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| ![]() Entscheidung am leeren Grab zwischen Zeugnis und Verweigerungvor 9 Stunden in Aktuelles, keine Lesermeinung Leo XIV.: Die Osterbotschaft im Spannungsfeld zweier Deutungen. Wahrheit, Zeugnis und die Verantwortung des Glaubens. Das leere Grab als Entscheidung der Geschichte. Von Armin Schwibach Rom (kath.net/as) Am heutigen Ostermontag betete Papst Leo XIV. gemeinsam mit den Gläubigen auf dem Petersplatz das Regina Caeli, das in der Osterzeit an die Stelle des Angelus tritt. Im Mittelpunkt seiner Katechese stand die österliche Botschaft im Horizont des Evangeliums und der gegenwärtigen Situation der Welt. Gleich zu Beginn betonte der Papst den österlichen Gruß: „Dieser Gruß voll Staunen und Freude wird uns die ganze Woche über begleiten“. Die Liturgie feiere den neuen vom Herrn bereiteten Tag, und in diesem liturgischen Vollzug eröffne sich der Blick auf das Ganze der Schöpfung, die in die Zeit der Erlösung eintrete: „Die Verzweiflung des Todes ist im Namen Jesu für immer besiegt“. Ausgehend vom Bericht des Evangelium nach Matthäus (Mt 28,8–15) lenkte Leo XIV. den Blick auf die Spannung zweier Deutungen und erklärte, das Evangelium verlange, „zwischen zwei Erzählungen zu wählen: entweder jener der Frauen, die dem Auferstandenen begegnet sind (V. 9–11), oder jener der Wächter, die von den Hohepriestern bestochen wurden (V. 11–14)“. Die Frauen verkündeten den Sieg Christi über den Tod, während die Wächter behaupteten, der Tod siege immer und überall. Nach deren Darstellung sei Jesus nicht auferstanden, sondern sein Leichnam sei gestohlen worden. Für dieselbe Tatsache, das leere Grab, ergäben sich somit „zwei Auslegungen: Die eine ist Quelle des neuen und ewigen Lebens, die andere Quelle sicheren und endgültigen Todes“. An dieser Gegenüberstellung entwickelte der Papst eine Reflexion über das Zeugnis und die Wahrheit und Ehrlichkeit der menschlichen Kommunikation. Er hob hervor, dieser Kontrast lasse „uns über den Wert des christlichen Zeugnisses und über die Ehrlichkeit menschlicher Kommunikation nachdenken“, und wies darauf hin, dass die Wahrheit oft von „Fake News, wie man heute sagt, also von Lügen, Andeutungen und grundlosen Verdächtigungen“ verdeckt werde. Zugleich unterstrich er, die Wahrheit entziehe sich solchen Verstellungen nicht, sondern trete dem Menschen entgegen, „lebendig und strahlend, und erhellt die tiefste Finsternis“. Im Rückgriff auf das Wort Christi betonte er, Jesus spreche auch heute: „Fürchtet euch nicht! Geht und verkündet meinen Brüdern …“ (vgl. V. 10). Daraus folge, dass Christus selbst zur Frohen Botschaft werde, die es zu bezeugen gelte: „Die Auferstehung des Herrn ist unsere Auferstehung, das Osterfest der Menschheit, denn dieser Mensch, der für uns gestorben ist, ist der Sohn Gottes, der sein Leben für uns hingegeben hat“. In dieser Perspektive werde deutlich, der Auferstandene, „allzeitlebendig und gegenwärtig“, befreie die Vergangenheit von einem tödlichen Ausgang und öffne zugleich die Zukunft, indem die Osterbotschaft unsere Zukunft aus dem Grab befreie. Im Blick auf die Gegenwart konkretisierte der Papst die Tragweite dieser Botschaft und führte aus, es komme darauf an, „dass diese Frohbotschaft vor allem die erreicht, die vom Bösen unterdrückt werden, das die Geschichte vergiftet und Verwirrung stiftet“. Dabei nannte er ausdrücklich „die vom Krieg geplagten Völker, an die wegen ihres Glaubens verfolgten Christen, an die Kinder, denen der Zugang zu Bildung verwehrt bleibt“. Die Verkündigung der Auferstehung Christi in Wort und Tat bedeute, „der Hoffnung eine neue Stimme zu verleihen, die sonst durch die Hände der Gewalttätigen erstickt wird“. Wo die Frohbotschaft verkündet werde, vertreibe sie „jeden Schatten, zu jeder Zeit“. Abschließend stellte der Papst die Betrachtung in den Zusammenhang des kirchlichen Gedächtnisses und erinnerte an Papst Franziskus. Im Licht des Auferstandenen gedachte er dessen, „der am Ostermontag des vergangenen Jahres sein Leben in Gottes Hand zurückgegeben hat“, und verband dieses Gedenken mit dem Hinweis auf dessen großes Zeugnis des Glaubens und der Liebe. Foto (c) Vatican Media
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