Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Nicht Bruch, sondern lebendige Tradition - Wider den Missbrauch der Liturgiereform
  2. Bischof widerruft Erlaubnis, dass die Piusbruderschaft in Lourdes Sakramente spenden dürfen
  3. Rom sollte in Deutschland endlich Bischöfe einsparen und Bistümer zusammenlegen!
  4. Die Krise des Bischofsamtes
  5. Deutschland: 2024 waren nur noch 43 % der Bestattungen christlich
  6. Jedes Rosenkranzgebet sollte mit einer klaren Intention begonnen werden!
  7. Der vatikanische Synodalismus ist ein Anachronismus
  8. Vor Papstbesuch in Lourdes: Alle Rupnik-Mosaike werden dauerhaft verhüllt
  9. Biologische Eltern verklagen Leihmutter, weil diese Abtreibung verweigerte
  10. Ist ein linker Punksänger klüger als Bischof Feige?
  11. Papst Leo: „Die Welt durchlebt eine besonders unruhige Phase“
  12. Der Realismus der Barmherzigkeit
  13. Die Hölle, eine verschwiegene Wahrheit
  14. Polnische Pfarre verlangt von Autofahrern Gebete als "Parkgebühr"
  15. „Es gibt keinen notwendigen Widerspruch zwischen Synodalität und Tradition“

Historiker Wolffsohn: Jüdisch-christliches Erbe ist spannungsreich

25. Oktober 2010 in Deutschland, 57 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Zwischen Juden und Christen habe von Anfang an ein Spannungsverhältnis geherrscht, ebenso ist das Verhältnis von Christen und Moslems historisch von Konfrontationen geprägt, sagt der Historiker Michael Wolffsohn.


Hildesheim (kath.net/KAP)
Das jüdisch-christliche Erbe Europas ist nach Auffassung des Münchner Historikers Michael Wolffsohn "eine 2.000-jährige Geschichte der Rivalität". Zwischen Juden und Christen habe von Anfang an ein Spannungsverhältnis geherrscht. Ebenso zeuge das Verhältnis der Christen zum Islam von einer "historischen Wirklichkeit der permanenten Konfrontation". Wolffsohn äußerte sich in Hildesheim auf einer Veranstaltung der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung über die Rolle der Kirchen und Religionen in Europa.


Der Präsident der Deutschen Vereinigung der Europäischen Kulturstiftung, Olaf Schwencke, betonte hingegen die deutliche christlich-jüdische Prägung der Europäischen Union. Allerdings gehöre auch der Islam zu Europa, so Schwencke. Er zeigte sich überzeugt, dass sich ein eigener "Euroislam" entwickeln werde. Hier hätten die christlichen Universitätstheologen eine Bringschuld gegenüber Muslimen, damit sich in Europa ein zeitgemäßer Islam entwickeln könne. Denn ein Glaubensverständnis, das buchstabengetreu vollzogen werde, passe nicht in die Moderne.

"Kämpferischer Laizismus hilflos"

Bundesverfassungsrichter Udo di Fabio sah im deutschen Staatskirchenrecht ein Vorbild für Europa. "Ein in der Tendenz kämpferischer Laizismus, der in der Türkei soeben untergeht und in Frankreich eher hilflos wirkt", sei dem deutschen Modell konzeptionell unterlegen "und sollte nicht als Fortschrittsmodell verkauft werden", mahnte er. Für Europa sei es wichtig, die Kirchen als integrative sittliche Kraft zu pflegen und in ihrer transzendenten Idee des Lebens einen "ganz wesentlichen Faktor der Zivilgesellschaft" zu sehen.

Der Präsident der Kommission der Bischofskonferenzen des EU-Raumes (ComECE), der Rotterdamer Bischof Adrianus van Luyn, forderte von den Kirchen eine größere intellektuelle und spirituelle Aufmerksamkeit gegenüber der europäischen Einigung. In Europa gebe es eine Sehnsucht nach Verständigung der Religionen und Kulturen wie sonst vielleicht nirgendwo.

Copyright 2010 Katholische Presseagentur, Wien, Österreich. Alle Rechte vorbehalten.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Interreligiöser Dial

  1. Unterwegs nach Assisi: Ein Beitrag von Kurt Kardinal Koch
  2. 'Herr Abt, betrachten Sie dieses Haus als Ihr Haus!'
  3. Die Religionsfreiheit stärkt Gerechtigkeit und Frieden
  4. Wien: Pfarrer und Imame spielen Fußball
  5. Teufel hilft Hans Küng
  6. 'Ein Sohn Krakaus hat diese Vision zur Erfüllung gebracht'
  7. Neues vom Weltethiker Küng
  8. Interreligiöser Dialog ist ,indirekte Art der Evangelisierung’
  9. Lehmann: Beim interreligiösen Dialog ,leichtsinnig und zu blauäugig’






Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. Der vatikanische Synodalismus ist ein Anachronismus
  3. FEST MARIA KÖNIGIN - Einladung zur Gebets-Novene zur Muttergottes - 13. bis 21. August
  4. Vor Papstbesuch in Lourdes: Alle Rupnik-Mosaike werden dauerhaft verhüllt
  5. Jedes Rosenkranzgebet sollte mit einer klaren Intention begonnen werden!
  6. Kopf der hl. Agatha zum 900. Jubiläum der Reliquienrückkehr gekrönt
  7. Spanischer Priester hilft mehr als 1.200 Personen, einen Ehepartner zu finden
  8. Biologische Eltern verklagen Leihmutter, weil diese Abtreibung verweigerte
  9. Warum die Erzdiözese Seoul so viele Priesterberufungen hat
  10. Erzbischof von Sydney kritisiert TV-Sender wegen einseitiger Berichterstattung zu Sterbehilfe
  11. Priester berichtet von Befreiung christlicher Sklaven in Pakistan
  12. Bischof widerruft Erlaubnis, dass die Piusbruderschaft in Lourdes Sakramente spenden dürfen
  13. Haltet das Fenster zur Unendlichkeit offen! Eine Gemeinschaft, die aus dem Evangelium lebt
  14. Christus ist der Fels, der uns trägt
  15. 50 Jahre Jugendkonferenzen in Steubenville

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz