Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:








Top-15

meist-diskutiert

  1. Bistum Hildesheim spricht ab jetzt in ‚geschlechtersensibler Sprache’!
  2. Weiterhin keine Mundkommunion im Bistum Limburg
  3. Petrusbruderschaft muss Dijon verlassen
  4. 'Annalena und die 10 Verbote'
  5. (K)eine Lebensschutzerklärung der Deutschen Bischofskonferenz?
  6. Das EU-Parlament möchte ein "Recht auf Abtreibung" einführen
  7. „Was, wenn es doch kein Gerücht ist?“
  8. Papst: Pandemie zwingt zur Entscheidung zum Guten oder zum Bösen
  9. "Herr Bischof, Sie sind ein Schreibtischtäter und haben kein Herz für ungeborene Kinder!"
  10. Ist Joe Biden exkommuniziert?
  11. Wo stehen wir mit ‚Amoris laetitia’?
  12. Woelki: „Es geht um Verantwortung. Und die übernehme ich, indem ich …“
  13. Erzbischof Lackner: Warnung vor neuer "Glaubensknappheit"
  14. Murx 2.0: Der Krampf geht weiter ...
  15. Neuer Blick auf Medjugorje hat viel mit Österreich zu tun

Wirtschaftsexperte: Es ist gut, an Gott zu glauben

3. Jänner 2017 in Kommentar, 5 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Der christliche Glaube zahlt sich aus. Das zeigt eine einfache Kosten-Nutzen-Abwägung. Prof. Thomas Mayer, bekannter Wirtschaftsexperte, erinnerte dazu in der FAZ an den Philosophen Blaise Pascal


Frankfurt (kath.net)
„Fast wäre ich wegen Josef Ratzinger zur katholischen Konkurrenz gewechselt, weil ich die Konzentration auf Kernkompetenz an ihm schätzte.“ Dies schreibt Thomas Mayer, der Gründungsdirektor des „Flossbach von Storch Research Institutes“ und Professor an der Universität Witten/Herdecke, in einem Beitrag für die FAZ zu Weihnachten. Bewahrt vor dem Übertritt habe ihn aber Papst Franziskus. Er finde den Papst zwar sympathisch finde, doch wenn Franziskus auf das Thema „Wirtschaft“ zu sprechen käme, sträubten sich aber seine Nackenhaare, so Mayer. Der Professor kritisierte, dass zuerst etwas erarbeitet werden müsse, damit man etwas zum Verteilen habe. Erst dann könne man den Armen helfen. Laut dem Wirtschaftsexperten scheint diese Einsicht sowohl bei der katholischen als auch bei der evangelischen Kirche zu fehlen. Von einer Kirche erwarte er sich, dass diese sich um Glaubensfragen kümmere. Das politische Tagesgeschäft sollte den Parteien überlassen werden. Kritisch sieht Mayer auch das Auftreten des Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx und der Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland, Heinrich Bedford-Strohm, auf dem Jerusalemer Tempelberg im vergangenen Herbst und das dortige Ablegen der Kreuze.


Überzeugend findet Mayer hingegen den Philosophen und Mathematiker Blaise Pascal, weil dieser sich die Frage gestellt habe, ob er an ein Leben nach dem Tod glauben solle. Zur Beantwortung habe Pascal die Gewinnerwartung für den Glauben daran berechnet. Dabei hat der Philosoph angenommen, dass die Wahrscheinlichkeit für ein Leben nach dem Tod nicht sehr groß sei und vielleicht bei 10 Prozent liege. Falls man hier allerdings richtig liege, wäre der Wert dessen, was man dabei gewinne unendlich groß. Der Erwartungswert einer Wette auf das Leben nach dem Tod sei daher unendlich. Dies sei für Pascal ein sehr attraktives Nutzen-Kosten-Verhältnis also. Mayer erinnerte dann auch, dass Pascal eine zweite Wette aufmachte: Die Wette, dass er in die Hölle kommen könnte, wenn er nicht fromm sei. Dort sei der erwartete Verlust unendlich.

Die andere Option ist, dass man nur an das irdische Leben glaube. Dies sei aber fragil. Wenn man verliere, ist es für immer weg. Dies erzeuge Verlustangst. Dadurch werde der Tod verdrängt, allerdings könne man ihm irgendwann nicht mehr entgehen. „Wer dagegen an ein Leben nach dem Tod glaubt, kann sich mit der Aussicht auf ein zweites Leben trösten, wenn er das irdische verliert. Das macht ihn gegen Druck und Stöße robust. Und wer daran glaubt, dass das Leben nach dem Tod viel schöner ist als das irdische, erfreut sich an Druck und Stößen“, meint der Wirtschaftsexperte.

Foto oben: Symbolbild


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 christine.mm 5. Jänner 2017 
 

Entscheidung : Sympathie oder Inhalt

Es stimmt, daß ein einnehmendes Wesen eine Entscheidung für eine gute aber auch für eine schlechte Gemeinschaft wesentlich beeinflussen kann. Genauso gilt, daß ein einem unsympathisches Wesen einem eine gute Gemeinschaft regelrecht vergraulen kann.
Wichtig allein ist der Inhalt, die Zielsetzung. Die muß man genau prüfen. Und ob das Ganze eigentlich überhaupt einen wesentlichen Aspekt des menschlichen Lebens betrifft, oder nicht.
Wenn es kein Leben nach dem körperlichen Sterben gibt, warum hält sich so ein Gedanke in verschiedenen Ausformungen durch all' die Jahrhunderte. So ist es wirklich ein Akt der Klugheit so zu leben, als ob ein endgültiges Gericht über mich stattfinden wird und den Rettungsanker, so lange mir Zeit gegeben ist, zu ergreifen. Denn kommt da nichts mehr, wache ich auch nicht mehr zum Gericht auf. Wache ich aber auf o h n e diesen Rettungsanker, das Versäumnis ist nicht mehr gut zu machen.
Darum ist ein zeichenhaftes Leben in Christus wahrhaft Leben spendend.


1

0
 
 Philip 4. Jänner 2017 
 

...

Der Gedanke, dass der Mensch der Wirtschaft von Nutzen zu sein hat, ist sehr protestantisch, während die katholische Soziallehre die Würde des Menschen in den Mittelpunkt stellt und fordert, dass alle gesellschaftlichen Teilbereiche, und dazu gehört die Wirtschaft auch, auf die Wahrung der Menschenwürde auszurichten sind.

Die Existenz der kath. Soziallehre an sich beweist schon, dass die katholische Kirche sich in gesellschaftliche und damit auch politische (Politik ist ebenfalls ein Teil der Gesellschaft) einmischen soll.(Kompendium der Soziallehre der Kirche, Par. 510). Und wenn auch die Hirten keine politischen oder wirtschaftlichen Funktionen und Ämter ausüben dürfen, so ist es doch ihre Pflicht als Hirten, die diese ausübenden Laien an ihre Verpflichtungen gemäß der Lehre zu erinnern und entsprechend anzuleiten, unabhängig von der Meinung der Laien. Die Forderung, die Kirche solle sich nicht einmischen, nur privat sein, ist eine typisch atheistische und völlig unkatholisch...


2

0
 
 Waldi 3. Jänner 2017 
 

Ich kann die Entscheidung...

von Prof. Thomas Mayer sehr gut nachempfinden, dass er wegen Papst Benedikt XVI. zur katholischen Kirche konvertieren wollte, dann aber nach der Wahl von Papst Franziskus die Konversion nicht vollzogen hat. Viele Katholiken fühlten sich unter Papst Benedikt XVI. in der katholischen Kirche bedeutend wohler als heute unter Papst Franziskus, ich auch! Die Zukunft wird noch weitere Beweise liefern, dass die Sehnsucht nach Papst Benedikt XVI. nicht unbegründet ist!


2

0
 
 bernhard_k 3. Jänner 2017 
 

Respekt und Vergelt's Gott!

Das sind starke Worte eines Wirtschaftsexperten! Und sehr mutige Worte angesichts der total anders gelagerten Mainstream-Diskussionen.

"Fast wäre ich wegen Josef Ratzinger zur katholischen Konkurrenz gewechselt, weil ich die Konzentration auf Kernkompetenz an ihm schätzte."

Lieber Prof. Mayer, bitte tun Sie das trotzdem ... die hl. Katholische Kirche ist die wahre und richtige Kirche!


4

0
 
 Thomasius 3. Jänner 2017 
 

Mit fällt es sehr schwer, Liebe in die Logik des Nutzen zu zwingen:

Ist es gut einen Menschen zu lieben?
Bekomme ich dafür etwas?

Bekanntlich wurde diese Fragestellung im NT abgelehnt.

Es ist mir daher schleierhaft, wieso auf kath.net immer wieder Artikel erscheinen, die sich dieser Logik verpflichtet fühlen.

Liebe sucht keine Vorteile, "sie lässt sich nicht erzürnen, sie trägt das Böse nicht nach. Sie freut sich nicht über das Unrecht, freut sich vielmehr mit an der Wahrheit....." (1. Kor. 13)

Den Glauben in die Logik der Wirtschaft zu zwingen bedeutet, diesem die Zähne zu ziehen und diesen in die Funktion der Wirtschaft zu stellen.


2

0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Glaube

  1. Unschuldig angeklagt und verurteilt - Leseprobe 2
  2. Unschuldig angeklagt und verurteilt - Aus dem Vorwort von George Weigel
  3. Unerschütterlich im Glauben - Leseprobe 5
  4. Unerschütterlich im Glauben - Leseprobe 4
  5. Unerschütterlich im Glauben - Leseprobe 1
  6. Ein Weg unter den Augen Mariens
  7. Angebote von „Kirche in Not“ zum Josefsjahr
  8. Scott Hahn: ‚Mit Kompromissen gewinnen wir nicht’
  9. Mit Glaubenszeugen durch das Jahr
  10. Papst hofft auf "wahrhaftigeren" Glauben nach der Corona-Krise








Top-15

meist-gelesen

  1. Bistum Hildesheim spricht ab jetzt in ‚geschlechtersensibler Sprache’!
  2. „Was, wenn es doch kein Gerücht ist?“
  3. Kommen Sie mit - Familienwallfahrt ins Heilige Land mit P. Leo Maasburg - Oktober 2021
  4. Knien als Gewissenstraining - Die Champions League der Moralisten
  5. 'Annalena und die 10 Verbote'
  6. Papst Franziskus beruft Kardinal Müller ans Oberste Kirchengericht
  7. "Herr Bischof, Sie sind ein Schreibtischtäter und haben kein Herz für ungeborene Kinder!"
  8. Menschenverachtung in Gottes Namen
  9. Woelki: „Es geht um Verantwortung. Und die übernehme ich, indem ich …“
  10. Petrusbruderschaft muss Dijon verlassen
  11. Weiterhin keine Mundkommunion im Bistum Limburg
  12. Papst lässt 3-Monats-Frist für Amtsverzicht von Heße und Schwaderlapp verstreichen
  13. (K)eine Lebensschutzerklärung der Deutschen Bischofskonferenz?
  14. Orban: Welt steht Christen feindlich gegenüber
  15. Murx 2.0: Der Krampf geht weiter ...

© 2021 kath.net | Impressum | Datenschutz