Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Nicht Bruch, sondern lebendige Tradition - Wider den Missbrauch der Liturgiereform
  2. Kard. Sarah: „Die Abneigung gegen Latein und Gregorianik wird mit der 68er-Generation verschwinden“
  3. Rom sollte in Deutschland endlich Bischöfe einsparen und Bistümer zusammenlegen!
  4. Papst Leo: „Die Welt durchlebt eine besonders unruhige Phase“
  5. Die Hölle, eine verschwiegene Wahrheit
  6. Die umstrittene Synodalkonferenz der Kirche in Deutschland wurde leise abgesagt
  7. Papst äußert sich skeptisch zu fundamentalen Risiken der KI
  8. ‚Tritt hinter mich!’ Der Weg des Messias führte über das Kreuz
  9. US-Diözesen mit ungewöhnlich hoher Zahl an Priesterweihen
  10. Caroline Bosbach: „Linkspartei erklärt evangelikale Christen zum Feindbild“
  11. Polnischer Primas in Jasna Góra: „Recht auf Leben von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod“
  12. „Synodalität wird den Katholizismus zerstören“
  13. Ist ein linker Punksänger klüger als Bischof Feige?
  14. „Es gibt keinen notwendigen Widerspruch zwischen Synodalität und Tradition“
  15. R.I.P. Dolly Parton

Zu klein, um vollkommen zu werden

10. November 2024 in Spirituelles, 6 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die Spiritualität von Thérèse von Lisieux stellte sich dem Jansenismus entgegen und ist auch heute aktuell in unserer von Perfektionismus geprägten Zeit.


Paris (kath.net / pk) Glauben wie ein Kind: So könnte man die Spiritualität der kleinen heiligen Thérèse in einfache Worte fassen. Dieser „kleine Weg“ der französischen Heiligen hat nicht nur mit ihrer Biographie zu tun, sondern hat einen realen Hintergrund in einer bestimmten als Häresie verurteilten Strömung des Katholizismus, die schon im 17. Jahrhundert in Frankreich an Boden gewann: der Jansenismus.

Jansenisten vertreten die Meinung, der Mensch sei unwürdig, der Leben sei ein ständiger Kampf und Gott sei als strenger Richter eher fern als nah. Skrupulöse Selbstprüfung und strenge Buße sind weitere Züge des Jansenismus.

Thérèse von Lisieux (1873-1897) entwickelte ein völlig anderes Konzept vom gelebten Glauben. Das Herzstück ihrer Spiritualität ist eine kindliche Hingabe an Gottes Barmherzigkeit. Vollkommenheit gibt es nicht durch Sündenfreiheit und Strenge, sondern durch Demut und Vertrauen in die Liebe Gottes.


Thérèse betonte unermüdlich ihre „Kleinheit“ vor Gott. In ihrer Autobiographie „Geschichte einer Seele“ hält sie fest, sie sei zu klein, um die steile Treppe der Vollkommenheit zu erklimmen. Sie sah sich selbst als kleines Kind an, das sich Gott anvertraut, in der absoluten Sicherheit, dass er sich schon tragen würde.

Die junge Französin legte den Fokus nicht darauf, ihre persönlichen Unvollkommenheiten zu bekämpfen. Diese waren für sie im Gegenteil Vehikel, die sie näher zu Gott bringen würden. Ihr „kleiner Weg“ lädt uns ein, „uns nicht mit unseren Fehlern zu beschäftigen, sondern sie in die Hände des barmherzigen Gottes zu legen“, heißt es in einem Beitrag auf „Aleteia“.

„Ihre einfache Art, Gott zu lieben, verwandelt das spirituelle Leben von einer Last in eine befreiende Beziehung und betont, dass wahre Heiligkeit nicht einer Art „spiritueller Elite“ vorbehalten ist, sondern allen zugänglich ist, besonders denen, die sich am unbedeutendsten fühlen. Diese ,Demokratisierung der Heiligkeit‘ – eine Einladung zur Liebe in kindlicher Freiheit inspiriert weiterhin Millionen von Menschen.“

In einer Zeit, die immer noch mit Perfektionismus und der Angst vor Unzulänglichkeit kämpfe, sei Thérèses „kleiner Weg“ von bemerkenswerter Aktualität. „Ihr Ansatz erinnert uns daran, dass Liebe, nicht Angst, die Grundlage für ein Leben mit Christus ist. Wo der Jansenismus viele entmutigt und isoliert zurückgelassen hat, bietet Thérèses Botschaft sanfte Beruhigung: Vertraue einfach auf Gottes Umarmung und ruhe furchtlos in seiner Liebe.“


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. Nicht Bruch, sondern lebendige Tradition - Wider den Missbrauch der Liturgiereform
  3. YouTube-Philosoph Joe Schmid: „Ich spüre eine Art magnetische Anziehungskraft des Katholizismus“
  4. Ist ein linker Punksänger klüger als Bischof Feige?
  5. R.I.P. Dolly Parton
  6. 'Ich möchte meinem Vater im Himmel danken'
  7. Die US-Diözese Salt-Lake-City verzeichnet jedes Jahr hunderte neue Mitglieder
  8. 'Weil die andere Option darin bestand, in der Hölle zu brennen, ewig an meinen Haaren aufgehängt.'
  9. Kiewer Großerzbischof Schewtschuk: "Wir bitten um Solidarität"
  10. Rom sollte in Deutschland endlich Bischöfe einsparen und Bistümer zusammenlegen!
  11. „Es gibt keinen notwendigen Widerspruch zwischen Synodalität und Tradition“
  12. Britische Regierung verweigert finnischer Abgeordneter Räsänen die Einreise
  13. Erfrischung für Rom: Als ein Papst die Piazza Navona unter Wasser setzte
  14. Polnische Salvatorianer boten Workshop für Ministrantendienst im klassischen Ritus an
  15. Matthäi am Letzten will Bischof Feige nicht mehr

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz