Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. So nicht, Mr. Präsident!
  2. "Welcher Teufel reitet Sie, Frau Paganini?"
  3. Erzbischof van Megen wird neuer Papst-Botschafter in Deutschland
  4. Wenn der Funktionär den Bischof ersetzt
  5. Vorstoß im Bundestag: AfD fordert Ende der Staatsleistungen für Kirchen
  6. "Man hätte also Hitler gewähren lassen sollen?" - Trump-Leo-Streit eskaliert
  7. BILD spricht von Kurswechsel in Berlin: Papst Leo XIV. schickt „Dompteur“ für deutsche Bischöfe
  8. Wer dir beim letzten Atemzug beisteht
  9. US-Vizepräsident JD Vance legt Papst Leo XIV. nahe, sich aus der US-Politik herauszuhalten
  10. Wissenschaftler zum Grabtuch von Turin: ‚Diese Energie haben wir auf der Erde nicht‘
  11. Jeder zweite Deutsche wünscht sich ein Leben nach dem Tod
  12. Glaubensbekenntnis vor Millionenpublikum: Spanische Fashion-Influencerin Susana Arcocha getauft
  13. Vatikan stoppt Seligsprechungsverfahren für argentinischen Bischof Jorge Novak
  14. Italien: Seligsprechungsverfahren für Teenager eröffnet
  15. Burke: Ein anhaltender Clash zwischen Papst Leo und Trump? „Das ist übertrieben“

Christdemokraten für das Leben (CDL): Lebensschutz ist nicht verhandelbar

6. März 2026 in Prolife, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


CDL angesichts bevorstehender Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz: "Frauen und Männer zur Gründung einer Familie ermutigen, anstatt die Tötung von ungeborenen Kindern zu erleichtern.“


Anlässlich der Landtagswahlen in Baden-Württemberg am 8. März und Rheinland-Pfalz am 22. März erinnern die Christdemokraten für das Leben (CDL) an die unverhandelbare Substanz des Lebensschutzes. „Die Wahlprogramme von SPD, Grünen, FDP und der Linkspartei weisen stark darauf hin, dass sie die Politik ihrer Bundesparteien auch auf Landesebene verfolgen und eine Liberalisierung der Abtreibungsregelungen verfolgen,“ so die Bundesvorsitzend Susanne Wenzel. „In Anbetracht der demographischen Entwicklung sollte die Politik Rahmenbedingungen schaffen, die Frauen und Männer zur Gründung einer Familie ermutigen, anstatt die Tötung von ungeborenen Kindern zu erleichtern.“

Der Schutz des menschlichen Lebens in all seinen Phasen gehört zur Kernaufgabe staatlichen Handelns. Mit der geltenden Beratungsregelung, die den Schwangerschaftsabbruch in den ersten drei Monaten zwar als rechtswidrig kennzeichnet, ihn aber straflos stellt, ist ein absoluter Lebensschutz für die erste Phase des menschlichen Lebens nicht mehr gegeben. Eine große Zahl ungeborener Kinder kann aufgrund dieser Regelung nicht das Licht der Welt erblicken. Von den durch das Statistische Bundesamt erfassten über 100.000 Abtreibungen pro Jahr in Deutschland entfallen 96 % auf die Beratungsregelung. Was als ein fairer und sinnvoller politischer Kompromiss dargestellt wird, ist, wenn man das einzelne Leben betrachtet, das es zu schützen gilt, alles andere als das.

Eine Mindestanforderung an Koalitionsverhandlungen ist es deshalb, dass es keine weitere Verschlechterung des Lebensschutzes geben darf. Bei diesem Thema gibt es keinen Spielraum mehr für Verhandlungen. Umgekehrt sollten Lebensschutzthemen aktiv in die Koalitionsverhandlungen eingebunden werden. 


Zur Aufgabe des Lebensschutzes gehört auch das gesellschaftliche Umfeld. Ob Frauen die Kraft haben, zu einer auch ungewollten Schwangerschaft „ja“ zu sagen, hängt entscheidend von den familiären und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen ab. Die gezielte Förderung von Familie sollte deshalb zentrales Kriterium für Koalitionsverhandlungen sein. Dies umfasst Hilfsangebote für schwangere Frauen und Familien und eine finanzielle Grundlage, die Ausdruck gesellschaftlicher Wertschätzung ist.

Der Bundesvorstand der Christdemokraten für das Leben hat die wesentlichen Kriterien politischen Handelns in folgender Resolution zusammengefasst:
 
Resolution der Christdemokraten für das Leben zum Schutz des menschlichen Lebens in Koalitionsvereinbarungen
 
Die Christdemokraten für das Leben (CDL) empfehlen der Christlich Demokratischen Union (CDU), den Landesverbänden der CDU und der Christlich-Sozialen Union (CSU) sowie deren Fraktionen auf Bundes- und Landesebene, den Lebensschutz entsprechend ihren Grundsatzprogrammen aktiv umzusetzen:
 
1. Konsequenter Schutz des menschlichen Lebens
Die CDL fordert die CDU und CSU auf, sich bei jeder Regierungsbeteiligung konsequent für den Schutz des menschlichen Lebens in allen seinen Phasen – von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod – einzusetzen. Dieser Grundsatz soll als unverrückbare Priorität beider Unionsparteien schon bei Sondierungsgesprächen verankert werden.
 
2. „Rote Linien“ in Koalitionsverhandlungen
Bei Koalitionsverhandlungen ist als „rote Linie“ zu definieren, dass es in Bereichen des Lebensschutzes zu keiner Verschlechterung bestehender gesetzlicher Regelungen kommen darf, z. B. indem Abtreibungsmöglichkeiten ausgeweitet oder die Abtreibung legalisiert wird. Sollte eine potenzielle Koalitionspartei den konsequenten Schutz des Lebens nicht oder nur teilweise unterstützen, müssen CDU und CSU sicherstellen, dass bestehende Schutzmechanismen nicht geschwächt werden.
 
3. Einbindung von Lebensschutzthemen in Koalitionsvereinbarungen
Sofern eine Koalitionspartei in bestimmten Bereichen des Lebensschutzes, wie etwa beim Embryonenschutz (z. B. embryonale Stammzellforschung oder Präimplantationsdiagnostik), Übereinstimmungen mit den Positionen der CDU/CSU zeigt, sollen diese Themen aktiv in die Koalitionsverhandlungen eingebracht werden. Ziel ist es, konkrete Verbesserungen im Sinne des Lebensschutzes zu erreichen.
 
4. Förderung von Familien
Die CDL fordert, die gezielte Förderung von Familien als weiteres Kriterium für Koalitionsvereinbarungen zu verankern. Dies soll durch Maßnahmen wie finanzielle Unterstützung, verbesserte Familienpolitik und die Stärkung von Hilfsangeboten für schwangere Frauen und Eltern umgesetzt werden.
 
5. Alternative Maßnahmen bei fehlenden gesetzlichen Vereinbarungen
Sollten aufgrund unterschiedlicher Auffassungen zwischen den Koalitionsparteien keine gesetzlichen oder rechtlichen Verbesserungen im Bereich des Lebensschutzes erzielt werden können, sollen CDU und CSU auf anderen Ebenen Maßnahmen ergreifen, um den Schutz des menschlichen Lebens zu fördern, wie etwa die Verbesserung der Hilfsangebote für schwangere Frauen und Eltern, die Förderung von Maßnahmen zur Suizidprävention und der Ausbau der Palliativ- und Hospizversorgung.
 
6. Abstimmungsverhalten im Bundesrat
Die CDL betont die Bedeutung eines einheitlichen Abstimmungsverhaltens der Unions-Fraktionen im Bundesrat, da viele Lebensrechtsthemen auf Bundesebene entschieden werden und der Bundesrat diesen Entscheidungen zustimmen muss. In der Vergangenheit führten Enthaltungen von Landesregierungen mit Unions-Beteiligung im Bundesrat zu Zustimmungen zu Gesetzesvorhaben, die den Lebensschutz beeinträchtigen, wie etwa der Streichung des Werbeverbots für Abtreibung und dem Verbot der Gehsteigberatung. Die CDL fordert daher, dass CDU und CSU in Bundesrat und Bundestag konsequent für den Lebensschutz eintreten und Enthaltungen zugunsten einer klaren Position vermeiden.
 
7. Schlussappell
Die Christdemokraten für das Leben appellieren an die CDU und CSU, den Schutz des menschlichen Lebens, zu dem sich beide Parteien in ihren Grundsatzprogrammen bekannt haben, als unverrückbares Prinzip auch in ihrer praktischen politischen Arbeit zu verankern. Diese Grundsätze sollen in Koalitionsverhandlungen als zentrale Kriterien gelten, um den Lebensschutz auf Bundes- und Landesebene nachhaltig zu stärken.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Lebensschutz

  1. Prag: Tausende Demonstranten fordern bessere Hilfen für Schwangere
  2. Dezidiert pro-Life: Papst erhebt Leiter der Päpstlichen Akademie für das Leben zum Bischof
  3. Kardinal Woelki und Bischof Oster ermutigen Münchner Lebensschützer mit kraftvollen Grußworten
  4. Linksradikaler Anschlag auf Veranstaltungsort eines Lebensschutz-Treffens
  5. Spanische Bischofskonferenz besorgt über „Tendenz, Abtreibung zum Status eines ‚Rechts‘ zu erheben“
  6. Jesse Jacksons wechselnde Positionen zum Lebensschutz
  7. Klinisch tot nach Herzstillstand: Hirnaktivität noch Minuten, sogar Stunden messbar

Abtreibung

  1. Sängerin Nina Hagen bereut ihre Abtreibungen
  2. Prag: Tausende Demonstranten fordern bessere Hilfen für Schwangere
  3. Zwangsfinanzierung von Abtreibungen in Krankenversicherungen? Untersuchungen in 13 US-Bundesstaaten
  4. Schauspielerin Christina Applegate nennt Abtreibung ‚Mord‘ und ‚mein Kind töten‘
  5. Britisches Oberhaus stimmt für Abtreibungen bis zur Geburt
  6. Umfrage: Nur 23 Prozent der US-Amerikaner für Abtreibung ohne Einschränkung
  7. Spanische Bischofskonferenz besorgt über „Tendenz, Abtreibung zum Status eines ‚Rechts‘ zu erheben“







Top-15

meist-gelesen

  1. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  2. Wer dir beim letzten Atemzug beisteht
  3. Erzbischof van Megen wird neuer Papst-Botschafter in Deutschland
  4. So nicht, Mr. Präsident!
  5. BILD spricht von Kurswechsel in Berlin: Papst Leo XIV. schickt „Dompteur“ für deutsche Bischöfe
  6. Kard. Müller: „Niemand hat das Recht den Papst zu kritisieren, wenn er treu seinem Auftrag folgt“
  7. "Welcher Teufel reitet Sie, Frau Paganini?"
  8. Wissenschaftler zum Grabtuch von Turin: ‚Diese Energie haben wir auf der Erde nicht‘
  9. "Man hätte also Hitler gewähren lassen sollen?" - Trump-Leo-Streit eskaliert
  10. Wenn der Funktionär den Bischof ersetzt
  11. Visitation im Stift Heiligenkreuz abgeschlossen
  12. Bischof: „Bin durch diese Äußerungen von Staatsanwälten und Richtern verletzt. Das ist Hassrede“
  13. Gleichgültigkeit und Dekadenz – Die größte Hoffnung für iranische und russische Diktatoren
  14. Vatikan stoppt Seligsprechungsverfahren für argentinischen Bischof Jorge Novak
  15. Sängerin Nina Hagen bereut ihre Abtreibungen

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz