Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. ADIOS!
  2. „In Deutschland tobt derzeit ein Kirchenkampf“ - Droht ein Schisma?
  3. ‚Dubia‘ an den Vatikan – US-Priester bitten um Klärung hinsichtlich liturgischer Änderungen
  4. Hat der Synodale Weg „die katholische Kirche in Deutschland in Machtspiel und Kampfzone verwandelt“?
  5. Santo subito? - Vatikan untersucht mögliches Wunder durch Benedikt XVI.!
  6. "Entsprechend klein ist die Lücke, die er hinterlässt"
  7. Synodaler Weg führte zu Streit und Verwerfung
  8. Debatte um Leitung der Deutschen Bischofskonferenz - Konservative Bischöfe als „Königsmörder“?
  9. Papst Leo wird die Gründonnerstags-Fußwaschung wieder im Lateran vollziehen
  10. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Möchte mich nun an liberale Theologen und Gläubige wenden“
  11. THESE: Und die Bibel hat doch Recht!
  12. „Catholic Herald“: „Irlands schwindende Familien“
  13. L'Avvenire sorgt für Confusione!
  14. Sterilisationen, schlechte Lebensbedingungen: Grönländer kritisieren dänische Herrschaft
  15. Bekenntnisse eines Warmduschers

Erzbischof Chaput: ‚Hat er unsere Richtlinien überhaupt gelesen?’

22. November 2016 in Weltkirche, 5 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die Richtlinien der Erzdiözese Philadelphia zur Umsetzung von ‚Amoris laetitia’ tragen zur Spaltung bei, behauptet der designierte Kardinal Farrell, Präfekt des Dikasteriums für Laien, Familie und Leben.


Philadelphia (kath.net/LSN/jg)
„Ich frage mich ob Kardinal Farrell die Richtlinien von Philadelphia überhaupt gelesen und verstanden hat, die er in Frage stellt.“ Mit diesen Worten reagierte Charles Chaput, der Erzbischof von Philadelphia, auf die Kritik des designierten Kardinals Kevin Joseph Farrell auf die von der Erzdiözese Philadelphia bereits im Juli veröffentlichten Richtlinien für die Umsetzung des Schreiben Amoris laetitia.

Farrell, Präfekt des neu geschaffenen Dikasteriums für die Laien, die Familie und das Leben, hatte über das von Chaput veröffentlichte Dokument behauptet, es trage zur „Spaltung“ bei. Der Erzbischof hätte keine Richtlinien für sein Erzbistum erstellen, sondern diese gemeinsam mit den anderen US-Bischöfen erarbeiten sollen, kritisierte Farrell.


Die Einwände Farrells beschränken sich nicht auf formale Kriterien. Er stößt sich an der Interpretation von „Amoris laetitia“ anhand der Lehre und der Tradition der Kirche. Die Richtlinien der Erzdiözese Philadelphia halten ausdrücklich fest, dass für zivilrechtlich wiederverheiratete Geschiedene das Gebot der sexuellen Enthaltsamkeit gilt.

„Ich teile die Ansicht von Erzbischof Chaput nicht“, sagte Farrell gegenüber Catholic News Service. Es gebe ganz verschiedene Umstände und Situationen, die zu berücksichtigen seien. Jeder Fall sei gesondert zu beurteilen, betonte er.

Er sei angesichts der Kritik Farrells „ratlos“, sagte Erzbischof Chaput. Warum sollte ein Bischof zögern, „Amoris laetitia“ zum Wohl seiner Diözese zu interpretieren und anzuwenden? Bei einem Thema das so schwerwiegend sei wie die sakramentale Ehe seien Zögern und Zweideutigkeit nicht angebracht, antwortete er.

Als Bischof sei es seine Aufgabe seine Diözese zu leiten, nicht Aufgabe der Bischofskonferenz. Diese könne ein wertvolles Diskussionsforum sein, aber dem Ortsbischof seine Aufgabe nicht abnehmen, sagte Chaput.

Er sei sich bewusst, dass das Leben oft verworrene Situationen hervorbringe. Barmherzigkeit und Mitgefühl könnten nicht von der Wahrheit getrennt werden ohne dabei ihre Berechtigung zu verlieren. Die Kirche könne der heiligen Schrift oder ihrem eigenen Lehramt nicht widersprechen ohne dabei ihre Aufgabe zu verfehlen. Die Worte Jesu zur Unauflöslichkeit der Ehe seien eindeutig, erinnerte der Erzbischof von Philadelphia.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Amoris laetitia

  1. Papst bekräftigt Lehre von "Amoris laetitia" zu Geschiedenen
  2. Polen: 140.000 Unterschriften für Verteidigung der Ehe
  3. Kardinal Cupichs Amoris-laetitia-Seminare mit umstrittenen Referenten
  4. Seifert: Außergerichtliche Einigung mit Erzbistum Granada
  5. Katholische Universität kündigt Unterzeichnern der correctio filialis
  6. ‚Franziskus soll 8. Kapitel von ‚Amoris laetitia’ zurückziehen’
  7. ‚Amoris laetitia’ wäre unter Franziskus’ Vorgängern abgelehnt worden
  8. ‚Amoris laetitia’ ändert Lehre und Sakramentenordnung nicht
  9. Offizielles Lehramt? Kommunion für Wiederverheiratete in Einzelfällen
  10. Theologe: ‚Barmherzigkeit heißt, Zweitehe ist nicht immer Ehebruch’






Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. ADIOS!
  3. „In Deutschland tobt derzeit ein Kirchenkampf“ - Droht ein Schisma?
  4. Santo subito? - Vatikan untersucht mögliches Wunder durch Benedikt XVI.!
  5. "Entsprechend klein ist die Lücke, die er hinterlässt"
  6. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  7. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Möchte mich nun an liberale Theologen und Gläubige wenden“
  8. Synodaler Weg führte zu Streit und Verwerfung
  9. Debatte um Leitung der Deutschen Bischofskonferenz - Konservative Bischöfe als „Königsmörder“?
  10. ‚Dubia‘ an den Vatikan – US-Priester bitten um Klärung hinsichtlich liturgischer Änderungen
  11. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  12. Kardinal Zen: Papst Leo „ist wahrlich eine Leitungspersönlichkeit, die zuhören kann!“
  13. Hat der Synodale Weg „die katholische Kirche in Deutschland in Machtspiel und Kampfzone verwandelt“?
  14. Papst sagt Weihbischof für Schweizer Diözese Chur zu
  15. Papst Leo wird die Gründonnerstags-Fußwaschung wieder im Lateran vollziehen

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz