Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Leere Hörsäle: Dramatischer Einbruch bei katholischen Theologie-Studenten
  2. THESE: Korrekturen vom 2. Vatikanum sind unerlässlich
  3. Piusbrüder und Vatikan suchen Weg zur Einheit
  4. „Treue oder Einheit? Wie wird Leo XIV. mit den Lehr- und Disziplinarproblemen der Kirche umgehen?“
  5. Der deutsch-synodale Weg als reines Herrschaftsinstrument!
  6. Erzbistum Paderborn: Hunderte Protest-E-Mails gegen ‚Harry Potter Gottesdienst‘
  7. Der Tod der Theologie in Deutschland
  8. Deutsches Formular für Geburtenanzeige: Welches Geschlecht hat die Mutter?
  9. Traditionsbruch: New Yorks Bürgermeister Mamdani nicht bei Installation von Erzbischof Hicks
  10. Warum Hausfrauen leicht heilig werden können
  11. 'Selig sind, die Schwangerschaften beenden' - US-Pastorin sorgt für Eklat
  12. Mein Held des Monats: Marco Rubio – Ein Weckruf für das Abendland
  13. Papst Leo XIV. ernennt Lebensschützer zum neuen Erzbischof von Denver
  14. 10 Jahre Haft für eine biologische Wahrheit in Brasilien!
  15. Vatikan-Segen fürs Börsen-Depot - Warum Sie Meta, Amazon, Tesla oder Apple kaufen dürfen

Interreligiöser Dialog ist ,indirekte Art der Evangelisierung’

12. März 2007 in Weltkirche, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Über die Evangelisierung im Kontext des religiösen Pluralismus sprach Kardinal Ivan Dias an der Universität Gregoriana.


Rom (www.kath.net / Fidesdienst) „Unter dem Vorwand, den interreligiösen Dialog nicht behindern zu wollen, stellen manche Jesus, der wahrer Gott und wahrer Mensch ist, auf die gleiche Ebene mit den manchmal mythologischen Religionsgründern anderer Religionen.“ Das sagte Kardinal Ivan Dias beim 75jährigen Gründungsjubiläum der Fakultät für Missiologie der päpstlichen Universität Gregoriana.

Diese Einstellung widerspreche dem Auftrag Jesu, „das Evangelium zu predigen und Menschen in aller Welt zu seinen Jüngern zu machen“ Es sei unsere Aufgabe, „die Samen des Wortes reifen zu lassen, damit sie ihre Fülle in Christus finden“.

„Der Missionsauftrag der Kirche zu Beginn des dritten Jahrtausends“ lautet das Thema einer Feier, die anlässlich des 75jährigen Gründungsjubiläums der Fakultät für Missiologie, am Nachmittag des 8. März in der Päpstlichen Gregoriana-Universität stattfand.

Kardinal Dias sprach über die Evangelisierung im Kontext des religiösen Pluralismus. Die Evangelisierung stelle heute eine ganz besondere Herausforderung dar, „da wir in einer Zeit leben, in der Menschen verschiedener Religionen sich mehr als in jeder anderen Epoche der Menschheitsgesichte treffen und miteinander zu tun haben“.

Christen sollten angesichts des großen Spektrums religiöser Traditionen in der Welt versuchen, „darin das Wirken des Heiligen Geistes zu erkennen, das heißt, die Samen der Wahrheit, wie das Zweite Vatikanische Konzil es nannte, und sie ohne Überheblichkeit zur Kenntnis der Wahrheit in Christus zu führen“.

Die Christen könnten in den nichtchristlichen Religionen auch Werte des eigenen Glaubens wieder finden, die sie vielleicht vergessen oder vernachlässigt haben, wie das strenge Fasten, das häufige Gebet, die Askese. Hauptakteur der Evangelisierung sei der Heilige Geist, betonte er.

Der Interreligiöse Dialog sei „eine indirekte Art der Evangelisierung, bei dem die Christen die eigene Identität präsentieren und sich aufmerksam mit den religiösen Überzeugungen ihrer nichtchristlichen Gesprächspartner auseinandersetzen. Es geht darum den eigenen Glauben darzustellen, ohne ihn den anderen aufzwingen zu wollen.“

Unter den verschiedenen Formen des Interreligiösen Dialogs nannte Kardinal Dias auch den Dialog im alltäglichen Leben „bei dem die Menschen sich darum bemühen in einem Geist der Offenheit und der Herzlichkeit gegenüber den Mitmenschen zu leben“.

Er sprach auch vom Dialog der Werke, bei denen Christen und Gläubige anderer Religionen zusammenarbeiten, weiters vom Dialog der theologischen Auseinandersetzungen, dem Dialog des theologischen Austausches und dem Dialog der religiösen Erfahrung, „bei dem Menschen, die in den eigenen religiösen Traditionen verwurzelt sind, den spirituellen Reichtum teilen, wie zum Beispiel das Gebet und die Kontemplation.“



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Interreligiöser Dial

  1. Unterwegs nach Assisi: Ein Beitrag von Kurt Kardinal Koch
  2. 'Herr Abt, betrachten Sie dieses Haus als Ihr Haus!'
  3. Die Religionsfreiheit stärkt Gerechtigkeit und Frieden
  4. Wien: Pfarrer und Imame spielen Fußball
  5. Historiker Wolffsohn: Jüdisch-christliches Erbe ist spannungsreich
  6. Teufel hilft Hans Küng
  7. 'Ein Sohn Krakaus hat diese Vision zur Erfüllung gebracht'
  8. Neues vom Weltethiker Küng
  9. Lehmann: Beim interreligiösen Dialog ,leichtsinnig und zu blauäugig’







Top-15

meist-gelesen

  1. Einmal im Leben nach ISLAND - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Piusbrüder und Vatikan suchen Weg zur Einheit
  4. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  5. Leere Hörsäle: Dramatischer Einbruch bei katholischen Theologie-Studenten
  6. „Treue oder Einheit? Wie wird Leo XIV. mit den Lehr- und Disziplinarproblemen der Kirche umgehen?“
  7. Der deutsch-synodale Weg als reines Herrschaftsinstrument!
  8. Der Tod der Theologie in Deutschland
  9. THESE: Korrekturen vom 2. Vatikanum sind unerlässlich
  10. 'Selig sind, die Schwangerschaften beenden' - US-Pastorin sorgt für Eklat
  11. Traditionsbruch: New Yorks Bürgermeister Mamdani nicht bei Installation von Erzbischof Hicks
  12. Mein Held des Monats: Marco Rubio – Ein Weckruf für das Abendland
  13. Erzbistum Paderborn: Hunderte Protest-E-Mails gegen ‚Harry Potter Gottesdienst‘
  14. 'Ich bin der Liebe Gottes würdig, einfach weil ich existiere.'
  15. „In unendlicher Liebe durch das Leben geführt“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz