Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  2. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  3. Vatikan genehmigte 2025 in 34 Diözesen die Feier der Alten Messe in Pfarrkirchen
  4. Antwerpens Bischof Bonny droht jetzt dem Papst
  5. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  6. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft
  7. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  8. Zehn Jahre ‚Amoris laetitia‘ – Die Kunst, eine Lehre zu ändern, ohne sie zu ändern
  9. Die Deutsche Bischofskonferenz will keine 'Demontage' des deutschen Staatsfunks
  10. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  11. ‚Der Segen für Marie-Garance war auch ein Segen für ihre biologischen Eltern‘
  12. Papst versetzt umstrittenen Kurienkardinal Gambetti vom Petersdom in die Provinz
  13. US-Diözese führt Rosenkranzwochenende ein
  14. Vatikan bestätigt Sexualverbrechen des toten Ordensgründers Buela
  15. Das Houellebecq-Szenario: Wenn die politische „Mitte“ die Ränder großfüttert

Bischof Kohlgraf: Kirchensteuer könnte für Zahlungen an Missbrauchsopfer verwendet werden

13. Juli 2023 in Deutschland, 30 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die von Zivilgerichten zugesprochenen hohen Schadenersatzsummen könnten für die Zahlungen der Unabhängigen Kommission für Anerkennungsleistungen relevant sein, sagte Kohlgraf.


Mainz (kath.net/jg)
Peter Kohlgraf, der Bischof von Mainz, will die Verwendung von Mitteln aus der Kirchensteuer für Entschädigungszahlungen an Missbrauchsopfer nicht ausschließen. Dies berichtet die deutsche Nachrichtenplattform express.de.

Sollten die Zinserträge des Bistumsfonds nicht ausreichen und Geld aus der Kirchensteuer zur Abdeckung der Zahlungen notwendig werden, „müssten wir noch einmal neu überlegen“, sagte Kohlgraf in einem Interview mit der Rheinischen Post. Wörtlich sagte er: „Moralisch sind wir fast schon in einer Haftungsgemeinschaft.“


Hintergrund der Überlegungen von Kohlgraf sind zwei Missbrauchsprozesse in Köln und Traunstein. In beiden Verfahren sind Summen von rund 300.000 Euro als Schmerzensgeld möglich. Das Landgericht Köln hat das Erzbistum Köln schon im Juni zur Zahlung von 300.000 Euro an einen missbrauchten ehemaligen Messdiener verurteilt. Das ist die bislang höchste Summe an Schmerzensgeld, die von einem Gericht festgelegt worden sind. Das Urteil ist aber noch nicht rechtskräftig. Das Gericht in Traunstein hat angegeben, dieses Jahr noch zu keinem Urteil zu kommen.

Die Urteile seien für alle Bistümer relevant, sagte Kohlgraf. Jeder Betroffene könne den zivilrechtlichen Weg beschreiten. Dort werde – im Gegensatz zu den Verfahren vor der Unabhängigen Kommission für Anerkennungsleistungen (UKA) – jeder Fall genau geprüft. Alle Details der Tat müssten vor Gericht offen gelegt werden. Ob das jeder Betroffene durchhalten wolle, sei seine Entscheidung, sagte Kohlgraf.

Margarete Reske, die Vorsitzende der UKA, hat angekündigt, dass Missbrauchsbetroffene nach den Prozessen wohl mit höheren Zahlungen rechnen könnten. Auch Bischof Kohlgraf zeigte sich im Interview mit der Rheinischen Post verwundert, wie niedrig die Beträge angesichts des Leids der Betroffenen manchmal ausfallen würden.

 

Foto: Archivbild Bischof Kohlgraf, © Bistum Mainz

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Kirchensteuer

  1. Wie die Diözese Bozen-Brixen ‚Kirchenaustritte’ handhabt
  2. Kirche muss reich an Glauben sein, nicht reich an Geld
  3. Es reicht
  4. BKU-Vorsitzender stellt deutsches Kirchensteuersystem in Frage
  5. Evangelische Bischöfin: Heutiges Kirchensteuermodell eine 'Mit-Ursache von Kirchenaustritten'

Missbrauch

  1. Papst an Italiens Kirche: Bei Missbrauch Mut zur Wahrheit
  2. Zwei (renommierte und namentlich bekannte) Missbrauchsopfer „blitzen mit ihren Protesten ab“
  3. Papst spricht drei Stunden mit Missbrauchsopfern aus Belgien
  4. Causa Rupnik: Papst bittet um Geduld für laufenden Vatikan-Prozess
  5. Massive Kritik am „Spiegel“ nach skandalösem Artikel über „Dragqueen“ Jurassica Parka

Bistum Mainz

  1. ‚Queere Christen’ und ‚Katholische Frauenpower’ beim Hessentag 2023
  2. „Eine betende Kirche ist eine lebendige Kirche“
  3. Mainzer Bischof Kohlgraf fasziniert von Funden in St. Johannis
  4. Gericht: Bistum Mainz darf koreanische Freikirche „gefährlich“ nennen
  5. Jubiläumsjahr zur Tausendjahrfeier des Wormser Domes eröffnet







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Thérèse von Lisieux und die ‚Süßigkeit‘ eines Buches über die Apokalypse
  3. Gesetzesvorschlag zum Verbot von Konversionstherapien in Nordirland ist ‚gefährlich‘
  4. 'Jesus macht alles und ich nichts'
  5. UN-Bevölkerungsfonds berichtet über das Leid der Frauen in Gaza
  6. Rosenkranzmonat Oktober steht im Zeichen des Friedens
  7. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  8. Reliquien der Kinder von Fatima kommen nach Berlin!
  9. Bekannte US-Influencerin und Mutter von neun Kindern konvertierte zum Katholizismus
  10. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  11. Frankreich und das Zeichen der Wiedergeburt
  12. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin
  13. Verletzter Priester: "Wir vergeben!"
  14. 'Wir sprechen deshalb zurecht hier nicht von Neuevangelisierung, sondern von Erstevangelisierung'
  15. Zehn Jahre ‚Amoris laetitia‘ – Die Kunst, eine Lehre zu ändern, ohne sie zu ändern

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz