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Österreich bekommt neue christliche Schule in Linz

7. September 2018 in Österreich, 4 Lesermeinungen
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Neue Privatschule "Die Lerche" eröffnet mit Schulbeginn ihre Türen und will mit neuem pädagogischen Konzept vor allem christlich orientierte Familien ansprechen


Linz (kath.net)
Am 10. September eröffnet in Linz eine neue, christliche Schule mit dem Namen "Die Lerche". Zu Beginn ist eine private Volksschule und eine Neue Mittelschule geplant. Die Schule startet mit 23 Kindern zwischen Vorschule und 5. Schulstufe. Getragen wird das Projekt vom "Schulverein Charlotte Mason Linz", einem gemeinnützigen Verein, der sich am katholischen Glauben und christlichen Menschenbild orientiert. Die britische Reformpädagogin Charlotte Mason (1842-1923) gibt der Schule eine spezielle pädagogische Ausrichtung. Finanziert wird der Schulbetrieb durch Elternbeiträge und Spenden.

Die Initiative für die Schulgründung kommt von Eltern mit pädagogischen Visionen. Jutta Graf, Leiterin des Projekts, meint über die Motive der Initiatoren: "Wir haben in Linz eine vielfältige Schullandschaft mit hochwertigen Angeboten. Das pädagogische Geschehen in den Klassenzimmern wird aber großteils von den Lehrpersonen bestimmt. Das kann aus Elternsicht unbefriedigend sein. Eltern wünschen sich zunehmend Schulen, deren pädagogisches Konzept für sie transparent ist. In unserem Fall wünschen die Eltern einerseits eine Schule, die ihren Kindern Orientierung im christlichen Glauben und Werteverständnis bietet. Andererseits wünschen sie sich eine angstfreie Atmosphäre, in der Kinder sowohl charakterlich als auch geistig/intellektuell wachsen."


Das pädagogische Konzept von Charlotte Mason: Wissen ist nicht das Bildungsziel

Charlotte Mason war Zeitgenossin von Maria Montessori und Rudolf Steiner. Sie prägte eine Reformpädagogik, die sich zu ihren Lebzeiten schnell verbreitete, die außerhalb von Großbritannien jedoch erst in den letzten Jahrzehnten an Bekanntheit gewann.

Über das pädagogische Konzept von Charlotte Mason erläutert Graf: "Masons Ansatz deckt sich mit aktuellen Erkenntnissen der Hirnforschung. Es geht ihr um das Erfassen von Bedeutung, nicht um kurzlebiges Faktenwissen. Dazu werden Kinder in direkten Kontakt mit dem Lernstoff gebracht. Je nach Unterrichtsfach geschieht das zum Beispiel durch regelmäßige Naturbeobachtung, durch das Lesen von Primärquellen, Biographien, wissenschaftlichen Berichten und hochwertiger, lebendiger Literatur. Auch die Begegnung mit Personen verschiedenster Hintergründe erweitert den Horizont von Kindern."

Mason selbst bringt das Ziel von Bildung und Erziehung mit folgender Aussage auf den Punkt: "Die Frage ist nicht, wie viel ein junger Mensch am Ende seines Bildungsweges weiß, sondern die Frage ist: Wie viel bedeutet ihm die Sache? Wie viele Wissensgebiete liegen ihm am Herzen? Wie groß ist der geistige Boden, auf dem er steht? Und folglich: Wie reichhaltig wird das Leben sein, das vor ihm liegt?"

Die Lerche ist Teil des internationalen und interkonfessionellen Schulnetzwerks "Amblesideside Schools International" (ASI). Weltweit arbeitet ASI mit einer steigenden Anzahl an Partnerschulen zusammen. Der Erfolg des Konzepts ist laut dem Begründer des Netzwerks, Dr. Bill St. Cyr aus Leesburg/Virginia vor allem auf zwei Faktoren zurückzuführen: einerseits auf die Verringerung von Ängsten durch ein Klima der Wertschätzung und andererseits auf die Steigerung der Schüleraktivität. Die Methode der Narration stellt einen Grundbaustein des Unterrichts dar. Schüler vertiefen und verinnerlichen Inhalte, indem sie diese aktiv formulieren.

Bürgermeister Luger sieht in der "Lerche" eine Bereicherung für die Schullandschaft. In seinem Geleitwort zur Eröffnung der Schule schreibt Bürgermeister Luger über die "Die Lerche": "Unsere breit gefächerte Schullandschaft und unser eng geknüpftes Ausbildungsnetz werden damit bereichert. (...) Ich wünsche allen Lehrkräften und Kindern einen erfolgreichen Start in das gemeinsame erste Schuljahr. Ich bin überzeugt davon, dass die Privatschule „Die Lerche“ auf großes Interesse stoßen wird und wünsche für die Zukunft alles Gute."

Temporärer Standort in einem Gebäude der Pfarre Herz Jesu in Linz. Graf sagt über den Standort der Schule: "Unsere Schule gehört weder einer Pfarre noch einer kirchlichen Bewegung an. Wir sind dankbar, dass wir mit Erlaubnis des Pfarrgemeinderats sowie der Diözese Linz Pfarr-Räumlichkeiten in Herz Jesu vorläufig anmieten durften. Wir halten aber schon jetzt Ausschau nach einem Standort, der es uns erlaubt zu wachsen." Am 10. September feiert die Schulgemeinschaft um 9.00 Uhr den Eröffnungsgottesdienst mit Diözesanbischof Manfred Scheuer.

www.dielerche.at


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