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„Ich rufe alle Menschen guten Willens dazu auf, sich unmissverständlich für das Leben einzusetzen“

26. Jänner 2024 in Prolife, 6 Lesermeinungen
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Erzbischof Gądecki, Vorsitzender der Polnischen Bischofskonferenz mit völlig klarer Prolife-Stellungnahme: „Es ist niemals erlaubt, sich einem in sich ungerechten Gesetz anzupassen, wie jenem, das Abtreibung und Euthanasie zuläßt“.


Warschau (kath.net/Polnische Bischofskonferenz) Im Geiste der Verantwortung für die Kirche in Polen und für das Wohl unseres gemeinsamen Heimatlandes rufe ich alle Menschen guten Willens auf, sich eindeutig für das Leben auszusprechen, schreibt der Vorsitzende der Polnischen Bischofskonferenz, Erzbischof Stanisław Gądecki, in einer Erklärung zum Thema Abtreibung.

Unter Bezugnahme auf die Enzyklika Evangelium vitae des heiligen Johannes Paul II. erinnerte der Vorsitzende der Polnischen Bischofskonferenz daran, dass „die Gesetze, die in Form der Abtreibung und der Euthanasie die unmittelbare Tötung unschuldiger Menschen für rechtmäßig erklären, in totalem und unversöhnlichem Widerspruch zu dem allen Menschen eigenen unverletzlichen Recht auf Leben und leugnen somit die Gleichheit aller vor dem Gesetz“ (72).


Unter Bezugnahme auf Evangelium vitae wies der Präsident des Polnischen Episkopats darauf hin, dass „es ist daher niemals erlaubt, sich einem in sich ungerechten Gesetz, wie jenem, das Abtreibung und Euthanasie zuläßt, anzupassen, »weder durch Beteiligung an einer Meinungskampagne für ein solches Gesetz noch dadurch, daß man bei der Abstimmung dafür stimmt«“ (73).

Der Vorsitzende des Polnischen Episkopats betonte, dass die Lehre des kirchlichen Lehramtes eindeutig ist: „Jeder Mensch – nicht nur ein Mitglied der katholischen Kirche –, der ein rechtes Gewissen hat, ist moralisch verpflichtet, das menschliche Leben von seinem Beginn bis zum natürlichen Tod zu achten“.

Erzbischof Gądecki wies darauf hin, dass in einer Demokratie zwar die Mehrheit entscheidet, „dies aber nicht bedeutet, dass die Mehrheit Recht hat, sondern nur, dass die Minderheit keine ausreichend überzeugenden Argumente finden konnte, um die Mehrheit zu werden. Die Rationalität wird nicht durch die Zahl der Anhänger einer bestimmten Ansicht bestimmt. Die Vernunft – vor allem die ethische Vernunft – ist oft auf der Seite der Minderheit. Und manchmal – daran erinnert uns die Figur des Sokrates – auf der Seite des einzelnen Menschen mit einem wohlgeformten Gewissen“.

„Im Geiste der Verantwortung für die Kirche in Polen und für das Wohl unserer gemeinsamen Heimat rufe ich alle Menschen guten Willens auf, sich unmissverständlich für das Leben auszusprechen“ – betonte der Vorsitzende der Polnischen Bischofskonferenz. Er appellierte auch an die Mitglieder beider Häuser des Parlaments und an den Präsidenten der Republik, „Zeugnis abzulegen von einer echten Sorge um das Leben, das schutzlos ist, weil es ungeboren ist“.

Archivfoto Erzbischof Gądecki (c) Polnische Bischofskonferenz


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