Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „Unwahrscheinlich aber eindeutig: Gemeinsamkeiten zwischen der Piusbruderschaft und Priesterinnen“
  2. Vatikan sieht Kirche vor Traditionsbruch
  3. AfD-Gemeinderat muss Katholische Landjugendbewegung verlassen
  4. Wenn die Falschbehauptung einer evangelischen Sängerin zum Eklat bei einer Musiksendung führt
  5. „Die trügerische Taktik der stillen Revolution“
  6. Papst vor jüdischer Delegation: Die Kirche duldet keinen Antisemitismus, sie bekämpft ihn
  7. Britischer Erzbischof Longley erlaubt zwei Messfeiern im vortridentinischen Sarum-Usus
  8. USA: Zahl der Teenager-Mädchen, die sich als lesbisch oder bisexuell bezeichnen, sinkt stark
  9. Good news - Vatikan: Papst Leo ist krebsfrei und braucht keine weitere Therapie!
  10. Herabstürzendes Kruzifix tötet Priester während der Messe
  11. Papst Leo sagt die Assisi-Reise ab!
  12. Hartl: Wenn das in Frankreich „Schülerproteste sind, warum weht so oft die Palästinenserfahne?“
  13. „Wenn du ihn verstehst, ist es nicht Gott“
  14. Was wir mit unserem Körper tun, ist theologisch“
  15. Blutiger Anschlag auf orthodoxe Kirche in Jordanien – Mindestens sechs Tote bei Trauerfeier

Initiative „Neuer Anfang“ übt deutliche Kritik an der „Suggestiv-Umfrage“ des Synodalen Ausschusses

25. März 2025 in Deutschland, 5 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Einige abgefragte Inhalte der Umfrage stünden im Widerspruch zur kirchlichen Lehre, zum Beispiel eine grundsätzliche Selbstbindung des Bischofs.


Bonn (kath.net/Initiative „Neuer Anfang“) Deutliche Kritik an einer „Suggestiv-Umfrage“ des Synodalen Ausschusses, die am 21. März endet, hat die Initiative „Neuer Anfang“ geübt. In einem Rundschreiben an alle 27 Diözesanbischöfe und Diözesankatholikenräte kritisiert sie in der Umfrage enthaltene „unzulässige Suggestivfragen“ und die „Vorspiegelung falscher Tatsachen“. Sie fordert die Initiatoren auf, die Ergebnisse nicht zu berücksichtigen. Stattdessen sollen die Fakten richtig gestellt werden.

Nach Ansicht der Initiative berufen sich mehrere Fragen der Umfrage auf den Handlungstext des Synodalen Weges „Gemeinsam beraten und entscheiden“, der nie vom Synodalen Weg beschlossen wurde. Die darin erwähnte „gemeinsame Verantwortung der Gläubigen und des Bischofs durch Mitberatungs- und Mitentscheidungsrechte von repräsentativ gewählten Gläubigen“ sei eine „Fiktion“. „Ein solches Modell wurde in Deutschland weder beschlossen noch anerkannt und steht außerdem im Widerspruch zur Weltkirche“, heißt es in einer Pressemitteilung.


Auch weitere abgefragte Inhalte der Umfrage stünden im Widerspruch zur kirchlichen Lehre, zum Beispiel eine grundsätzliche Selbstbindung des Bischofs. „Es ist sehr verwunderlich, dass eine solche Umfrage stattgefunden hat, die von falschen Voraussetzungen ausgeht.“ Es müsse deshalb gefragt werden, ob den Autoren wichtige Veröffentlichungen und verbindliche Erklärungen des Heiligen Stuhls nicht bekannt gewesen seien.

Bereits mit Datum vom 21. Juli 2022 habe der Heilige Stuhl unmissverständlich zum Ausdruck gebracht, dass deutsche Sonderwege nicht möglich seien. Eine einzelne Teilkirche könne keine neuen amtlichen Strukturen oder Lehren einführen, jedoch ihre Vorschläge in der Weltsynode einbringen, die inzwischen beendet wurde. Deren Ergebnisse seien von Papst Franziskus veröffentlicht und zum Bestandteil der kirchlichen Lehre erklärt worden.

Darin werde eine gemeinsame Beratung von Laien und Klerus empfohlen, aber – anders als in Deutschland – ausdrücklich zwischen Beratung und Entscheidung unterschieden. In der jetzt auslaufenden Umfrage werde sieben Mal danach gefragt, ob den Laien Mitentscheidungskompetenzen zugebilligt werde, obwohl das abgefragte Modell weder in Deutschland vom Synodalen Weg beschlossen wurde noch auf Weltebene Gültigkeit habe.

Die Weltsynode habe dazu festgestellt: „In einer synodalen Kirche ist die Autorität des Bischofs, des Bischofskollegiums und des Bischofs von Rom in Bezug auf die Entscheidungsfindung unumgehbar, da sie in der von Christus geschaffenen hierarchischen Struktur der Kirche begründet ist.“ (Zr. 92)

Die Initiative „Neuer Anfang“ fragt deshalb nach den Gründen für die grundsätzlichen Unterschiede bei deutschem Synodalen Weg und der Weltsynode: „Könnte es zutreffen, dass die eine Sichtweise von einem Kirchenverständnis ausgeht, das nach eigenem Gusto gestaltet und den jeweiligen Zeitbedürfnissen angepasst werden kann? Und dass die andere Sichtweise davon ausgeht, dass die wesentlichen Elemente des Glaubens durch die Offenbarung Jesu vorgegeben sind und die Erkenntnis nicht durch Mehrheitsentscheidungen wächst, sondern ‘durch die Gegenwart und das beständige Wirken des Geistes sowie durch die Überlieferung, die von den Aposteln kommt’“?


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Die Liebe als Mitte des Glaubens: Das Gebot, das den ganzen Menschen umfasst
  2. „Unwahrscheinlich aber eindeutig: Gemeinsamkeiten zwischen der Piusbruderschaft und Priesterinnen“
  3. Belgien: Anteil der Euthanasiefälle in den letzten fünf Jahren verdoppelt
  4. Herabstürzendes Kruzifix tötet Priester während der Messe
  5. USA: Zahl der Teenager-Mädchen, die sich als lesbisch oder bisexuell bezeichnen, sinkt stark
  6. Patrozinium im Mailänder Dom, während draußen Explosionen und Sirenen zu hören sind
  7. War der katholische Soldat Gus March-Phillipps (+1942) ein Vorbild für die Filmfigur James Bond?
  8. „Lourdes ganz nah: Komm und begegne der heiligen Bernadette“
  9. Papst beruft Wiener Uni-Professor Tück in die Internationale Theologenkommission
  10. Papst sprach auch mit Selenskyj über Lage in Frontstadt Oleschky
  11. Apostolisch und nix anderes
  12. Die Bibel schweigt nicht zur Abtreibung. Es gibt die Zehn Gebote: Du sollst nicht töten!'
  13. Norwegischer Bischof Erik Varden über „Laetitiae amor“ und „Amoris laetitia“
  14. "Ministrant Putins": Tück übt scharfe Kritik an Moskauer Patriarch
  15. „Mehr Katholiken in Afrika als in Europa“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz