Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Marx ärgert sich über die "Reaktionären" und "Stimmungsmache"
  2. Konsekrierte Hostien an Hunde verfüttert: Keine Konsequenzen im Bistum Chur
  3. Kardinal Marx und das öffentlich gewordene Geheimdekret
  4. Insider: Vatikan bereitet sich auf Folgen der Bischofsweihen der Piusbruderschaft vor
  5. Schisma auf leisen Sohlen
  6. Kardinal Marx unter Druck: Zwischen grober Fahrlässigkeit und dem Vorwurf der Vertuschung
  7. Goldenstein-Nonnen doch in Rom? Propst in Sorge
  8. Bischof der Herzen – Walter Mixa wurde 85
  9. Back to the future: Durch den Traditionalismus zur Gendergerechtigkeit
  10. „Theologische Katastrophe“: Massive Kritik am Erprobungsband des neuen evangelischen Gesangbuchs
  11. Goldenstein-Nonnen: Verstimmung um nun doch durchgeführte Romreise
  12. Erzbischof Sheen warnte bereits 1965 vor falschem Mitgefühl
  13. Die Messe in der außerordentlichen Form kehrt nach Santa Maria Maggiore/Rom zurück
  14. Jesus ist lebendige Gegenwart
  15. Arche-Sprecher warnt vor Zunahme des Islamismus an Schulen in Deutschland

Planned Parenthood: Verkauf von Organen abgetriebener Babys?

17. Juli 2015 in Chronik, 15 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Eine verdeckte Ermittlung zeigt, dass Planned Parenthood Organe abgetriebener Babys gegen Geld abgibt. Es besteht der Verdacht auf Organhandel. Alles legal, behauptet Planned Parenthood.


Los Angeles (kath.net/LSN/jg)
Dr. Deborah Nucatola, die Bereichsleiterin für medizinische Dienste der Familienplanungsorganisation „Planned Parenthood Federation of America“ (PPFA) hat zugegeben, dass die Organisation Organe abgetriebener Babys verkauft. Die Lebensschutzgruppe „Center for Medical Progress“ hat drei Jahre zu diesem Thema verdeckt ermittelt. Vor ungefähr einem Jahr, im Juli 2014, haben sich zwei Schauspieler, die sich als potentielle Abnehmer der Organe ausgaben, im Auftrag des Center for Medical Progress mit Dr. Nucatola getroffen und das Gespräch aufgezeichnet. Ein knapp neunminütiger Zusammenschnitt des Videos und eine Abschrift des ganzen Gesprächs wurden jetzt veröffentlicht. (Siehe Links am Ende des Artikels) Mittlerweile ist auch das vollständige Interview auf der Internetseite des Center for Medical Progress veröffentlicht worden.

Die PPFA sei selbstverständlich bereit, Organe abgetriebener Babys anzubieten, sagt Nucatola. Die Preise bewegten sich zwischen 30 und 100 Dollar. Besonders Leber sei gefragt, aber auch intakte Herzen. Erst kürzlich habe jemand wegen Lungen nachgefragt, erzählt sie zwischen Rotwein und Salat.


Am Beginn eines Tages sehe sie sich an, welche Organe die Kunden anfragen würden. Dann stimme sie diese Liste mit den Patientinnen ab, die an diesem Tag eine Abtreibung durchführen lassen würden. Der Eingriff würde dann so durchgeführt, dass die gewünschten Organe nicht beschädigt würden, erklärt Nucatola, die selbst Abtreibungen durchführt.

In den meisten Fällen würden die Abtreibungen unter Ultraschall durchgeführt, damit die Mediziner sehen könnten, wo sie ihre Zange ansetzen sollten, berichtet sie. Als sie von der „Gewinnung“ eines Kopfes spricht, schildert sie eine Prozedur die an eine in den USA verbotene Teilgeburtsabtreibung erinnert. Wie jedes Gesetz unterliege auch diese Bestimmung der Interpretation. Wenn man beim ersten Eingriff feststelle, dass man keine Teilgeburtsabtreibung beabsichtige, spiele keine Rolle was danach passiere, sagt Nucatella.

Der Handel mit Organen ist in den USA illegal. Die PPFA bestreitet die Abgabe von Organen nicht, bestreitet aber ein finanzielles Interesse an den Transaktionen zu haben. Im Gesundheitswesen wären viele Patienten bereit, Körpergewebe für die Forschung zur Verfügung zu stellen. Das gelte auch für die Patientinnen in den von der PPFA betriebenen Abtreibungskliniken. In einigen Fällen gebe es eine Aufwandsentschädigung für Tätigkeiten der PPFA, beispielsweise für Transporte der Organe, schreibt ein Pressesprecher der Organisation in einer Stellungnahme.

Die PPFA will auf Anraten ihrer Rechtsabteilung nicht als Vermittlerin von Organen in Erscheinung treten. Nucatola verweist die „Interessenten“ daher an die einzelnen Abtreibungskliniken. Diese würden jeden Eindruck vermeiden wollen, an der Transaktion Geld verdienen zu wollen. Aber wenn es möglich sei, mehr als die Kosten hereinzubekommen, würden sie es gerne tun, sagt Nucatola.

John Boehner, der Sprecher des US-Repräsentantenhauses, und mindestens zwei Bundesstaaten der USA haben angekündigt, aufgrund des vom Center for Medical Progress veröffentlichten Materials Untersuchungen durchführen zu wollen.

Die PPFA ist die größte Abtreibungsorganisation der USA. Sie erhält mehr als 500 Millionen Dollar jährlich an Subventionen aus Steuergeldern. Sie kritisiert, dass die Aufnahmen so geschnitten seien, dass die Organisation in einem schlechten Licht erscheine. Der deutsche Ableger von Planned Parenthood ist "Pro familia".

Link zur Abschrift des vollständigen Gesprächs (englisch):
centerformedicalprogress.org

Das Video 'Planned Parenthood Uses Partial-Birth Abortions to Sell Baby Parts':


Fox News: Planned Parenthood under fire for controversial video



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Abtreibung

  1. Weniger Zeit zum Nachdenken, höherer Druck – was die Abtreibungszahlen aussagen
  2. ALfA: Antrag zur „Versorgung bei Schwangerschaftsabbrüchen“ verfehlt wirkliche Hilfe für Frauen
  3. Sängerin Nina Hagen bereut ihre Abtreibungen
  4. Prag: Tausende Demonstranten fordern bessere Hilfen für Schwangere
  5. Zwangsfinanzierung von Abtreibungen in Krankenversicherungen? Untersuchungen in 13 US-Bundesstaaten
  6. Schauspielerin Christina Applegate nennt Abtreibung ‚Mord‘ und ‚mein Kind töten‘
  7. Britisches Oberhaus stimmt für Abtreibungen bis zur Geburt
  8. Umfrage: Nur 23 Prozent der US-Amerikaner für Abtreibung ohne Einschränkung
  9. Spanische Bischofskonferenz besorgt über „Tendenz, Abtreibung zum Status eines ‚Rechts‘ zu erheben“
  10. Demokratischer Politiker aus Texas behauptet, die Bibel unterstützt Abtreibung







Top-15

meist-gelesen

  1. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Kardinal Marx und das öffentlich gewordene Geheimdekret
  3. Marx ärgert sich über die "Reaktionären" und "Stimmungsmache"
  4. Konsekrierte Hostien an Hunde verfüttert: Keine Konsequenzen im Bistum Chur
  5. Kardinal Marx unter Druck: Zwischen grober Fahrlässigkeit und dem Vorwurf der Vertuschung
  6. Back to the future: Durch den Traditionalismus zur Gendergerechtigkeit
  7. Schisma auf leisen Sohlen
  8. Bischof der Herzen – Walter Mixa wurde 85
  9. „Theologische Katastrophe“: Massive Kritik am Erprobungsband des neuen evangelischen Gesangbuchs
  10. Insider: Vatikan bereitet sich auf Folgen der Bischofsweihen der Piusbruderschaft vor
  11. Das Vermächtnis eines Sterbenden
  12. Goldenstein-Nonnen doch in Rom? Propst in Sorge
  13. Was Kardinal Marx meint und was das Zweite Vatikanische Konzil lehrt
  14. Goldenstein-Nonnen: Verstimmung um nun doch durchgeführte Romreise
  15. Die Messe in der außerordentlichen Form kehrt nach Santa Maria Maggiore/Rom zurück

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz