Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie wird das „pro multis“ im neuen Messbuch übersetzt werden?
  2. Freikirche oder katholische Kirche? Überlegungen eines Konvertiten
  3. Bischof Wilmer: "Wir wollen keinen deutschen Sonderweg"
  4. ‚Ein Doktor der Theologie hat keine Ahnung von der Auswirkung von Gruppeneffekten‘
  5. Der anderskatholische Papstkritiker
  6. Bätzing gegen Papst Leo
  7. „Brot für die Vögel?“ – Können Protestanten zur Hl. Kommunion zugelassen werden?
  8. Scott Hahn: Die frühe Kirche war nicht protestantisch
  9. Kardinal Fernández räumt geringes Interesse an seinem Dokument über Mission ein
  10. Revision des Messbuchs geht in nächste Phase - Erprobung 2027 geplant
  11. Musikerlegende Bob Dylan bei Papst Leo XIV. im Vatikan
  12. ‚Entschuldigung, aber … was?‘
  13. Drei Stunden im Fegefeuer
  14. Auf zu den Friedhöfen! Wir bitten für unsere Verstorbenen um Gottes Gnade!
  15. Warum ausgerechnet ein Augustiner-Pater Patron der armen Seelen ist

'Falscher Eindruck einer Einmütigkeit'

10. Juni 2024 in Deutschland, 8 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Harsche Kritik an DBK-Bericht zum Synodalen Weg: Kritische Stimmen wurden ausgeschlossen - Regensburger Bischof verwahrte sich gegen Textentwurf des Berichts


Regensburg (kath.net/rn)

Der jüngste Bericht der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), der die Einstellungen zum Synodalen Weg in den deutschen Diözesen aufzeigt, stößt auf deutliche Kritik aus kirchlichen Kreisen. Nach Informationen der Katholischen Sonntagszeitung für das Bistum Regensburg (Ausgabe dieser Woche) wird bemängelt, es werde der falsche Eindruck einer Einmütigkeit in Sachen Synodaler Weg erweckt. Diese „Zusammenfassung der Reflexionsberichte“ aus den deutschen Diözesen für Rom schließe kritische Stimmen aus, wie sie etwa aus den Bistümern Regensburg und Passau sowie aus dem Erzbistum Köln bekannt sind.

Auf Seiten der Kritiker wird der Vorgang als öffentliches Ärgernis wahrgenommen. So habe die Diözese Regensburg ihre Inhalte aus dem Bericht zurückgezogen – ein, wie es heißt, bislang einmaliger Vorgang, der kein gutes Licht auf die Verantwortlichen der DBK werfe. Die Zusammenfassung der Berichte aus Deutschland wurde zur Vorbereitung der Synodensitzung in Rom 2024 dorthin gesandt.


Der Textentwurf des Berichts sei aber derart einseitig gewesen, dass sich der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer dagegen verwahrt habe, Ergebnisse aus dem Regensburger Reflexionsbericht dort zu veröffentlichen. Hierbei gehe es nicht um die Inhalte der ursprünglich zitierten Regensburger Beiträge, sondern allein um den Gesamtduktus des DKB-Berichts. Nach gesicherten Informationen aus den kirchlichen Kreisen, die der Katholischen SonntagsZeitung vorliegen, lautet der Kern der Kritik: „Es liegt auf der Hand, dass das Sekretariat der Bischofskonferenz Politik für den Synodalen Weg und seine Inhalte betreibt. Die DBK bringt zentrale Aussagen des Synodalen Wegs vor, ohne auf die Minderheitenposition einzugehen.“

Im ursprünglich eingereichten Bericht aus der Diözese Regensburg hatte es geheißen: „Der Begriff Synodalität scheint zu einem gewissen ,Modebegriff’ geworden zu sein. Insofern ist eine weitere Klärung des Begriffs für die Arbeit in der Pastoral notwendig, damit keine falschen Erwartungen geweckt werden. Es muss Klarheit über den Begriff gewonnen werden – v.a. im Zusammenhang mit der notwendigen Reflexion über die Aufgaben der Amtsträger in einer synodalen Kirche.“

Solche Einschätzungen sucht man nach Meinung der Kritiker im DBK-Bericht vergeblich. Aus dem Regensburger Bericht sollte demnach folgender Satz zitiert werden: „Bestimmte anthropologische Kategorien der kirchlichen Lehre sind in einzelnen Fällen unzureichend und erfordern weitere Untersuchungen und Vertiefungen.“ Dieser vorgesehenen Zitierung war aber eine von den Autoren des DBK-Berichts formulierte Aussage ohne diözesanen Bezug vorgeschaltet: Zur Deutung der Zeichen der Zeit gehöre "auch der lernende Dialog mit den Wissenschaften, etwa den Humanwissenschaften, wenn es darum geht, anthropologische Erkenntnisse und Lehraussagen epistemisch auf der Höhe der Zeit zu halten“. Die Kritiker dieser redaktionellen Vorgehensweise bemängeln, hier werde ein aus dem Zusammenhang gerissener Regensburger Satz in einen Kontext gestellt, der seine ursprüngliche Intention verfehle. Deshalb sei die Erlaubnis zum Abdruck von Passagen des Regensburger Reflexionsberichts zurückgezogen worden.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. „Die Kirche gewinnt an Kraft dank eines Anstiegs bei den Konversionen zum Katholizismus“
  3. Manuel Ostermann: „Ich möchte hier widersprechen, liebes WDR“
  4. ‚Entschuldigung, aber … was?‘
  5. Sozialbeauftragter des Papstes bringt Spenden in die Ukraine
  6. IMABE: Sterbehilfe-Entwicklung in Belgien wirft Fragen auf
  7. ‚Lieber ein ‚Fanatiker‘ als ein Verräter für Kataris und Dschihadisten‘
  8. Benedikt XVI.: „Wir fragen uns jedoch: Warum empfinden wir Angst vor dem Tod?“
  9. Eine unzählbare Schar von Zeugen - Heiligkeit kennt keine Grenzen
  10. Der unbekannte Bekannte: St. Martin
  11. Freikirche oder katholische Kirche? Überlegungen eines Konvertiten
  12. Allerheiligen oder Heilige für alle?
  13. Schmunzelnder Papst scherzt mit Basketballern seiner früheren Uni
  14. „Die Heiligen sind keine kleine Gruppe Auserwählter, sondern eine unzählige Schar“
  15. Brücken bauen, Wurzeln schlagen, Gemeinschaft leben. Der Glaube als gemeinsamer Ursprung und Auftrag

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz