Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Nur 6,6 Prozent der deutschen "Katholiken" besuchen die Hl. Messe!
  2. Psycho-Tests für Schweizer Priester
  3. Werden Sie Schutzengerl für kath.net für 2025 und 2026!
  4. Bekommt Deutschland ein Wahrheitsministerium?
  5. Alexander Kissler: "Mit dem Klimafasten machen sich die Kirchen lächerlich"
  6. 2024 mehr Austritte bei den landeskirchlichen Protestanten als bei den Katholiken
  7. Regierung Trump will Mittel für Familienplanung einfrieren
  8. Holy Family Mission – ein missionarisches Projekt zur Erneuerung der Kirche in Irland
  9. Theologieprofessor Bortkiewicz: „Der Arzt beschloss, den Fötus – also mich – in Stücke zu schneiden“
  10. Wirtschaftsexperte kritisiert Forderung der Bischöfe nach mehr Steuern für Reiche
  11. US-Prediger Franklin Graham: Trump soll auf Kraftausdrücke verzichten
  12. Teufelsanrufung in der 2. Bundesliga?
  13. Initiative „Neuer Anfang“ übt deutliche Kritik an der „Suggestiv-Umfrage“ des Synodalen Ausschusses
  14. Papst erhält weiterhin große Mengen Sauerstoff
  15. Gemelli-Chefarzt: Papst Franziskus wäre fast gestorben

Großeinsatz von Blaulichtorganisationen am gotischen Ulmer Münster wegen Klimabanner

4. Juli 2024 in Deutschland, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Nichtgenehmigte Kletteraktion: Insgesamt sechs der selbsternannten „Klimaaktivisten“ wurden vorübergehend festbenommen – Evangelischer Dekan stellte Anzeige wegen Hausfriedensbruch - Große Medien sind sparsam mit Kritik


Ulm (kath.net/pl) Am (evangelischen) Münster in Ulm (Baden-Württemberg) wurden am Dienstagnachmittag drei sogenannte „Klimaaktivisten“ vom Turm geholt. Sie waren außen am Hauptturm des gotischen Münsters hinaufgeklettert und hatten in ungefähr 70 Metern Höhe ein großes Klimabanner aufgehängt. Darauf war die Frage gestanden: „Wäre Jesus Klimaaktivist?“. Die Polizei beendete die Aktion, die drei Kletterer sowie drei Personen auf dem Münsterplatz, die möglicherweise die Kletterer unterstützten, wurden von der Polizei vorübergehend festgenommen. Sie sind inzwischen wieder auf freiem Fuß, gegen sie wird nun aber wegen Hausfriedensbruch ermittelt. Der Turm des Ulmer Münsters ist aus empfindlichen Sandstein gebaut und zählt mit zu den höchsten Kirchtürmen der Welt.

Zur Unterbindung der Aktion der selbsternannten „Klimaaktivisten“ waren zunächst mehrere Polizei-Einsatzfahrzeuge sowie ein Feuerwehrfahrzeug auf den Münsterplatz gefahren, auch eine Drohne wurde eingesetzt. Dann kamen noch die Höhenrettung der Feuerwehr sowie ein Spezialeinsatzkommando (SEK) mit Einsatzkräften in Kletterausrüstung und mit Hebebühne zum Einsatz. Sogar Ulms Oberbürgermeister Martin Ansbacher eilte auf den Ulmer Münsterplatz und sprach mit Einsatzkräften. Nach Darstellung von „Ulm News“ konnte „der Hubsteiger eines örtlichen Verleihers“ „bis auf 75 Meter Höhe ausgefahren werden, doch die Windverhältnisse erschwerten die Aktion. Bei Sturm pendelt der Arbeitskorb in jede Richtung bis zu eineinhalb Metern, was die Annäherung an den Turm erschwert.“


Der Dekan des evangelischen Ulmer Münsters, Torsten Krannich, hat inzwischen Anzeige wegen Hausfriedensbruch erstattet. Er kritisierte gegenüber dem SWR die Aktion der Klimaaktivisten am Münsterturm wegen ihrer Illegalität und wegen der Gefährdung der historischen Bausubstanz. Dennoch beeilt er sich gleichzeitig zu sagen: „Ihr ursprüngliches Anliegen, das Klima zu schützen, teilen wir ja als Kirche.“ Gegenüber der „Südwestpresse“ bezeichnete er die Klimaakion immerhin als „einfach doof“ und erläuterte weiter, „wir werden ihnen aber erstmal ne fette Rechnung schicken, so ein Einsatz ist natürlich teuer“.

Der Bauhüttenmeister werde in wenigen Tagen bei seinem Routine-Rundgang die Stellen genauer auf Schäden prüfen, so Münsterbaumeisterin Heidi Vormann auf SWR-Nachfrage. Der SWR schildert weiter, dass „durch die illegale Kletteraktion“ „allein für die Münsterbauhütte Kosten von rund 9.000 Euro entstanden“ seien, „unter anderem für den Einsatz eines Krans“.

In den Darstellungen der großen Medien (darunter auch Tagesschau und SWR) bekommen die Klimaaktivsten wenig inhaltliche Kritik. Vielmehr erhalten sie teilweise sogar Platz für ihre Argumentationen. Die Frage, inwieweit der Einsatz für die Höhenretter auch deren eigene Sicherheit gefährdete, wurde in den Medien kaum thematisiert, obwohl laut Polizeiangaben zumindest für die Klimaaktivisten die Kletteraktion „unter hohem Risiko“ stattgefunden hatte. Auch fehlen abwertende Ausdrücke, mit denen etwa Lebensschützer inzwischen regelmäßig bedacht werden (auch von öffentlich-rechtlichen Medien), wie bsp.: die Aktivisten als „selbsternannt“ oder „umstritten“ zu bezeichnen. Diese scheinbare Neutralität der Mediendarstellungen bei Klimaaktivisten kollidiert mit dem journalistischen Selbstanspruch spätestens dann, wenn genau diese Neutralität bei Lebensschützern – also verfassungskonformen Menschenrechtsaktivisten – aufgegeben wird.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Jurica 4. Juli 2024 
 

Die Bischöfe und Priester sollten eigentlich wissen,

dass die Klima-Panik (das Klima-Alarmismus) ausschließlich der Manipulation dient.

Das sie nicht in der Lage sind, sich von der Angstmache und dem Alarmismus zu distanzieren ist ein geistiges Armutszeugnis.

@UlmerSpatz: Es ist sehr wichtig "Links" von "Progressivistisch" zu unterscheiden.


0
 
 UlmerSpatz 4. Juli 2024 
 

Kritik

Kritik kommt sogar vom SPD Oberbürgermeister und vom evangelischen Dekan. Das ist interessant, weil beide sonst eher linke Positionen vertreten.


0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. Werden Sie Schutzengerl für kath.net für 2025 und 2026!
  2. EINMALIGE CHANCE! Große Baltikum-Reise mit kath.net - Mit Erzbischof Gänswein!
  3. Eine wichtige BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  4. Nur 6,6 Prozent der deutschen "Katholiken" besuchen die Hl. Messe!
  5. Theologieprofessor Bortkiewicz: „Der Arzt beschloss, den Fötus – also mich – in Stücke zu schneiden“
  6. Ist es ein Wunder durch Kardinal Pell? Kleinkind atmete 52 Minuten lang nicht mehr, überlebte!
  7. ‚Mitarbeiter der Wahrheit‘ – ein neuer Film über Johannes Paul II. und Benedikt XVI.
  8. Gemelli-Chefarzt: Papst Franziskus wäre fast gestorben
  9. Teufelsanrufung in der 2. Bundesliga?
  10. Pater Dominikus Kraschl OFM: „Vom Kosmos zum Logos?“
  11. Alexander Kissler: "Mit dem Klimafasten machen sich die Kirchen lächerlich"
  12. Satanist sagt unter Eid: Wir haben keine Eucharistie für ‚schwarze Messe‘
  13. Breite Rezeption für eine vermeintlich gescheiterte Theologie
  14. Psycho-Tests für Schweizer Priester
  15. Papst erhält weiterhin große Mengen Sauerstoff

© 2025 kath.net | Impressum | Datenschutz