Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Afd-Sieg in Sachsen-Anhalt - Panik bei den Kirchen
  2. Jesuitenpater Thomas Reese mit irrer Aussage: ‚Warum ich die alte lateinische Messe hasse‘
  3. 'Und ich dachte, es müßte um Gott und das Heil der Seelen gehen. Ich bin ja so naiv'
  4. Liebe 'Deutsche Kirche', ihr seid Heuchler vor dem Herrn!
  5. Ermahnung zur parteipolitischen Neutralität
  6. Nicht mehr zu retten - Zum Substanzverlust der Kirche
  7. Ein Drittel der 15-Jährigen in Deutschland kann nicht mehr ausreichend lesen oder rechnen!
  8. Wahl in Sachsen-Anhalt: AfD auch bei Kirchenmitgliedern stärkste Kraft
  9. Papst bereitet Debatte zu strittigen Lehren seines Vorgängers vor
  10. ‚Synodalität – ein Wort ohne Begriff? Ein erfundenes Narrativ macht Karriere
  11. Kritik von Theologen an der Beurlaubung von P. Edmund Waldstein
  12. Ein Mensch auf den Knien ist mächtiger als die Welt
  13. Leere der kirchlichen Lehre
  14. 'BILD' greift kath.net-Beitrag von Kardinal Müller auf
  15. Maria, die Mutter des Friedens

Niemand rettet die Welt allein. Nicht einmal Gott will sie allein retten

6. Dezember 2025 in Aktuelles, 7 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Leo XIV.: der Advent, die Kirche und der Auftrag der Gläubigen. Das Lebenszeugnis des seligen Alberto Marvelli. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Bei der Jubiläumsaudienz am Samstag legte Papst Leo XIV. eine Betrachtung zum Advent vor und führte die Gläubigen in eine Deutung dieses liturgischen Abschnitts ein, der aufmerksames Wahrnehmen der Gegenwart Gottes verlangt: „Wir sind vor kurzem in die liturgische Zeit des Advent eingetreten, der uns zur Aufmerksamkeit gegenüber den Zeichen der Zeit erzieht. Wir erinnern uns an die erste Ankunft Jesu, des Gott-mit-uns, um zu lernen, ihn jedes Mal zu erkennen, wenn er kommt, und uns darauf vorzubereiten, wenn er wiederkommen wird. Dann werden wir für immer zusammen sein: mit ihm, mit unseren Brüdern und Schwestern, mit jeder anderen Kreatur, in dieser endlich erlösten Welt: der neuen Schöpfung“.

Der Papst betonte, dass christliche Erwartung nicht untätig bleibt. Die Geburt Jesu mache sichtbar, dass Gott Menschen in sein Werk hineinruft: „Diese Erwartung ist nicht passiv. Die Geburt Jesu offenbart uns einen Gott, der einbezieht. Maria, Josef, die Hirten, Simeon, Hanna, später Johannes der Täufer, die Jünger und alle, die dem Herrn begegnen, sind einbezogen und gerufen, teilzunehmen. Es ist eine große Ehre. Gott zieht uns in seine Geschichte und in seine Träume hinein. Hoffnung bedeutet daher Teilnahme“. Das Jubiläumsmotto kennzeichnete Leo XIV. als bleibende Richtschnur: „Das Motto des Jubiläums ist kein Schlagwort, das in einem Monat vergeht. Es ist ein Lebensprogramm: Menschen, die gehen und erwarten, aber nicht mit verschränkten Armen, sondern indem sie teilnehmen“.


Der Papst erinnerte an das Zweite Vatikanische Konzil und dessen Lehre, dass die Zeichen der Zeit nicht isoliert gedeutet werden können: „Das Konzil hat uns gelehrt, die Zeichen der Zeit zu lesen. Niemand vermag das allein, sondern gemeinsam, in der Kirche und mit vielen Brüdern und Schwestern. Es sind Zeichen Gottes, der mit seinem Reich kommt, durch geschichtliche Umstände. Gott steht nicht außerhalb der Welt. Wir haben bei der ersten Ankunft Jesu gelernt, ihn in den Realitäten des Lebens zu suchen: mit Verstand, mit Herz und mit hochgekrempelten Ärmeln“. Dies führt zum besonderen Auftrag der Laien, in deren Alltag die Welt Gottes erscheint: „In den Schwierigkeiten und in den Schönheiten der Welt erwartet uns Jesus und zieht uns hinein. Er bittet uns, mit ihm zu wirken. Deshalb bedeutet hoffen: teilnehmen“.

Leo XIV. führte anschließend das Lebenszeugnis des seligen Alberto Marvelli an, um die Verbindung von Hoffnung und tätigem Dienst sichtbar zu machen. Er schilderte Marvellis Einsatz in der Zeit des Krieges und danach und fasste zusammen: „Alberto zeigt uns, dass hoffen heißt, teilzunehmen, dass der Dienst am Reich Gottes Freude schenkt, selbst mitten in großen Gefahren. Die Welt wird besser, wenn wir etwas Sicherheit und Bequemlichkeit verlieren, um das Gute zu wählen. Das ist Teilnahme“.

Der Papst richtete konkrete Fragen an die Gläubigen: „Beteilige ich mich an einer guten Initiative, die meine Fähigkeiten fordert? Habe ich den Horizont des Reiches Gottes vor Augen, wenn ich einen Dienst tue? Oder tue ich es murrend und klagend? Das Lächeln auf den Lippen ist das Zeichen der Gnade in uns“

Zum Abschluss fasste Leo XIV. zusammen: „Hoffen heißt teilnehmen: Das ist ein Geschenk, das Gott uns gibt. Niemand rettet die Welt allein. Nicht einmal Gott will sie allein retten. Er könnte es, aber er will es nicht, weil es gemeinsam besser ist. Teilnehmen lässt uns ausdrücken, was wir am Ende für immer schauen werden, wenn Jesus endgültig zurückkehren wird“.

Foto (c) Vatican Media

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  3. Universität Texas A&M: 650 Personen bereiten sich auf Eintritt in die katholische Kirche vor
  4. Zwei muslimische Feiertage könnten bald in Kalifornien staatlich anerkannt werden
  5. Tausende beim „March for Life“ durch London – 15 katholische Bischöfe mit dabei
  6. Papst bereitet Debatte zu strittigen Lehren seines Vorgängers vor
  7. Die Freiheit der Liebe und die Einheit im Gebet
  8. „Wenn mich jemand fragen würde, ob ich der Kirche vertraue…“
  9. Papst Leo XIV. spricht mit Erzbischof Gänswein
  10. Wie die Dominikaner auf den Hund kamen
  11. Lopatka: EU muss Religionsfreiheit weltweit stärker schützen
  12. Ein Mensch auf den Knien ist mächtiger als die Welt
  13. ‚Man kann nicht ‚Black Lives Matter‘ sagen, wenn das Leben schwarzer Babys nicht zählt‘
  14. Wundersame Heilung, eine Marienerscheinung und Berufung mit 4 Jahren
  15. Ein Schlag ins Gesicht: Wenn der Schutzengel zur Rüge greift

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz