Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Bischofsweihen - Piusbruderschaft kündigt die Namen der vier neuen Bischöfe an
  2. Liegt ein Schisma in der Luft?
  3. Bischof Heiner Wilmer empfängt Kommunion aus den Händen einer Laiin
  4. MAGNIFICA HUMANITAS
  5. Die ekklesialen Abrissbagger kreisen in den Dörfern
  6. Großbritannien: Blühende Tradi-Franziskaner-Kommunität steht vor der Auflösung
  7. Die Liturgie gehört nicht uns! Reform muss aus der Tradition wachsen
  8. Adios Toni!
  9. „Die Genderideologie ist zutiefst reaktionär“
  10. Polnische Bischofskonferenz bejaht in Positionspapier die Ehe nur „zwischen Mann und Frau“
  11. Das Babel-Syndrom. Die gezählte Seele und der steinerne Himmel der Maschinen
  12. Medien spekulieren weiter über möglichen Beginn des Seligsprechungsprozesses für Benedikt XVI.
  13. Die offenen Türen des Glaubens, der Kirche und des Herzens
  14. Pastor in London wegen Straßenpredigt verhaftet: Vorwurf der „Hassrede“ nach Kritik am Islam
  15. Erzdiözese Salzburg: Weiterbildungsveranstaltung mit Homosexuellen-Initiative

Heiliges Land: Der Hass auf Christen nimmt zu

23. Jänner 2016 in Aktuelles, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Erneut christenfeindliche Übergriffe auf deutsche Benediktinerabtei.


Jerusalem (kath.net/ KiN)
Nach einem erneuten Anschlag auf ein deutschsprachiges Benediktinerkloster in Jerusalem ist Subprior Pater Nikodemus Schnabel besorgt um das friedliche Zusammenleben in Israel. „Unsere Ordensgemeinschaft ist betroffen von so viel Hass. Wir wollen mit allen in Frieden leben. Es ist für uns unerklärlich, warum wir immer wieder ins Visier von Extremisten geraten“, sagte Schnabel gegenüber dem weltweiten katholischen Hilfswerk „Kirche in Not“.

Am vergangenen Wochenende haben Unbekannte Türen und Mauern der Dormitio-Abtei auf dem Zionsberg mit christenfeindlichen Parolen beschmiert. Die in hebräischer Sprache verfassten Graffiti lauten unter anderem „Christen zur Hölle“, „Tod den heidnischen Christen, den häretischen Feinden Israels“ oder „Rache für die Israeliten“. Auch wurde ein bluttriefendes Schwert neben einem Davidstern aufgemalt. Auf benachbarten Gebäuden der griechisch-orthodoxen und der armenisch-katholischen Kirche fanden sich ähnliche Parolen.


In den vergangenen Jahren war es wiederholt zu Übergriffen auf das Benediktinerkloster gekommen. So wurden im Sommer 2013 mehrere Fahrzeuge der Abtei schwer beschädigt und Wände mit Hassparolen besprüht. Im Mai 2014 wurde versucht, in der Abteikirche Feuer zu legen. Verheerend war der Brandanschlag im Juni 2015 auf das zur Mönchsgemeinschaft gehörende Priorat Tabgha am See Genezareth mit der Brotvermehrungskirche. Dabei wurden Teile des Klosters komplett zerstört, zwei Personen erlitten Rauchvergiftungen. Der Sachschaden belief sich auf 1,6 Millionen Euro. Ermittlungen führten zu jüdischen Extremisten, die einer radikalen Gruppe der Siedlerbewegung angehören.

In vielen Fällen liefen die Ermittlungen der israelischen Behörden jedoch ins Leere, sagte Schnabel. „Wir fordern die Sicherheitsbehörden auf, endlich für mehr Sicherheit zu sorgen.“ Die Polizei habe zum Beispiel einen besseren Gebäudeschutz versprochen, geschehen sei jedoch wenig. Derweil nähmen die Übergriffe weiter zu – auf christliche Kirchen, aber auch auf muslimische Gotteshäuser.

Umso mehr beeindrucke ihn die große Solidarität in weiten Teilen der jüdischen Bevölkerung. „Wir sind dankbar für unsere Freunde in Israel und weltweit, die uns beistehen“, erklärte Schnabel. Führende jüdische Rabbiner hätten gleich nach dem Anschlag ihre Solidarität mit der Mönchsgemeinschaft bekundet. Auch Premierminister Netanjahu hatte den neuerlichen Anschlag scharf verurteilt. Das sei zum ersten Mal in dieser Form geschehen, so Schnabel.

Für ihn und seine Mitbrüder stehe fest: „Wenn wir angegriffen werden, weil wir Christen sind, wollen wir als Christen darauf reagieren.“ Diese Reaktion sei in erster Linie das Gebet. „Wir Mönche werden nicht aufhören, für Versöhnung, Gerechtigkeit und Frieden zu beten – und auch für die Täter des jüngsten Übergriffs, dass der Hass aus ihren Herzen verschwinden möge.“

„Kirche in Not“ steht solidarisch an der Seite der Christen im Heiligen Land. Das Hilfswerk unterstützt den Bau von Klöstern und die pastorale und direkte Hilfe für die christliche Minderheit – zum Beispiel im Gazastreifen und in den Palästinensergebieten. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Unterstützung christlicher Flüchtlinge.

Um weiter helfen zu können, bittet „Kirche in Not“ um Spenden – online unter www.spendenhut.de

Foto: Christenfeindliches Graffito an der Dormitio Abbey © Lateinisches Patriarchat Jerusalem


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Christenverfolgung

  1. Bischof Robert Barron: Krieg gegen Christen ist real – Welt darf nicht länger schweigen
  2. Besuch des syrischen Präsidenten - „Kirche in Not“ fordert Bundeskanzler Merz zum Handeln auf
  3. Zur weltweiten Christenverfolgung Schweigen, zu Israels „Fehler“ Empörung
  4. Belgischer öffentlich-rechtlicher Sender lässt Moderatoren Marien- und Jesus-Statuen zertrümmern!
  5. In muslimischen Regionen müssen Christen den Ramadan nicht selten mitbefolgen
  6. Berliner Landesbischof Stäblein erinnert an weltweite Christenverfolgung
  7. Neuer Bericht zum Iran: Zahl der Festnahmen von Christen verdoppelt sich
  8. Mexiko: Historiker fordern mehr Bewusstsein für Cristero-Krieg
  9. „Christen in Europa sehen sich zunehmend Hass und Diskriminierung ausgesetzt“
  10. Brutaler Polizeiangriff auf einen katholischen Priester in Sri Lanka: Kirche fordert Aufklärung






Top-15

meist-gelesen

  1. SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz - ANMELDUNG noch bis 22. JUNI!
  2. Bischofsweihen - Piusbruderschaft kündigt die Namen der vier neuen Bischöfe an
  3. Liegt ein Schisma in der Luft?
  4. MAGNIFICA HUMANITAS
  5. Weltweiter Rosenkranz für den Frieden am 30. Mai mit Papst Leo XIV. – Übertragung aus dem Vatikan
  6. Bischof Heiner Wilmer empfängt Kommunion aus den Händen einer Laiin
  7. Die ekklesialen Abrissbagger kreisen in den Dörfern
  8. „Die Genderideologie ist zutiefst reaktionär“
  9. Er starb, weil er die Ehe verteidigte
  10. Adios Toni!
  11. Großbritannien: Blühende Tradi-Franziskaner-Kommunität steht vor der Auflösung
  12. Martin Mosebach: ‚Die Nichtnagetiere betreten das sinkende Schiff‘
  13. Erzdiözese Salzburg: Weiterbildungsveranstaltung mit Homosexuellen-Initiative
  14. Islamexperte Mansour warnt: Europa hat ‚naive Haltung‘ zum Islam
  15. Das Babel-Syndrom. Die gezählte Seele und der steinerne Himmel der Maschinen

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz