Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:









Top-15

meist-diskutiert

  1. Auch Benedikt XVI. und Erzbischof Gänswein werden sich gegen Covid impfen lassen
  2. Stat crux dum volvitur orbis
  3. Papst gegen Corona geimpft
  4. Überlegungen zu einer Reform der Papstwahl. Eine Geschichte
  5. Franziskus: „Abtreibung ist ein Problem, das selbst ein Atheist im eigenen Gewissen lösen muss“
  6. Bartholomaios ruft zu Teilnahme an Covid-Impfung auf
  7. „Unperfektes Kreuz“ als neues Logo für das Bistum Fulda
  8. Protestwelle gegen Zwangs-Sexualisierung im Duden
  9. ‚Big Tech hat der freien Meinungsäußerung den Krieg erklärt’
  10. Softwareunternehmen Mozilla: ‚Trump sperren wird nicht reichen’
  11. Der Apostolische Palast bricht ein und die Zeit läuft davon
  12. Tück: Das nur Männern vorbehaltene Priestertum ist angemessen
  13. Deutsche vertrauen dem Zentralrat der Juden mehr als der evangelischen oder katholischen Kirche
  14. Linke US-Abgeordnete: ‚Religiöse Fundamentalisten’ wollen ‚Gesellschaft ihren Glauben aufzwingen’
  15. Volker Kauder/CDU: „Seit vielen Jahren müssen wir eine Zunahme der Christenverfolgung konstatieren“

Schönborn: Jeder darf eine Wahlempfehlung geben, 'auch ein Bischof'

22. Mai 2016 in Österreich, 45 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Heiße Diskussion um Wahlempfehlung von Bischof Laun. Kardinal Schönborn und Erzbischof Lackner melden sich zu Wort. Was sagt die Kirche wirklich zur Politik? Die Glaubenskongregation hat dazu 2002 eine Note mit brisanten Inhalten veröffentlicht.


Wien (kath.net/rn)
Der gestrige kath.net-Klartext von Bischof Andreas Laun zur kommenden Bundespräsidentenwahl, der zu Rekordzugriffen bei kath.net geführt hat, hat in der katholischen Kirche zu einer heißen Diskussion geführt, ob es eine Wahlempfehlung für einen Kandidaten geben darf. "Jeder hat das Recht, eine Wahlempfehlung abzugeben, auch ein Bischof. Trotzdem hat die katholische Kirche in der Vergangenheit auf Wahlempfehlungen verzichtet, und die Erfahrung hat uns gelehrt, dass dies sinnvoll ist, auch – oder gerade besonders - bei der Bundespräsidentenwahl 2016, an deren Stichwahl das erste Mal in der Geschichte der Zweiten Republik kein katholischer Kandidat teilnimmt", teilte der Wiener Kardinal Christopf Schönborn wenige Stunden nach dem Kommentar von Bischof Laun auf kath.net mit. Schönborn erklärte, dass es auch diesmal "keine Wahlempfehlung der katholischen Kirche" gebe und meinte dann wörtlich: "Auch wenn die Wahl vielen schwerfällt und vielerorts Verunsicherung zu spüren ist, rufe ich alle Vertreter des katholischen Lebens auf, in ihren Wortmeldungen auch auf ihren Stil zu achten und Andersdenkende nicht zu verurteilen. Es ist völlig legitim, wenn auch bei dieser Wahl Katholiken zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen, was die Wählbarkeit der einzelnen Kandidaten betrifft."

Für Diskussionen bei Katholiken sorgt dann allerdings folgende Aussage: "Eine gute Wahlentscheidung kann sich nicht nur auf Aussagen der Kandidaten zu Kernanliegen der Kirche wie dem Lebensschutz beziehen, sondern muss auch viele andere Komponenten einbeziehen wie die Haltung der Kandidaten zu den Schwachen der Gesellschaft, zu denen auch die Migranten gehören, zur Zusammenarbeit in Europa, zur Verantwortung Österreichs in der internationalen Staatengemeinschaft. Dazu kommt der Blick auf das politische Umfeld der Kandidaten, ihren Stil der Auseinandersetzung und ihre Ankündigungen, wie sie das Amt des Präsidenten auszuüben gedenken. Ein Katholik, der all diese Faktoren wahrnimmt und gewichtet, kann durchaus zu anderen Schlüssen kommen als ein anderer und muss sich nicht vorwerfen lassen, zu wenig nachgedacht zu haben." Der KURIER interpretierte diese Aussage von Schönborn gestern als indirekte Unterstützung für Van der Bellen. Auch der Salzburger Erzbischof Franz Lackner hat sich gestern zu Wort gemeldet und gemeint, dass es von Seiten der katholischen Kirche in Österreich keine Wahlempfehlungen für bestimmte Kandidaten gibt. Das sei ein "langjährig bewährte Tradition". "Als Erzbischof weise ich politische Parteinahme vor Wahlen grundsätzlich zurück."

Brisant sind die gestrigen Äußerungen von Schönborn und Lackner aber aus einem ganz anderen Grund. Seit Tagen haben gewichtige katholische Organisationen wie die Katholische Aktion (kaö) oder die Katholische Frauenbewegung (kfb) direkte oder indirekte Wahlempfehlungen für den Grün-Kandidaten Van der Bellen abgegeben. Eine Stellungnahme von Bischöfen gab es hier nicht. Interessant an der Diskussion ist auch, dass sich in gewichtigen Online-Foren der Kronen-Zeitung oder auch der Presse auffallend viele Teilnehmer die Stellungnahme von Bischof Laun durchaus begrüßten und sich kritisch zum Wiener Kardinal Schönborn äußerten.


Doch was sagt die Kirche wirklich zu Wahlen oder Wahlempfehlungen? 2002 hatte die Glaubenskongregation unter der Leitung von Kardinal Ratzinger dazu eine Note veröffentlicht. Dort heißt es: "Es ist freilich Recht und Pflicht der Kirche, moralische Urteile über zeitliche Angelegenheiten zu fällen, wenn dies vom Glauben und vom Sittengesetz gefordert ist[. Der Christ ist gehalten, ‚berechtigte Meinungsverschiedenheiten in Fragen der Ordnung irdischer Dinge‘ anzuerkennen. Zugleich ist er gerufen, sich von einer Auffassung des Pluralismus im Sinn eines moralischen Relativismus zu distanzieren, die für das demokratische Leben selbst schädlich ist. Dieses braucht wahre und solide Fundamente, das heißt ethische Prinzipien, die auf Grund ihrer Natur und ihrer Rolle als Grundlage des sozialen Lebens nicht ‚verhandelbar‘ sind."

Spannend ist, dass die katholische Kirche hier ausdrücklich katholische Gruppen kritisiert, die Politiker unterstützen, die in grundlegenden ethischen Fragen von der Moral- und Soziallehre der Kirche abweichen. "Solche Einstellungen und Verhaltensweisen widersprechen grundlegenden Prinzipien des christlichen Gewissens und sind nicht mit der Zugehörigkeit zu Vereinigungen und Organisationen vereinbar, die sich katholisch nennen."

Brisant für nicht katholische Politiker ist aber vor allem das Kapitel 4. Dort steht wörtlich:

Davon ausgehend gibt es ein komplexes Netz von aktuellen Problemen, die nicht mit den Fragestellungen vergangener Jahrhunderte verglichen werden können. Wissenschaftliche Errungenschaften haben es nämlich ermöglicht, Ziele zu erreichen, die das Gewissen der Menschen erschüttern und die Lösungen verlangen, welche die ethischen Prinzipien in kohärenter und vollständiger Weise respektieren. Ohne die Folgen für das Leben und die Zukunft der Völker in der Formung der Kultur und der sozialen Verhaltensweisen zu beachten, gibt es in der Gesetzgebung Versuche, die Unantastbarkeit des menschlichen Lebens zu verletzen. In dieser schwierigen Lage haben die Katholiken das Recht und die Pflicht einzugreifen, um den tiefsten Sinn des Lebens und die Verantwortung, die alle dafür besitzen, in Erinnerung zu rufen. In Kontinuität der beständigen Lehre der Kirche hat Johannes Paul II. mehrmals unterstrichen, dass jene, die direkt in den gesetzgebenden Versammlungen tätig sind, die "klare Verpflichtung" haben, sich jedem Gesetz zu widersetzen, das ein Angriff auf das menschliche Leben ist. Für sie, wie für jeden Katholiken, ist es nicht erlaubt, sich an einer Meinungskampagne für solche Gesetze zu beteiligen oder sie mit der eigenen Stimme zu unterstützen. Das hindert nicht daran - wie Johannes Paul II. in der Enzyklika Evangelium vitae für den Fall lehrte, in dem eine vollständige Abwendung oder Aufhebung eines bereits geltenden oder zur Abstimmung gestellten Abtreibungsgesetzes nicht möglich wäre -, "dass es einem Abgeordneten, dessen persönlicher absoluter Widerstand gegen die Abtreibung klargestellt und allen bekannt wäre, … gestattet sein könnte, Gesetzesvorschläge zu unterstützen, die die Schadensbegrenzung eines solchen Gesetzes zum Ziel haben und die negativen Auswirkungen auf das Gebiet der Kultur und der öffentlichen Moral vermindern".

In diesem Zusammenhang muss hinzugefügt werden, dass das gut gebildete christliche Gewissen niemandem gestattet, mit der eigenen Stimme die Umsetzung eines politischen Programms zu unterstützen, in dem die grundlegenden Inhalte des Glaubens und der Moral durch alternative oder diesen Inhalten widersprechende Vorschläge umgestoßen werden. Weil der Glaube eine untrennbare Einheit bildet, ist es nicht möglich, auch nur einen seiner Inhalte herauszulösen, ohne der ganzen katholischen Lehre zu schaden. Der politische Einsatz für einen isolierten Aspekt der Soziallehre der Kirche würde der Verantwortung für das Gemeinwohl nicht gerecht. Auch darf der Katholik nicht meinen, anderen die christliche Verpflichtung überlassen zu können, die ihm durch das Evangelium Jesu Christi zukommt, damit die Wahrheit über den Menschen und die Welt verkündet und verwirklicht werde.

Wenn die politische Tätigkeit mit moralischen Prinzipien konfrontiert wird, die keine Abweichungen, Ausnahmen oder Kompromisse irgendwelcher Art zulassen, dann ist der Einsatz der Katholiken deutlicher sichtbar und mit größerer Verantwortung verbunden. Geht es um diese grundlegenden, unaufgebbaren ethischen Forderungen, müssen die Gläubigen wissen, dass der Kern der moralischen Ordnung auf dem Spiel steht, der das Gesamtwohl der Person betrifft. Dies ist der Fall bei den zivilen Gesetzen im Bereich der Abtreibung und der Euthanasie (nicht zu verwechseln mit dem Verzicht auf therapeutischen Übereifer, der - auch moralisch - erlaubt ist), die das vorrangige Recht des Menschen auf Leben von seiner Empfängnis bis zu seinem natürlichen Ende schützen müssen. In gleicher Weise ist an die Pflicht zu erinnern, die Rechte des menschlichen Embryos zu achten und zu verteidigen. In analoger Weise muss der Schutz und die Förderung der Familie gewährleistet werden, die auf der mongamen Ehe zwischen Personen verschiedenen Geschlechts gründet und die in ihrer Einheit und Stabilität gegenüber den modernen Gesetzen über die Ehescheidung zu schützen ist. Andere Formen des Zusammenlebens können der Familie in keiner Weise rechtlich gleichgestellt werden noch als solche eine gesetzliche Anerkennung erhalten. Auch die Freiheit der Eltern in der Erziehung ihrer eigenen Kinder ist ein unaufgebbares Recht, das zudem von den internationalen Erklärungen der Menschenrechte anerkannt ist. In gleicher Weise muss an den sozialen Schutz der Minderjährigen und an die Befreiung der Opfer von den modernen Formen der Sklaverei (zum Beispiel der Droge oder der Ausnützung durch die Prostitution) gedacht werden. Nicht fehlen darf in dieser Aufzählung das Recht auf Religionsfreiheit sowie die Entwicklung einer Wirtschaftsordnung, die im Dienst der Person und des Gemeinwohls steht und die soziale Gerechtigkeit und die Prinzipien der menschlichen Solidarität und der Subsidiarität beachtet, gemäß denen "die Rechte aller Personen, Familien und gesellschaftlichen Gruppen und deren Ausübung anerkannt werden sollen"[21]. Schließlich ist unter diesen Beispielen das große Thema des Friedens zu nennen. Eine irenische und ideologische Sichtweise neigt manchmal dazu, den Wert des Friedens zu säkularisieren, während man sich in anderen Fällen mit einem zusammenfassenden ethischen Urteil begnügt und die Komplexität der in Frage stehenden Ursachen vergisst. Der Friede ist immer "das Werk der Gerechtigkeit und die Wirkung der Liebe"[22]. Er verlangt, dass Gewalt und Terrorismus radikal und absolut zurückgewiesen werden. Er fordert den beständigen und wachsamen Einsatz jener, die in der Politik Verantwortung tragen.

Link zum kath.net-Klartext von Bischof Andreas Laun zur kommenden Bundespräsidentenwahl "Wie gehirngewaschen sind Christen?"

Siehe auch hier: Link zur Homepage des Vatikans.

Screenshot zur Dokumentation - Der ´Kurier´ titelte: ´Schönborn kritisiert Laun, gibt fast eine Wahlempfehlung´



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 mirjamvonabelin 24. Mai 2016 
 

Genauso habe ich es gemeint

@Gandalf
"Denn zuerst kommt das Recht auf Leben, ohne dem brauchen wir über die nachfolgenden Probleme gar nicht diskutieren."
Auch wenn Kardinal Schönborn meint, die Abtreibungsfrage sei nicht die wichtigste, da irrt er sehr.
Es ist keine Frage, den Flüchtlingen die da sind, muss man helfen und auch vor Ort, politisch und materiell.

Und ja, mir geht vieles unter die Haut, jeder Roma/Sinti/Bettler.

Ist es kath.net möglich Zeugnisse von Frauen, die abgetrieben haben zu veröffentlichen? Leider wird das Leid solcher Frauen totgeschwiegen, sie haben kein öffentliches gehör.


1

0
 
 Adson_von_Melk 24. Mai 2016 

@Spatz II: Man möchte hier bitte präzise sein

Ich habe Herrn Hofer niemals als Rechtsextremen bezeichnet, als Rechtspopulisten bezeichne ich ihn (siehe unten) und seine Partei alle Tage. Damit gehe ich einig mit so gut wie allen politischen Experten.

Den Nationalismus, weil Sie davon anfangen, halte ich für eine jedenfalls un- und auf weite Strecken sogar anti-katholische Ideologie.

Er hat im 19. Jhdt. als harmlose Folklore begonnen, mit pompöser Musik und schwülstigen Gemälden, und er wird im 21. Jhdt. als harmlose Folklore enden. Dazwischen aber war er eine der blutigsten Geißeln, die jemals die Menschheit zerfleischt haben. Ich werde daher - wieder als Christ und Katholik - niemanden wählen, der dieser Ideologie anhängt.

PS.
Ich musste mich am Sonntag für das geringere Übel entscheiden. Beide Herren waren am 24. April nicht meine erste Wahl.


6

0
 
 Adson_von_Melk 24. Mai 2016 

@Spatz: Ich bin als Christ und Katholik gegen das Töten ungeborener Kinder

und spreche meine Kritik an Pro-Abtreibungspositionen van der Bellens hiermit öffentlich aus.

Seine Wahl in das Amt des österreichischen Bundespräsidenten halte ich jedoch für das geringere der vorgestern möglichen Übel. Begründung, hier (c) Kard. Schönborn:

"Eine gute Wahlentscheidung kann sich nicht nur auf Aussagen der Kandidaten zu Kernanliegen der Kirche wie dem Lebensschutz beziehen, sondern muss auch viele andere Komponenten einbeziehen wie die Haltung der Kandidaten zu den Schwachen der Gesellschaft, zu denen auch die Migranten gehören, zur Zusammenarbeit in Europa, zur Verantwortung Österreichs in der internationalen Staatengemeinschaft. Dazu kommt der Blick auf das politische Umfeld der Kandidaten, ihren Stil der Auseinandersetzung und ihre Ankündigungen, wie sie das Amt des Präsidenten auszuüben gedenken."


4

0
 
 SpatzInDerHand 24. Mai 2016 

@Adson_von_Melk: Aha... und wo drücken Sie Ihre Kritik an Pro-Abtreibungspositionen van der Bellens

aus? An Pro-Gender-Positionen? Abgesehen davon, dass die Sache mit Behauptungen, dass Hofer einen rechtsextremen Nationalismus verträte, durchaus kritikwürdig sind (ich gehe keineswegs davon aus, dass dem so ist!) - ABER: ist es wirklich harmloser, wenn statt des einen Übels das andere Übel ungebremst unterstützt wird?

Sie sind Christ, ja? Was genau ist Ihre Position zum Töten ungeborener Kinder?


7

0
 
 Adson_von_Melk 24. Mai 2016 

@H.v.KK: Weder Bischof Laun noch Kardinal Schönborn waren es

die entschieden haben, wer österreichischer Bundespräsident wird. Das hat - denkbar knapp - das Wahlvolk bestimmt.

Als Demokrat hätte ich mich mit jeder Entscheidung abfinden müssen. Meine jetzige Stimmungslage möchte ich nicht mit Freude, aber mit großer Erleichterung beschreiben. Ich meinerseits hätte es für einen tiefschwarzen, ja katastrophalen Tag gehalten, wenn ein Rechtspopulist Staatsoberhaupt geworden wäre.


6

0
 
 SCV 23. Mai 2016 
 

Gab es keinen katholischen Kandidaten??

Was ich mich als Nicht-Österreicher nach der Wahl frage: gab es eigentlich keinen katholischen Kandidaten??


5

0
 
 H.v.KK 23. Mai 2016 
 

H.v.KK

Na super Herr Kardinal!
Sind Sie jetzt zufrieden,daß ein Befürworter des Genderwahnsinns und der Homoehe und bekennender Befürworter des Ermordens Ungeborener in die Hofburg einzieht? Einzig s.E.Hr.WB Dr.Laun hatte das Rückgrat und den Charakter, auszusprechen was Sache ist! 23.05.2016 - ein tiefschwarzer,ja katastrophaler Tag für Österreich!


5

0
 
 Adson_von_Melk 23. Mai 2016 

@Agnostikath hat es auf den Punkt gebracht

" Viele Sätze in dem oben zitierten Werk, würden sie von einem Iman in einer Predigt geäußert, wären wohl geeignet, bei vielen Kritikern den Ruf nach dem Verfassungsschutz laut werden zu lassen."

Auch wenn manche es ignorieren möchten, es ist auch und gerade aus theologischer ein Unterschied, ob ein kath. Laienverband oder ein kath. Bischof eine Wahlempfehlung ausspricht.

@Lohmann:
"Einmischen" sollen die Bischöfe sich doch auf vielfachen Wunsch dieses Forums... Aber die Antwort ist nein, ich errinnere mich nicht an einen derartigen Eingriff von Kardinal Schönborn in die Tagespolitik. Wenn Sie von einem wissen, dann ist es Ihr Beruf als Journalist, uns mit Belegen zu infomrieren, nicht aber Suggestivfragen zu stellen.


6

0
 
 Tonika 23. Mai 2016 
 

@Papepi

"... Ihnen das Denken abzusprechen ist alles andere als christlich katholisch, das ist abwertend und entwürdigend. So eine Aussage sagt mehr über Laun, als über Menschen, die sich kritisch mit Politik auseinandersetzen"

Typisch Linkskatholiken können nur verteilen aber keine Kritik einstecken. Bei Linkskatholiken bedeutet "kritisch denken" und mündig sei, den Mainstream und Medienmeinungen blind folgen.
Linkskatholiken sprechen abfällig glaubenstreue Katholiken ständig die Intelligenz u. eigenständiges Denken ab und wenn sie mal kritisiert werden ist das entwürdigend. Ein Katholik, der christenfeindliche Politiker mit antichristlichen Werten wählt, spricht sich selbst das Christsein ab. Ach, so? Linkskatholiken sollen klarer und schärfer denken, weil sie Medienmeinung übernehmen, weil sie Mitläufer, die der Mehrheits - und Modemeinungen anhängen sind, weil sie christliche Werte als minderwertig betrachten? Ich finde es Klasse wie Laun den Linkskatholiken einen Spiegel hinhält.


7

0
 
 Tonika 23. Mai 2016 
 

@Antigone

"Aber was hat das mit Flüchtlingen zu tun? Geht Ihnen "Please, don't hate us" nicht unter die Haut?"
 
Geht Ihnen die Frage der Christen im Nahen Osten, die einen VÖLKERMORD erleben  und den Westen und die westliche Christenheit fragen: "Why do you ignore us" nicht unter die Haut? Offenbar nicht. Sie haben keinen einzigen Kommentar des Mitgefühls und der Solidarität für verfolgte Christen verfasst. Wer selektiv sein Mitgefühl, Humanität und Solidarität verteilt hat kein Recht sich moralisch überlegen zu fühlen.


3

0
 
 Antigone 23. Mai 2016 
 

@Gandalf

Bisher ist meine Antwort an Sie nicht eingestellt worden. So versuche ich es noch einmal.
Ich bin - selbstverständlich!! - gegen das Töten ungeborenen Lebens! Wie kommen Sie dazu, mir anderes zu unterstellen?
Was aber hat das mit der Flüchtlingsproblematik zu tun?


5

0
 
 Gandalf 21. Mai 2016 

@Antigone

Und geht Ihnen das Wort "Bitte tötet uns nicht" nahe? Nein, denn das sind halt nur ungeborene Kinder, die keine Stimme haben. Wer aber den kleinen Kindern das Lebensrecht verweigert oder hier wegschaut, der hat nicht viel verstanden. Denn zuerst kommt das Recht auf Leben, ohne dem brauchen wir über die nachfolgenden Probleme gar nicht diskutieren.


15

0
 
 Klaffer 21. Mai 2016 
 

@mirjamvonabelin

Sie schreiben: Und wenn sie den Flüchtlingen wirklich helfen wollen, dann schauen sie, dass sie nicht flüchten müssen, wie viele kommen auf der Flucht um?

Ich bin mir nicht ganz sicher, wie ich Ihren Beitrag auffassen soll. Meinen Sie, dass man durch Geldspenden für Entwicklungshilfeprojekte einen Beitrag dazu leisten soll, dass die Menschen in ihren Heimatländern eine Zukunft sehen? Dann bin ich ganz Ihrer Meinung.
Ich glaube aber, dass auch die Hilfe für Menschen, die zu uns geflüchtet sind, wichtig ist.


4

0
 
 Antigone 21. Mai 2016 
 

@mirjamvonabelin

Ich wünsche Ihnen viel Glück bei der Wohnungssuche!!! Ich kenne solche Probleme.
Nun aber: Was haben Abtreibungen mit Flüchtlingen zu tun? Auch ich habe eine Bekannte, die abgetrieben und ein Trauma davon hat. Das ist schlimm. Aber was hat das mit Flüchtlingen zu tun? Geht Ihnen "Please, don't hate us" nicht unter die Haut?


6

0
 
 frajo 21. Mai 2016 

Lieber Agnostikath,

ich weiß nicht, was Ihre geistige Heimat ist. Wenn Sie sich Gott gegenüber nicht verpflichtet sehen, dann sehe ich Ihre Haltung einigermaßen (nicht ganz) folgerichtig. Nicht ganz, weil auch unabhängig von einem Glauben an Gott (aus meiner Sicht) nicht christliche Gesellschaften entweder zerfallen sind, oder nur durch Zwang zusmmengehalten werden.

Für einen Menschen aber, der sich Gott gegenüber verpflichtet weiß oder sich zumindest als solcher erklärt - nur von denen spricht aus meiner Sicht SE Laun - ist das Wort Gottes verpflichtend. Gott sagt in Dtn. 30,19 "Leben und Tod lege ich Dir vor, Segen und Fluch. Wähle also das Leben, damit Du lebst, Du und Deine Nachkommen." Ein Hirte in der Kirche hat die Pflicht vor Gott, den Menschen (auch den Nichtglaubenden) solche Weisungen zu geben; ob sie es hören wollen oder nicht. Daß nicht alle Hirten iher Verpflichtung nachkommen ändert nichts an dieser Verpflichtung. Gott wird das letzte Urteil dazu haben. rlg


8

0
 
 mirjamvonabelin 21. Mai 2016 
 

@asino

Ich kenne Einzelschicksale(viel) von Frauen die abgetrieben haben. Und sie? Helfen sie denen auch?

Dem 17-jährigen Afghanen wird geholfen, kann geholfen werden wenn auch nicht sofort, es sind ja so viele, alle müssen Geduld haben(ich suche seit 8 Monaten eine bezahlbare Wohnung).

Ich vergleich zu Abtreibung, kann einer Frau die abgetrieben hat geholfen werden?
Oder dem totem Kind?

Und wenn sie den Flüchtlingen wirklich helfen wollen, dann schauen sie das sie nicht flüchten müssen, wie viele kommen auf der Flucht um?


9

0
 
 Klaffer 21. Mai 2016 
 

@asino

Danke für Ihren Beitrag und für Ihren Einsatz in der Flüchtlingshilfe.

Ich glaube, dass Sie eine wichtige Arbeit leisten. Lassen Sie sich nicht entmutigen!


3

0
 
 papepi 20. Mai 2016 
 

Das ist das Problem - wie Laun begründet!!!

Laun: "Sprachlos stehe ich jeder Werbung für Van der Bellen gegenüber, die einerseits zeigt, wie wenig kritisch Menschen denken oder nicht denken."
Auch sogenannte "Linkskatholiken" denken! Manchmal sogar schärfer und klarer... Ihnen das Denken abzusprechen ist alles andere als christlich katholisch, das ist abwertend und entwürdigend. So eine Aussage sagt mehr über Laun, als über Menschen, die sich kritisch mit Politik auseinandersetzen
Laun: "wie gleichgültig auch vielen Katholiken ihr Glaube ist!
Es ist nicht Gleichgültigkeit, die mich für Van der Bellen entscheiden lässt, sondern wohlüberlegte Entscheidung! ... Dies pauschal getauften und gefirmten Mitchristen abzusprechen halte ich genauso entwürdigend wie auch Hofer über Flüchtlinge spricht ("Invasoren").
Laun über Van der Bellen Wähler: Unwillkürlich denke ich an das biblische Wort: „Sie lieben die Finsternis mehr als das Licht!“
v.d.Bellen Wähler zu untersetellen sie seien vom Bösen - ist das katholisch?


6

0
 
 Agnostikath 20. Mai 2016 
 

Klerikale Wahlempfehlungen, auch wenn indirekt, bergen mehrere Probleme #2

3) Viele Sätze in dem oben zitierten Werk, würden sie von einem Iman in einer Predigt geäußert, wären wohl geeignet, bei vielen Kritikern den Ruf nach dem Verfassungsschutz laut werden zu lassen. Zumal ja ("Brisant für nicht katholische Politiker[...]") sogar ein Allgemeinverbindlichkeitsanspruch erhoben wird.
4)Nehmen wir das Beispiel "Ehe und Familie", weil es sehr wenig mit technischem oder wissenschaftlichen Fortschritt zu tun hat. Anders als im Text oben nahegelegt kann man in einer Demokratie (=Bündnis von Bürgern gleicher Rechte) schlicht nicht fordern, das eine zivilrechtliche Ehe nicht auch wieder geschieden werden kann. Nur ein Beispiel aus dem CIC: Ein Polygamist, der zur RKK übertritt, muss ja auch seine restlichen Frauen "entlassen".
Und warum sollte ein außereheliches Kind schlechter gestellt sein (Erbe, Unterhalt, etc.) als ein eheliches? Warum soll eine kinderlose Ehe finanziell besser gestellt sein, als die außereheliche Vater- oder Mutterschaft?


3

0
 
 Agnostikath 20. Mai 2016 
 

Klerikale Wahlempfehlungen, auch wenn indirekt, bergen mehrere Probleme #1

1) Es ist ein Unterschied, ob ein weltanschaulicher Verein/ Verband sich äußert, oder Pfarrer und Bischöfe. Erstere sind, letztendlich, nur zivilrechtliche Gruppen - wie auch z.B. Gewerkschaften oder Arbeitgeberverbände. Letztere jedoch haben - wie Beamte - eine Sonderstellung, mit der die Pflicht zur Zurückhaltung einhergeht. Bis in die 50er hatten wir dafür auch noch einen eigenen Straftatbestand, den sog. "Kanzelparagraph".
2) Sir Churchill sagte 1947: "[...] democracy is the worst form of government except all those other forms that have been tried from time to time." Ja, demokratische Mehrheiten treffen auch fragwürdige Entscheidungen und alle demokratische Systeme sind unvollkommen in der Art, wie die Mehrheit gefunden wird. Aber mit Sicherheit kann nicht eine Weltanschauungsgruppe unter der Bürgerschaft ein "Veto"- Recht für sich proklamieren, denn manchmal zwingen die Umstände uns, auch zwischen unvereinbaren Positionen einen Ausgleich zu finden.


4

0
 
 bernhard_k 20. Mai 2016 
 

Wo ist das Problem?

"Jeder hat das Recht, eine Wahlempfehlung abzugeben, auch ein Bischof."

Na also, dann hat Bischof Laun ja alles richtig gemacht!


23

0
 
 Veritasvincit 20. Mai 2016 

legitim?

Schönborn:"Es ist völlig legitim, wenn auch bei dieser Wahl Katholiken zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen, was die Wählbarkeit der einzelnen Kandidaten betrifft."

Was heisst hier "legitim"? Verereinbar mit dem weltlichen Gesetz oder mit den Geboten Gottes?


7

0
 
 Gandalf 20. Mai 2016 

Schade..

.. ich nehme zur Kenntnis, dass gewisse Leute wie Asino hier Hofer, der - wie schon gesagt - nicht meine Traumwahl ist - etwas unterstellen, dann aber nicht den Mumm haben, den Nachweis zu bringen. So etwas ist rufschädigend und nicht einmal christlich, aber was soll's: Hauptsache man hilft Flüchtlingen (was einige hier, die hier mitposten, hier übrigens tun, ohne dies an die große Glocke zu hängen) ;-)


20

0
 
 Cosmas 20. Mai 2016 
 

Verdächtige Beflissenheit Schönborns

Ich frage mich nur, warum Schönborn wieder einmal so unmittelbar und beflissen - sozusagen auf Knopfdruck - das äußert, was "die Welt" von ihm hören will. Das ist schon peinlich, ja fast mitleidserregend.


27

0
 
 Gandalf 20. Mai 2016 

@asino...

Also nochmals die Aufforderung um Nachweise zu den Behauptungen zu Hofer bringen. Zur aktuellen Flüchtlingspolitik von Österreich. Dies hat nicht die FPÖ beschlossen, sondern die ÖVP und die SPÖ. 95 % der Österreich unterstützen dies.


17

0
 
 Gandalf 20. Mai 2016 

@asino

Jeder von uns kennt Einzelschicksale. Unser Mitarbeiter Christof Zellenberg hat viele Nächte als Malteser am Westbahnhof verbracht und dort Flüchtlingen geholfen. So what? Das genügt offensichtlich, dass man zuhause im eigenen Land Augen und Ohren zumacht, wenn die eigenen ungeborenen Kinder abgeschlachtet werden dürfen? oder Wie?


21

0
 
 asino 20. Mai 2016 

Ich kenne konkrete Einzelschicksale

Ich kümmer(t)e mich um fast 2 Dutzend Flüchtlinge aus Syrien und Afghanistan und weiß, wovon ich rede. Flehentliche Bitte eines 17 jährigen Afghanen: "Please, don't hate us!"


9

0
 
 Gandalf 20. Mai 2016 

Was HOFER zu Flüchtlingen sagt! Für Asino ua.

... konnte man u.a auf kath.net vor einigen Tagen lesen. Diesen Aussagen kann man als Christ ohne Problem zustimmen, in Österreich werden locker 95 % der Menschen dem zustimmen. Das sind die Fakten, alles andere ist ganz einfach Propaganda, wenn nicht gar Lügen.

www.kath.net/news/54965


20

0
 
 Joy 20. Mai 2016 
 

DANKE, liebes kath.net

dass Ihr die Kritierien von Kard.Ratzinger gebracht habt - ich hatte sie ja auch schon diverse Male gepostet.


18

0
 
 asino 20. Mai 2016 

komme zum gegenteiligen Schluss

Auf der Basis des Textes der Glaubenskongregation sehe ich mich moralisch ausser Stande, einen Kandidaten zu wählen, der mutwillig das Leben von Kriegsflüchtlingen aufs Spiel setzt und Menschen ungleich behandelt, ob er nun Hofer oder Trump heißt.


7

0
 
 Martin Lohmann 20. Mai 2016 
 

Stimmt es eigentlich, ...

.... dass Schönborn selbst sich schon mal früher kräftig eingemischt hat mit Wahlempfehlungen? Warum vergessen manche so rasch und konsequent ihre eigene Geschichte - wenn andere dasselbe tun, nur sich dabei trauen, dem Diktat des Zeitgeistes zu widersprechen?


29

0
 
 aragorn1 20. Mai 2016 
 

Mutter Teresa: ‚Abtreibung ist die größte Zerstörerin des Friedens’

Die Zeiten in denen wir Politiker wählen konnten weil sie katholisch waren (und vor allem danach lebten) sind schon lange vorbei. Mittlerweile sind wir gezwungen von Kleinstparteien über das „Kleinere Übel“ bis „Weiß“ zu wählen.
Im Sinne der Sel. Mutter Teresa: ‚Abtreibung ist die größte Zerstörerin des Friedens’ ist es meines Erachtens das Wichtigste bei den Kandidaten auf deren Einstellung zu den Fundamenten der Gesellschaft und Kirche – zu Lebens- und Familienschutz zu sehen und sie danach zu beurteilen.


30

0
 
 wandersmann 20. Mai 2016 
 

@M.Schn-Fl Zustimmung, aber anderer Mechanismus

Ein Lob für Ihren Beitrag.

Der Populismus auch der Mehrheit des Episkopates bringt die Menschen dahin. Sie wollen einfach diese Lauheit nicht mehr.

Den hier von Ihnen angedeuten Wirkungsmechnismus möchte ich allerdings kritisieren. Es geht hier m. E. nach um mehr als um eine rein psychologische Wirkungskette.

Ich glaube, dass der Populismus zunächst einmal gegen den Willen Gottes ist und dieses schädigt den mystischen Leib. Medizinisch gesprochen: Das lebensnotwendige Blut (die Gnade) erreicht nicht mehr alle Glieder des Leibes oder nicht so gut wie es sein könnte.
Wegen der Verfehlungen der Menschen, aber insbesondere der Kleriker sind wir in Schwierigkeiten. Ja, die Lauheit der Kleriker verdirbt den Glauben. Das stimmt. Aber nicht so sehr, weil die Gläubigen die Lauheit nicht mögen (okay ich und Sie mögen diese Lauheit nicht), sondern wegen der Schädigung des mystischen Leibes.

Und jede Abtreibung schädigt den Leib besonders stark. So bilden wir eine "Schicksalsgemeinschaft.


10

0
 
 bellis 20. Mai 2016 

Ninivebote

Es gibt nirgends Politiker und vielleicht auch Päpste, die wirklich katholisch leben, ohne schwere Sünden, wer also sollte regieren? Man muss also im Sinne Christi und leider das kleinste Übel wählen. Sollte ein Wahlkandidat Freimaurer sein, kann man ihn nicht wählen, denn dieser bezeugt damit, dass er die Kirche Jesu Christi zerstören will.


19

0
 
 wandersmann 20. Mai 2016 
 

Klatsche für Gradualität

"Weil der Glaube eine untrennbare Einheit bildet, ist es nicht möglich, auch nur einen seiner Inhalte herauszulösen, ohne der ganzen katholischen Lehre zu schaden."

Jak 2,10 Denn wer das ganze Gesetz hält, sich aber in einem verfehlt, der ist in allem schuldig geworden.

Die Gradualität nach Kardinal Schönborn sagt das Gegenteil: Wir schauen nicht, was an Inhalten (s.o.) herausgelöst worden ist oder ob sich jemand in einem Gesetz verfehlt (und dies nicht bereuen will), sondern wir schauen in welchen Punkten jemand das Gesetz hält.
Und dann kommt man eben auch für Todsünder zu einem günstigen Ergebnis, denn kein Mensch verfehlt sich immer und überall gegen das Gesetz und die Lehre. Es gibt immer noch eine illegale Bischofsweihe oder ein anderes Sakrileg an dem er nicht beteiligt war.

Christus hat zu Faustyna gesagt: Nur die schwere Sünde vertreibt mich aus der Seele.

Damit ist klar: EINE schwere, unbereute Sünde bedeutet den Tod. Gradualität hin oder her.


14

0
 
 M.Schn-Fl 20. Mai 2016 
 

Was ist nur mit den Bischöfen los?

Vergebens bemühe ich mich zu verstehen, was die die Bischöfe in Deutschland, Österreich und der Schweiz in so großer Zahl veranlasst, japsend hinter dem Zeitgeist herzulaufen, ohne ihn jemals einzuholen. Es erschreckt mich auch, wie der Wiener Kardinal, zu dessem Orden auch ich gehöre, die Ansichten der Feinde des Christentums und der Lehre der Kirche indirekt unterstützt und somit das Lehramt, wie es hier in diesem Bericht ausführlich zitiert wird,desavouiert.
Eine Kirche, die so liebedienerisch den Mainstream bedient, ist den Menschen immmer mehr widerlich und weder warm noch kalt. Deshalb tun sie wir der Herr, sie speien sie aus - Gott sei's geklagt - aus ihrem Munde. Fragen sich diese Bischöfe überhaupt nicht, warum die Menschen sich von ihnen und dem Mainstream abwenden und sich den sogenannten "rechtspopulistischen" Parteien zuwenden?
Der Populismus auch der Mehrheit des Episkopates bringt die Menschen dahin. Sie wollen einfach diese Lauheit nicht mehr.


40

0
 
 Wiederkunft 20. Mai 2016 
 

Ehebruch

Ja, beide Kandidaten leben in zweiter Ehe. Das ist traurig, aber es gibt doch Unterschiede. Van der Bellen, nahm sich seine junge, grüne Glubchefin zur zweiten Frau und Norbert Hofer, ist mit einer Altenpflegerin jetzt verheiratet, da seine erste Ehe in Brüche ging. Wir sollten nicht mit Steinen werfen, denn auch Klestil, war sogar mit dem Segen von Kardinal Schönborn ein zweites mal verheiratet! Viel wichtiger ist doch welche Meinungen über das Leben, über Gott und den Menschen hat. Da jagt es mir bei Van der Bellen dann kalten Schweiß über den Rücken. Er meinte unlängst: " Er trete vielleicht in die Kirche wieder einmal ein", aber an einen Gott glaube er nicht! Na, hallo!, wieder ein nicht Gläubiger in der Kirche Jesus Christus mehr??? Alles nur Wahlpropaganda, einfach Lüge!!!


26

0
 
 raph 20. Mai 2016 
 

Wenn es nicht unsere Lehre betrifft haben wir Verständnis dafür

Ich frage mich oft, ob die Kirche deswegen öffentlich in der Bedeutungslosigkeit verschwunden ist, weil man für so vieles Verständnis hat, außer für die eigene Lehre?


20

0
 
 Anita-Therese 20. Mai 2016 
 

DANKE an kath.net!

... für den wirklich erhellenden Text von der GL-Kongregation oben - da ist es eindeutig, dass sehr wohl die christlich-moralische Haltung der Kandidaten entscheidend ist, und ganz besonders ihre Stellung zum Lebensschutz. Im Gegensatz zu dem, was Schönborn sagt.
Auch die "Zukunft der Völker in der Formung der Kultur und der sozialen Verhaltensweisen [ist] zu beachten
", was eindeutig gegen die Überfremdung durch Migrationsflut spricht.
Da helfen Schönborns Beteuerungen für Friede, EU und Einheit nichts, wenn der Friede nicht - wie oben zuletzt steht - auf der Gerechtigkeit und einer gottgefälligen Moral basiert.
Frieden ist ein Gottesgeschenk und kann nicht von atheistischen Ideologien (= EU) hergestellt werden - das führt zum Gegenteil.


23

0
 
 chriseeb74 20. Mai 2016 
 

@Karlmaria u.andere

Jetzt wird es aber wirklich brisant, wenn es um die "schwerste" Sünde geht.
M.E. ist das nämlich die Sünde wider den Hl. Geist, da hier keine Vergebung erfolgen kann und der Deliquent somit konsequenterweise nicht mehr zu Gott gelangen kann.
Unabhängig davon bin ich froh, dass ich Deutscher bin, denn für mich sind beide Kandidaten als Katholik NICHT wählbar.
Interessant an der jetzige Diskussion ist allerdings, dass die Kirche nicht vorher (im 1. Wahlgang) sich positioniert hat und einen der durchgefallenen Personen für Katholiken präferierte.
Die jetzige Diskussion innerhalb der Kath. Kirche halte ich aus diesem Grund für äußerst peinlich!


2

0
 
 Ulrich Motte 20. Mai 2016 
 

Frage nach der Konfession

Herr Kardinal Schönborn schreibt, keiner der Kandidaten sei katholisch. Der Herr Kardinal weiß das ja sicher besser als ich und der,den ich las, der schrieb, Hofer sei katholisch. Was sind Hofer und van der Bellen nun? Das heißt nicht, daß ich meine Entscheidung von der Konfession der Kandidaten abhängig machte. Verwechselungen der Konfession kommen öfter vor. Heute korrigiert ein Leserbrief die Aussage, die neue Landtagspräsidentin in Baden-Württemberg sei Muslima. Sie ist Alevitin. Eine evangelikale Zeitschrift bezeichnete den Us-Präsidentschaftskandidaten Kasich zweimal als Katholik, was er früher war. Er ist heute Mitglied einer evangelikalen anglikanischen Kirche. Das Us-Magazin TIME rechnete den Senator Santorum vor Jahren zu den 25 wichtigsten Evangelikalen der USA, obwohl der etwas völlig anderes ist, nämlich Katholik. Reagan wird bis heute oft als Jünger Christi bezeichnet, obwohl er den calvinistischen Presbyterianern zuzurechnen war (und so beerdigt wurde).


7

0
 
 Gandalf 20. Mai 2016 

@inigo

Noch was von Evangelium vitae gehört oder? Na, egal, man hat zwar Johannes Paul II. heiliggesprochen. Was er geschrieben hat und seiner berühmten Enzyklika klar festgestellt hat, muss man ja als Katholik nicht wissen.Ist ja nicht so wichtig und könnte stören. Der Relativismus lässt grüßen ...


25

0
 
 Ninivebote 20. Mai 2016 
 

Einseitigkeit

Bei anderen Gelegenheiten würden viele Poster nicht so galant darüber hinwegsehen, dass Hofer aus der katholischen Kirche ausgetreten ist und in zweiter Ehe lebt. Da wird auch Weihbischof Laun plötzlich sehr großzügig und "tolerant".


11

0
 
 Iñigo 20. Mai 2016 

@Karlmaria

Nun, es gibt vier "himmelschreiende Sünden", nicht nur eine:
Mord (das Blut, das zum Himmel schreit), sexuelle Gewalt (Sünde Sodoms), Unterdrückung (die Versklavten Israeliten) und das Verweigern des gerechten Lohnes.

clamitat ad coelum
vox sanguinis et sodomorum,
vox oppressorum,
merces detenta laborum

So findet es sich seit alters her in unserer Tradition (bezieht sich alles auf konkrete Bibelstellen) und in diesem schönen Distychon im Katechismus des Petrus Canisius.

Vielleicht ist es gut, bei der Wahl alle vier in Betracht zu ziehen.


16

0
 
 Karlmaria 20. Mai 2016 

Keiner darf durch seine Wahl die Abtreibung unterstützen

Er macht sich sonst mitschuldig der Abtreibung. Die Abtreibung ist die schwerste Sünde. Alle anderen Macken eines Kandidaten sind gegenüber der Abtreibung eher gering!


34

0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Kirche

  1. Altabt Henckel-Donnersmarck: "Kirche in Europa ist erschlafft"
  2. Norwegen: Arme Kirche in reichem Land
  3. Hunderte Kirchen, Monumente und Gebäude werden rot angestrahlt
  4. Covid-19-Pandemie hat ‚neue Ekklesiologie, neue Theologie’ gebracht
  5. Chile: „Nichts rechtfertigt die Gewalt gegen Kirchen und Glauben“
  6. Beiruter Erzbischof: „Wir wollen die Wahrheit über die Explosion wissen”
  7. Eine nie dagewesene Glaubenskrise – hin zu einem Schisma?
  8. „Kirche in Not“ schnürt zweites Hilfspaket für Beirut
  9. Mosambik: Ordensfrauen und Gemeindemitglieder nach Angriff vermisst
  10. "Warum die Deutsche Bischofskonferenz auch einmal gelobt werden darf!"







Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net-PAULUS-Leserreise: Fronleichnam auf Malta - Mit Michael Hesemann und P. Leo Maasburg
  2. Auch Benedikt XVI. und Erzbischof Gänswein werden sich gegen Covid impfen lassen
  3. Überlegungen zu einer Reform der Papstwahl. Eine Geschichte
  4. Stat crux dum volvitur orbis
  5. Der alte Trick des Feindes
  6. Protestwelle gegen Zwangs-Sexualisierung im Duden
  7. Franziskus: „Abtreibung ist ein Problem, das selbst ein Atheist im eigenen Gewissen lösen muss“
  8. Papst gegen Corona geimpft
  9. Der Apostolische Palast bricht ein und die Zeit läuft davon
  10. Vatikan regelt Spendung des Aschenkreuzes im Corona-Modus
  11. Die Christo-Zentrik des Petrusdienstes – Oder warum es nur einen Papst gibt
  12. Hurra, ein Katholik!
  13. „Unperfektes Kreuz“ als neues Logo für das Bistum Fulda
  14. Großes kath.net-Gewinnspiel 2021: Zwei Romreisen, Reisegutscheine, Büchergutscheine und ein Ipad!
  15. Österreichische Bischöfe möchten auch weiterhin Gläubige von den Gottesdiensten ausschließen

© 2021 kath.net | Impressum | Datenschutz