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Legt die Waffen nieder! Der König des Friedens auf dem Weg zum Kreuz

vor 6 Stunden in Aktuelles, keine Lesermeinung
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Leo XIV.: der Weg Jesu als Offenbarung von Gewaltverzicht, Hingabe und Erlösung. Christus als König des Friedens, Träger der Leiden der Menschheit. Die messianischen Friedensbotschaft im Kontext der Passion Christi. Angelus. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Am heutigen Palmsonntag leitete Papst Leo XIV. mit der Palmprozession auf dem Petersplatz und der Feier der Heiligen Messe die Karwoche ein. Im Zentrum seiner Predigt stand der Weg Jesu zum Kreuz. Der Papst betonte: „Jesus geht den Weg des Kreuzes und wir gehen hinter ihm und folgen seinen Schritten“ und forderte dazu auf, mit Christus das Leiden für die Menschheit, sein gebrochenes Herz und sein Leben als Liebesgabe zu betrachten.

Das Augenmerk richtete sich auf Jesus, der sich als „König des Friedens“ zeigte, während um ihn herum der Krieg vorbereitet wurde. Leo XIV. schilderte Christus als jemanden, der in Sanftmut ruhte, während Gewalt um ihn herum zunahm. Er beschrieb das Licht der Welt angesichts der Finsternis und das Kommen, um Leben zu bringen, während das Todesurteil geplant wurde. Als „König des Friedens“ verfolge Jesus die Absicht, „die Welt zur Versöhnung in die Umarmung des Vaters“ zu führen und Mauern zwischen Gott und den Menschen niederzureißen, denn „er ist unser Friede“ (Eph 2,14). Der Einzug auf einem Esel erfülle nach den Worten des Papstes die Prophezeiung: „Siehe, dein König kommt zu dir. Gerecht ist er und Rettung wurde ihm zuteil, demütig ist er und reitet auf einem Esel, ja, auf einem Esel, dem Jungen einer Eselin. Ausmerzen werde ich die Streitwagen aus Efraim und die Rosse aus Jerusalem, ausgemerzt wird der Kriegsbogen. Er wird den Nationen Frieden verkünden“ (Sach 9,9-10).

Leo XIV. verwies auf den Moment der Gefangennahme, in dem Jesus als König des Friedens einem Jünger Einhalt gebot: „Steck dein Schwert in die Scheide; denn alle, die zum Schwert greifen, werden durch das Schwert umkommen“ (Mt 26,52). Als König des Friedens, als Lamm, das zur Schlachtbank geführt wird, habe er den Mund nicht aufgetan (Jes 53,7). Er habe sich nicht bewaffnet und keinen Krieg geführt, sondern „das sanfte Antlitz Gottes offenbart, der Gewalt stets ablehnt“. Anstatt der Selbstrettung habe er die Kreuzigung gewählt, um alle Kreuze der Menschheitsgeschichte auf sich zu nehmen. Der  Papst zeigte Gott als den, den niemand zur Rechtfertigung von Krieg benutzen dürfe. Er lehne das Gebet derer ab, die Krieg führen: „Wenn ihr auch noch so viel betet, ich höre es nicht. Eure Hände sind voller Blut“ (Jes 1,15). Jesus habe seinen Mund nicht aufgetan und sich wie ein Lamm zur Schlachtung führen lassen.


Daraus ergebe sich das Bild eines Gottes, der Gewalt nicht erwidert, sondern sie auf sich nimmt. Christus habe sich nicht verteidigt und keinen Krieg geführt, sondern „das sanfte Antlitz Gottes offenbart, der Gewalt stets ablehnt“. Aus dieser Darstellung entwickelte sich eine Aussage über das Wesen Gottes: „Das ist unser Gott: Jesus, der König des Friedens. Ein Gott, der den Krieg ablehnt, den niemand dazu benutzen kann, um Krieg zu rechtfertigen“. Daraus auch eine Zurückweisung eines Gebetes, das Gewalt begleite: „Wenn ihr auch noch so viel betet, ich höre es nicht. Eure Hände sind voller Blut“.

Indem er sich ans Kreuz nageln ließ, habe er die Kreuze der Menschheit auf sich genommen. In den Wunden Christi seien die Wunden der Gegenwart erkennbar, im Schrei zum Vater das Weinen der Niedergeschlagenen, Kranken und Einsamen sowie das „Stöhnen all derer, die gewalttätig unterdrückt werden, und aller Opfer des Krieges“. Vom Kreuz herab rufe Christus. Der König des Friedens, noch immer: „Gott ist Liebe! Habt Erbarmen! Legt die Waffen nieder, denkt daran, dass ihr Brüder und Schwestern seid!“.

Abschließend empfahl Leo XIV. dieses Rufen mit den Worten des Dieners Gottes Bischof Tonino Bello der Jungfrau Maria, die unter dem Kreuz ihres Sohnes stehe und auch zu Füßen der Kreuze von heute weine: „‚Heilige Maria, Frau des dritten Tages, schenk uns die Gewissheit, dass der Tod trotz allem keine Macht mehr über uns haben wird. Dass die Tage des ungerechten Treibens der Völker gezählt sind. Dass der Feuerschein der Kriege verlischt. Dass die Leiden der Armen an ein Ende gelangen. […] Und dass endlich die Tränen aller Opfer von Gewalt und Leid getrocknet werden, wie der Reif von der Frühlingssonne’“.

****

Angelus:

Liebe Brüder und Schwestern,

zu Beginn der Karwoche sind wir mehr denn je im Gebet mit den Christen im Nahen Osten verbunden, die unter den Folgen eines grausamen Konflikts leiden und in vielen Fällen die Zeremonien dieser heiligen Tage nicht in vollem Umfang begehen können. Gerade jetzt, da die Kirche das Geheimnis des Leidens Christi betrachtet, dürfen wir nicht die Menschen vergessen, die heute ganz real an seinem Leiden teilhaben. Ihr Leid ist eine Anfrage an das Gewissen aller. Beten wir zum Fürsten des Friedens, dass er den vom Krieg verwundeten Völkern beistehe und konkrete Wege der Versöhnung und des Friedens eröffne.

Ich möchte dem Herrn auch alle Seeleute anvertrauen, die Opfer von Kriegen geworden sind: Ich bete für die Verstorbenen, für die Verwundeten und für ihre Angehörigen. Erde, Himmel und Meer sind für das Leben und für den Frieden geschaffen!

Und beten wir für alle Migranten, die im Meer ums Leben gekommen sind, insbesondere für jene, die in den vergangenen Tagen vor der Küste der Insel Kreta ihr Leben verloren haben.

Ich grüße euch alle und danke euch, liebe Römer und Pilger, die ihr an dieser Feier teilgenommen habt! Gemeinsam wenden wir uns nun an die Jungfrau Maria und vertrauen ihrer Fürsprache alle unsere Bitten an. Lassen wir uns in diesen heiligen Tagen von ihr leiten, um Jesus, unserem Erlöser, im Glauben und in der Liebe nachzufolgen.Ich grüße euch alle und danke euch, liebe Römer und Pilger, die ihr an dieser Feier teilgenommen habt! Gemeinsam wenden wir uns nun an die Jungfrau Maria und vertrauen ihrer Fürsprache alle unsere Bitten an. Lassen wir uns in diesen heiligen Tagen von ihr leiten, um Jesus, unserem Erlöser, im Glauben und in der Liebe nachzufolgen.

 


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