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Sieg vor Gericht für Kardinal Marc Ouellet

vor 5 Tagen in Aktuelles, 2 Lesermeinungen
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Das Oberste Gericht von Québec verurteilt eine Klägerin wegen Verleumdung zur Zahlung von 100.000 Dollar Schadensersatz an den Kurienkardinal – Der gesamte Betrag wird an Opferhilfen für Indigene gespendet.


Montréal (kath.net)

Ein wichtiger Sieg für Kardinal Marc Ouellet und ein klares Signal gegen die unbegründete Vorverurteilung der Kirche und ihrer Prälaten: Das Oberste Gericht von Québec (Superior Court of Quebec) hat entschieden, dass die öffentlich gegen den ehemaligen Präfekten der Bischofskongregation erhobenen Missbrauchsvorwürfe jeglicher Grundlage entbehrten. Die Beklagte wurde wegen Verleumdung und Rufmord zu einer Schadensersatzzahlung in Höhe von 100.000 kanadischen Dollar verurteilt.

Der Fall hatte im Rahmen einer Sammelklage gegen die Erzdiözese Québec für Aufsehen gesorgt. Die Klägerin Paméla Groleau hatte dem Kardinal unangebrachte Berührungen vorgeworfen. Nach einer eingehenden juristischen Prüfung stellte der zuständige Richter Martin Castonguay jedoch fest, dass die Beschuldigungen weder glaubwürdig noch konsistent waren. Die Aussagen der Klägerin wiesen erhebliche Widersprüche auf und wurden im Laufe des Verfahrens mehrfach geändert.


Kardinal Ouellet hatte von Beginn an seine Unschuld beteuert und betont, dass es ihm bei seiner Gegenklage nicht um finanzielle Bereicherung oder Rache gehe, sondern um die Wiederherstellung der Wahrheit und des Ehrschutzes. Die zugesprochene Summe in Höhe von 100.000 Dollar wird Ouellet nicht selbst behalten: Wie bereits zu Beginn des Verfahrens angekündigt, fließt das Geld zu 100 Prozent an Organisationen und Initiativen, die sich im Kampf gegen sexuellen Missbrauch innerhalb der indigenen Bevölkerungsgruppen Kanadas engagieren.

Der Ausgang dieses Prozesses wird in kirchlichen und juristischen Beobachterkreisen als richtungsweisend bewertet. Er unterstreicht, dass das berechtigte und notwendige Aufarbeiten von Missbrauchsfällen nicht als Freibrief genutzt werden darf, um die Kirche und ihre Amtsträger leichtfertig oder böswillig in Misskredit zu bringen. Das Gericht bemängelte insbesondere, dass durch die Nennung von Ouellets Namen im Kontext einer Sammelklage, die sich überwiegend gegen tatsächliche Straftäter richtete, ein enormer Reputationsschaden in Kauf genommen wurde. Seine Anwälte betonten nach dem Urteil, dass auch im öffentlichen Diskurs schwerwiegende Anschuldigungen stets auf präzisen und belegbaren Fakten basieren müssen.


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Lesermeinungen

 nazareth vor 5 Tagen 
 

Erinnert an einen anderen Fall...Aus Wikipedia zitiert:
Juni 2017 war er aber für die Dauer seines Gerichtsverfahrens in Australien von seinen Amtspflichten freigestellt. 2008 wurde Pell die Vertuschung von Missbrauchsfällen vorgeworfen; 2017 begannen polizeiliche Ermittlungen gegen ihn wegen des sexuellen Missbrauchs von Jungen. Im anschließenden Gerichtsverfahren sprach ihn die Jury im Dezember 2018 einstimmig schuldig. Das Urteil, das in der Berufungsinstanz 2019 bestätigt wurde, wurde am 7. April 2020 durch den High Court of Australia letztinstanzlich einstimmig wieder aufgehoben und Pell damit mangels Beweisen von allen Vorwürfen freigesprochen.[1][2


0
 
 Paddel vor 5 Tagen 

Schlimmer gehts nimmer

als Verleumdung im sexuellen Bereich.

Das ist eine schwere Schuld gegenüber dem Menschen, der unschuldig verleumdet wird. Das ist ein Traumata, von dem sich nicht wenige nie wieder erholen.

Das ist eine schwere Schuld gegenüber den Menschen, die wirklich Mißbrauch erleiden.

Von anderen Kollateralschäden ganz zu schweigen.

Diese Frau weiß im Besten Fall nicht, was sie getan hat.


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