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Papst Leo XIV. setzt in Kamerun seine Friedenspredigten

vor 3 Stunden in Aktuelles, 1 Lesermeinung
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Viel Applaus für scharfe Worte des Kirchenoberhaupts bei interreligiösem Friedenstreffen in Bamenda -


Bamenda  (kath.net/KAP/red) Mit scharfen Anklagen gegen die Kriegsherren der Welt hat Papst Leo XIV. seine Afrikareise fortgesetzt. In der seit Jahren von gewaltsamen Konflikten heimgesuchten Nordwest-Region Kameruns sagte der Papst am Donnerstag: "Selig sind die Friedensstifter! Wehe jedoch denen, die die Religionen und selbst den Namen Gottes für ihre militärischen, wirtschaftlichen und politischen Zwecke verbiegen und damit das Heilige in Schmutz und Finsternis ziehen!" Der Papst sprach bei einem interreligiösen Friedenstreffen in der Regionalhauptstadt Bamenda, die seit 2016 immer wieder Schauplatz blutiger ethnischer und regionaler Konflikte war. Nach UN-Angaben kamen dabei Tausende ums Leben, mehr als eine halbe Million Menschen sind auf der Flucht. Von der unsicheren Lage profitieren heute kriminelle Banden.

Blutiger Kampf

Bei dem Konflikt geht es vor allem um separatistische Absetzungsbewegungen der englischsprachigen Provinzen von dem überwiegend französischsprachigen Kamerun. Das Land war in den vergangenen Jahrhunderten erst eine deutsche und später teils eine britische und teils eine französische Kolonie. Für die Dauer des Papstbesuchs in Kamerun hatten die Separatisten eine mehrtägige Waffenruhe verkündet. Bei dem Friedenstreffen sprachen außer dem Papst auch ein traditioneller Stammesführer sowie Vertreter des Islams und anderer Konfessionen.


Der Papst dankte in seiner auf Englisch vorgetragenen Rede in der Kathedrale von Bamenda den lokalen religiösen Führern für ihre Friedensbemühungen und ihre Versuche, zwischen den gegnerischen Parteien zu vermitteln. Ausdrücklich dankte er den Frauen, die sich um die Opfer der Gewalt kümmerten. Scharfe Worte und viel Applaus Scharfe Worte richtete er in seiner mehrfach von Applaus unterbrochenen Rede an die Kriegsparteien. "Die Kriegsherren tun so, als ob sie nicht wüssten, dass ein Augenblick genügt, um zu zerstören, dass aber oft ein ganzes Leben nicht ausreicht, um wiederaufzubauen", sagte er. "Sie tun so, als sähen sie nicht, dass Milliarden von Dollars verbraucht werden, um zu töten und zu verwüsten, dass man jedoch nicht die Mittel findet, um zu heilen, zu erziehen und wiederaufzurichten."

Weiter erklärte der Papst: "Wer euer Land seiner Ressourcen beraubt, investiert in der Regel einen Großteil der Gewinne in Waffen, in eine Spirale der Destabilisierung und endlosen Sterbens. Es ist eine verkehrte Welt, ein Zerrbild der Schöpfung Gottes." Jeder aufrichtige Mensch müsse dies anprangern. "Die Welt wird von wenigen Herrschenden zerstört und von Myriaden solidarischer Brüder und Schwestern aufrechterhalten!"

Unter Verweis auf Worte seines Vorgängers Franziskus (2013-2025) betonte der Papst: "Wir sind eine einzige Familie und bewohnen dasselbe Haus, diesen wunderbaren Planeten, um den sich die alten Kulturen über Jahrtausende gekümmert haben." Messe am Nachmittag, am Freitag in Douala Leo XIV. war am Donnerstagvormittag von Kameruns Hauptstadt Yaoundé nach Bamenda geflogen. Am Nachmittag wird er am Flughafengelände der Stadt eine große Messe unter freiem Himmel feiern. Nach seinem Abstecher in den englischsprachigen Nordwesten wird der Papst am Abend in Yaoundé zurückerwartet.

Am Freitag fliegt er weiter in die im Westen Kameruns gelegene Wirtschaftsmetropole Douala. Abschluss des Besuches in Kamerun ist am Samstagvormittag ein großer Gottesdienst in Yaoundé. Danach stehen bis 23. April mit Angola und Äquatorialguinea zwei weitere afrikanische Länder auf der Route der mit elf Tagen bislang längsten Auslandsreise von Papst Leo XIV.

 

Copyright 2026 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich


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Lesermeinungen

 Schillerlocke vor 2 Stunden 
 

Es spricht sehr für den Papst,

dass er dieses Land besucht und damit dort den katholischen Glauben stärkt. Es gibt dort nämlich viel Aberglauben, der nur durchs Evangelium zurückgedrängt werden kann.

Ich kennen einen Herrn mittleren Alters, der aus Kamerun wegen seiner Hautfarbe hat fliehen müssen und seit vielen Jahren in Deutschland lebt. Ihm fehlen nämlich die dunklen Hautpigmente, weshalb er - obwohl ein Sohn dunkelhäutiger Eltern - als Albino zur Welt gekommen ist. Das aber ist in Kamerun mitunter sehr gefährlich. Solchen Menschen wird dort wegen ihrer hellen Haut sogar nach dem Leben getrachtet. Gott sei dank ist er hier in Europa glücklich geworden und ein heiteres und frommes Mitglied unserer Gemeinde.


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