Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. IRRE! – „LifeSiteNews“ postet Papst-Bild mit Henkerstrick auf X
  2. BREAKING NEWS - Der Papst hat Lungen-Krebs!
  3. Kardinal Marx meint: "Die Kirche ist kein sinkendes Schiff, sie wird nur umgebaut"
  4. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  5. „Warum bin ich Christ“
  6. Deutsche Caritas-Präsidentin fordert CDU-Annäherung an 'Die Linke'
  7. Böhmermann verhöhnt in seiner Sendung Jesus Christus
  8. Was auch immer Synodalität sein soll
  9. Meghan Markle-Fans ‚terrorisieren‘ Priester wegen Kritik an ihrem Adventskalender
  10. Was eine Messe wiegt
  11. Vatikan: Bischöfe fordern langfristige Begleitung von Ehepaaren
  12. 'Christen können Todesstrafe in gutem Gewissen ablehnen'
  13. 'Wenn ich zurückkönnte, würde ich sie wieder wählen – genau wie sie sind'
  14. Papst ab Dienstag im Gemelli-Krankenhaus
  15. 'The Chosen': Sechste Staffel ab Dezember auf Netflix

„Darf man als Christ für die Schweizer Nachhaltigkeitsinitiative sein?“

20. Mai 2026 in Schweiz, 5 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


„Dient es dem Gemeinwohl, wenn immer mehr Menschen aus Kulturen kommen, die häufig mit den christlichen und abendländischen Werten nicht übereinstimmen?“ Gastkommentar zur Schweizer Volksinitiative „Keine 10-Millionen-Schweiz“ von Claudio Tessari


Bern (kath.net) Heute ist es allgemein Mode geworden, jeden Menschen, der sich für das Leben einsetzt, der für eine geordnete Migration einsteht oder der christliche Werte verteidigt, sofort als „rechtsextrem“ zu bezeichnen. Doch Christen dürfen sich nicht von Schlagworten leiten lassen, sondern müssen nach Wahrheit, Vernunft und dem Gemeinwohl urteilen.

Am 14. Juni stimmen wir über die Volksinitiative „Keine 10-Millionen-Schweiz! (Nachhaltigkeitsinitiative)“ ab. Darf ein Katholik dieser Initiative zustimmen? Ja, natürlich kann er das mit gutem Gewissen tun.

Der Katholik hat sogar eine sittliche Pflicht, sich am politischen Leben zu beteiligen und nach bestem Wissen und Gewissen zu wählen. Maßstab dafür ist die katholische Soziallehre: das Gemeinwohl, die Verantwortung gegenüber dem eigenen Volk, die Wahrung der Ordnung sowie die Achtung der menschlichen Würde.


Der Katechismus der Katholischen Kirche sagt klar:

„Die politisch Verantwortlichen dürfen im Hinblick auf das Gemeinwohl, für das sie Verantwortung tragen, die Ausübung des Einwanderungsrechtes verschiedenen rechtlichen Bedingungen unterstellen.“ (KKK 2241)

Ebenso heißt es dort:

„Die Einwanderer sind verpflichtet, das materielle und geistige Erbe des Aufnahmelandes dankbar zu achten, dessen Gesetzen zu gehorchen und zu dessen Lasten beizutragen.“ (KKK 2241)

Das bedeutet: Die Kirche lehrt sowohl die Pflicht zur Nächstenliebe als auch das Recht eines Staates, Migration zu ordnen und Grenzen zu schützen. Es ist daher weder menschenverachtend noch rassistisch, wenn ein Volk fragt, ob unbegrenzte Zuwanderung dem Gemeinwohl dient.

Dient es wirklich dem Gemeinwohl, wenn immer mehr Menschen aus Kulturen kommen, die häufig mit den christlichen und abendländischen Werten nicht übereinstimmen? Heute erleben wir oft, dass sich die Schweiz den Einwanderern anpasst, statt dass sich die Einwanderer der Schweiz anpassen. Gerade das widerspricht dem Prinzip, das der Katechismus nennt.

Auch Kardinal Robert Sarah hat die Masseneinwanderung scharf kritisiert. Er sprach davon, dass Afrika seiner jungen Menschen beraubt werde und bezeichnete gewisse Formen der gesteuerten Migration sogar als eine Art „neue Sklaverei“. Er betonte, dass die Menschen ihre Heimat entwickeln sollen, statt entwurzelt zu werden.

In einer Demokratie gibt es oft keine vollkommen katholische Partei. Deshalb muss der gläubige Katholik häufig das geringere Übel wählen und sich an den grundlegenden Prinzipien der katholischen Morallehre orientieren.

Doch wir müssen auch ehrlich sein: Wenn ein Volk keine Kinder mehr hat, dann wird es irgendwann Arbeitskräfte aus dem Ausland holen müssen. Wenn in fast allen Ländern Europas die Geburtenrate weit unter den notwendigen 2,1 Kindern pro Frau liegt, tragen wir selbst eine Mitschuld an der heutigen Situation. Ein Volk, das keine Familien mehr gründet, verliert auf Dauer seine Zukunft.

Darum kann ein Katholik mit gutem Gewissen für diese Initiative stimmen. Sie widerspricht weder dem Katechismus noch der katholischen Soziallehre.

Schon der heilige Niklaus von Flüe, Bruder Klaus, mahnte:

„Machet den Zaun nicht zu weit.“

Dieses Wort erinnert daran, dass ein Volk seine Ordnung, seine Identität und seinen Glauben bewahren muss, wenn es bestehen will.

Der Autor Claudio Tessari ist Familienvater, hat drei Kinder und ist Stiftungsrat von „Ave Maria“


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Mexiko startet Jubeljahr der Guadalupe-Basilika mit Friedensappell
  3. Polen – ein Beispiel des christlichen Humanismus
  4. Papst ab Dienstag im Gemelli-Krankenhaus
  5. Müller kritisiert geplante öffentliche Hinrichtung in den USA scharf
  6. Was auch immer Synodalität sein soll
  7. Auf den Spuren des Hl. Paulus - Mit Michael Hesemann nach Griechenland
  8. Europa „entseuchen“?
  9. Gerettet durch ein Pro-Life-Schild: Die Geschichte der kleinen Sawyer
  10. Papst an Russland: Getreide der Ukraine muss exportiert werden
  11. US-Demokraten planen Abtreibung bis zur Geburt bei Wahlsieg im November
  12. Ägyptischem Konvertiten droht lebenslange Haft
  13. Arabische Jugendliche störten Abendmesse mit „Allahu Akbar“-Rufen in Wien
  14. Ukrainischer Bischof: Haben Russland nie um Hilfe gebeten
  15. Ohne Furcht und Heuchelei. Die Freiheit für das Gute ohne Kompromisse

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz