Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Kard. Sarah: „Die Abneigung gegen Latein und Gregorianik wird mit der 68er-Generation verschwinden“
  2. Nicht mehr ernst zu nehmen
  3. Die umstrittene Synodalkonferenz der Kirche in Deutschland wurde leise abgesagt
  4. Bischof Timmerevers legt sein Amt als Bischof von Dresden-Meißen nieder
  5. Matthäi am Letzten will Bischof Feige nicht mehr
  6. Der Vatikan ringt um die Definition der "Umweltsünde"
  7. Papst äußert sich skeptisch zu fundamentalen Risiken der KI
  8. US-Diözesen mit ungewöhnlich hoher Zahl an Priesterweihen
  9. Caroline Bosbach: „Linkspartei erklärt evangelikale Christen zum Feindbild“
  10. ‚Tritt hinter mich!’ Der Weg des Messias führte über das Kreuz
  11. „Synodalität wird den Katholizismus zerstören“
  12. Die konzilswidrige deutsche Synodalkonferenz
  13. Wenn die Erinnerung bleibt, aber der Glaube schwindet
  14. Ehemaliges Priesterseminar auf Long Island soll muslimisches Internat werden
  15. Ständige Anbetung in Mainz unter Druck

Neuausgabe von Orwells ‚1984‘ mit Warnung vor fehlender politischer Korrektheit

7. Juni 2025 in Kultur, 7 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


‚Wir bringen jemanden dazu, George Orwell wegen Gedankenverbrechen zu verurteilen, und zwar in dem Buch, das er über Gedankenverbrechen geschrieben hat‘, kritisiert der Schriftsteller Walter Kirn.


New York City (kath.net/jg)
Der Verlag Penguin Publishing Group, die amerikanische Tochtergesellschaft von Penguin Books, hat anlässlich des 75-jährigen Jubiläums der Erstveröffentlichung von George Orwells dystopischem Roman „1984“ eine Neuauflage herausgebracht. Das Vorwort der Schriftstellerin und Literaturdozentin Dolen Perkins-Valdez enthält einige kritische Anmerkungen, weil der Roman den Vorgaben der gegenwärtigen politischen Korrektheit nicht entspricht, berichtet Apollo News.

In „1984“ kämen „überhaupt keine schwarzen Charaktere“ vor. Eine „zeitgenössische Leserin“ wie sie es sei, verwundere das, schreibt Perkins-Valdez. Es sei schwierig, „einen kleinen Funken Verbindung“ zu einem Buch herzustellen“, das „nicht viel über Rasse und Ethnizität spricht“, kritisiert sie. Perkins-Valdez ist Afro-Amerikanerin.


Sie lese den Roman „so, wie er ist“, aber „nicht als Klassiker, sondern als gute Geschichte. Zumindest bist sich Winston als problematische Figur entpuppt“, schreibt sie wörtlich.

Die Hauptperson des Romans, Winston Smith, möge „fast keine Frauen“ und „besonders nicht die jungen und hübschen“. Die Ansichten Smiths über Frauen seien „für den zeitgenössischen Leser zunächst verachtenswert“. Er sei „die Art von Charakter, die mich dazu bringen kann, ein Buch wegzulegen“, schreibt sie weiter.

Gerade angesichts der in „1984“ behandelten Thematik bleibt Kritik an Perkins-Valdez‘ Vorwort nicht aus. Der Schriftsteller Walter Kirn hat gemeinsam mit Co-Moderator Matt Taibbi in der Sendung „America This Week, Live“ die Neuausgabe besprochen. Sie sei „mit einer Entschuldigung für sich selbst veröffentlicht“ worden. „Wir bringen jemanden dazu, George Orwell wegen Gedankenverbrechen zu verurteilen, und zwar in dem Buch, das er über Gedankenverbrechen geschrieben hat“, kommentierte Kirn. Abschließend sagte der Schriftsteller: „Also, danke für Ihre Warnung von ‚1984‘. Es das verdammt ‚1984‘-mäßigste, was ich je gelesen habe.“

Orwells 1950 erstmals veröffentlichter Roman „1984“ beschreibt eine totalitäre Diktatur, in welcher die Menschen praktisch ständig überwacht werden. Die Partei bestimmt, was wahr und was falsch ist. Die Vergangenheit wird entsprechend den jeweils von der Politik vorgegebenen Direktiven umgeschrieben und angepasst. Orwell widmet ein eigenes Kapitel dem „Neusprech“, einem Sprachkorsett, mit dessen Hilfe das Denken und Sprechen gesteuert wird, sodass Opposition zur Meinung der Partei nicht einmal mehr gedacht werden kann.

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Literatur+Kunst

  1. Solschenizyns düstere Prognose: Wenn die Seele der Zivilisation stirbt
  2. Drei Lehren aus ‚Der Herr der Ringe’
  3. ‚Aurë entuluva!’ – eine literarische Reise ins Abendland
  4. Papst: "Literatur ist wie ein Stachel im Herzen"
  5. Franziskus würdigt italienischen Dichter Dante zum 700. Todestag
  6. Christlicher Lotse durch die Welt der Literatur
  7. R. I. P. Christopher Tolkien!
  8. ‚Noel’: Weihnachtsgedicht von John R.R. Tolkien entdeckt
  9. Griffener Pfarrer dementiert Kirchenübertritt Peter Handkes
  10. Dabei hat der “Fat Guy”über jedem Glas Whisky das Kreuz geschlagen






Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  3. Nur der Weg der Liebe ist der Weg des Lebens
  4. US-Diözesen mit ungewöhnlich hoher Zahl an Priesterweihen
  5. USA: Rosenkranz-Teams besuchen Altersheime
  6. Bischof Erik Varden: Zum Gedenken an König Harald V. (1937–2026)
  7. Papst würdigt Norwegens König Harald für "hingebungsvollen Dienst"
  8. Kirche im isländischen Selfoss wird im September eingeweiht
  9. „Hinter mir her!“ – Der Weg führt ins Leben
  10. Kard. Sarah: „Die Abneigung gegen Latein und Gregorianik wird mit der 68er-Generation verschwinden“
  11. Caroline Bosbach: „Linkspartei erklärt evangelikale Christen zum Feindbild“
  12. Norwegische kath. Bischöfe bitten Papst Leo XIV. um ein Jubiläumsjahr für Norwegen (2030–2031)
  13. Synodalität aus der Tradition - Teil 2
  14. … und das Leben der kommenden Welt
  15. Ehemaliges Priesterseminar auf Long Island soll muslimisches Internat werden

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz