Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Piusbruderschaft kritisiert ‚Doppelmoral‘ nach Verweigerung des Zutritts zur Basilika in Assisi
  2. Eine „Erzbischöfin“ stürzt die Anglikanische Kirche ins Chaos
  3. Dann sollen sie doch in die Hölle gehen
  4. Tantum ergo Sacramentum
  5. Kardinal Burke: Sexuelle Unmoral heute erinnert an Sodom und Gomorrha
  6. Kardinal Müller: „Muslime respektieren kein schwaches Christentum, das sich des Kreuzes schämt“
  7. Eine vergiftete Unterstützungserklärung
  8. Was Charlie Kirk Friedrich Merz antworten würde
  9. Während Messfeier mit Erstklässlern: Bengalisches Feuer in katholische Kirche geworfen
  10. 'Gott, hilf mir. Jesus, hilf mir. Seid ihr Jungs bereit? Let’s Roll'
  11. Katholische Cityseelsorge St. Gallen Mitveranstalter von ‚Drag-Show‘
  12. ‚Das Exil von Pater Edmund‘
  13. Nigeria: Bischöfe schlagen nach erneuten Massakern Alarm
  14. Niederlande: Ein zweijähriges Kind wurde durch Euthanasie getötet
  15. 'Ich würde mir gerne Sorgen machen, aber ich mache mir keine'

Missbrauchsvorwürfe gegen deutschen Bischof: Viele sind schockiert

9. November 2015 in Deutschland, 74 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Missbrauchsverdacht gegen einen seiner Amtsvorgänger: Amtierender Hildesheimer Bischof Trelle «tief erschüttert» – Untersuchungskommission hält die Vorwürfe «in Teilen für plausibel» - Trelle sichert weitere Untersuchungen durch die Kommission zu


Hildesheim (KNA/kath.net) Die Missbrauchsvorwürfe gegen den früheren Hildesheimer Bischof Heinrich Maria Janssen (Archivfoto) haben für Bestürzen gesorgt. Der amtierende Hildesheimer Bischof Norbert Trelle zeigte sich am Samstagabend «tief erschüttert». Am Freitag hatte das Bistum mitgeteilt, dass Janssen Missbrauch an einem Jungen in seinen ersten Amtsjahren vorgeworfen wird. Viele Menschen hätten schockiert reagiert, so ein Bistumssprecher.

«Ich stehe hier vor Ihnen mit zitterndem Herzen», sagte der 73-jährige Trelle am Rande eines Firmgottesdienstes in Barsinghausen bei Hannover. Die zuständige Untersuchungskommission halte die Beschuldigungen eines Mannes, von Bischof Janssen zwischen 1958 und 1963 als damals zehn bis zwölf Jahre alter Ministrant regelmäßig zu sexuellen Handlungen gezwungen worden zu sein, «in Teilen für plausibel». Janssen leitete das Diaspora-Bistum von Mai 1957 bis Ende 1983.


Trelle sicherte weitere Untersuchungen durch die Kommission zu. Die Kirche werde dem Verdacht, etwas verbergen zu wollen, «klar entgegentreten». Dies sei der «einzige richtige und verantwortliche Weg», so der Hildesheimer Bischof. Er bat darum, «beieinander zu bleiben» und um die «unterstützende Kraft des Gebets».

Janssen (1907-1988) ist der erste deutsche Bischof, gegen den sich der Vorwurf sexueller Übergriffe gegen Minderjährige richtet. Laut dem Magazin «Der Spiegel» (Samstag) gab der Betroffene an, dass der Bischof ihn regelmäßig durch Masturbation, Oral- und Analverkehr missbraucht habe. Diese Übergriffe hätten «unter Ausnutzung der bischöflichen Autorität und Stellung» stattgefunden.

Nach Angaben der Diözese erhielt der Betroffene eine Anerkennungszahlung von 10.000 Euro. Er kritisiere diese Summe laut «Spiegel» als billige Ablasszahlung und verlange die Entfernung der sterblichen Überreste Janssens aus der Bischofsgruft im Hildesheimer Dom. Auch das Bistum berichtete, dass der Mann weitere Geldforderungen gestellt habe; diesen habe das Bistum aber nicht entsprochen.

Weiterführender Link: Am 11.11.2015 veröffentlichte die Hildesheimer Kirchenzeitung folgendes Interview mit Weihbischof Heinz-Günter Bongartz über den Umgang mit den Missbrauchsvorwürfen gegenüber dem früheren Bischof Janssen: „Es hat keine Zeugen gegeben“ .

(C) 2015 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.
Archivfoto Bischof Janssen


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Missbrauch

  1. Papst an Italiens Kirche: Bei Missbrauch Mut zur Wahrheit
  2. Zwei (renommierte und namentlich bekannte) Missbrauchsopfer „blitzen mit ihren Protesten ab“
  3. Papst spricht drei Stunden mit Missbrauchsopfern aus Belgien
  4. Causa Rupnik: Papst bittet um Geduld für laufenden Vatikan-Prozess
  5. Massive Kritik am „Spiegel“ nach skandalösem Artikel über „Dragqueen“ Jurassica Parka
  6. „Kardinal Marx und Bischof Bätzing werden voraussichtlich in der Trierer Studie berücksichtigt“
  7. Vatikan ernennt Richterinnen und Richter im Fall Rupnik
  8. New Mexico klagt Meta, Mark Zuckerberg wegen Ermöglichung der sexuellen Ausbeutung von Kindern
  9. Synode über Synodalität verwendet Bilder von Marko Rupnik
  10. Missbrauchsexperte Zollner: ‚Keine Kultur der Rechenschaftspflicht’ in der Kirche







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Robert Bellarmin SJ – De gemitu columbae
  3. Eine vergiftete Unterstützungserklärung
  4. „Manchmal ist es schwer, den Zusammenhang zwischen meinem Kreuz und dem Kreuz Christi zu erkennen“
  5. 'Ich würde mir gerne Sorgen machen, aber ich mache mir keine'
  6. Die Bibliothek als Herz des kirchlichen Gedächtnisses. ‚Nimm und lies!‘ - Die Unruhe der Wahrheit
  7. „Ich erwarte die Auferstehung der Toten und das Leben der kommenden Welt“
  8. Marsch fürs Läbe: Together for Life! – Männer übernehmen Verantwortung für das Leben
  9. Piusbruderschaft kritisiert ‚Doppelmoral‘ nach Verweigerung des Zutritts zur Basilika in Assisi
  10. DJ "Padre Guilherme" begeistert in Mörbisch 5.000 Jugendliche
  11. Dann sollen sie doch in die Hölle gehen
  12. Präsident der Akademie für das Leben meint: Unvollkommenes Euthanasiegesetz unterstützen
  13. Papst-Tipps an neue Bischöfe: Namen Kennen, Zuhören und Hausbesuche
  14. „Selbst wenn ein paar Omas dazu gedrängt werden – ist das nicht ein Preis, den man zahlen kann?“
  15. Fast der gleiche Glaube?

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz