Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Foto mit AfD-Politiker - Pfarrer entpflichtet Oberministranten im Bistum Passau
  2. Bekommt Deutschland ein Wahrheitsministerium?
  3. Breite Rezeption für eine vermeintlich gescheiterte Theologie
  4. Teufelsanrufung in der 2. Bundesliga?
  5. Lambrecht fordert: Lebensschutz in der neuen Koalition verbessern, trotz anderslautender SPD-Wünsche
  6. Alexander Kissler: Kirchen sorgen für ‚Entchristianisierung‘ Deutschlands
  7. Parolin: „Segne uns, Heiliger Vater Johannes Paul II.! Segne diese Kirche des Herrn auf ihrem Weg“
  8. Die Vernunft des Glaubens – Zum 20. Todestag des heiligen Johannes Paul II.
  9. Lourdes verhüllt Mosaike des mutmaßlichen Missbrauchstäters Pater Marko Rupnik
  10. Immer mehr Hass-Übergriffe auf Priester in Polen
  11. „Du musst tun, was Priester tun. Du musst die Messe feiern, Beichten hören und Anbetung halten“
  12. Hilfe! Mein Kind tut sich so schwer mit dem Lernen!
  13. Orthodoxe Kirche von Zypern übt heftige Kritik am Westen
  14. EINMALIGE CHANCE! Große Baltikum-Reise mit kath.net - Mit Erzbischof Gänswein!
  15. US-Regierung gegen Abtreibungs-Agenda der Vereinten Nationen

Wahre und falsche Propheten

8. Juli 2018 in Spirituelles, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


"Ein Prophetenschicksal ist nicht immer leicht und für den Propheten selber meist nicht angenehm. Er ist ja aufgerufen, die Wahrheit dessen, was ihm Gott mitteilt, zu bezeugen." Sonntagspredigt von Josef Spindelböck


St. Pölten (kath.net/St. Josef)
14. Sonntag im Jahreskreis B (08.07.2018)
L1: Ez 1,28-2,5; L2: 2 Kor 12,7-10; Ev: Mk 6,1b-6

Liebe Brüder und Schwestern im Herrn!

Ein Prophetenschicksal ist nicht immer leicht und für den Propheten selber meist nicht angenehm. Er ist ja aufgerufen, die Wahrheit dessen, was ihm Gott mitteilt, zu bezeugen. Die Menschen aber, welche die Botschaft hören, reagieren ganz verschieden. Die einen glauben dem Propheten, die anderen lehnen ihn und seine Botschaft ab. Das gilt für die alttestamentlichen Propheten, das gilt für Johannes den Täufer, den Vorläufer Jesu, und das gilt für Jesus Christus selbst, wie uns das heutige Evangelium aufzeigt.

Aber gehen wir der Sache auf den Grund. Woran erkennt man denn überhaupt, ob ein Prophet im Namen Gottes spricht? Wie kann man einen wahren von einem falschen Propheten unterscheiden? Oder sollen wir einfach jedem X-beliebigen „Propheten“ Glauben schenken, der von sich sagt, er sei von Gott gesandt?

Schon im Alten Testament war dies eine wichtige Frage. Es gab tatsächlich auch Propheten, welche im eigenen Namen auftraten und die nicht von Gott gesandt waren. Nicht selten waren sie auf irdischen Vorteil aus, während umgekehrt ein echter Prophet auch bereit sein musste, Verfolgung und Leiden auf sich zu nehmen. Ein falscher Prophet bestätigte die Menschen in ihrem sündhaften, von Gott abgewandten Lebenswandel; die von Gott gesandten Propheten führten die Menschen, die von Gott abgefallen waren, wieder auf den rechten Weg zurück oder versuchten dies zumindest.


Jesus ist mehr als ein Prophet, da er der Sohn Gottes ist, den der himmlische Vater in die Welt gesandt hat. Woran erkennen wir, dass sein Zeugnis echt und glaubwürdig ist? Da ist zuerst sein heiliger Lebenswandel; niemand konnte ihm eine Sünde nachweisen (vgl. Joh 8,46). Dann hat Jesus den Menschen viele Wohltaten erwiesen, wie die Heilung von Krankheit, die gottgewirkte Befreiung von Menschen, die ihren Süchten verfallen waren, aus der Macht des Teufels. Ja, er konnte Sünden vergeben und hat dies auch getan! Die Wunder, welche er gewirkt hat, waren eine Beglaubigung der göttlichen Sendung. Und doch wollte Jesus keinen Menschen zum Glauben zwingen, sondern seine Zuhörer überzeugen!

Eben deshalb nahm er auch die fallweise Ablehnung durch seine Zuhörer in Kauf. Dies geschah in auffallender und für Jesus selber sicher auch schmerzhafter Weise gerade in seiner Heimatstadt Nazareth. Aufgrund dessen ist uns im Evangelium folgender Ausspruch des Herrn überliefert: „Nirgends ist ein Prophet ohne Ansehen außer in seiner Heimat, bei seinen Verwandten und in seiner Familie.“ (Mk 6,4). Wie ist dies möglich? Alle kennen ihn doch! Aber gerade hier liegt das Problem: Sie kennen ihn, und sie kennen ihn doch nicht. Sie halten Jesus einfach für den Sohn von Maria und Josef und für einen Zimmermann. Nicht aber wissen sie um seine göttliche Sendung. Es ist für die Zuhörer Jesu einfach undenkbar, dass gerade er der Messias sein soll. Die Erfahrung des Gewöhnlichen und Alltäglichen, von der sie Jesus kennen, verdeckt die Erfahrung des Göttlichen. So lehnen sie Jesus ab, und Jesus muss dieses Prophetenschicksal ertragen!

Wie wir alles wissen, ist Jesus dann eben wegen seiner besonderen Sendung von vielen Menschen missverstanden und angefeindet worden. Doch auch angesichts seines Leidens und Sterbens am Kreuz ist Jesus seiner Sendung treu geblieben und hat die Liebe des himmlischen Vaters bezeugt. Indem der menschgewordene Sohn Gottes freiwillig das Leiden und Sterben auf sich nahm, hat er unsere Schuld gesühnt. Wir sind erlöst von der Sünde und allem Bösen und können nun wieder aufatmen! Denn Gott schenkt uns Hoffnung und Leben. Wir sind befreit von allen selbst auferlegten Zwängen, die uns in die Knechtschaft führen. Wir heißen Kinder Gottes und sind es, und wir dürfen in dieser Freiheit der Kinder Gottes leben!

Ja, Großes ist uns geschenkt und verheißen. Weil wir im Glauben zu Jüngern Jesu geworden sind, haben wir teil an seiner prophetischen Mission. Gott möchte auch in unserem Leben sichtbar werden für andere; durch die heilige Taufe und die Firmung gestärkt sind wir zu heiliger Zeugenschaft berufen. Das prophetische Zeugnis für die Wahrheit Christi zeigt sich in einem heiligen, gottverbundenen Leben im Geist der Seligpreisungen. Ein Christ wird gelassen sein, auch wenn ihn Schwierigkeiten und Ablehnung erwarten. Wie viele Christen in aller Welt werden heute wegen ihres Glaubens verfolgt oder bedroht oder gar getötet! Sie alle geben ein prophetisches Zeugnis für die Wahrheit Gottes, an dem sich viele andere orientieren können.

Danken wir Gott dafür, dass er uns Jesus Christus als seinen Sohn gesandt hat. Dieser ist mehr als ein Prophet und hat doch das Prophetenschicksal an seinem eigenen Leib erfahren. In seinem Tod und in seiner Auferstehung ist uns Heil und Leben geschenkt!

Bitten wir die heilige Gottesmutter Maria und den heiligen Josef um ihre Fürbitte bei Gott, damit auch wir allezeit dem Willen Gottes treu sind und mit seiner Liebe verbunden bleiben. Amen.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Bibel

  1. Angst, Suche nach Hoffnung – Verkauf von Bibeln in den USA in diesem Jahr um 22 Prozent gestiegen
  2. Bibelunterricht für alle Schüler im US-Bundesstaat Oklahoma
  3. ‚Wir können froh sein, dass es diesen launischen Gott der Bibel nicht gibt’
  4. Neunjähriger US-Amerikaner hat Bibelpodcast für Kinder begonnen
  5. Die Bibel hat Recht – Archäologen auf den Spuren des Alten Testaments
  6. „Kirche in Not“ veröffentlicht Kinderbibel-App
  7. Biblische Empfehlungen für Ehemänner
  8. Vollständige Bibel bereits in 704 Sprachen übersetzt
  9. Verteidigung des Primats des Allerhöchsten - Worte des ewigen Lebens
  10. Portland: Black Lives Matter/Antifa-Randalierer verbrennen Bibeln






Top-15

meist-gelesen

  1. EINMALIGE CHANCE! Große Baltikum-Reise mit kath.net - Mit Erzbischof Gänswein!
  2. Eine wichtige BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  3. Teufelsanrufung in der 2. Bundesliga?
  4. Foto mit AfD-Politiker - Pfarrer entpflichtet Oberministranten im Bistum Passau
  5. Breite Rezeption für eine vermeintlich gescheiterte Theologie
  6. „Du musst tun, was Priester tun. Du musst die Messe feiern, Beichten hören und Anbetung halten“
  7. Bekommt Deutschland ein Wahrheitsministerium?
  8. Das Wunder des Karol Wojtyła
  9. „Habt keine Angst!“ – Christus macht wirklich frei!
  10. Alexander Kissler: Kirchen sorgen für ‚Entchristianisierung‘ Deutschlands
  11. Hexenfestival: Streit zwischen Exorzisten und Bürgermeister
  12. Orthodoxe Kirche von Zypern übt heftige Kritik am Westen
  13. 200 Quadratmeter für den Papst
  14. Nach ‚schwarzer Messe‘ in Kansas: Organisator von der Polizei verhaftet
  15. Hilfe! Mein Kind tut sich so schwer mit dem Lernen!

© 2025 kath.net | Impressum | Datenschutz