Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  2. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  3. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  4. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  5. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  6. „Das Ende von Maria 2.0“
  7. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  8. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  9. Salzburg: 1.000 Gläubige bei Adoratio-Kongress zu "Himmlischer Friede"
  10. Politisch aber auch innerkirchlich „gibt es derzeit wieder viel Konfliktpotenzial“
  11. Bei öffentlichen Anlässen: Kanadas Militärkapläne dürfen nicht über Gott sprechen
  12. Der Katholik Macron wird bei keiner der drei Papstmessen in Frankreich mitfeiern
  13. Papst Leo: „Diese vier Tage waren buchstäblich erfüllt mit vielen Segnungen, fast schon Wundern“
  14. Anerkanntes Wunder von Fulton Sheen: Baby nach 61 Minuten Atemstillstand lebt, heute kerngesund
  15. Der evangelischen Theologischen Hochschule Basel soll die Akkreditierung entzogen werden

Planned Parenthood: Verkauf von Organen abgetriebener Babys?

17. Juli 2015 in Chronik, 15 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Eine verdeckte Ermittlung zeigt, dass Planned Parenthood Organe abgetriebener Babys gegen Geld abgibt. Es besteht der Verdacht auf Organhandel. Alles legal, behauptet Planned Parenthood.


Los Angeles (kath.net/LSN/jg)
Dr. Deborah Nucatola, die Bereichsleiterin für medizinische Dienste der Familienplanungsorganisation „Planned Parenthood Federation of America“ (PPFA) hat zugegeben, dass die Organisation Organe abgetriebener Babys verkauft. Die Lebensschutzgruppe „Center for Medical Progress“ hat drei Jahre zu diesem Thema verdeckt ermittelt. Vor ungefähr einem Jahr, im Juli 2014, haben sich zwei Schauspieler, die sich als potentielle Abnehmer der Organe ausgaben, im Auftrag des Center for Medical Progress mit Dr. Nucatola getroffen und das Gespräch aufgezeichnet. Ein knapp neunminütiger Zusammenschnitt des Videos und eine Abschrift des ganzen Gesprächs wurden jetzt veröffentlicht. (Siehe Links am Ende des Artikels) Mittlerweile ist auch das vollständige Interview auf der Internetseite des Center for Medical Progress veröffentlicht worden.

Die PPFA sei selbstverständlich bereit, Organe abgetriebener Babys anzubieten, sagt Nucatola. Die Preise bewegten sich zwischen 30 und 100 Dollar. Besonders Leber sei gefragt, aber auch intakte Herzen. Erst kürzlich habe jemand wegen Lungen nachgefragt, erzählt sie zwischen Rotwein und Salat.


Am Beginn eines Tages sehe sie sich an, welche Organe die Kunden anfragen würden. Dann stimme sie diese Liste mit den Patientinnen ab, die an diesem Tag eine Abtreibung durchführen lassen würden. Der Eingriff würde dann so durchgeführt, dass die gewünschten Organe nicht beschädigt würden, erklärt Nucatola, die selbst Abtreibungen durchführt.

In den meisten Fällen würden die Abtreibungen unter Ultraschall durchgeführt, damit die Mediziner sehen könnten, wo sie ihre Zange ansetzen sollten, berichtet sie. Als sie von der „Gewinnung“ eines Kopfes spricht, schildert sie eine Prozedur die an eine in den USA verbotene Teilgeburtsabtreibung erinnert. Wie jedes Gesetz unterliege auch diese Bestimmung der Interpretation. Wenn man beim ersten Eingriff feststelle, dass man keine Teilgeburtsabtreibung beabsichtige, spiele keine Rolle was danach passiere, sagt Nucatella.

Der Handel mit Organen ist in den USA illegal. Die PPFA bestreitet die Abgabe von Organen nicht, bestreitet aber ein finanzielles Interesse an den Transaktionen zu haben. Im Gesundheitswesen wären viele Patienten bereit, Körpergewebe für die Forschung zur Verfügung zu stellen. Das gelte auch für die Patientinnen in den von der PPFA betriebenen Abtreibungskliniken. In einigen Fällen gebe es eine Aufwandsentschädigung für Tätigkeiten der PPFA, beispielsweise für Transporte der Organe, schreibt ein Pressesprecher der Organisation in einer Stellungnahme.

Die PPFA will auf Anraten ihrer Rechtsabteilung nicht als Vermittlerin von Organen in Erscheinung treten. Nucatola verweist die „Interessenten“ daher an die einzelnen Abtreibungskliniken. Diese würden jeden Eindruck vermeiden wollen, an der Transaktion Geld verdienen zu wollen. Aber wenn es möglich sei, mehr als die Kosten hereinzubekommen, würden sie es gerne tun, sagt Nucatola.

John Boehner, der Sprecher des US-Repräsentantenhauses, und mindestens zwei Bundesstaaten der USA haben angekündigt, aufgrund des vom Center for Medical Progress veröffentlichten Materials Untersuchungen durchführen zu wollen.

Die PPFA ist die größte Abtreibungsorganisation der USA. Sie erhält mehr als 500 Millionen Dollar jährlich an Subventionen aus Steuergeldern. Sie kritisiert, dass die Aufnahmen so geschnitten seien, dass die Organisation in einem schlechten Licht erscheine. Der deutsche Ableger von Planned Parenthood ist "Pro familia".

Link zur Abschrift des vollständigen Gesprächs (englisch):
centerformedicalprogress.org

Das Video 'Planned Parenthood Uses Partial-Birth Abortions to Sell Baby Parts':


Fox News: Planned Parenthood under fire for controversial video



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Abtreibung

  1. ‚Man kann nicht ‚Black Lives Matter‘ sagen, wenn das Leben schwarzer Babys nicht zählt‘
  2. US-Lebensschützer ändern Wortwahl nicht: Abtreibung ist Tötung eines Ungeborenen
  3. Argentinien tritt Lebensschutz-Koalition bei
  4. SPÖ-Ministerinnen fordern ‚Schutzzonen‘ um Abtreibungskliniken
  5. US-Senat bestätigt Todd Blanche als Justizminister – Pläne gegen Versandhandel mit Abtreibungspillen
  6. US-Bischöfe rufen Amerikaner zu Gebet und Aktionen gegen Abtreibungspillen auf
  7. Zürcher ‚Marsch fürs Läbe‘ erneut nach Oerlikon verlegt
  8. GRÜN-Politikerin möchte das Töten von zwölf ungeborenen Kindern finanzieren
  9. ‚Marsch fürs Läbe‘: Organisatoren beharren auf Kundgebung in der Zürcher Innenstadt
  10. Knappe Mehrheit der US-Amerikaner für Abtreibung nur in wenigen Ausnahmen







Top-15

meist-gelesen

  1. 'Wir sprechen deshalb zurecht hier nicht von Neuevangelisierung, sondern von Erstevangelisierung'
  2. Pater Stanisław Tasiemski OP vor Papstreise: „Wohin gehst du, Frankreich?“
  3. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  4. 'Putin ist auf dem besten Weg, in diesem Jahr mehr Christen zu töten als der ISIS'
  5. Der evangelischen Theologischen Hochschule Basel soll die Akkreditierung entzogen werden
  6. Über das Dämonische
  7. 'Kirche casht ab' - Immer weniger österreichische Katholiken, immer mehr Millionen!
  8. Wissen Sie, wer die Idee zum fünffarbigen Missionsrosenkranz hatte?
  9. 'Ich habe mich geirrt'
  10. Der Mensch als Mitarbeiter Gottes - Fortschritt ist kein Gottesersatz
  11. Bei öffentlichen Anlässen: Kanadas Militärkapläne dürfen nicht über Gott sprechen
  12. Der Katholik Tolkien wird in der anglikanischen Westminster Abbey ein Denkmal erhalten
  13. Der Katholik Macron wird bei keiner der drei Papstmessen in Frankreich mitfeiern
  14. Salzburg: 1.000 Gläubige bei Adoratio-Kongress zu "Himmlischer Friede"
  15. Was ich als Priester von Fulton Sheen gelernt habe

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz