Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Die Piusbruderschaft und ihre Einheit mit der Kirche
  2. Piusbrüder lehnen Dialog mit Rom ab und beharren auf Bischofsweihe
  3. Der Tod der Theologie in Deutschland
  4. Erzbistum Paderborn: Hunderte Protest-E-Mails gegen ‚Harry Potter Gottesdienst‘
  5. Kirche im Verfall
  6. Die Kardinäle Ghirlanda und Ouellet denken gleich wie die Piusbruderschaft
  7. Kritik an Kanzler Merz nach Ramadan-Grüßen
  8. Offener Brief an Kardinal Marc Ouellet
  9. Donald Trump und Keir Starmer grüßen Christen am Aschermittwoch, Merz und Van der Bellen die Muslime
  10. Zwei (renommierte und namentlich bekannte) Missbrauchsopfer „blitzen mit ihren Protesten ab“
  11. Mein Held des Monats: Marco Rubio – Ein Weckruf für das Abendland
  12. Früherer Bundestagsvizepräsident Kubicki: „Der ZDF-Skandal muss politische Konsequenzen haben“
  13. THESE: Warum die UNO weg muss!
  14. 'Man kann mit der Begründung, man verteidige die Demokratie, die Demokratie nämlich auch abschaffen'
  15. „Warum bin ich noch in der Kirche?“, fragte der Theologe Joseph Ratzinger bereits 1970

Annette Schavan tritt ihren neuen Posten in Rom an

9. September 2014 in Deutschland, 9 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Zum ersten Mal vertritt eine Frau die Bundesrepublik Deutschland als Botschafterin beim Heiligen Stuhl. Von Johannes Schidelko und Christoph Scholz (KNA)


Vatikanstadt (kath.net/KNA) Zum ersten Mal vertritt eine Frau die Bundesrepublik Deutschland als Botschafterin beim Heiligen Stuhl. Die frühere Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) überreichte am Montag ihr Beglaubigungsschreiben an Papst Franziskus. Mit dieser Sonderaudienz tritt sie ihr Amt in Rom an und kann nun offiziell die Belange der Bundesrepublik im Vatikan, an der Kurie und auf dem diplomatischen Parkett in der Ewigen Stadt vertreten und verfolgen.

Die Überreichung erfolgte im Rahmen einer Sonderaudienz. Franziskus begrüßte die neue deutsche Botschafterin am Mittag im Vatikan. Nach einer privaten Begegnung stellte Frau Schavan dem Papst ihre Botschaftsmitarbeiter vor, die sie zur Papstaudienz in den Vatikan begleitet hatten.

Der Rahmen der Audienz entspricht dem vatikanischen Protokoll für Diplomaten, deren Länder in Rom eine eigene Botschaft beim Heiligen Stuhl unterhalten. Eine Reihe von Überseeländern ist beim Vatikan durch einen Diplomaten vertreten, der in einem anderen europäischen Land akkreditiert ist, etwa in London, Paris oder Berlin, und der nur zu besonderen Anlässen zum Vatikan reist. Für diese Botschafter findet der Antrittsbesuch im Rahmen einer Gruppenaudienz statt, die mehrmals im Jahr angesetzt wird. Dass eine beim italienischen Staat akkreditierte Botschaft ihr Land zugleich auch beim Vatikan vertritt, ist unüblich.


Schavan, die auf Botschafter Reinhard Schweppe folgte, der drei Jahre in Rom amtierte, ist die erste Katholikin in dieser Position seit mehr als zehn Jahren. Bei der Entsendung des ersten Vatikan-Vertreters im Jahre 1954 hatte die Bundesrepublik beschlossen, dass die deutschen Vertreter abwechselnd Protestanten und Katholiken sein sollten. Von diesem Prinzip war in der Vergangenheit mehrfach abgewichen worden.

Mit Schavan vertritt erstmals seit langer Zeit wieder eine Politikerin die Bundesrepublik beim Papst. Zuletzt kam mit Philipp Jenninger (1995-1997) ein deutscher Vatikan-Botschafter aus der Politik. Die übrigen Vorgänger kamen aus dem diplomatischen Dienst.

Das ist nicht bei allen Ländern der Fall. Oft entsendet eine Regierung renommierte und verdiente Vertreter aus Wissenschaft und Kultur an den Heiligen Stuhl. Nicht selten auch Politiker. So vertrat etwa die frühere polnische Ministerpräsidentin und Justizministerin Hanna Suchocka zwischen 2001 und 2013 ihr Land beim Papst - der sie daraufhin auch in die neue Kinderschutzbehörde berief. Und die USA waren etliche Jahre lang durch die renommierte Harvard-Professorin Mary Ann Glendon vertreten.

Schavan ist demnach nicht die erste Frau im Amt des Vatikan-Botschafters. Dagegen kam eine geplante Entsendung der einstigen Präsidententochter Caroline Kennedy nicht zustande. Derzeit gehören dem diplomatischen Corps beim Heiligen Stuhl rund 20 Frauen als Botschafterinnen an.

Dem Einzug von Frau Schavan in die Botschaftsresidenz im römischen Parioli-Viertel ging ein längerer Instanzenweg voraus. Anfang Mai bestätigte das Bundeskabinett ihre Berufung, bevor Bundespräsident Joachim Gauck die Ernennung aussprach. In der Berufung zeigt sich auch eine besondere Wertschätzung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) Schavan gegenüber. Die CDU-Vorsitzende hatte ihre persönliche Vertraute nach der Plagiatsaffäre im vergangenen Jahr nur ungern aus dem Ministeramt entlassen.

Im Vorfeld des Berufungsverfahrens war es noch zu Irritationen gekommen, da die ehemalige Ministerin nach der Aberkennung ihrer Promotion, die sie 1980 als Abschlussarbeit ihres Studiums eingereicht hatte, nicht über einen Hochschulabschluss verfügt. Der Personalrat des Auswärtigen Amtes hatte Vorbehalte angemeldet, da der Hochschulabschluss auf dem normalen Karriereweg Zugangsvoraussetzung zum diplomatischen Dienst sei. In Regierungskreisen wies man allerdings darauf hin, dass etwa auch Rudolf Dreßler (SPD), vormals Botschafter in Israel (2001-2005), kein Akademiker gewesen sei.

Foto:


Video: Papst Franziskus empfängt die neue Botschafterin der Bundesrepublik Deutschland am Heiligen Stuhl, Annette Schavan (Rome Reports)


ROM DIREKT - Paul Badde - Interview mit dem scheidenden deutschen Botschafter im Vatikan, Reinhart Schweppe


(C) 2014 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.
Foto © Osservatore Romano



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Prominente

  1. Patrick Schwarzenegger: Ich bete jeden Tag mit meiner Frau
  2. Aus Rücksicht auf Familie – Schauspielerin Melissa Joan Hart verzichtete auf Fotos für den Playboy
  3. Viel Lob für familienfreundliche Dankesrede von Kieran Culkin bei der Oscar-Verleihung
  4. 'Ich habe jeden Tag den Rosenkranz mit meiner Oma gebetet'
  5. James Earl Jones gestorben – Die Stimme von Darth Vader war katholisch
  6. Sylvester Stallone: Ich lebe nur weil die Abtreibungsversuche nicht funktioniert haben
  7. Nick Shakoour über ‚The Chosen’: Gott wirkt durch die Menschen
  8. Schauspieler Liam Neeson spricht Texte für den Advent
  9. Senta Berger zum ‚Gendern’: ‚Ob es inhaltlich richtig ist, wage ich zu bezweifeln’
  10. Brasilianischer Fußballstar Ronaldo ließ sich mit 46 Jahren taufen







Top-15

meist-gelesen

  1. Einmal im Leben nach ISLAND - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Die Piusbruderschaft und ihre Einheit mit der Kirche
  4. Piusbrüder lehnen Dialog mit Rom ab und beharren auf Bischofsweihe
  5. Der Tod der Theologie in Deutschland
  6. Zwei (renommierte und namentlich bekannte) Missbrauchsopfer „blitzen mit ihren Protesten ab“
  7. Offener Brief an Kardinal Marc Ouellet
  8. Kirche im Verfall
  9. Erzbistum Paderborn: Hunderte Protest-E-Mails gegen ‚Harry Potter Gottesdienst‘
  10. Mein Held des Monats: Marco Rubio – Ein Weckruf für das Abendland
  11. „In unendlicher Liebe durch das Leben geführt“
  12. Donald Trump und Keir Starmer grüßen Christen am Aschermittwoch, Merz und Van der Bellen die Muslime
  13. 'Man kann mit der Begründung, man verteidige die Demokratie, die Demokratie nämlich auch abschaffen'
  14. 'Reiner Bullshit': Macron sorgt mit Attacke auf Meinungsfreiheit für Entsetzen
  15. „Warum bin ich noch in der Kirche?“, fragte der Theologe Joseph Ratzinger bereits 1970

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz