Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Erzbischof Gänswein soll Nuntius in Litauen werden!
  2. Kardinal Müller: "Sie sind wie die SA!"
  3. Der Münchner Pro-Life-Marsch UND was die deutschen Medien verschweigen
  4. Schweiz: Bischof Bonnemain bei Beerdigung von Bischof Huonder
  5. Waffen können Frieden schaffen und viele Menschenleben retten!
  6. 'Allahu akbar' - Angriff auf orthodoxen Bischof in Australien - Polizei: Es war ein Terrorakt!
  7. BRAVO! - 6000 Teilnehmer beim Marsch für das Leben in München
  8. „Schwärzester Tag für die Frauen in der deutschen Nachkriegsgeschichte“
  9. Ablehnung von Fiducia supplicans: Afrikas Bischöfe haben ‚für die ganze Kirche’ gesprochen
  10. Mehrheit der Deutschen fürchtet Islamisierung Europas
  11. Eine kleine Nachbetrachtung zu einer Konferenz in Brüssel
  12. Deutsche Bischofskonferenz nimmt Bericht zur reproduktiven Selbstbestimmung „mit großer Sorge“ wahr
  13. Großes Interesse an Taylor Swift-Gottesdienst in Heidelberg
  14. Meloni: Leihmutterschaft ist ,unmenschliche Praxis‘
  15. 'Politische Einseitigkeit ist dem Gebetshaus fremd'

Seifert: Außergerichtliche Einigung mit Erzbistum Granada

7. Februar 2018 in Weltkirche, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Der österreichische Philosoph wird nicht an das Philosophieinstitut Edith Stein des Erzbistums Granada zurückkehren.


Rom (kath.net/jg)
Der österreichische Philosoph Josef Seifert hat sich mit dem Erzbistum Granada in der Sache seiner unfreiwilligen Pensionierung außergerichtlich geeinigt. Das gab Seifert in einem Interview mit Maike Hickson für den Blog OnePeterFive bekannt (siehe Link am Ende des Artikels). Der Philosoph war wegen seiner kritischen Haltung zum nachsynodalen päpstlichen Schreiben „Amoris laetitia“ von Erzbischof Javier Martinez Fernandez gegen seinen willen pensioniert worden und hat dagegen geklagt. kath.net hat hier berichtet: Josef Seifert klagt Erzbistum Granada

Über Inhalte des Übereinkommens und Details über dessen Zustandekommen könne er nichts sagen, da er zugesagt habe, darüber nichts an die Öffentlichkeit zu tragen. Das Erzbistum Granada habe eingestehen müssen, dass seine Pensionierung nicht auf normalem Weg erfolgt sei, sondern dass er wegen seiner kritischen Artikel zu „Amoris laetitia“ das Philosophieinstitute Edith Stein verlassen musste. Bereits vor der Einigung habe er von sich aus auf eine Rückkehr an das Institut verzichtet. Er werde also nicht nach Granada zurückkehren, sondern prüfe derzeit einige Möglichkeiten eine Forschungsprofessur anzunehmen, sagt Seifert.


In diesem Zusammenhang habe er ein erfreuliches Gespräch mit Christoph Kardinal Schönborn, dem Erzbischof von Wien, geführt. Der Vizerektor einer universitären Institution, die unter der Schirmherrschaft Schönborns stehe, habe bei ihm, Seifert, angefragt, ob er einen Lehrstuhl annehmen würde. Da Kardinal Schönborn die Ansicht vertrete, dass „Amoris laetitia“ in Einklang mit dem Lehramt der Kirche stehe, habe er erwartet, der Erzbischof von Wien werde das Vorgehen des Erzbischofs von Granada unterstützen und einen Lehrstuhl für ihn ablehnen.

Zu seiner Überraschung sei beides nicht der Fall gewesen. Schönborn habe keine prinzipiellen Einwände gegen eine Professur seiner Person an dem Institut erhoben und sei auch mit der Vorgehensweise des Erzbischofs von Granada keineswegs einverstanden gewesen. Differenzen dieser Art sollten auch nach Ansicht des Kardinals im Rahmen eines akademischen Dialoges geklärt werden und nicht mit disziplinären Maßnahmen.

Er hoffe, dass sein Fall andere Philosophen und Theologen ermutigen werde, entsprechend dem Urteil ihrem Gewissen die Wahrheit zu verkünden, auch wenn dies manchmal Kritik an einigen Punkten päpstlicher Dokumente bedeute, sagt Seifert.

Er hoffe auch, dass viele andere Denker von einer „falschen Papolatrie“ befreit würden, die einem Katholiken jedwede Kritik an einem Papst verbiete. Diese Haltung sei vielleicht durch die großen und heiligen Päpste der letzten 150 Jahre genährt worden. Sie sei aber nicht katholisch, wie die Beispiele des heiligen Athanasius, der heiligen Katharina von Siena und anderer zeigen würden. „Der Papst ist weder Herr über die Wahrheit noch der Herr der Kirche, sondern deren Diener“, sagt Seifert wörtlich.


Link zum vollständigen Interview mit Josef Seifert (englisch):

onepeterfive.com



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 wedlerg 7. Februar 2018 
 

Franziskus, Marx und Maradiaga

Man stelle sich vor, der Glaube wäre auf dem Konzil von Nizäa durch diese drei vertreten worden.

Um so wichtiger sind Personen wie Prof. seifert heute: „Der Papst ist weder Herr über die Wahrheit noch der Herr der Kirche, sondern deren Diener“.

Das wird im Vatikan bzw. in St. Martha sicher nicht gerne gehört.


15
 
 StephanSy 7. Februar 2018 
 

Kritik an Päpsten...

.. von "katholischen" Theologen und Philosophen ist doch seit ewig ein Muss, geradezu eine Voraussetzung für eine Professur. Kaum einmal wurde eine Häresie unterbunden oder geahndet, solange sie im liberaler Mainstream schwimmt.

Ein Problem hat man erst, wenn die Kritik von der "falschen", "reaktionären" Seite kommt.


12
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Amoris laetitia

  1. Papst bekräftigt Lehre von "Amoris laetitia" zu Geschiedenen
  2. Polen: 140.000 Unterschriften für Verteidigung der Ehe
  3. Kardinal Cupichs Amoris-laetitia-Seminare mit umstrittenen Referenten
  4. Katholische Universität kündigt Unterzeichnern der correctio filialis
  5. ‚Franziskus soll 8. Kapitel von ‚Amoris laetitia’ zurückziehen’
  6. ‚Amoris laetitia’ wäre unter Franziskus’ Vorgängern abgelehnt worden
  7. ‚Amoris laetitia’ ändert Lehre und Sakramentenordnung nicht
  8. Offizielles Lehramt? Kommunion für Wiederverheiratete in Einzelfällen
  9. Theologe: ‚Barmherzigkeit heißt, Zweitehe ist nicht immer Ehebruch’
  10. Kardinal Pujats: ‚Amoris laetitia’ bedarf einer Klärung







Top-15

meist-gelesen

  1. Erzbischof Gänswein soll Nuntius in Litauen werden!
  2. 'Allahu akbar' - Angriff auf orthodoxen Bischof in Australien - Polizei: Es war ein Terrorakt!
  3. Kardinal Müller: "Sie sind wie die SA!"
  4. BRAVO! - 6000 Teilnehmer beim Marsch für das Leben in München
  5. 'Politische Einseitigkeit ist dem Gebetshaus fremd'
  6. Heiligenkreuz: Gänswein und Koch für Wiederentdeckung des Priestertums
  7. Schweiz: Bischof Bonnemain bei Beerdigung von Bischof Huonder
  8. Der Münchner Pro-Life-Marsch UND was die deutschen Medien verschweigen
  9. Eine kleine Nachbetrachtung zu einer Konferenz in Brüssel
  10. „Schwärzester Tag für die Frauen in der deutschen Nachkriegsgeschichte“
  11. Der Teufel sitzt im Detail
  12. Ablehnung von Fiducia supplicans: Afrikas Bischöfe haben ‚für die ganze Kirche’ gesprochen
  13. Frankreich: „Inzwischen bedeutet Katholizismus, seinen Glauben erklären zu können“
  14. Koch: Mit Glaube an ewiges Leben verdunstet auch Menschenwürde
  15. ,Mach dir keine Sorgen, Mama – Gott wird mich heilen!‘

© 2024 kath.net | Impressum | Datenschutz