Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Belgischer Bischof Johan Bonny kündigt Weihe verheirateter Männer zu Priestern an
  2. Neue Fantasien über das Weiheamt für Frauen?
  3. Leo XIV. möchte bei "Alter Messe" "konkrete und großzügige Lösungen"
  4. Papst Leo gratuliert der neuen Erzbischöfin von Canterbury
  5. "Vaccine Amen"
  6. Spanien am moralischen Abgrund
  7. „Genau das, was wir heute in Deutschland beim Synodalen Weg erleben, dieselben Themen, Ansichten“
  8. Euthanasie-Skandal in Spanien: Wurde Noelia Castillo Ramos der Widerruf verweigert?
  9. Christliche Werte unerwünscht - Einschränkung der Meinungsfreiheit in Finnland!
  10. Die ÖVP - eine "Wählertäuschung"
  11. Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ wird neuer Bischof von Münster
  12. Besser keine Laienpredigt
  13. Norwegen: Bischof Hansen bittet, dass jeder Gläubige des Bistums Oslo zur Beichte geht
  14. Dienst, Ordnung, Sendung: Die hierarchische Gestalt der Kirche
  15. Kardinal Eijk zelebriert erstes Hochamt im Vetus Ordo: „Eindrückliches, unvergessliches Erlebnis“

„Je présente mes excuses aux catholiques” - „Ich entschuldige mich bei den Katholiken“

11. November 2024 in Weltkirche, 9 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Radikale Feministin, die 2013 zusammen mit anderen die Kathedrale von Notre Dame/Paris stürmte, entschuldigt sich bei Katholiken. Von Petra Knapp.


Paris (kath.net / pk) In einem YouTube-Video mit dem Titel „Ich entschuldige mich bei den Katholiken“ („Je présente mes excuses aux catholiques“) bedauert die radikale Feministin Marguerite Stern, dass sie 2013 zusammen mit anderen feministischen Aktivistinnen mit nacktem Oberkörper in die Pariser Kathedrale Notre Dame stürmte, um ihren Hass auf die Kirche loszuwerden.

Die 33-jährige Französin entschuldigt sich in dem am 31. Oktober 2024 veröffentlichten Video bei allen Katholiken für ihre Provokationen als Femen-Aktivistin in den Jahren zwischen 2012 und 2015.  Ihre Kehrtwende erklärt Marguerite Stern unter anderem mit ihrer kritischen Auseinandersetzung mit der Transgender-Ideologie. Sie habe begriffen, dass Transgender nichts schaffe, sondern zerstöre und eine Bedrohung für die Zivilisation darstelle, die „aus Todestrieb und Selbsthass kommt“.


Eben dies habe sie verspürt, als sie früher den Katholizismus attackierte, jene Religion, welche ihre Heimat Frankreich geprägt habe. „Das abzulehnen und schreiend in die Notre Dame de Paris hineinzugehen war eine Art, einen Teil Frankreichs zu beschädigen, das heißt einen Teil von mir selbst.“ Mit 22 Jahren sei ihr dies nicht bewusst gewesen, bedauert sie heute.

Stern ist getauft und katholisch aufgewachsen und heute eine bekennende Atheistin, die sich dennoch eine instinktive Liebe zum religiösen Erbe ihrer Heimat bewahrt hat. Sie habe nie aufgehört, Notre Dame zu lieben, verrät sie. „Ich erinnere mich, dass ich am Tag nach dem Brand [2019] in eine Kirche ging, um zu weinen. Aber manchmal lieben wir schlecht.“

Heute ist die junge Französin eine führende Figur im Kampf gegen die Auswüchse des „Wokeismus“ geworden, insbesondere gegen die Transgender-Ideologie. Ihr Anliegen ist es, religiöse Riten und Bräuche am Leben zu erhalten.

„Die Riten bringen uns zusammen“, sagt sie im YouTube-Statement. „Sie  verankern uns in der Gegenwart, indem sie uns an das Vergangene erinnern.“ Und es gebe noch etwas anderes, betont sie. „Es gibt das, was jenseits von uns ist. Die Kirchtürme, die uns überragen und unsere Geräuschkulisse prägen. Die Erhabenheit der Gebäude. Das Wunder, eine Kirche zu betreten. Die Schönheit. Und der Glaube der Gläubigen. Es tut mir leid, dass ich das mit Füßen getreten habe.“

Der Respekt vor den katholischen Traditionen des Landes ist für sie umso wichtiger, als die Ideologien, die sie bekämpft, allesamt Folgeerscheinungen des Transhumanismus sind, bei dem der Mensch wie ein Demiurg zu seinem eigenen Schöpfer wird.

„Ohne an Gott zu glauben, komme ich in bestimmten Punkten letztlich zu den gleichen Schlussfolgerungen wie die Katholiken“, erklärt Stern. Blasphemie sei  „nicht immer moralisch“. Es sei heute modern, Katholiken zu verunglimpfen und als Idioten hinzustellen. „In der Vergangenheit habe ich dieses Klima genutzt, um unmoralisch zu handeln, und gleichzeitig dazu beigetragen, es zu verstärken. Dafür möchte ich mich aufrichtig entschuldigen.“

Je présente mes excuses aux catholiques.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. Euthanasie-Skandal in Spanien: Wurde Noelia Castillo Ramos der Widerruf verweigert?
  2. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Spanien am moralischen Abgrund
  4. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  5. Leo XIV. möchte bei "Alter Messe" "konkrete und großzügige Lösungen"
  6. Belgischer Bischof Johan Bonny kündigt Weihe verheirateter Männer zu Priestern an
  7. Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ wird neuer Bischof von Münster
  8. Neue Fantasien über das Weiheamt für Frauen?
  9. Papst Leo gratuliert der neuen Erzbischöfin von Canterbury
  10. „Genau das, was wir heute in Deutschland beim Synodalen Weg erleben, dieselben Themen, Ansichten“
  11. Wenn das künftige nominelle Kirchenoberhaupt mit dem eigenen Glauben fremdelt
  12. Belgischer öffentlich-rechtlicher Sender lässt Moderatoren Marien- und Jesus-Statuen zertrümmern!
  13. DBK kritisiert ZDF-Kinderformat „Logo“ wegen Christentum-Beitrag
  14. Kardinal Eijk zelebriert erstes Hochamt im Vetus Ordo: „Eindrückliches, unvergessliches Erlebnis“
  15. Norwegen: Bischof Hansen bittet, dass jeder Gläubige des Bistums Oslo zur Beichte geht

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz