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Chile: Kirche gegen Einführung der ‘Homo-Ehe’

2. September 2017 in Aktuelles, 1 Lesermeinung
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Präsidentin Bachelet hatte kurz vor Ende ihrer Amtszeit eine entsprechende Gesetzesinitiative eingebracht.


Santiago de Chile (kath.net/ KAP)
Die katholische Kirche in Chile übt Kritik an einer Gesetzesinitiative für die Einführung der "Homo-Ehe" durch die scheidende Präsidentin Michelle Bachelet geübt. Ein wichtiges Ziel der Ehe sei die Zeugung von Kindern, zu der es in einer homosexuellen Verbindung per se nicht kommen könne, sagte der Bischof von Punta Arenas, Bernardo Bastres Florence, am Mittwoch gegenüber dem Portal elpinguino.com. Homosexuellen Beziehungen dürfe eine grundsätzliche Liebe nicht abgesprochen werden, doch sei fraglich, ob diese in einer vollkommenen Form gelebt werde, sagte Bastres weiter. Klare Ablehnung signalisierte er zudem für baldige teilweise Legalisierung der Abtreibung in Chile. Das Leben müsse ein "absoluter Wert" bleiben, so der Bischof.


Präsidentin Bachelet hatte ihre Gesetzesinitiative damit begründet, dass alte Vorurteile nicht stärker sein dürften als die Liebe, ist chilenischen Medienberichten vom Dienstag zu entnehmen. Im April 2015 hatte Chile bereits die eingetragene Lebensgemeinschaft ermöglicht. Im Zuge der Gleichstellung der "Homo-Ehe" solle es künftig auch gleichgeschlechtlichen Paaren möglich sein, Kinder zu adoptieren, so Bachelet, deren Amtszeit im März 2018 endet. Eine Verlängerung ihrer Amtszeit ist per Verfassung ausgeschlossen, im November 2017 stehen Präsidentschaftswahlen an.

Erst vor einer Woche hatte in Chile das umkämpfte Gesetz zur Legalisierung von Abtreibungen die letzte Hürde genommen. Das Verfassungsgericht lehnte zwei Klagen ab, die das Gesetz in letzter Minute stoppen sollten. Damit ist ein Schwangerschaftsabbruch in Chile künftig in drei Fällen legal: Bei einer Erkrankung des Fötus, einer Vergewaltigung der Mutter sowie bei Lebensgefahr für die Mutter. Bachelet hatte sich in ihrem Wahlkampf für eine entsprechende Neuregelung stark gemacht.

Copyright 2017 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


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Lesermeinungen

  2. September 2017 
 

Warum nicht in Deutschland?

Warum hört man solch katholische Stimmen nicht auch in Deutschland? Hier herrscht Schweigen im Walde!


13
 

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