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'Osservatore Romano' lobt Harry Potter

15. Juli 2009 in Aktuelles, keine Lesermeinung
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Die Vatikanzeitung hat eine sehr positive Kritik des neuesten Potter-Films veröffentlicht - entgegen aller früheren Kritik.


Vatikan (kath.net/CWNews.com) Die Vatikanzeitung "Osservatore Romano" hat dem neuesten Harry Potter-Film mit dem Titel "Harry Potter und der Halbblutprinz", der am Mittwoch anläuft, eine sehr positive Kritik gewidmet. Zwar fehle es dem Roman am "Bezug zur Transzendenz", aber der Film zeige sehr positive Werte wie "Freundschaft, Altruismus und Selbsthingabe".

Der OR weist Kritik zurück, dass Harry Potter-Romane Zauberei und schwarze Magie verherrlichen. Der Einsatz von Magie in dem Film sei ähnlich dem in den "klassischen Märchen". Es ist der insgesamte sechste Potter-Film und laut OR auch der beste.

Im Jänner 2008 hatte der Osservatore noch eine positive sowie auch eine entschieden negative Kritik der Harry Potter-Romane präsentiert. Würdigende Worte fand damals der Schriftsteller Paolo Gulisano. Bei den Romanen handle es sich um eine Geschichte über den Kampf zwischen Gut und Böse, bei dem schließlich Hingabe, Freundschaft und Liebe triumphierten, meint Gulisano. Diesem positiven Urteil scheint sich die jetzige Filmkritik ausschließlich anzuschließen.


Im Jänner 2008 kam aber auch ein scharfer Kritiker der Potter-Romane im OR zu Wort, der englische Literaturexperte Edoardo Rialti. Die Autorin Joanne K. Rowling bringe in ihrem Roman die moralische Ordnung durcheinander, ist er überzeugt. Er beobachtete einen signifikanten Anstieg des Interesses an schwarzer Magie und Satanismus bei jungen Potter-Lesern.

Der Literaturfachmann bestritt, dass man Rowling mit großen englischsprachigen Autoren wie J.R.R. Tolkien oder C.S. Lewis vergleichen könne. Der fundamentale Unterschied sei, dass in den Harry-Potter-Büchern Zauberei oder Magie als „positive Kräfte“ dargestellt werden.

Die Geschichte spiegle die alte gnostische Versuchung wider, die „Heil und Wahrheit mit geheimen Wissen“ vermischt. Rowling zeichne Charaktere, die geheime Kräfte manipulierten und dunkle Kräfte für einen guten Zweck einsetzten.

Ganz anders Tolkien und Lewis: Sie erinnerten stets daran, dass die „verführerische Kraft der Magie immer eine schwerwiegende und destruktive Konsequenz“ mit sich bringe, schreibt der Autor.

Eine der härtesten Kritiken an Harry Potter stammt von dem römischen Chef-Exorzisten P. Gabriele Amorth, wie LifeSiteNews.com meldet. „Man beginnt mit Harry Potter, der als sympathischer Zauberer daherkommt, aber man endet mit dem Bösen. Es besteht kein Zweifel, dass diese Bücher deutlich die Handschrift des Fürsten der Finsternis tragen.“

Der Exorzist, der jahrzehntelange Erfahrung mit dem Bösen hat, erläuterte, dass die Bücher J.K. Rowlings zahlreiche positive Bezugspunkte zur Magie, zur „satanischen Kunst“ aufwiesen. In den Büchern werde versucht, einen falschen Unterschied zwischen schwarzer und weißer Magie herzustellen. Tatsächlich aber gebe es gar keinen Unterschied, „weil Magie sich immer zum Bösen wendet“, erklärte er.

Amorth hatte sich schon vor vier Jahren zu dem Thema geäußert. Allerdings sind seine Kommentare in den USA in verschiedenen Medien unter den Teppich gekehrt oder im Wesentlichen heruntergespielt worden. Ein Großteil der Informationen wurde ausgelassen. Von dem, was Amorth tatsächlich gesagt hat, wurde lediglich zitiert: „Wenn Kinder den Film mit ihren Eltern sehen können, ist es nicht so schlimm.

“Tatsächlich aber richtete er sich ganz entschieden gegen die Bücher. „So werden die Kinder der Welt zur Sünde der Lüge verführt“, sagte er. „Allen, die in dem Buch nur eine nette, mitreißende Geschichte sehen, wissen nicht, dass der Satan sich immer hinter dem versteckt, was auf den ersten Blick harmlos und wie das Gute aussieht. Satan ist schlau, und ich fürchte, er benutzt Harry Potter, um sich über die Welt auszubreiten.“


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