Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. "Ein Schisma und mein Ausstieg aus der Priesterbruderschaft St. Pius X."
  2. Medjugorje: Brandanschlag und Schändungen kurz vor Jugendfestival
  3. Kissler-Kritik an Papst Leo XIV.: „Fatale Botschaft“ bei Lampedusa-Besuch
  4. Die US-Bischöfe fördern die natürliche Familienplanung
  5. Festnahme nach Schändungen in Medjugorje - Bischof ruft zu Gebet auf
  6. Pax tecum – Wenn der Papst über Frieden spricht
  7. Neues Video bringt Sea-Watch unter schweren Verdacht: Zusammenarbeit mit bewaffneten Schleusern?
  8. Gänswein wird 70: Kirchenkarriere wohl noch nicht am Ende
  9. Vatikan stuft schottische Mönche nach unerlaubter Bischofsweihe als exkommuniziert ein
  10. 'Weihnachten im Juli': Der Gedenktag der Heiligen Drei Könige
  11. Vatikan dementiert Berichte über Ende des Rupnik-Verfahrens
  12. Ahmad Mansour: „Nennen wir es beim Namen: Es ist der Islamismus“
  13. Papst Leo: „So können wir als Christen das Alter leben: gebrechlich, aber zugleich berufen“
  14. Papst ruft zu christlichem Lebensstil im Urlaub auf
  15. Kardinal Müller: Das Konsistorium ließ eine tiefgehende Debatte über kirchliche Fragen vermissen

„Es gibt nur zwei biologische Geschlechter“

17. Oktober 2024 in Familie, 7 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Norwegische Bischöfe unterzeichnen ökumenische Erklärung zu Gender und Geschlechtertheorie und kritisieren öffentlichen Aktivismus zur Anpassung an „queere Theorie“


Oslo (kath.net) Die Diskussion über Geschlechtertheorie und Sexualität muss „so objektiv wie möglich“ geführt werden. Das sagte der norwegische Bischof Erik Varden von Trondheim im Interview mit CNA Deutsch. Es sei wichtig „zu zeigen, dass die christliche anthropologische Vision, ihre Vision davon, was ein Mensch ist, was es heißt, eine Frau oder ein Mann zu sein, mit empirischen Daten übereinstimmt“.

Anlass für das Interview ist eine ökumenische Erklärung zu Gender und Geschlechtertheorie, welche die norwegischen Bischöfe zusammen mit 30 christlichen Gemeinschaften unterzeichneten. In der Erklärung heißt es wörtlich: „Es gibt nur zwei biologische Geschlechter: männlich und weiblich. Das Geschlecht des Menschen entscheidet sich im Moment der Empfängnis (…) Auch wenn jedes Jahr mehrere Kinder mit Chromosomenanomalie oder ohne klare Geschlechtsorgane geboren werden (10–15 pro Jahr in Norwegen), bedeutet das nicht, dass es mehr als zwei biologische Geschlechter gäbe.“


Die Unterzeichner kritisierten „die Idee, es gäbe ein subjektives Geschlecht und eine selbst zu wählende Geschlechtsidentität‘, die frei zu wählen sei und auf Gefühlen basiert. Dies sei „Ergebnis einer Ideologie und hat kein Fundament in Biologie oder Naturwissenschaft“. Es heißt weiters: „Es ist äußerst problematisch, Kinder und Jugendlichen im Unterricht damit zu konfrontieren, es gäbe ,Jungs, Mädchen und andere Geschlechter‘, und ihnen beizubringen, es gäbe ein ,inneres Geschlecht‘, man könne ,im falschen Körper geboren sein‘ und Geschlecht sei etwas ,Fluides‘. Diese Beeinflussung kann zu Verwirrung, Unsicherheit und destruktiven Lebensentscheidungen bei vielen Kindern und Jugendlichen führen.“

Auf seelsorgerlicher Ebene würden alle Menschen begleitet, betonte Varden im Interview. „Wir glauben, wie die Erklärung sagt, dass jeder Mensch von Gott geliebt ist. Wir sind verpflichtet, unsere Begegnungen auf dieser Grundlage zu führen. Aber jemanden zu lieben, bedeutet nicht unbedingt, ihn in allem zu bestätigen, was er tut und sagt: Das Evangelium zeigt uns das deutlich.“

Als Hirten habe man keinerlei Illusionen über die Komplexität des menschlichen Lebens und der Beziehungen. „Wir möchten komplexe Situationen mitfühlend und kreativ begleiten. Gleichzeitig sind wir dazu ordiniert, nicht selbstgemachte Vorstellungen zu verkünden und zu lehren, sondern das Evangelium Christi, wie es vom Lehramt der katholischen Kirche gelehrt und dargelegt wird (…)“

Hinsichtlich der Fragen nach menschlichem Leben, Würde und Identität laufe man heute „Gefahr, von Theorien, sogar Ideologien, mitgerissen zu werden“, warnte Varden. „Die Gendertheorie hatte einige Jahre lang Rückenwind, aber wir sind uns zunehmend der Menschen bewusst, die davon schwer verletzt wurden.“ Er nannte die Folgen der Tavistock-Klinik-Affäre in England als Beispiel. Öffentliche Behörden würden „ihr Mandat überschreiten, wenn sie versuchen, die Anpassung an Theorien durchzusetzen“.

Die Unterzeichner der Erklärung betonen, das Recht auf freie Meinungsäußerung, Gewissensfreiheit und Glaubensfreiheit seien „zentrale, unaufgebbare Werte“. Sie üben auch Kritik: „Wir meinen: Regierungsorgane und öffentliche Instanzen missbrauchen ihren Auftrag und ihre Macht, wenn sie versuchen, Bürger und Organisationen zur Anpassung an „queere Theorie“ zu drängen in Bezug auf Geschlecht, Sexualität und Ehe. Ein solcher Aktivismus von öffentlicher Seite steht im Widerspruch zu Religions- und Gewissensfreiheit und zum Recht von Eltern.“

Die Erklärung im Wortlaut:

Felleskristen erklæring - TYSK (coramfratribus.com)


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. Medjugorje: Brandanschlag und Schändungen kurz vor Jugendfestival
  2. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  3. Kissler-Kritik an Papst Leo XIV.: „Fatale Botschaft“ bei Lampedusa-Besuch
  4. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  5. "Ein Schisma und mein Ausstieg aus der Priesterbruderschaft St. Pius X."
  6. Festnahme nach Schändungen in Medjugorje - Bischof ruft zu Gebet auf
  7. Gänswein wird 70: Kirchenkarriere wohl noch nicht am Ende
  8. Krebs und Paradies – Das Leben des 17-jährigen David Buggi
  9. Ahmad Mansour: „Nennen wir es beim Namen: Es ist der Islamismus“
  10. Leo beruft den lehramtstreuen US-Erzbischof Cordileone in die Apostolische Signatur
  11. Auf der Intensivstation zum ständigen Diakon geweiht: Pino Cannavò
  12. Erzdiözese Wien bestätigt Pensionierung von Dompfarrer Faber
  13. Kardinal Müller: Das Konsistorium ließ eine tiefgehende Debatte über kirchliche Fragen vermissen
  14. Neues Video bringt Sea-Watch unter schweren Verdacht: Zusammenarbeit mit bewaffneten Schleusern?
  15. Irrtümer über den Jakobsweg

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz