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Drei Lehren aus ‚Der Herr der Ringe’

13. März 2024 in Kultur, 1 Lesermeinung
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Warum man die kleinen Dinge nicht unterschätzen soll, Opfer notwendig sind und wie wichtig Kameradschaft ist, zeigt die Romantrilogie des englischen Philologen und Autors John R.R. Tolkien.


Oxford (kath.net/jg)
Tolkiens Epos „Der Herr der Ringe“ sei ein sehr hilfreiches Werk für unsere Zeit, in der viele von uns vor großen persönlichen Herausforderungen stehen, schreibt Theresa Civantos Barber in einem Artikel für die englischsprachige Ausgabe von Aleteia.

Aus ihrer kürzlich erfolgten Lektüre des dreiteiligen Werkes, welches sie allen ihren Lesern empfiehlt, zieht sie drei wesentliche Lehren:

1) Unterschätze die kleinen Dinge nicht

Die mächtigen Kräfte des Bösen hätten den Fehler gemacht, die kleinen Dinge nicht ernst zu nehmen, einschließlich des Volkes der kleinwüchsigen Hobbits. Die Bösewichte hätten nur auf große, starke Mächte geachtet, die so gewaltig waren wie sie selbst. Genau das habe ihre Niederlage ermöglicht.


„Der Herr der Ringe“ habe sie daran erinnert, dass sich die kleinen Dinge – im Guten wie im Bösen – mit der Zeit summieren und einen großen Unterschied machen können, stellt Civantos Barber fest.

2) Opfer sind es wert

Am Ende der Trilogie muss Sam Gamgee feststellen, dass sein bester Freund Frodo Beutlin Mittelerde verlassen wird. Er sei durch die Ereignisse zu tief verletzt worden, um bleiben zu können, sagt Frodo. Er habe das Auenland gerettet, aber nicht für sich selbst. So müsse es oft sein, wenn Dinge in Gefahr seien. Jemand müsse sie aufgeben, damit andere sie behalten können, erklärt er Sam beim Abschied.

Viele Menschen würden auch in unserer Zeit Opfer bringen, damit ihre Familien und Gemeinden sicher seien. Diese Opfer seien manchmal mit großen Kosten verbunden, aber sehr wertvoll. Jeder von uns könne in eine Situation gelangen, in der ein Opfer von ihm verlangt wird, schreibt die Autorin.

3) Kameradschaft ist alles

„Der Herr der Ringe“ sei unter anderem deshalb so beliebt, weil der Freundschaft zwischen Männern viel Raum gegeben werde. Tolkiens Erfahrungen im Ersten Weltkrieg seien hier Pate gestanden. Die gemeinsam bewältigten Gefahren würden ein enges Band der Treue, Loyalität und Kameradschaft schmieden, das sonst kaum zu finden sei.

Männer und Frauen brauchen Beziehungen und Freundschaften. Es sei aber viel einfacher, in der Literatur Freundschaften zwischen Frauen zu finden als zwischen Männern. Daher habe „Der Herr der Ringe“ einen besonderen Platz für Beispiele von Kameradschaft.


Link zum Artikel von Theresa Civantos Barber auf Aleteia (englisch): 3 Powerful lessons from ‚The Lord of the Rings’

 


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Lesermeinungen

 Wilolf 13. März 2024 
 

1 und 2 gefällt mir, aber bei 3 bin ich mir nicht so sicher:

„Es sei aber viel einfacher, in der Literatur Freundschaften zwischen Frauen zu finden als zwischen Männern.“ Das wäre mir neu. Da habe ich wohl eine ganz große Bildungslücke. Oder vielleicht lese ich auch völlig andere Literatur als die Autorin.


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