Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vatikan untersagt jährlicher Wallfahrt im Rahmen der überlieferten lateinischen Liturgie den Zutritt
  2. Wenn die Falschbehauptung einer evangelischen Sängerin zum Eklat bei einer Musiksendung führt
  3. Warum bei dem hohen Aufkommen an Bischöfen in Deutschland eine solch vehemente Entchristlichung?
  4. „Drohende Worte von Kardinal Roche: Besucht nicht die überlieferte lateinische Messe!“
  5. Steigende Zahl erwachsener Taufbewerber in ostdeutschen Städten, aber...
  6. „Menschen können die Kirche weder reformieren noch nach eigenem Gutdünken eine neue gründen“
  7. „Als Bischof ist es meine Pflicht, den Glauben der Kirche zu verkünden“
  8. Chick-fil-A-Chef stellt klar: Keine Öffnung an Sonntagen – das wird sich nicht ändern
  9. Am Grab des Petrus – Die diesjährige Romwallfahrt Ad Petri Sedem
  10. Priester spendete bei Zugunglück in Spanien die Generalabsolution, tröstete Opfer und Angehörige
  11. Nordische Bischöfe: Europa sucht bei der Migration „nach einem neuen Gleichgewicht“
  12. Wir machen da was mit Medien
  13. Neuerlich umstrittene Ehrung durch Kardinal Cupich
  14. Zisterzienserpater Isaak Maria Käfferlein aus Neuzelle: „Getauft sein reicht nicht!“
  15. Nach Christus-Verhöhnung: CDU-Politikerin Bosbach legt Beschwerde gegen Jan Böhmermann ein

„Je présente mes excuses aux catholiques” - „Ich entschuldige mich bei den Katholiken“

11. November 2024 in Weltkirche, 9 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Radikale Feministin, die 2013 zusammen mit anderen die Kathedrale von Notre Dame/Paris stürmte, entschuldigt sich bei Katholiken. Von Petra Knapp.


Paris (kath.net / pk) In einem YouTube-Video mit dem Titel „Ich entschuldige mich bei den Katholiken“ („Je présente mes excuses aux catholiques“) bedauert die radikale Feministin Marguerite Stern, dass sie 2013 zusammen mit anderen feministischen Aktivistinnen mit nacktem Oberkörper in die Pariser Kathedrale Notre Dame stürmte, um ihren Hass auf die Kirche loszuwerden.

Die 33-jährige Französin entschuldigt sich in dem am 31. Oktober 2024 veröffentlichten Video bei allen Katholiken für ihre Provokationen als Femen-Aktivistin in den Jahren zwischen 2012 und 2015.  Ihre Kehrtwende erklärt Marguerite Stern unter anderem mit ihrer kritischen Auseinandersetzung mit der Transgender-Ideologie. Sie habe begriffen, dass Transgender nichts schaffe, sondern zerstöre und eine Bedrohung für die Zivilisation darstelle, die „aus Todestrieb und Selbsthass kommt“.


Eben dies habe sie verspürt, als sie früher den Katholizismus attackierte, jene Religion, welche ihre Heimat Frankreich geprägt habe. „Das abzulehnen und schreiend in die Notre Dame de Paris hineinzugehen war eine Art, einen Teil Frankreichs zu beschädigen, das heißt einen Teil von mir selbst.“ Mit 22 Jahren sei ihr dies nicht bewusst gewesen, bedauert sie heute.

Stern ist getauft und katholisch aufgewachsen und heute eine bekennende Atheistin, die sich dennoch eine instinktive Liebe zum religiösen Erbe ihrer Heimat bewahrt hat. Sie habe nie aufgehört, Notre Dame zu lieben, verrät sie. „Ich erinnere mich, dass ich am Tag nach dem Brand [2019] in eine Kirche ging, um zu weinen. Aber manchmal lieben wir schlecht.“

Heute ist die junge Französin eine führende Figur im Kampf gegen die Auswüchse des „Wokeismus“ geworden, insbesondere gegen die Transgender-Ideologie. Ihr Anliegen ist es, religiöse Riten und Bräuche am Leben zu erhalten.

„Die Riten bringen uns zusammen“, sagt sie im YouTube-Statement. „Sie  verankern uns in der Gegenwart, indem sie uns an das Vergangene erinnern.“ Und es gebe noch etwas anderes, betont sie. „Es gibt das, was jenseits von uns ist. Die Kirchtürme, die uns überragen und unsere Geräuschkulisse prägen. Die Erhabenheit der Gebäude. Das Wunder, eine Kirche zu betreten. Die Schönheit. Und der Glaube der Gläubigen. Es tut mir leid, dass ich das mit Füßen getreten habe.“

Der Respekt vor den katholischen Traditionen des Landes ist für sie umso wichtiger, als die Ideologien, die sie bekämpft, allesamt Folgeerscheinungen des Transhumanismus sind, bei dem der Mensch wie ein Demiurg zu seinem eigenen Schöpfer wird.

„Ohne an Gott zu glauben, komme ich in bestimmten Punkten letztlich zu den gleichen Schlussfolgerungen wie die Katholiken“, erklärt Stern. Blasphemie sei  „nicht immer moralisch“. Es sei heute modern, Katholiken zu verunglimpfen und als Idioten hinzustellen. „In der Vergangenheit habe ich dieses Klima genutzt, um unmoralisch zu handeln, und gleichzeitig dazu beigetragen, es zu verstärken. Dafür möchte ich mich aufrichtig entschuldigen.“

Je présente mes excuses aux catholiques.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Tante Ottilie 13. November 2024 
 

Man erinnere sich:

Die radikale das Christentum hassende Femen-Bewegung hatte ihren Ursprung in der UKRAINE!

Wie es heute in diesem Land aussieht, wissen wir nur zu gut...


1
 
 Ludwig Windthorst 13. November 2024 
 

Die Eule der Minerva beginnt ihren Flug mit einbrechender Dämmerung

Der Verfall unserer abendländischen Zivilisation in Europa ist offensichtlich. Den Zusammenhang mit dem katastrophalen Abfall vom Christentum erkennen immer mehr prominente Atheisten oder Agnostiker. Niall Ferguson hat sich bekehrt, seine Frau, Ayaan Hirsi Ali hat sich taufen lassen. Oberatheist Richard Dawkins (The god delusion) bezeichnet sich nun als "cultural christian".

Man kann nur hoffen, dass Umkehr zu einem Massenphänomen wird, bevor es zu spät ist.


0
 
 athanasius1957 12. November 2024 
 

Atheisten?

Auch wenn sie sich heute noch als solche bezeichnet, ist sie schon längst vom göttlichen Feuer berührt.
Gabriele kuby, roe in Rom vs Wade, Bernhard nathanson, gerlich, Augustinus, Paulus..
Sie waren alle dagegen und wurden hineingenommen...


3
 
 Herbstlicht 11. November 2024 
 

Wenn sich Marguerite Stern aus innerem Antrieb und Einsicht heraus entschuldigt, so sollen wir ihr verzeihen, denn auch wir machen Fehler.
Aus einer heute noch atheistisch gesinnten Frau könnte eines Tages auch eine gläubige Katholikin werden.
Wer kann das wissen!
Nur eines hoffe ich wirklich: Dass ihre Entschuldigung nicht einer klar kalkulierten Überlegung entsprang, sondern aufrichtig gemeint war.
Allerdings glaube ich schon, dass Marguerite Stern es ehrlich meinte.


3
 
 Josef Frommherz 11. November 2024 
 

Linke Aktivistin jetzt andere Richtung Aktivistin

2012-2015 Femen-Aktivistin, Atheistin.
Im Bericht steht nicht, dass sie sich wieder als Katholikin bekennt.
Mit Verlaub, es ist eine "Entschuldigung" in Richtung Öffentlichkeit. Es steht ihr eine neue Karriere als Politikerin offen! VORSICHT!

@JKraschl


1
 
 SalvatoreMio 11. November 2024 
 

Werkzeug Gottes

Diese Marguerite hat der Herr gewiss schon in seinen Dienst genommen, obwohl sie ihn nicht anerkennt. Besser als etliche andere hat sie verderbliche Ideologien durchschaut und wird gewiss manchen die Augen öffnen für "Das Gute", das immer seine Wurzeln hat in dem "Einzig Guten und Vollkommenen". Möge die hl. Margareta Maria Alacocque ihre Wege begleiten.


6
 
 Versusdeum 11. November 2024 
 

Eine großartige Entschuldigung

Gottes Segen dieser starken Frau, die die Größe hat, Lebensirrtümer zu erkennen und auch zu bekennen. Möge der Herr ihr Kraft geben, den Ideologien unserer Zeit zu widerstehen und früher oder später "Ruhe zu finden in Gott", so wie damals Augustinus.


7
 
 gebsy 11. November 2024 

Gottes Liebe wirkt

auch dann, wenn sich der Mensch gegen IHN stellt.

Was will Gott mir mit diesem Zeugnis sagen?


5
 
 girsberg74 11. November 2024 
 

Bemerkenswert !


5
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Wie Halloween begann: Das Fest wurzelt in einem großen Exorzismus
  2. Vatikan bestätigt Papstreise nach Südamerika im vollen Umfang
  3. Wir machen da was mit Medien
  4. „Habe Entwicklung zur Ausblendung wichtiger Themen und der Tabuisierung von Kritik selbst erlebt“
  5. Glaubensweitergabe im Wandel der Zeit
  6. Nach Anschlag in Paris: Kritik an Macrons Aussage über religiös motivierte Gewalt
  7. Vatikan untersagt jährlicher Wallfahrt im Rahmen der überlieferten lateinischen Liturgie den Zutritt
  8. Fatima-Tag in Berlin
  9. Lucky Luke wird in Jubiläums-Comic zum Heiligen
  10. Die Liebe als Mitte des Glaubens: Das Gebot, das den ganzen Menschen umfasst
  11. Auf den Spuren des Hl. Paulus - Mit Michael Hesemann nach Griechenland
  12. Wenn die Falschbehauptung einer evangelischen Sängerin zum Eklat bei einer Musiksendung führt
  13. Chick-fil-A-Chef stellt klar: Keine Öffnung an Sonntagen – das wird sich nicht ändern
  14. Impuls für Körper und Geist: Kirchensportler empfehlen das Jesus-Gebet
  15. Nordische Bischöfe: Europa sucht bei der Migration „nach einem neuen Gleichgewicht“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz