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Bischof Laun beigesetzt: "Treuer und mutiger Glaubensverkünder"

13. Jänner 2025 in Österreich, 3 Lesermeinungen
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Requiem für den zu Silvester verstorbenen emeritierten Weihbischof im Salzburger Dom - Kardinal Erdö bei Predigt: Laun lebte "tiefe Liebe zu Christus und zu den Mitmenschen" vor - VIDEO: Predigt Kardinal Erdö


Salzburg (kath.net/KAP) In einem Requiem im Salzburger Dom mit Beteiligung zahlreicher Prominenz aus Kirche, Politik und öffentlichem Leben ist am Montag der am Silvestertag verstorbene emeritierte Salzburger Weihbischof Andreas Laun verabschiedet worden. Erzbischof Franz Lackner leitete den Trauergottesdienst, bei dem Kardinal Peter Erdö auf Wunsch des im 83. Lebensjahr Verstorbenen die Predigt hielt. Laun habe "den Glauben der Kirche treu und mutig verkündet", erklärte der ungarische Primas bei diesem Anlass. Sichtbar gewesen sei dies nicht nur bei dessen "Herzensanliegen", dem Schutz des Lebens.

Erdö würdigte das Leben und Wirken von Weihbischof Laun, der als Priester, Ordensmann, Bischof und Theologe eine tiefe Liebe zu Christus und den Mitmenschen vermittelt und vorgelebt habe. Besonders hob er Launs Engagement in der Moraltheologie, seinen Einsatz für den Lebensschutz und seine Treue zur Lehre der Kirche hervor. Auch das von ihm praktizierte Einlassen auf "schwierige, anspruchsvolle Fragen" oder sein Dienst darin, Unwissende aufzuklären und Ahnungslosen gute Ratschläge zu geben, seien Akte der Nächstenliebe, hob der Erzbischof von Budapest-Esztergom hervor.

Laun habe bei seinem Eintreten für die kirchliche Lehre "viel gekämpft", so Erdö weiter, auch sein Einsatz im Bereich der Bioethik und im Dialog mit dem Judentum sei beachtlich gewesen. Der Primas erwähnte weiters, dass der Verstorbene enge Beziehungen zu Ungarn gepflegt habe: In der Ungarischen Bischofskonferenz sei er bei Veranstaltungen der Kommission für die Familie ein "hochgeschätzter Redner" gewesen, und etliche seiner Werke wie etwa die Schulbücher seien auch auf Ungarisch erschienen. "Viele Gläubige, Priester und Bischöfe sind ihm dafür sehr dankbar, auch in unserem Land", erklärte Erdö.


Letzter Ehrerweis

An der Feier nahmen rund 800 Trauergäste teil, darunter zahlreiche Persönlichkeiten aus Politik und Gesellschaft wie Landtagspräsidentin Brigitta Pallauf, der Zweite Landtagspräsident Andreas Teufl, Landeshauptmann-Stellvertreter Stefan Schnöll, mehrere Abgeordnete zum Nationalrat sowie Mitglieder des Salzburger und Tiroler Landtags. Ebenfalls anwesend waren Salzburgs Bürgermeister-Stellvertreter Florian Kreibich, mehrere Bezirkshauptfrauen, sowie Vertreter des öffentlichen Lebens, der Kultur, des Bundesheeres, des Roten Kreuzes, der Notariatskammer und der Wissenschaften mit Dekan Prof. Dietmar Winkler von der Universität Salzburg an der Spitze.

Aus der Reihe der Religionsvertreter waren neben Kardinal Erdö und Erzbischof Lackner auch die Bischöfe Alois Schwarz, Wilhelm Krautwaschl, Hansjörg Hofer, Franz Scharl, Anton Leichtfried, Klaus Küng und Marian Eleganti gekommen, Vertreter der Ostkirchen und der Ökumene aus der rumänisch-orthodoxen und der serbisch-orthodoxen Kirchengemeinde sowie der islamischen Religionsgemeinde Salzburg. Mehr als 50 Priester konzelebrierten beim Gottesdienst, unter ihnen auch Ordensleute wie Provinzial P. Josef Költringer von den Sales-Oblaten, deren Mitglied Laun war, Erzabt Korbinian Birnbacher und Abt Maximilian Heim.

Familienangehörige des Verstorbenen war ebenfalls zugegen, darunter seine Schwester Assunta Breitbach, sowie Mitarbeiter und Wegbegleiter.

Begonnen hatten die Trauerfeierlichkeiten mit dem Läuten der Domglocken, beim Gottesdienst erklangen auf Launs Wunsch Teile des Mozart-Requiem. Erzbischof Lackner nahm die feierliche Aussegnung des Sarges vor, der anschließend im Trauerkondukt mit Blasmusik sowie Abordnungen von Ehrengarden und der Grabritter, Malteser und des Deutschen Ordens zur Beisetzung in der Domherrengruft am Friedhof des Stifts St. Peter geführt wurde. Die Erzdiözese Salzburg wies in einer Aussendung vom Montag auf das weiterhin geöffnete Online-Kondolenzbuch unter https://www.edsbg.at/erzdioezese/andreas-laun hin.

Moraltheologe und Lebensschutz-Bischof

Andreas Laun wurde am 13. Oktober 1942 in Wien geboren, trat 1962 bei den Oblaten des Hl. Franz von Sales ein und wurde am 29. Juni 1967 in Eichstätt zum Priester geweiht. Nach Jahren als Erzieher, Kaplan und Religionslehrer beendete er 1973 in Fribourg (Schweiz) sein Doktoratsstudium. Von 1972 bis 1985 versah Laun außerdem das Amt des Kaplans in der Stadtpfarre Krim in Wien-Döbling. 1981 habilitierte er sich im Fach Moraltheologie an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien. Ab 1981 hatte er eine Professur für Moraltheologie an der Hochschule Heiligenkreuz inne. Von 1982 bis 1987 unterrichtete er Moraltheologie an der Ordenshochschule der Salesianer Don Boscos in Benediktbeuern.

Am 25. Jänner 1995 ernannte ihn Johannes Paul II. zum Titularbischof von Libertina und Weihbischof für die Erzdiözese Salzburg. Die Bischofsweihe durch Erzbischof Georg Eder erfolgte am 25. März 1995 im Dom zu Salzburg. Laun war Bischofsvikar für die Seelsorge an Ehe und Familie. Weit über Österreich hinaus bekannt war Laun außerdem für seinen Einsatz für den Schutz der Ungeborenen. Seit seiner Emeritierung als Weihbischof am 13. Oktober 2017 lebte Laun in Salzburg. Krankheitsbedingt war Laun im vergangenen Oktober nach einem Spitalsaufenthalt in die Seniorenresidenz Schloss Kahlsperg in Oberalm bei Hallein übersiedelt, wo er am 31. Dezember 2024 verstarb.

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