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Missbrauchsverdacht gegen Wiener Priester

14. November 2014 in Österreich, 2 Lesermeinungen
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Erzdiözese stellt Geistlichen als "Vorsichtsmaßnahme" bis zur Klärung dienstfrei


Wien (kath.net/KAP) Gegen einen in der Stadt Wien im Pfarrdienst tätigen Priester wird wegen sexuellen Missbrauchs ermittelt. Laut einem Bericht auf derstandard.at soll es zu sexuellen Übergriffen auf einen Jugendlichen gekommen sein. Nina Bussek, Sprecherin der Staatsanwaltschaft Wien, bestätigte am Mittwoch auf APA-Anfrage den Bericht. Dem Mann werde zudem vorgeworfen, kinderpornografisches Bildmaterial besessen zu haben. Bei einer Hausdurchsuchung am Freitag vor einer Woche wurden mehrere Datenträger sichergestellt, die nun ausgewertet werden müssten, so Bussek.


Die Erzdiözese Wien hat dazu eine Erklärung auf ihrer Website veröffentlicht. Demnach wurde der Priester "als Vorsichtsmaßnahme" bis zur Klärung des Verdachts durch die staatlichen Behörden dienstfrei gestellt. Diese Dienstfreistellung sei keine Vorverurteilung. Damit entspreche man der Rahmenordnung der Österreichischen Bischofskonferenz für Maßnahmen gegen Missbrauch und Gewalt, hielt die Erzdiözese fest. Man hoffe, dass sich in den staatlichen Ermittlungen letztendlich die Unbescholtenheit des Priesters erweisen wird und weise darauf hin, dass für ihn die Unschuldsvermutung gilt. Auch der Priester selbst weise alle Vorwürfe zurück.

Allen Betroffenen habe die Erzdiözese professionelle Begleitung angeboten, hieß es in der Erklärung. Die Pfarre werde während der Dienstfreistellung vom zuständigen Dechant und anderen Priestern betreut.

Copyright 2014 Katholische Presseagentur, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten.


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Lesermeinungen

 queenie 15. November 2014 
 

In allen Berufen/Büros

gibt es in erheblicher Zahl solche
Verdächtigungen/Vorkommnisse. Kein Rechtsstaat ohne Anhörung des Beschuldigten und Feststellung der wirklichen Gewichtigkeit der Behauptungen.


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 Ehrmann 14. November 2014 

Warum diese Öffentlichmachung?

In diesem Stand der Ermittlungen - die anscheinend noch garnicht wirklich begonnen haben - ist eine "stille Dispensierung" möglicherweise angezeigt.Die Bemerkung, es sei keine Vorverurteilung, ist jedoch völlig realitätsfremd. Denn allein die in diesem Artikel gemachten Angaben lassen zumindest die Pfarrangehörigen leicht erkennen, um wen es sich handelt. Und wenn dann die Untersuchungen negativ verlaufen -wer glaubt wirklich, daß nichts hängenbleibt? Barmherzigkeit, christlich-brüderliches Verhalten ? Ein Mensch, ein Priester ist kaputtgemacht. Cui bono?


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