Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Das Gratis-Christentum des Hendrik Wüst
  2. Vatikan reagiert auf LGBT-Sexualkonzept für katholische Schulen in Hamburg!
  3. „Trägt der synodale Prozess dazu bei, die Seelen Christus und dem ewigen Heil näherzubringen?“
  4. 'Was ich am Katholizismus schon immer toll fand...'
  5. Ablehnung ökumenischer Konzile ist modernistisch
  6. Tragisches Ende einer Medjugorje-Wallfahrt: Zwölf polnische Pilger sterben bei Busunglück in Ungarn
  7. Der Bischof und der Denunziant
  8. Vor Papstbesuch in Lourdes: Alle Rupnik-Mosaike werden dauerhaft verhüllt
  9. Der vatikanische Synodalismus ist ein Anachronismus
  10. Der Glaube, der Gott nicht loslässt
  11. Die denkwürdige Wandlung des Tucker Carlson
  12. SPÖ-Ministerinnen fordern ‚Schutzzonen‘ um Abtreibungskliniken
  13. Papst Leo XIV. nimmt Rücktrittsgesuch von Bischof Wiesemann an
  14. Nach Lebensschutzdemonstration: Zwölf Polizisten von Linksradikalen verletzt
  15. US-Bischof Coakley: 'Wir haben noch nicht das letzte Wort zu Traditionis custodes gehört'

Zurück in die Freiheit

29. Dezember 2023 in Familie, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Still und leise überfluten uns Bilder, die süchtig machen und Beziehungen zerstören. Father Michael Schmitz ermutigt, sich die Freiheit zurück zu erkämpfen.


Linz (kath.net / pk) „Wir leben in einem Zeitalter, wo Pornographie buchstäblich überall ist.“ Das sagt Father Michael Schmitz in einem vorweihnachtlichen You Tube-Video (Kanal: Ascension Presents), in dem er sich dem heiklen Tabu-Thema stellt.

Viele fühlten sich machtlos gegenüber dieser Flutwelle an Bildern, mit der man konfrontiert sei, weiß der amerikanische Priester. Natürlich sei es stets eine menschliche Versuchung gewesen, andere Personen zum eigenen Vergnügen zu benutzen. Aber niemals habe es eine Situation wie heute gegeben, wo Pornographie uns regelrecht überrolle.

Diese „Welle“ werde von drei „A“ definiert, beschreibt Schmitz. „It’s available, it’s affordable, it’s anonymous“, es ist verfügbar, es ist leistbar, es ist anonym. „Das sind die drei tödlichen A“, erklärt Schmitz die besonderen Herausforderungen, mit denen wir im dritten Jahrtausend zu leben haben.

„Wenn du ein Smartphone hast, dann hast du Zugang zu einer Welt, die voller Laster ist, einer Welt, die uns Zerbrochenheit zeigt, die Abgründe, wo Menschen bereit sind, andere Leute zu benützen“, erläutert der Priester. Jeder habe permanenten Zugang, es ist grundsätzlich gratis und es sei anonym.


Diese Konfrontation sei historisch einmalig, denn niemals zuvor gab es eine solche Bilderflut, ebenso wie es niemals eine Anonymität in dieser Größenordnung gab. Schmitz rät, Hilfe auf zwei Ebenen zu suchen: Einerseits die Hilfe Gottes, andererseits jene von guten Organisationen, die Menschen aus der Pornographiesucht herausbegleiten.

Keiner sei auf diesem Weg allein, ermutigt der Priester alle, die von Scham und Ohnmacht erfüllt sind. Wenn wir fallen, „dann fallen wir in den Beichtstuhl“, zitierte er einen Freund. „Aufgrund von Gottes Gnade bist du nicht machtlos!“

Äußerst hilfreich seien Gruppen und Organisationen, die Kurse anbieten, wo Männer und Frauen begleitet werden, die sich der Flut an Bildern nicht entziehen können und immer wieder hineinkippen. Ein wichtiger Bestandteil einer guten Begleitung sei nicht nur die Auseinandersetzung mit der eigenen Sucht.

Wesentlicher Faktor sei, dass man aus der Anonymität heraustrete, betont Schmitz. Das amerikanische Programm „Covenant Eyes“ hat etwa in sein Programm einen Punkt eingebaut, bei dem man einer Vertrauensperson regelmäßig Rechenschaft ablegt über seine Internetnutzung.

„Es liegt eine so unglaubliche Gnade darin, wenn unsere Sünden ans Licht kommen“, appelliert Schmitz daran, an sich zu arbeiten und seine Sünden regelmäßig Gott hinzulegen. „Will ich in Freiheit wachsen?“, sei die wesentliche Frage. Jegliche Programme, um frei von Pornographie zu werden, zielen darauf ab, sich bestimmt und diszipliniert von Umwelteinflüssen abzugrenzen, und gleichzeitig geduldig mit sich selbst zu sein.

„Du bist nicht allein“, ermutigt Schmitz in seinem Video, das kurz vor Weihnachten online ging. „Das ist eine noch nie da gewesene Zeit in der Geschichte der Menschheit, was diese eine Sünde betrifft. Vielleicht brauchen wir deswegen noch nie da gewesene Maßnahmen dagegen, um davon frei zu werden.“

Tipp: Für den deutschen Sprachraum gibt es das Programm „Free Indeed“, das Männern und Frauen zur Verfügung steht, um frei von Pornographiesucht zu werden. Auf der Website gibt es auch mehrere Berichte, wie Menschen aus ihrer Sucht herausgefunden haben. Auch der österreichische Verein „Safersurfing“ bietet Hilfe im Umgang mit Pornographie an.

https://free-indeed.de/

http://www.safersurfing.at

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 heikostir 30. Dezember 2023 
 

Ein schönes Bespiel für echte Pastoral

jenseits frömmlerischen Geredes. Toll! Mehr davon!


2
 
 Karlmaria 29. Dezember 2023 

es ist anonym?

Wenn wir ständig an der Hand Marias durchs Leben gehen ist es nicht anonym. Schon den Rosenkranz anfassen ist wie wenn wir die Hand Marias halten!


2
 
 gebsy 29. Dezember 2023 

Kontraproduktiv

ist Pornographie für jene Menschen, welche in ihrem bisherigen Leben EINMAL zugelassen haben, Gottes helfende Liebe als Erlösung in der Versuchung zu erfahren.
Das "funktioniert" natürlich in JEDER Situation des Lebens, so ferne wir eingestehen, einen Schutzengel an unserer Seite zu haben, für den unsere Sonderung von Gott die Katastrophe schlechthin ist ...


1
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. „Trägt der synodale Prozess dazu bei, die Seelen Christus und dem ewigen Heil näherzubringen?“
  3. Der Bischof und der Denunziant
  4. Wie die deutsche Bundesregierung Ihre Steuergelder verschwendet!
  5. 21 Märtyrer: 20 ägyptische Kopten und ein Wanderarbeiter aus Ghana
  6. Der vatikanische Synodalismus ist ein Anachronismus
  7. Vor 100 Jahren: Guadalupe-Bild heimlich in Kleiderschrank versteckt
  8. Cardinal Confusione
  9. Ablehnung ökumenischer Konzile ist modernistisch
  10. Tragisches Ende einer Medjugorje-Wallfahrt: Zwölf polnische Pilger sterben bei Busunglück in Ungarn
  11. Frau, dein Glaube ist groß! Die Gnade, die Grenzen überschreitet
  12. Studie: Weniger Angststörungen in religiös geprägtem Umfeld
  13. Medjugorje und Papst-Akademie laden zu ersten "Mariologischen Tagen"
  14. Der Glaube, der Gott nicht loslässt
  15. FEST MARIA KÖNIGIN - Einladung zur Gebets-Novene zur Muttergottes - 13. bis 21. August

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz