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Papst: In der Seelsorge auf das Wesentliche konzentrieren

20. September 2026 in Chronik, 2 Lesermeinungen
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Kirchenoberhaupt bei Begegnung mit Priestern und Mitarbeitenden seiner Diözese Rom: Auch in der Seelsorge ist weniger manchmal mehr - Kern zählt, nicht Aktivismus.


Rom (kath.net/ KAP) 
Papst Leo XIV. hat die Mitarbeitenden in der Seelsorge in der Diözese Rom aufgerufen, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und nicht in kirchlichen Aktivismus zu verfallen. Bei einer Begegnung mit mehr als tausend Priestern, Pfarrgemeindehelfern und Caritasmitarbeitern sagte er am Freitagabend in der Lateranbasilika: "Manchmal häufen sich die Vorschläge, Aktivitäten und Begegnungen, und man verliert den Kern, den evangeliumsgemäßen Sinn dessen, was man tut, aus den Augen."
Die Begegnung mit Christus sei das Entscheidende, so der Papst. Daher sollten sich die Mitarbeitenden "sich nicht so sehr fragen, was man tun soll, sondern eher, wem man begegnen will, und wie." Dies gelte auch für die Überprüfung von Projekten in der Seelsorge.


Es gehe vor allem um die Fragen: "Fördern unsere Aktivitäten das Wachstum im Glauben? Bilden sie missionarische Jünger aus? Tragen sie dazu bei, kirchliche Verantwortung zu entwickeln? Führen sie zu einem reifen Glauben, der sich in konkreten Entscheidungen im Leben und im Dienst niederschlägt?"
Die kirchlichen Mitarbeiter müssten bereit sein, ehrlich anzuschauen, "was Früchte getragen hat, zu verstehen, was nicht funktioniert hat, und gemeinsam nach den Gründen dafür zu suchen." Dabei sollten sie auch Menschen zuhören, die "nicht zur Gemeinschaft gehören und die Dinge sozusagen von außen betrachten." Mit einem Augenzwinkern mahnte er seine Zuhörer, dass die "Kunst der Überprüfung der Seelsorge" letztlich die Möglichkeit eröffne, "weniger zu machen, das aber besser".

Leo XIV. lobte zugleich die bisherigen Reformprozesse in der Diözese Rom; dabei sei auch manche Fehlentwicklung korrigiert worden. Die neue synodale Orientierung führe zu einer breiteren Mitverantwortung von Laien.
Die Diözese Rom, in der etwa drei Millionen Menschen leben, ist mit 334 Pfarren und mehr als 1.500 Priestern die zweitgrößte in Italien nach Mailand. Bischof von Rom ist der Papst; in der praktischen Leitung der Diözese vertritt ihn der sogenannte Kardinalvikar, dies ist derzeit Baldassare Kardinal Reina (55).

Copyright 2026 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten

Foto: Papst Leo XIV. (C) Vatican Media


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Lesermeinungen

 gebsy 20. September 2026 

Seht, wie sie einander Lieben,

damit die Welt glaubt, dass Gott bei uns ist.

Authentisch das Erlöstsein leben, kann wie die Stadt auf dem Berg nicht verborgen bleiben.
Sich fragen, wie Christen die Aufmersamkeit auf sich ziehen können, erübrigt sich ...


0
 
 Paddel 20. September 2026 

"Nicht was man tun, sondern eher, wem man begegnen soll"

Danke, Heiliger Vater!


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