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Karwoche und Ostern: Pilgertourismus ins Heilige Land eingebrochen

19. März 2024 in Weltkirche, 1 Lesermeinung
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Düstere Prognose zu Ostern im Heiligen Land: Fast 80 Prozent weniger ausländische Pilger wollen an heiligen Stätten Gottesdienst feiern


Jerusalem (kath.net/KAP) Der Gazakrieg hat massive Auswirkungen auf die Pilgerzahlen im Heiligen Land. Zur Frühjahrshochsaison, in die die Fasten- und Osterzeit fallen, seien bisher nur einige hundert Reservierungen für Gottesdienste an heiligen Stätten erfolgt, teilte das Christian-Information-Center (CIC) der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) mit. In den Vorjahresmonaten März, April und Mai lag die Zahl der Buchungen bei insgesamt knapp 4.500.

Die ersten neun Monate des Jahres 2023 hatten nach Aussage von Naomi Zimmermann vom Pilgerbüro des Franziskanerordens einen neuen Rekord erwarten lassen. "Ohne den Krieg hätten wir den Rekord von 2019 gebrochen", so die Franziskanerschwester. Demnach buchten 2019 insgesamt 16.341 Gruppen (613.300 Personen) einen Gottesdienstort. Im Vergleich dazu lagen die Buchungszahlen bis Ende September 2023 bereits bei 13.000 (rund 500.900 Personen).


Bei vielen Reservierungen seit Kriegsbeginn handelt es sich laut Zimmermann wahrscheinlich um Buchungen von Menschen, die im Heiligen Land leben. Aus dem Ausland kämen derzeit vor allem Gruppen aus den USA und Indonesien. Auch Gruppen aus Polen kehren demnach langsam zurück.

Das Zentrum in der Jerusalemer Altstadt und das angeschlossene Pilgerbüro des Franziskanerordens sind für die Reservierungen für Gottesdienstfeiern an den verschiedenen katholischen heiligen Stätten im Heiligen Land verantwortlich. Die Zahlen beziehen sich auf katholische Pilger.

Auch das älteste nationale Pilgerhaus im Heiligen Land, das Österreichische Pilger-Hospiz in der Jerusalemer Altstadt, kämpft angesichts der ausbleibenden Heilig-Land-Pilger mit großen Sorgen, wie Hospiz-Rektor Markus Bugnyar in den vergangenen Wochen immer wieder erklärte. Der Präsident des Freundeskreises des Pilger-Hospizes, Georg Habsburg-Lothringen, teilte jüngst mit, dass das erste Halbjahr 2024 angesichts wegbrechender Reservierungen für das traditionsreiche Haus "finanziell ein Desaster" zu werden drohe.

Einen Einbruch der Zahlen seit Kriegsbeginn beklagt auch das israelische Tourismusministerium. In den ersten drei Quartalen des Jahres 2023 kamen nach den jüngsten Daten rund 3 Millionen Touristen nach Israel. Schätzungen vor Kriegsbeginn gingen von 3,9 Millionen bis Jahresende aus. Rekordjahr war auch hier 2019 mit 4,5 Millionen Touristen.

Israels Tourismusminister Haim Katz warb hingegen kürzlich bei der Eröffnung des israelischen Pavillions an der Internationalen Tourismus-Börse (ITB) in Berlin für sein Land. "Israel wartet auf Sie. Israel ist offen für den Tourismus", sagte er laut Mitteilung seines Büros. In einem Interview der "Welt" hatte er zuvor betont, Israel sei in den meisten Gebieten für Urlauber sicher, einschließlich Gegenden in der Nähe des Hamas-Massakers.

Copyright 2024 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
(www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten

Archivfoto: Touristin am See Genezareth


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