Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „Der Wahlausgang in Berlin im September 2026 gibt vielen Bevölkerungsgruppen Anlass zur Sorge“
  2. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  3. "Marsch für das Leben"-Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
  4. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Kirche in der Krise – und wie wir sie nicht retten sollten“
  5. Irreversibel – die Diktatur des Geschehenen. Wenn die Geschichte zum ‚Lehramt‘ wird
  6. Katholische Cityseelsorge St. Gallen Mitveranstalter von ‚Drag-Show‘
  7. BDKJ und eine doch getaufte Kandidatin im Bundesvorstand
  8. Salzburg: 1.000 Gläubige bei Adoratio-Kongress zu "Himmlischer Friede"
  9. Niederlande: Ein zweijähriges Kind wurde durch Euthanasie getötet
  10. Bei öffentlichen Anlässen: Kanadas Militärkapläne dürfen nicht über Gott sprechen
  11. Der Katholik Macron wird bei keiner der drei Papstmessen in Frankreich mitfeiern
  12. Wien: Rund 20.000 Teilnehmer bei ökumenischem "Marsch für Jesus"
  13. Tausende Teilnehmer bei Pro-Life-Kundgebungen in Berlin, Köln und Zürich
  14. Gender-Ideologie: Katholische Familie kämpft um ihre Tochter
  15. Mutmaßlicher IS-Anhänger soll Anschlag auf eine Kirche in Bremen geplant haben - Festnahme

Intellektuelle sehen Katholisch-Sein als Makel

28. September 2013 in Deutschland, 47 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Historiker Gerber beurteilt die Tendenz sich die Etikette ‚katholisch‘ anzueignen als sinkend.


Jena (kath.net/ KNA)
Der Jenaer Historiker Stefan Gerber beobachtet einen drastischen Rückgang katholischer Intellektueller. „Kaum eine Geistesgröße will noch mit dem Attribut 'katholisch' in Verbindung gebracht werden, aus Angst in eine Schublade gesteckt und darauf reduziert zu werden“, sagte Gerber am Donnerstag in Jena bei einer Tagung von Katholizismusforschern. Selbst ein klar katholisch orientierter Intellektueller wie der Philosoph Robert Spaemann wehre sich gegen eine solche Einordnung. Dahinter stehe die Sorge, die eigenen philosophischen, wissenschaftlichen oder politischen Positionen würden nur noch als „katholisches Sondergut“ wahrgenommen, so der Zeithistoriker.


Zugleich gebe es immer mehr sogenannte postkatholische Intellektuelle, sagte Gerber. „Diese sind meist bewusst aus der Kirche ausgetreten, sind kritisch gegenüber der Institution, richten ihre geistige Statur aber immer wieder an ihrer katholischen Sozialisation aus und diskutieren kirchliche Themen“, erläuterte er. Seiner Ansicht nach können diese Intellektuellen ihre Sozialisation nicht überwinden. In ihrer Kritik blieben sie der Kirche verhaftet. „Postkatholische“ Intellektuelle haben laut Gerber eine grundsätzliche Offenheit für die Funktion der Religion für die Gesellschaft, auch wenn sie sich von der Amtskirche und ihren Lehren abgrenzen.

Im 20. Jahrhundert sahen sich Gerber zufolge katholische Denker immer wieder einer Deklassierung ausgesetzt. „Wer nicht in das allgemeine Bild des modernen Intellektuellen passte, wer nicht Liberalismus und Aufklärung das Wort redete, wurde von den anderen klar ausgegrenzt“, so der Historiker. Viele erhielten den negativen Stempel „Gegenintellektuelle“. Die starke Abneigung heutiger Intellektueller gegen eine Einordnung als „katholisch“ deutet Gerber als eine Kapitulation, die aus der Jahrzehnte langen Deklassierung herrühre.

(C) 2013 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten. Jegliche mediale Nutzung und Weiterleitung nur im Rahmen schriftlicher Vereinbarungen mit KNA erlaubt.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Kathophobie

  1. US-Erzbischof Aquila: Vandalismus-Attacken „auf Glaubenssymbole dürfen nicht ignoriert werden“
  2. Wütender Mob von Abtreibungsbefürwortern – Polizei sieht tatenlos zu
  3. Erneut kathophobe Attacke auf den Erzbischof von Brüssel
  4. Wir sind Matussek!
  5. Ein Eklat im Theater und der Wiener Dompfarrer
  6. Wer glaubt und bekennt, schafft Freiheit für alle
  7. Kathophobe Angriffe auf den Erzbischof von Brüssel
  8. Kardinal Meisner übt schwere Kritik an 'Katholikenphobie'
  9. Dann wäre das ein großer Skandal!
  10. Kathophobie! Kein JA zur 'Homo'-Ehe - Lohmann verliert Dozentenjob!







Top-15

meist-gelesen

  1. Der Mensch ist mehr als eine Maschine - Die Würde des Menschen vor dem Angesicht Gottes
  2. Kardinal Koch zu Israel und Gaza: Ehrlich miteinander sprechen
  3. Wenn die Liebe das Gesetz des Kalküls durchbricht…
  4. Stanislaus-Kostka-Wallfahrt von Wien nach Rom erreicht ihr Ziel
  5. Papst: In der Seelsorge auf das Wesentliche konzentrieren
  6. Bruder von Leo XIV.: Papst hilft bei der Steuererklärung
  7. Bischof an Jugend: "Licht des neuen Afrikas liegt in euch"
  8. Wien: Rund 20.000 Teilnehmer bei ökumenischem "Marsch für Jesus"
  9. Tausende Teilnehmer bei Pro-Life-Kundgebungen in Berlin, Köln und Zürich
  10. Jesus in Hollywood: Eucharistische Prozession in den Straßen der Filmmetropole
  11. Papst-Vigil in Paris mit Jesus zugeschriebener "Heiliger Tunika"
  12. Katholische Cityseelsorge St. Gallen Mitveranstalter von ‚Drag-Show‘
  13. Niederlande: Ein zweijähriges Kind wurde durch Euthanasie getötet
  14. Leo XIV. besucht als erster Papst die wiederaufgebaute Notre-Dame
  15. Die Güte Gottes und die Freude am Glauben

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz