder kränken.“ In Kapitel 5 ihrer „Geschichte einer Seele“ beschreibt Thérèse von Lisieux, wie sie eines Tages von den Worten ihres Vaters sehr verletzt wurde. Es war Weihnachten, und die 13-Jährige hatte ihre Schuhe zum Kamin gestellt, um Geschenke zu bekommen. Ihr Vater kommentierte dies verärgert mit den Worten, dass es glücklicherweise das letzte Jahr sei.

Erst hätten sich ihre Augen mit Tränen gefüllt, aber später habe sie eine lebensverändernde Gnade erhalten, weil die Nächstenliebe in ihr erwacht sei und sie begriffen habe, wie wichtig es sei, sich selbst zu vergessen. „Seither bin ich glücklich gewesen”, schreibt sie.

Cecilia Pigg teilt ihre persönliche Erfahrung, um andere zu ermutigen. Das Herz Jesu brenne voller Liebe, und wenn wir lieben, „dann helfen wir mit, diese Flamme am Leben zu halten“, schreibt sie. „Meine proaktiven Werke der Liebe und Nächstenliebe helfen, wenn der Spieß umgedreht wird, wenn also ich bei meinen Mitchristen Schmerz und Frustration verursache, durch meine Sünden und mein Versagen. Ich hoffe, dass andere für mich beten, wenn ich sie enttäusche.“  

Ihr Appell: „Nächstes Mal, wenn dich ein Pfarrmitglied, Eltern oder Geschwister dich beleidigen oder kränken, halte die Flamme der Liebe am Brennen! Verwandle den Schmerz in einen Akt der Nächstenliebe!”


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. Weihnachtsspende für kath.net - Wir brauchen JETZT Ihre HILFE!
  2. ISLAND-REISE - SOMMER 2026 - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  3. „Die Ursache der Kirchenkrise und ihre Überwindung“
  4. "Beten wir gemeinsam für die kommende Welle!"
  5. Unter den kroatischen Katholiken wächst Grundsatzkritik
  6. Überlebende der Brandkatastrophe in Crans-Montana: „Möchte Gott danken, dass er mich gerettet hat“
  7. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  8. Nach Berliner Stromausfall: „Herr Erzbischof Koch, wir warten auf Ihre Stellungnahme“
  9. Katholik kritisiert „Schleimjesus“-Fernsehgottesdient mit direktem Brief an verantwortlichen Pfarrer
  10. Kardinäle votieren für Themen in der Linie von Papst Franziskus
  11. „Sehr brüderliche Atmosphäre, die meisten waren von Dringlichkeit der Neuevangelisierung überzeugt“
  12. "Der Herr ist wirklich in diesen Gestalten von Brot und Wein gegenwärtig"
  13. Santo Subito: Historiker Hesemann plädiert für schnelle Seligsprechung Benedikts XVI.
  14. Ein Frühstück für den Verleugner
  15. Rechtsanwalt Steinhöfel: Maduro war ohne legales Amt, hatte keine völkerrechtliche Immunität mehr

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz