Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Deutsche Bischofskonferenz beschließt: Man will in Rom um Erlaubnis für Laienpredigt bitten
  2. Die Deutsche Bischofskonferenz nimmt die Satzung für die künftige Synodalkonferenz an
  3. Möge die Versöhnung der Kirche in Deutschland gelingen
  4. "Alle Iraner feiern. Die schlimmsten Menschen der Welt weinen"
  5. Die Wahl von Bischof Heiner Wilmer zum DBK-Vorsitzenden „ist ein echtes Hoffnungszeichen“
  6. „Gemeinnutz vor Eigennutz“: Bischof erntet Kritik für NS-Vergleich in Richtung AfD
  7. "Deutsche Kirchen" ersetzen spirituelle Dimension der Fastenzeit durch weltanschauliche Agitation
  8. Papst antwortet auf Leserbrief eines Atheisten
  9. Toni Faber und der Zölibat - Beschwerdewelle gegen Wiener Dompfarrer
  10. Ist die Zeit der Barmherzigkeit bald vorbei? Stehen wir kurz vor der Zeit des Gerichts?
  11. Um Gottes willen: „die Waffen nieder“ – Kardinal Brandmüllers Ruf zur liturgischen Vernunft
  12. 'Ein Katholizismus ohne Beichte ist wie ein Krankenhaus ohne Medikamente'
  13. Burger: „Kurzum, wie hältst Du es mit Religion und Kirche? Wie geht das mit dem Glauben?“
  14. Kärntner Ordinaritaskanzler: Rechthaberei in der Kirche überwinden
  15. "Mit Hitler hat es keinen vernünftigen, authentischen und verantwortungsvollen Dialog gegeben!"

'Nach deutschem Recht ist die Tötung eines Ungeborenen Unrecht'

20. August 2014 in Kommentar, 7 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Martin Lohmann nimmt gegenüber kath.net Stellung zur „kleinen Anfrage“ der Linkspartei über den „Marsch für das Leben“ und äußert: „Von Herrn Gysi und Co. würde ich gerne wissen, ob er den Artikel 1 unseres Grundgesetzes noch für richtig hält.“


Köln (kath.net) „Die Tötung eines noch nicht geborenen Menschen ist nach deutscher Rechtsprechung nach wie vor Unrecht. Von Herrn Gysi und Co. würde ich gerne wissen, ob er den Artikel 1 unseres Grundgesetzes noch für richtig hält.“ Dies äußerte Martin Lohmann, Vorsitzender des Bundesverbandes Lebensrecht (BVL) und Chefredakteur des katholischen Fernsehsenders K-TV, gegenüber kath.net. Er reagierte mit seiner Stellungnahme auf die „kleine Anfrage“ der Linkspartei über den „Marsch für das Leben“ an die Bundesregierung, kath.net hat berichtet.

„Jeder Mensch, ob Mann oder Frau, hat selbstverständlich das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung. Das gehört zur Freiheit eines Menschen, der ein sexuelles Wesen ist. Aber das Recht gibt es niemals auf Kosten des Lebens eines anderen Menschen. Es ist schön, dass auch die Linken merken, dass immer mehr Menschen aller Generationen in Berlin - diesmal am 20. September - Jahr für Jahr für dieses Recht auf sexuelle Selbstbestimmung und das Lebensrecht eines jeden Menschen demonstrieren.


Ich finde es aber zugleich erschreckend und bedrückend, dass der Schutz des menschlichen Lebens Herrn Gysi und seinen Gefolgsleuten offenbar Angst bereitet. Möglicherweise besteht bei den Antragstellern eine eklatante Wissenslücke, denn es ist erwiesen und eigentlich längst allgemein bekannt, dass das menschliche Leben im Augenblick der Zeugung begonnen hat und hier ein Mensch - und nichts anderes - heranwächst. Auch sollte inzwischen bekannt sein, dass ein Mensch entsteht durch die Verschmelzung von männlicher Samenzelle und weiblicher Eizelle. Also richtet sich die Zumutung der Verantwortung auch an beide, an Mann und Frau, an Vater und Mutter.

Insofern staune ich über das Maß an Unaufgeklärtheit, das sich da bisweilen im Hohen Haus zu Berlin offenbart. Noch einmal: Jeder Mensch, ob Mann oder Frau, hat selbstverständlich das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung, aber niemals auf Kosten des Lebens eines anderen Menschen! Wer seine Selbstbestimmung auf Kosten des Lebens eines anderen Menschen auslebt, handelt zumindest unverantwortlich beziehungsweise verantwortungslos. Für uns und mich ist so etwas gröbster Missbrauch von Freiheit und Verantwortung. Wenn Sie so wollen: ein unglaublicher Missbrauchsskandal! Es geht also darum, sein Recht auf sexuelle Selbstbestimmung verantwortungsbewusst und lebensecht auszuüben.

Die Tötung eines noch nicht geborenen Menschen ist übrigens nach deutscher Rechtsprechung nach wie vor Unrecht. Von Herrn Gysi und Co. würde ich gerne wissen, ob er den Artikel 1 unseres Grundgesetzes noch für richtig hält. Dort heißt es, dass die Würde des Menschen unantastbar ist und sie vom Staat zu schützen sei. Es gibt ein Menschenrecht auf Leben. Aber es gibt garantiert kein Menschenrecht auf Tötung. So etwas können nur Barbaren fordern. Wer Verantwortung zulässt, hat Respekt vor dem Leben und seinem Recht. Immer. Vom Anfang an bis zum natürlichen Ende. Freiheit aber, die andere Menschenleben opfert, ist das Gegenteil von Verantwortung und Humanität – und führt zur Zerstörung unserer Freiheit. Wer das Lebensrecht ignoriert und angreift, greift auch alle anderen Rechte des Menschen an. Freiheit und Selbstbestimmung sind immer auch Freiheit und Selbstbestimmung des anderen.

Ich lade – jetzt erst recht – alle Menschen, denen es um echte Freiheit und wirkliche sexuelle Selbstbestimmung geht und die sich vor der Verantwortung nicht drücken, die also keine Angst vor dem Leben haben und vor Humanität, ein zu unserem diesjährigen Marsch für das Leben am 20. September in Berlin. Lasst uns friedlich und frei für das Leben aufklären und werben!“

Der „Marsch für das Leben“ findet am 20.9.2014 in Berlin statt. Weitere Informationen:
Marsch für das Leben.

Marsch für das Leben 2013 in Berlin (by AIAC-Gebete für das Leben)


Foto Martin Lohmann (c) Lohmann Media


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Abtreibung

  1. Jesse Jacksons wechselnde Positionen zum Lebensschutz
  2. USA: Ist die katholische Privat-Universität Notre Dame noch katholisch?
  3. Puerto Rico ändert Strafrecht – Ungeborene als Menschen anerkannt
  4. US-Gesundheitsministerium setzt sich für medizinisches Personal ein, das Abtreibungen ablehnt
  5. Kalifornien: 90 Millionen US-Dollar für Planned Parenthood
  6. Influencerin: Entscheidung für Abtreibung war einfacher als Bestellung bei McDonalds
  7. ‚Seien Sie die Person, die eine Frau mit der Hoffnung verbindet!‘
  8. Aktuelle Umfrage zeigt: US-Amerikaner mehrheitlich gegen unbeschränkte Abtreibung
  9. US-Regierung unterstützt Forschung mit Gewebe von abgetriebenen Babys künftig nicht mehr
  10. USA: Republikanische Politiker wollen Abgabe von Abtreibungspillen strenger regulieren







Top-15

meist-gelesen

  1. Einmal im Leben nach ISLAND - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Deutsche Bischofskonferenz beschließt: Man will in Rom um Erlaubnis für Laienpredigt bitten
  4. Die Deutsche Bischofskonferenz nimmt die Satzung für die künftige Synodalkonferenz an
  5. Die Wahl von Bischof Heiner Wilmer zum DBK-Vorsitzenden „ist ein echtes Hoffnungszeichen“
  6. "Alle Iraner feiern. Die schlimmsten Menschen der Welt weinen"
  7. Toni Faber und der Zölibat - Beschwerdewelle gegen Wiener Dompfarrer
  8. "Deutsche Kirchen" ersetzen spirituelle Dimension der Fastenzeit durch weltanschauliche Agitation
  9. Bischof Erik Varden bei Fastenexerzitien im Vatikan: „Tausende fallen“
  10. Möge die Versöhnung der Kirche in Deutschland gelingen
  11. „Es ist verlockend aber zweifelhaft zu glauben, wir müssten mit den Moden der Welt Schritt halten“
  12. "Europa hat die Gefahr der islamischen Republik Iran noch immer nicht begriffen"
  13. Mexiko in Angst: Priester spenden auf einem Dach eucharistischen Segen
  14. 'Ein Katholizismus ohne Beichte ist wie ein Krankenhaus ohne Medikamente'
  15. Ist die Zeit der Barmherzigkeit bald vorbei? Stehen wir kurz vor der Zeit des Gerichts?

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz