Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. SWR-Skandalchristmette - Zuständig ist die Diözese Rottenburg-Stuttgart!
  2. Rechtsanwalt Steinhöfel: Maduro war ohne legales Amt, hatte keine völkerrechtliche Immunität mehr
  3. THESE: "Die Theologie der letzten Jahrzehnte hat versagt!"
  4. Kard. Woelki: „Bin überzeugt, dass ‚Evangelisierung‘ das zentrale Thema von Leos Pontifikats wird“
  5. Unter den kroatischen Katholiken wächst Grundsatzkritik
  6. Santo Subito: Historiker Hesemann plädiert für schnelle Seligsprechung Benedikts XVI.
  7. „Nicht nur Israels Kampf… es ist der Kampf unserer gemeinsamen jüdisch-christlichen Zivilisation“
  8. 2025 wurden 46 römisch-katholische Kirchen und Kapellen in Deutschland profaniert
  9. Direkt nach dem Jahreswechsel brannte die Amsterdamer Vondelkirche lichterloh
  10. „In seinem Pontifikat war Benedikt XVI. einer der größten Theologen auf der Cathedra Petri“
  11. Schweiz: Bischöfe beten für Opfer der Brandkatastrophe in Skiort
  12. Eine Nonne, die Vampirbücher schreibt
  13. Bischöfliche Spökenkiekerei zum Jahreswechsel
  14. Streit um Papstkreuz im Wiener Donaupark
  15. „Die Ursache der Kirchenkrise und ihre Überwindung“

„Es gibt nur zwei biologische Geschlechter“

17. Oktober 2024 in Familie, 7 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Norwegische Bischöfe unterzeichnen ökumenische Erklärung zu Gender und Geschlechtertheorie und kritisieren öffentlichen Aktivismus zur Anpassung an „queere Theorie“


Oslo (kath.net) Die Diskussion über Geschlechtertheorie und Sexualität muss „so objektiv wie möglich“ geführt werden. Das sagte der norwegische Bischof Erik Varden von Trondheim im Interview mit CNA Deutsch. Es sei wichtig „zu zeigen, dass die christliche anthropologische Vision, ihre Vision davon, was ein Mensch ist, was es heißt, eine Frau oder ein Mann zu sein, mit empirischen Daten übereinstimmt“.

Anlass für das Interview ist eine ökumenische Erklärung zu Gender und Geschlechtertheorie, welche die norwegischen Bischöfe zusammen mit 30 christlichen Gemeinschaften unterzeichneten. In der Erklärung heißt es wörtlich: „Es gibt nur zwei biologische Geschlechter: männlich und weiblich. Das Geschlecht des Menschen entscheidet sich im Moment der Empfängnis (…) Auch wenn jedes Jahr mehrere Kinder mit Chromosomenanomalie oder ohne klare Geschlechtsorgane geboren werden (10–15 pro Jahr in Norwegen), bedeutet das nicht, dass es mehr als zwei biologische Geschlechter gäbe.“


Die Unterzeichner kritisierten „die Idee, es gäbe ein subjektives Geschlecht und eine selbst zu wählende Geschlechtsidentität‘, die frei zu wählen sei und auf Gefühlen basiert. Dies sei „Ergebnis einer Ideologie und hat kein Fundament in Biologie oder Naturwissenschaft“. Es heißt weiters: „Es ist äußerst problematisch, Kinder und Jugendlichen im Unterricht damit zu konfrontieren, es gäbe ,Jungs, Mädchen und andere Geschlechter‘, und ihnen beizubringen, es gäbe ein ,inneres Geschlecht‘, man könne ,im falschen Körper geboren sein‘ und Geschlecht sei etwas ,Fluides‘. Diese Beeinflussung kann zu Verwirrung, Unsicherheit und destruktiven Lebensentscheidungen bei vielen Kindern und Jugendlichen führen.“

Auf seelsorgerlicher Ebene würden alle Menschen begleitet, betonte Varden im Interview. „Wir glauben, wie die Erklärung sagt, dass jeder Mensch von Gott geliebt ist. Wir sind verpflichtet, unsere Begegnungen auf dieser Grundlage zu führen. Aber jemanden zu lieben, bedeutet nicht unbedingt, ihn in allem zu bestätigen, was er tut und sagt: Das Evangelium zeigt uns das deutlich.“

Als Hirten habe man keinerlei Illusionen über die Komplexität des menschlichen Lebens und der Beziehungen. „Wir möchten komplexe Situationen mitfühlend und kreativ begleiten. Gleichzeitig sind wir dazu ordiniert, nicht selbstgemachte Vorstellungen zu verkünden und zu lehren, sondern das Evangelium Christi, wie es vom Lehramt der katholischen Kirche gelehrt und dargelegt wird (…)“

Hinsichtlich der Fragen nach menschlichem Leben, Würde und Identität laufe man heute „Gefahr, von Theorien, sogar Ideologien, mitgerissen zu werden“, warnte Varden. „Die Gendertheorie hatte einige Jahre lang Rückenwind, aber wir sind uns zunehmend der Menschen bewusst, die davon schwer verletzt wurden.“ Er nannte die Folgen der Tavistock-Klinik-Affäre in England als Beispiel. Öffentliche Behörden würden „ihr Mandat überschreiten, wenn sie versuchen, die Anpassung an Theorien durchzusetzen“.

Die Unterzeichner der Erklärung betonen, das Recht auf freie Meinungsäußerung, Gewissensfreiheit und Glaubensfreiheit seien „zentrale, unaufgebbare Werte“. Sie üben auch Kritik: „Wir meinen: Regierungsorgane und öffentliche Instanzen missbrauchen ihren Auftrag und ihre Macht, wenn sie versuchen, Bürger und Organisationen zur Anpassung an „queere Theorie“ zu drängen in Bezug auf Geschlecht, Sexualität und Ehe. Ein solcher Aktivismus von öffentlicher Seite steht im Widerspruch zu Religions- und Gewissensfreiheit und zum Recht von Eltern.“

Die Erklärung im Wortlaut:

Felleskristen erklæring - TYSK (coramfratribus.com)


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. Weihnachtsspende für kath.net - Wir brauchen JETZT Ihre HILFE!
  2. ISLAND-REISE - SOMMER 2026 - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  3. SWR-Skandalchristmette - Zuständig ist die Diözese Rottenburg-Stuttgart!
  4. „Die Ursache der Kirchenkrise und ihre Überwindung“
  5. Kard. Woelki: „Bin überzeugt, dass ‚Evangelisierung‘ das zentrale Thema von Leos Pontifikats wird“
  6. Wie Johannes vom Kreuz mit nervigen Menschen umging
  7. „In seinem Pontifikat war Benedikt XVI. einer der größten Theologen auf der Cathedra Petri“
  8. Unter den kroatischen Katholiken wächst Grundsatzkritik
  9. Überlebende der Brandkatastrophe in Crans-Montana: „Möchte Gott danken, dass er mich gerettet hat“
  10. Eine Nonne, die Vampirbücher schreibt
  11. Ein Frühstück für den Verleugner
  12. Santo Subito: Historiker Hesemann plädiert für schnelle Seligsprechung Benedikts XVI.
  13. „Wenn wir mit Papst Benedikt XVI. diesen tiefen Ernst unserer Taufe realisieren…“
  14. THESE: "Die Theologie der letzten Jahrzehnte hat versagt!"
  15. Warum zwei Kardinäle aus Afrika erst jetzt 80 Jahre alt werden

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz