Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Kann man "Fiducia Supplicans" jetzt einstampfen?
  2. Deutschland: Jüngere Priester lehnen „Synodalen Irrweg“ ab! – DBK beunruhigt
  3. "NEIN" - Papst Franziskus klar gegen Priesterinnen und Diakoninnen!
  4. Kirche ist die ,allerletzte Instanz, die Menschen wegstoßen sollte‘
  5. „Je veux voir Dieu – Ich möchte Gott sehen“
  6. Vertuschung im Mammut-Stil
  7. Präfekt Fernández versichert Koptenpapst Tawadros: Ehe nur zwischen Mann und Frau
  8. Britisches Bistum Nottingham verbietet katholischen Schulen Teilnahme am Pride-Monat
  9. 'Synodale Kirche ODER wie man Katholiken (nicht nur in Österreich) für dumm verkauft
  10. Israelischer UNO-Botschafter: "Was kommt als nächstes? Eine Schweigeminute an Hitlers Todestag?"
  11. Die Angst des Teufels vor Maria
  12. Anschlag auf ‚Ungläubige’ geplant: Vierzehnjährige in Österreich verhaftet
  13. Kardinal Koch: die arianische Irrlehre gehöre „nicht einfach der Vergangenheit“ an
  14. Raymond Arroyo: Gästehaus Santa Marta viel komfortabler als der ‚zugige’ päpstliche Palast
  15. "Die Welt tut genau das, was die Hamas-Terroristen wollen"

Koch kritisiert deutsches Ökumene-Papier: Mangel an Klarheit über Ziel

19. April 2024 in Aktuelles, 5 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Vatikanischer Ökumene-Minister: Dokument von Deutscher Bischofskonferenz und Evangelischer Kirche in Deutschland hat "Vorliebe für Vielfalt und Ängstlichkeit gegenüber Einheit"


Freiburg/Vatikanstadt (kath.net/KAP) Kritik am jüngsten Ökumene-Papier von Deutscher Bischofskonferenz und Evangelischer Kirche in Deutschland hat Kurienkardinal Kurt Koch geübt. Er vermisse in dem Papier, das Mitte März unter dem Titel "Mehr Sichtbarkeit in der Einheit und mehr Versöhnung in der Verschiedenheit - Zu den Chancen einer prozessorientierten Ökumene" veröffentlicht wurde, "Klarheit über das ökumenische Ziel". Das Dokument halte fest, dass es keine volle Kircheneinheit gebe, es werde aber "an keiner Stelle gesagt, was man sich unter dieser vollen Einheit vorstellt und wie der Prozess, der im Dokument beschrieben wird, auf dieses Ziel hinführen kann", sagte Koch in einem am Freitag auf dem Online-Portal "communio.de" veröffentlichten Interview.

Wenn in dem Dokument von Einheit gesprochen werde, so werde sogleich zurecht darauf hingewiesen, dass damit nicht Einheitlichkeit gemeint sein könne. Andererseits werde die Gefahr eines Umschlagens von Vielfalt in einen puren unverbundenen Pluralismus nicht gesehen. "Mir scheint, dass es in diesem Dokument eine Vorliebe für Vielfalt und eine Ängstlichkeit gegenüber Einheit gibt. Hier wäre ein besseres Gleichgewicht angebracht" und ein "gesunder Mittelweg" zu suchen, so der Präfekt des Dikasteriums zur Förderung der Einheit der Christen.


Begrüßt wurde von Koch indes die in dem Dokument festgehaltene Selbstverpflichtung der beiden Kirchen, vor kirchenleitenden Entscheidungen den Dialog mit dem jeweils anderen zu suchen. Tatsächlich würden sich nämlich gerade in ethisch umstrittenen Fragen wie etwa der Sterbehilfe oder der Abtreibung immer häufiger Spannungen zwischen den Kirchen zeigen, die einen intensiveren Dialog verlangten. Koch: "In früheren Jahrzehnten hieß das Leitmotiv in der Ökumene: Glaube trennt, Handeln eint. Heute jedoch müssen wir eher das Gegenteil festhalten: Wir sind uns bei vielen Glaubensfragen näher gekommen; (...) Neue Differenzen und Spannungen sind aber in der Zwischenzeit vor allem auf ethischem Gebiet aufgetreten." Damit müsse sich die Ökumene noch stärker befassen - denn wenn die Kirchen in Grundfragen des Lebens und Zusammenlebens nicht mit einer Stimme sprechen, so werde "die christliche Stimme in den säkularen Gesellschaften Europas immer schwächer", warnte Koch.

Gefragt nach der Zukunft des ökumenischen Dialogs rief Koch schließlich dazu auf, Ökumene nicht auf den Dialog zwischen katholischer und evangelischer Kirche zu begrenzen. "Bei allen Verdiensten des neuen Dokuments in Deutschland liegt für mich seine wichtigste Grenze darin, dass es allein diesen Dialog vor Augen hat. Gewiss sind die evangelische und die katholische Kirche die beiden größten Kirchen in Deutschland und haben auch eine gemeinsame Geschichte. Doch Deutschland ist heute kein rein bikonfessionelles Land mehr. Es leben in Deutschland immer mehr auch Orthodoxe, Orientalen und auch Freikirchen. Diese größere Ökumene müsste heute stärker in den Blick genommen werden."

(Interview im Wortlaut: www.herder.de/communio/theologie/ein-gespraech-mit-kardinal-kurt-koch-ueber-das-neue-deutsche-oekumene-papier)

Copyright 2024 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
(www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten
Archivfoto Kardinal Koch (c) kathpress/Paul Wuthe


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Ulrich Motte 20. April 2024 
 

Innerkatholische Ökumene?

Was den Vatikan ethisch von der EKD trennt, trennt wohl auch unzählige Katholiken von anderen Katholiken, teils auch höchste Kirchenränge, oder ? Und wie oft gilt das auch für nichethische Glaubensfragen?


0
 
 Peter2021 19. April 2024 
 

Die ECCLESIA DE EUCHARISTIA zeigt uns einen Weg zur Einheit:

"So zeigt sich die Eucharistie als Quelle und zugleich als Höhepunkt der ganzen Evangelisierung, da ihr Ziel die Gemeinschaft der Menschen mit Christus und in ihm mit dem Vater und mit dem Heiligen Geist ist. Mit der eucharistischen Kommunion wird die Kirche zugleich in ihrer Einheit als Leib Christi gefestigt. Der heilige Paulus bezieht sich auf diese einheitsstiftende Wirkung der Teilnahme am eucharistischen Mahl, wenn er an die Korinther schreibt: »Ist das Brot, das wir brechen, nicht Teilhabe am Leib Christi? Ein Brot ist es. Darum sind wir viele ein Leib; denn wir alle haben teil an dem einen Brot« (1 Kor 10, 16-17). Der hl. Johannes Chrysostomus kommentiert treffend und tiefsinnig: »Was ist denn das Brot wirklich? Es ist der Leib Christi. Was werden die, welche ihn empfangen? Sie werden Leib Christi; aber nicht viele Leiber, sondern ein einziger Leib."

Wer die Einheit möchte, sollte mindestens 1 h eucharistische Anbetung pro Woche halten. Das hilft mehr als ein Ökumene-Papier.

www.vatican.va/content/john-paul-ii/de/encyclicals/documents/hf_jp-ii_enc_20030417_eccl-de-euch.html


2
 
 ThomasR 19. April 2024 
 

Das Thema der Ökumene ist viel breiter viel tiefer und viel bedeutender

als Zusammenarbeit allein mit der EKD

ZUsammenarbeit mit der (absterbenden) EKD, die sich eher auf Verwaltung des Untergangs und eigener Grundstücke (um 300.000 ha in Deutschland) konzentriert als auf die Verkündung des Wortes Gottes ist nur eine Facette der Ökumene

Mir wäre ehrlich erstmal Vertiefung der Zusammenarbeit mit katholischen Ostkirchen lieber und seslbst Vergabe der Leitung der Pfarren an katholische Ostpriester und altrituelle Priester als gemeinsame Verwaltung des Untergangs im Rahmen des Kirchensteuersystems mit der EKD.

Der Martin LUther Zug ist längst abgefahren.

www.youtube.com/watch?v=5mGvvBqA5Rk


0
 
 Stefan Fleischer 19. April 2024 

Glaube trennt, Handeln eint.

Dabei sollte doch - meines Erachtens - das entscheidende Ziel für all unser ökumenisches Bemühen die Einheit im Glauben sein. Handeln allein ist nicht christlich. Es muss aus dem Glauben heraus fliessen. "Alles andere tun auch die Heiden," auch die Neuheiden unserer Zeit. Doch nur eine solide, gemeinsame Glaubensbasis kann die unterschiedlichen Meinungen beim Handeln überbrücken, kann den Frieden zwischen den Menschen hervorbringen, auch dort, wo gegensätzliche Interessen vorliegen.


6
 
 naiverkatholik 19. April 2024 
 

Koch mit ruhiger Hand und großem Überblick

Hoffentlich kann Kardinal Koch das noch lange macheen. Mit ruhiger Hand und mit großem Überblick antwortet er als Einzelkämpfer klarstens auf Papiere, die von Scharen deutscher Theologen verfasst werden. Mutig benennt er die wunden Punkte und würdigt das Gute.


5
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. Deutschland: Jüngere Priester lehnen „Synodalen Irrweg“ ab! – DBK beunruhigt
  2. Kann man "Fiducia Supplicans" jetzt einstampfen?
  3. "NEIN" - Papst Franziskus klar gegen Priesterinnen und Diakoninnen!
  4. „Je veux voir Dieu – Ich möchte Gott sehen“
  5. Das Wunder, das Carlo Acutis zum Heiligen macht
  6. Jana for Rosenkranz - Freikirchliche Influencerin wirbt für Rosenkranz-Challenge
  7. Ordinatio sacerdotalis ist nach 30 Jahren immer noch de fide
  8. Raymond Arroyo: Gästehaus Santa Marta viel komfortabler als der ‚zugige’ päpstliche Palast
  9. 'Synodale Kirche ODER wie man Katholiken (nicht nur in Österreich) für dumm verkauft
  10. Santo subito - Heiligsprechung von "Cyber-Apostel" Carlo Acutis
  11. Kardinal Koch: die arianische Irrlehre gehöre „nicht einfach der Vergangenheit“ an
  12. Kirche ist die ,allerletzte Instanz, die Menschen wegstoßen sollte‘
  13. Vertuschung im Mammut-Stil
  14. Niger: Christen fliehen nach Einführung der Scharia
  15. Präfekt Fernández versichert Koptenpapst Tawadros: Ehe nur zwischen Mann und Frau

© 2024 kath.net | Impressum | Datenschutz