Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vatikan untersagt jährlicher Wallfahrt im Rahmen der überlieferten lateinischen Liturgie den Zutritt
  2. Wenn die Falschbehauptung einer evangelischen Sängerin zum Eklat bei einer Musiksendung führt
  3. Warum bei dem hohen Aufkommen an Bischöfen in Deutschland eine solch vehemente Entchristlichung?
  4. „Drohende Worte von Kardinal Roche: Besucht nicht die überlieferte lateinische Messe!“
  5. „Menschen können die Kirche weder reformieren noch nach eigenem Gutdünken eine neue gründen“
  6. Papst vor jüdischer Delegation: Die Kirche duldet keinen Antisemitismus, sie bekämpft ihn
  7. Steigende Zahl erwachsener Taufbewerber in ostdeutschen Städten, aber...
  8. „Als Bischof ist es meine Pflicht, den Glauben der Kirche zu verkünden“
  9. Am Grab des Petrus – Die diesjährige Romwallfahrt Ad Petri Sedem
  10. Priester spendete bei Zugunglück in Spanien die Generalabsolution, tröstete Opfer und Angehörige
  11. Chick-fil-A-Chef stellt klar: Keine Öffnung an Sonntagen – das wird sich nicht ändern
  12. Eine katholische Fake-Priesterin möchte das Töten kleiner Kinder
  13. Nordische Bischöfe: Europa sucht bei der Migration „nach einem neuen Gleichgewicht“
  14. Wir machen da was mit Medien
  15. Neuerlich umstrittene Ehrung durch Kardinal Cupich

Planned Parenthood: Verkauf von Organen abgetriebener Babys?

17. Juli 2015 in Chronik, 15 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Eine verdeckte Ermittlung zeigt, dass Planned Parenthood Organe abgetriebener Babys gegen Geld abgibt. Es besteht der Verdacht auf Organhandel. Alles legal, behauptet Planned Parenthood.


Los Angeles (kath.net/LSN/jg)
Dr. Deborah Nucatola, die Bereichsleiterin für medizinische Dienste der Familienplanungsorganisation „Planned Parenthood Federation of America“ (PPFA) hat zugegeben, dass die Organisation Organe abgetriebener Babys verkauft. Die Lebensschutzgruppe „Center for Medical Progress“ hat drei Jahre zu diesem Thema verdeckt ermittelt. Vor ungefähr einem Jahr, im Juli 2014, haben sich zwei Schauspieler, die sich als potentielle Abnehmer der Organe ausgaben, im Auftrag des Center for Medical Progress mit Dr. Nucatola getroffen und das Gespräch aufgezeichnet. Ein knapp neunminütiger Zusammenschnitt des Videos und eine Abschrift des ganzen Gesprächs wurden jetzt veröffentlicht. (Siehe Links am Ende des Artikels) Mittlerweile ist auch das vollständige Interview auf der Internetseite des Center for Medical Progress veröffentlicht worden.

Die PPFA sei selbstverständlich bereit, Organe abgetriebener Babys anzubieten, sagt Nucatola. Die Preise bewegten sich zwischen 30 und 100 Dollar. Besonders Leber sei gefragt, aber auch intakte Herzen. Erst kürzlich habe jemand wegen Lungen nachgefragt, erzählt sie zwischen Rotwein und Salat.


Am Beginn eines Tages sehe sie sich an, welche Organe die Kunden anfragen würden. Dann stimme sie diese Liste mit den Patientinnen ab, die an diesem Tag eine Abtreibung durchführen lassen würden. Der Eingriff würde dann so durchgeführt, dass die gewünschten Organe nicht beschädigt würden, erklärt Nucatola, die selbst Abtreibungen durchführt.

In den meisten Fällen würden die Abtreibungen unter Ultraschall durchgeführt, damit die Mediziner sehen könnten, wo sie ihre Zange ansetzen sollten, berichtet sie. Als sie von der „Gewinnung“ eines Kopfes spricht, schildert sie eine Prozedur die an eine in den USA verbotene Teilgeburtsabtreibung erinnert. Wie jedes Gesetz unterliege auch diese Bestimmung der Interpretation. Wenn man beim ersten Eingriff feststelle, dass man keine Teilgeburtsabtreibung beabsichtige, spiele keine Rolle was danach passiere, sagt Nucatella.

Der Handel mit Organen ist in den USA illegal. Die PPFA bestreitet die Abgabe von Organen nicht, bestreitet aber ein finanzielles Interesse an den Transaktionen zu haben. Im Gesundheitswesen wären viele Patienten bereit, Körpergewebe für die Forschung zur Verfügung zu stellen. Das gelte auch für die Patientinnen in den von der PPFA betriebenen Abtreibungskliniken. In einigen Fällen gebe es eine Aufwandsentschädigung für Tätigkeiten der PPFA, beispielsweise für Transporte der Organe, schreibt ein Pressesprecher der Organisation in einer Stellungnahme.

Die PPFA will auf Anraten ihrer Rechtsabteilung nicht als Vermittlerin von Organen in Erscheinung treten. Nucatola verweist die „Interessenten“ daher an die einzelnen Abtreibungskliniken. Diese würden jeden Eindruck vermeiden wollen, an der Transaktion Geld verdienen zu wollen. Aber wenn es möglich sei, mehr als die Kosten hereinzubekommen, würden sie es gerne tun, sagt Nucatola.

John Boehner, der Sprecher des US-Repräsentantenhauses, und mindestens zwei Bundesstaaten der USA haben angekündigt, aufgrund des vom Center for Medical Progress veröffentlichten Materials Untersuchungen durchführen zu wollen.

Die PPFA ist die größte Abtreibungsorganisation der USA. Sie erhält mehr als 500 Millionen Dollar jährlich an Subventionen aus Steuergeldern. Sie kritisiert, dass die Aufnahmen so geschnitten seien, dass die Organisation in einem schlechten Licht erscheine. Der deutsche Ableger von Planned Parenthood ist "Pro familia".

Link zur Abschrift des vollständigen Gesprächs (englisch):
centerformedicalprogress.org

Das Video 'Planned Parenthood Uses Partial-Birth Abortions to Sell Baby Parts':


Fox News: Planned Parenthood under fire for controversial video



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Abtreibung

  1. Neuerlich umstrittene Ehrung durch Kardinal Cupich
  2. Englische Lebensschützerin Vaughan-Spruce plädiert ‚nicht schuldig‘ bei Anklage wegen stillen Gebets
  3. 100. Stadt in den USA verbietet Abtreibungen
  4. US-Demokraten planen Abtreibung bis zur Geburt bei Wahlsieg im November
  5. USA: Frauen klagen Planned Parenthood wegen Druck in Richtung Abtreibung
  6. ‚Man kann nicht ‚Black Lives Matter‘ sagen, wenn das Leben schwarzer Babys nicht zählt‘
  7. US-Lebensschützer ändern Wortwahl nicht: Abtreibung ist Tötung eines Ungeborenen
  8. Argentinien tritt Lebensschutz-Koalition bei
  9. SPÖ-Ministerinnen fordern ‚Schutzzonen‘ um Abtreibungskliniken
  10. US-Senat bestätigt Todd Blanche als Justizminister – Pläne gegen Versandhandel mit Abtreibungspillen







Top-15

meist-gelesen

  1. „Der Kurierfahrer steuerte die falsche Tür an und landete versehentlich in der Kathedrale“
  2. Vatikan untersagt jährlicher Wallfahrt im Rahmen der überlieferten lateinischen Liturgie den Zutritt
  3. Fatima-Tag in Berlin
  4. Lucky Luke wird in Jubiläums-Comic zum Heiligen
  5. Die Liebe als Mitte des Glaubens: Das Gebot, das den ganzen Menschen umfasst
  6. Auf den Spuren des Hl. Paulus - Mit Michael Hesemann nach Griechenland
  7. Wenn die Falschbehauptung einer evangelischen Sängerin zum Eklat bei einer Musiksendung führt
  8. Chick-fil-A-Chef stellt klar: Keine Öffnung an Sonntagen – das wird sich nicht ändern
  9. Impuls für Körper und Geist: Kirchensportler empfehlen das Jesus-Gebet
  10. Nordische Bischöfe: Europa sucht bei der Migration „nach einem neuen Gleichgewicht“
  11. Im Licht der Liebe
  12. Gott inmitten von Töpfen und Geschirr
  13. Künstlerin Akiane Kramarik erzählt von Vision des Himmels in ihrer Kindheit
  14. Papst vor jüdischer Delegation: Die Kirche duldet keinen Antisemitismus, sie bekämpft ihn
  15. Bravo! Erbprinz Alois legt Veto gegen Abtreibungsgesetz in Liechtenstein ein

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz