Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Marx erlaubt Segnung homosexueller Paare
  2. George Weigel an Kardinal Hollerich: Hat die Kirche Christus zweitausend Jahre lang missverstanden?
  3. Phil Lawler: Die Kontroverse zwischen Trump und Papst Leo ging von Washington aus
  4. Trump gegen Papst Leo: Wenn Weltpolitik auf das „Heilige“ trifft
  5. Gericht verhandelt über Diskriminierung einer Lebensschutzgruppe an der Uni Heidelberg
  6. Marsch für das Leben München – Unterstützung von Bischof Barron, Schweigen von Marx und Wilmer
  7. Leo XIV. über Papst Franziskus: Ein großes Geschenk für die Welt
  8. „Wenn man der Wahrheit einen Namen geben möchte, ist das sicher Gott“
  9. Kardinal Koch betont den zutiefst christozentrischen Charakter des Pontifikats von Papst Leo XIV.
  10. Ein Brief vom Papst an die Kardinäle und der Stilwechsel in Rom
  11. Viel Lärm um nichts?
  12. Papst Leo gegen Präsident Trump – Was steckt dahinter?
  13. Nach Extremerfahrung des Mondflugs: Artemis-Kommandant Wiseman fragte nach christlichem Seelsorger
  14. Kardinal Fernández: Es laufen keine dezidierten päpstlichen Großaufträge am Glaubensdikasterium
  15. Der 6. Münchner Marsch fürs Leben setzt ein starkes Zeichen für das Lebensrecht

Historiker Wolffsohn: Jüdisch-christliches Erbe ist spannungsreich

25. Oktober 2010 in Deutschland, 57 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Zwischen Juden und Christen habe von Anfang an ein Spannungsverhältnis geherrscht, ebenso ist das Verhältnis von Christen und Moslems historisch von Konfrontationen geprägt, sagt der Historiker Michael Wolffsohn.


Hildesheim (kath.net/KAP)
Das jüdisch-christliche Erbe Europas ist nach Auffassung des Münchner Historikers Michael Wolffsohn "eine 2.000-jährige Geschichte der Rivalität". Zwischen Juden und Christen habe von Anfang an ein Spannungsverhältnis geherrscht. Ebenso zeuge das Verhältnis der Christen zum Islam von einer "historischen Wirklichkeit der permanenten Konfrontation". Wolffsohn äußerte sich in Hildesheim auf einer Veranstaltung der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung über die Rolle der Kirchen und Religionen in Europa.


Der Präsident der Deutschen Vereinigung der Europäischen Kulturstiftung, Olaf Schwencke, betonte hingegen die deutliche christlich-jüdische Prägung der Europäischen Union. Allerdings gehöre auch der Islam zu Europa, so Schwencke. Er zeigte sich überzeugt, dass sich ein eigener "Euroislam" entwickeln werde. Hier hätten die christlichen Universitätstheologen eine Bringschuld gegenüber Muslimen, damit sich in Europa ein zeitgemäßer Islam entwickeln könne. Denn ein Glaubensverständnis, das buchstabengetreu vollzogen werde, passe nicht in die Moderne.

"Kämpferischer Laizismus hilflos"

Bundesverfassungsrichter Udo di Fabio sah im deutschen Staatskirchenrecht ein Vorbild für Europa. "Ein in der Tendenz kämpferischer Laizismus, der in der Türkei soeben untergeht und in Frankreich eher hilflos wirkt", sei dem deutschen Modell konzeptionell unterlegen "und sollte nicht als Fortschrittsmodell verkauft werden", mahnte er. Für Europa sei es wichtig, die Kirchen als integrative sittliche Kraft zu pflegen und in ihrer transzendenten Idee des Lebens einen "ganz wesentlichen Faktor der Zivilgesellschaft" zu sehen.

Der Präsident der Kommission der Bischofskonferenzen des EU-Raumes (ComECE), der Rotterdamer Bischof Adrianus van Luyn, forderte von den Kirchen eine größere intellektuelle und spirituelle Aufmerksamkeit gegenüber der europäischen Einigung. In Europa gebe es eine Sehnsucht nach Verständigung der Religionen und Kulturen wie sonst vielleicht nirgendwo.

Copyright 2010 Katholische Presseagentur, Wien, Österreich. Alle Rechte vorbehalten.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Interreligiöser Dial

  1. Unterwegs nach Assisi: Ein Beitrag von Kurt Kardinal Koch
  2. 'Herr Abt, betrachten Sie dieses Haus als Ihr Haus!'
  3. Die Religionsfreiheit stärkt Gerechtigkeit und Frieden
  4. Wien: Pfarrer und Imame spielen Fußball
  5. Teufel hilft Hans Küng
  6. 'Ein Sohn Krakaus hat diese Vision zur Erfüllung gebracht'
  7. Neues vom Weltethiker Küng
  8. Interreligiöser Dialog ist ,indirekte Art der Evangelisierung’
  9. Lehmann: Beim interreligiösen Dialog ,leichtsinnig und zu blauäugig’







Top-15

meist-gelesen

  1. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. "Derselbe Polarstern"
  3. „Wenn man der Wahrheit einen Namen geben möchte, ist das sicher Gott“
  4. Ein Brief vom Papst an die Kardinäle und der Stilwechsel in Rom
  5. Der unerklärte Formatwechsel beim Konsistorium der Kardinäle im Januar
  6. George Weigel an Kardinal Hollerich: Hat die Kirche Christus zweitausend Jahre lang missverstanden?
  7. Phil Lawler: Die Kontroverse zwischen Trump und Papst Leo ging von Washington aus
  8. Marx erlaubt Segnung homosexueller Paare
  9. Nach Extremerfahrung des Mondflugs: Artemis-Kommandant Wiseman fragte nach christlichem Seelsorger
  10. Papst Leo gegen Präsident Trump – Was steckt dahinter?
  11. Marsch für das Leben München – Unterstützung von Bischof Barron, Schweigen von Marx und Wilmer
  12. Kardinal Fernández: Es laufen keine dezidierten päpstlichen Großaufträge am Glaubensdikasterium
  13. USA: Schülerin bemalt in Großprojekt ihre katholische Schule mit lebensgroßen Heiligenfiguren
  14. Trump gegen Papst Leo: Wenn Weltpolitik auf das „Heilige“ trifft
  15. Papst um Entspannung bemüht: Reden in Afrika sind keine Fern-Debatte mit Trump

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz