Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „Wir können nicht sagen, dass das, was 1.600 Jahre lang getan wurde, jetzt nicht mehr gültig sei“
  2. "Der Dämon liebt es, wenn sich die Katholiken über die Liturgie zerfleischen"
  3. Bischof Oster kritisiert Leihmutterschaft scharf und spricht von „Skandal“
  4. Denn sie wissen nicht, was sie fordern
  5. Scharfe Kritik an CDU: Birgit Kelle rechnet nach Leihmutterschafts-Fällen mit Partei ab
  6. "Zwei Bundestagsabgeordnete, also Mitglieder der Legislative, umgehen das deutsche Recht..."
  7. ALfA begrüßt den Rücktritt Jens Spahns
  8. "Menschenhandel bleibt Menschenhandel"
  9. Kard. Sarah: „Europa ändert die Bedeutung von Wörtern, um den Menschen und die Familie zu zerstören“
  10. US-Bischof warnt vor FSSPX-Messen – nahm selbst an interreligiöser Chanukka-Feier teil
  11. Zwei Formen - ein Ritus
  12. Vatikan: Neues Café auf Kuppel des Petersdoms öffnet im Herbst
  13. Sozialethiker Rhonheimer: Nicht der Kapitalismus verursacht Armut
  14. "Angriffe auf Christen werden in Deutschland ignoriert"
  15. Glaube & Sex vs. Vernunft & Geld?

ALfA: Antrag zur „Versorgung bei Schwangerschaftsabbrüchen“ verfehlt wirkliche Hilfe für Frauen

18. April 2026 in Prolife, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Kaminski: Statt Ausbau der Abbruchsstrukturen brauchen Frauen mehr Beratung, umfassende Information und soziale Unterstützung - Angesichts der hohen Abtreibungszahlen überzeugt die Diagnose einer „Versorgungsmisere“ nicht


Berlin-Augsburg (kath.net/ALfA) "Der im Gesundheitsausschuss beratene Antrag der Grünen „Versorgung bei Schwangerschaftsabbrüchen sichern“ ist einseitig, verfassungsrechtlich problematisch und geht an den wirklichen Bedürfnissen schwangerer Frauen vorbei. Er beruht zudem auf den Ergebnissen einer Studie, die das Gegenteil dessen nachweist, was die Antragsteller behaupten." Das erklärte die Bundesvorsitzende der Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA) e.V., Cornelia Kaminski, in Augsburg zum im Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestags beratenen Antrag von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sowie des parteilosen Abgeordneten Stefan Seidler „Versorgung bei Schwangerschaftsabbrüchen sichern“ (BT-Drucksache: 21/3909).

Kaminski erläuterte weiter:

Die Diagnose einer „Versorgungsmisere“ überzeugt daher nicht: Die Zahl der Abtreibungen liegt seit Jahren wieder deutlich über 100.000, der Anteil der vorgeburtlichen Kindstötungen an allen Schwangerschaften steigt, während die Geburtenzahlen sinken. Auch die Datenlage, auf die sich die Antragsteller stützen, belegt keinen generellen Versorgungsengpass: Ein Großteil der Frauen (über 80 %) gibt an, relativ problemlos eine Einrichtung für die Abtreibung finden und erreichen zu können. Ca. 90 % der Abtreibungsärzte führen nicht mehr als eine Abtreibung pro Woche durch. Vor diesem Hintergrund erscheint die Diagnose einer strukturellen Unterversorgung als vorgeschoben, um einen politisch gewollten Ausbau der Abtreibungsstrukturen zu legitimieren.


„Wer auf Grund einer überschaubaren Zahl von Fällen, in denen Frauen mehr als 50 km zur nächsten Abtreibungseinrichtung fahren mussten, eine angebliche Mangelversorgung durch Schleifen der Gewissens- und Religionsfreiheit erreichen will betreibt keine Versorgungspolitik zur Verbesserung der Frauengesundheit, sondern verübt einen Angriff auf fundamentale Grundrechte“, erklärt ALfA-Bundesvorsitzende Cornelia Kaminski. „Frauen brauchen in der Krise keinen Turbo-Zugang zur Abtreibung, sondern Menschen, die an ihrer Seite stehen, ihnen Alternativen eröffnen und ihr Recht auf ihr Kind verteidigen.“

Besonders inakzeptabel ist aus Sicht der ALfA die Forderung nach dem Ausbau telemedizinischer Angebote, die faktisch auf mehr medikamentöse Abbrüche im häuslichen Umfeld hinauslaufen. Erfahrungen mit solchen Do-It-Yourself Heimabtreibungen in anderen Ländern zeigen ein signifikant erhöhtes Komplikationsrisiko gegenüber chirurgischen Eingriffen und dramatische Fälle von Missbrauch: Sei es, dass Frauen sich durch eine solche Abtreibung in einem späten Schwangerschaftsstadium selbst gefährden oder aber, dass ihr Partner das Kind durch heimliche Verabreichung von Tabletten gegen ihren Willen abtreibt. Hinzu kommt: Die Erfahrung aus den ALfA-Beratungsangeboten zeigt, dass Frauen, die alleine und zu Hause abgetrieben haben, häufig von starken seelischen und insbesondere körperlichen Belastungen berichten. Das belegt auch die ELSA-Studie.

Besonders scharf weist die ALfA den Versuch zurück, konfessionelle Träger über eine Änderung von § 12 SchKG zur Mitwirkung an Abtreibungen zu zwingen. Dies wäre ein schwerwiegender Eingriff in die durch Artikel 4 Grundgesetz geschützte Religions- und Gewissensfreiheit und würde das kirchliche Krankenhauswesen in Deutschland in seinen Grundfesten erschüttern. Bemerkenswert ist, dass ein solcher Zwang selbst im Unrechtsstaat der DDR nicht existierte: Dort waren Abtreibungen zwar innerhalb einer Frist rechtmäßig, kirchliche Krankenhäuser aber nicht zur Durchführung verpflichtet.

Statt einer flächendeckenden „Abtreibungs-Versorgung“ fordert die ALfA daher den Ausbau lebensbejahender Beratung, sozialer Hilfen für Schwangere sowie gründlicher Informationen über alle Risiken und Nebenwirkungen der verschiedenen Abtreibungsmethoden.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Lebensschutz

  1. Zürcher ‚Marsch fürs Läbe‘ erneut nach Oerlikon verlegt
  2. Erst Gerichtssaal, dann Preisverleihung: Weronika Krawczyk erhält Opoka-Preis „Auf Fels gebaut“
  3. Marsch für das Leben/Warschau: rund 40.000 Teilnehmer!
  4. Der 6. Münchner Marsch fürs Leben setzt ein starkes Zeichen für das Lebensrecht
  5. Marsch für das Leben München – Unterstützung von Bischof Barron, Schweigen von Marx und Wilmer
  6. Prag: Tausende Demonstranten fordern bessere Hilfen für Schwangere
  7. Dezidiert pro-Life: Papst erhebt Leiter der Päpstlichen Akademie für das Leben zum Bischof

Abtreibung

  1. Zürcher ‚Marsch fürs Läbe‘ erneut nach Oerlikon verlegt
  2. GRÜN-Politikerin möchte das Töten von zwölf ungeborenen Kindern finanzieren
  3. ‚Marsch fürs Läbe‘: Organisatoren beharren auf Kundgebung in der Zürcher Innenstadt
  4. Knappe Mehrheit der US-Amerikaner für Abtreibung nur in wenigen Ausnahmen
  5. Erbprinz Alois von Liechtenstein kündigt Veto gegen mögliche Fristenregelung an
  6. Gallup Umfrage: Mehr Amerikaner sehen Abtreibungen als moralisch nicht akzeptabel
  7. Abtreibung mit Holocaust verglichen? Geistlicher vom Religionsunterricht freigestellt






Top-15

meist-gelesen

  1. Kard. Sarah: „Europa ändert die Bedeutung von Wörtern, um den Menschen und die Familie zu zerstören“
  2. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  3. „Wir können nicht sagen, dass das, was 1.600 Jahre lang getan wurde, jetzt nicht mehr gültig sei“
  4. Bischof Oster kritisiert Leihmutterschaft scharf und spricht von „Skandal“
  5. Scharfe Kritik an CDU: Birgit Kelle rechnet nach Leihmutterschafts-Fällen mit Partei ab
  6. Denn sie wissen nicht, was sie fordern
  7. "Der Dämon liebt es, wenn sich die Katholiken über die Liturgie zerfleischen"
  8. ALfA begrüßt den Rücktritt Jens Spahns
  9. Glaube & Sex vs. Vernunft & Geld?
  10. "Zwei Bundestagsabgeordnete, also Mitglieder der Legislative, umgehen das deutsche Recht..."
  11. US-Bischof warnt vor FSSPX-Messen – nahm selbst an interreligiöser Chanukka-Feier teil
  12. "Menschenhandel bleibt Menschenhandel"
  13. Pornografie, NoFap und die Rückkehr der Selbstbeherrschung
  14. Zwei Formen - ein Ritus
  15. Rubio rechnet mit Linken ab: „Sie wissen nicht, wie man etwas schafft, also zerstören sie es“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz