Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vatikan verbietet Messe im Alten Ritus für spanische Wallfahrer
  2. Stadtdekanat Köln nimmt an der LGBT-Veranstaltung ‚Cologne Pride’ teil
  3. Papst Franziskus beruft umstrittenen Moraltheologen in Studiengruppe der Synode über die Synodalität
  4. ‚Die Schönheit der Messe in der außerordentlichen Form evangelisiert’
  5. Für Innsbrucker Bischof Glettler ist Linzer Skandal-Bild 'Art Korrektiv' zu bisherigen Marienfiguren
  6. Wie tief kann Kriegstreiber Putin noch sinken?
  7. Verbot von Gehsteigberatungen ist eine unnötige Kriminalisierung von Betern und Beratern
  8. Vatikan kündigt Dokument zu kirchlichen Ämtern und Frauen an
  9. Der Vierungsturm der Kathedrale von Rouen brennt!
  10. Ist das Kunst, oder kann der Kopf ab?
  11. FAZ: Abtreibungswillige müssen Kritik aushalten
  12. 'Auf die russischen Mörder und Angreifer wartet das gerechte Urteil Gottes'
  13. Toni Kroos möchte nicht mehr nach Deutschland zurück - Das "Sicherheits-Gefühl" ist weg
  14. Vatikan: Erscheinungen von Amsterdam haben keinen übernatürlichen Ursprung
  15. Russland will KEINEN FRIEDEN sondern die völlige Zerschlagung der UKRAINE!

Missbrauch: Kardinal Versaldi will Seminaristen besser überprüfen

6. Oktober 2018 in Weltkirche, 8 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Präfekt der vatikanischen Kongregation für das Katholische Bildungswesen fordert dazu u.a. bessere Ausbildung für jene, die selbst Priesteramtskandidaten ausbilden und Einsatz von Psychologie.


Vatikanstadt (kath.net/ KAP)
Das Auswahlverfahren für zukünftige Priester sollte angepasst werden, um riskante Verhaltensweisen besser zu erkennen, fordert Kardinal Giuseppe Versaldi. Der Präfekt der Kongregation für das Katholische Bildungswesen äußerte sich in der vatikanischen Tageszeitung "L'Osservatore Romano", wie das Portal "Vatican News" (Donnerstag) berichtet. Viele Regeln setzten schon genaue Kriterien für die Priesteramtskandidaten fest, einschließlich der Überprüfung ihrer körperlichen und psychischen Gesundheit, so Versaldi. Aber aufgrund der aktuellen Erkenntnisse reiche es nicht, nur Kandidaten mit offensichtlichen pathologischen Einschränkungen auszuschließen, argumentierte der Kardinal.


Angesichts der Missbrauchsskandale "müsste die Ausbildungslaufbahn angepasst werden, um so die Eignung der Kandidaten zu erkennen". Geeignet erscheinende Kandidaten müssten durch eine tiefgreifende Überprüfung auf riskantes Verhalten untersucht werden, so Versaldi.

Die Seminaristen-Ausbilder müssten in der Lage sein, "Alarmsignale zu erkennen" und nicht nur ein eventuelles pathologisches Verhalten der Seminaristen zu bemerken. Ihre Ausbildung sei diesbezüglich jedoch "unzureichend". Dies solle nicht nur zur dringend notwendigen Missbrauchs-Vermeidung dienen, sagt der Kardinal, sondern eine gebührende Prävention würde das Einschreiten der Kirche gegen die Pädophilie "nur noch glaubhafter" machen. Dies erfordere auch eine Zusammenarbeit mit den Zivilbehörden.

Bereits im Jahr 2008, so der Präfekt, hatte die vatikanische Bildungskongregation den Einsatz von Psychologie bei der Ausbildung von Kandidaten für das Priestertum vorgeschlagen. Wenn diese Empfehlung umgesetzt worden wäre, hätten viele Fehler und Skandale vermieden werden können, bedauerte Versaldi. Die Kongregation für das Katholische Bildungswesen hatte 2013 auf Entscheidung von Papst Benedikt XVI. (2005-2013) die Verantwortung für die Seminare an die Kongregation für den Klerus abgegeben.institutio.

Copyright 2018 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Stefan Fleischer 8. Oktober 2018 

Und war wird positiv unternommen

um die Zustände (nicht nur) in den Seminaren zu ändern? Warum hört man nichts von Anstrengungen das geistige Klima, die Spiritualität, die Gottesfurcht etc. zu verbessern? Warum scheinen keine Massnahmen getroffen zu werden um die theologische Ausbildung in Bezug auf Sünde und Schuld und die letzten Dinge der immer noch gültigen Lehre der Kirche anzupassen? Wo haben sich die Verantwortlichen entschlossen, ganz energisch der Verweltlichung entgegen zu treten? Glaubt man wohl (wie damals bei uns in der Firma) mit neuen Papieren und Vorschriften sei alles erledigt, oder zumindest könne man sich so der Verantwortung entziehen, wenn wieder etwas passiert?


4
 
 lakota 7. Oktober 2018 
 

@Montfort

Das wusste ich gar nicht, das ist furchtbar. Noch schlimmer, daß P.Franziskus so einen schützte und es ist ja kein Einzelfall.


3
 
 Montfort 7. Oktober 2018 

@lakota - Leider zeigt der Papstvertraute Kardinal Maradiaga in Honduras,

dass nicht einmal eine Gruppe von 48 Seminaristen, die sich auf Anraten ihres Spirituals an die Bischofskonferenz von Honduras wandten, angehört und ernstgenomnen wurde - Kardinal Maradiaga (C9 oder C8 oder C...) beschimpfte sie wahrend der Verlesung des Briefes als "Nestbeschmutzer"!

Kyrie, eleison!


5
 
 lakota 7. Oktober 2018 
 

@J.g.Ratkaj

Eine Möglichkeit gäbe es noch: nachdem diese Mißbrauchsfälle jetzt ganz offen daliegen, müssten sich die Seminaristen zusammentun. Ein Einzelner hat gegen seinen Regens ect. keine große Chance, würden die Seminaristen aber zusammenhalten könnte es anders aussehen. (Wobei auch die Seminaristen am ehesten wissen, wer unter ihnen homosexuell ist und dann nicht mehr so viele ins Seminar kommen könnten).


4
 
 J.g.Ratkaj 7. Oktober 2018 
 

Leider wird seitens Versaldis wohl bewußt

die Problematik des Amts- und sonstigen Mißbrauchs durch die Regenten und die sonstigen Seminaroberen selber wider die Alumnen ausgeklammert.
Das hat freilich fatale Konsequenzen, überhaupt da Anschuldigungen von Seminaristen/Alumnen gegen vorgesetzte Regenten oftmalig keinerlei Aufmerksamkeit gewidmet wird und man es sich billig mit dem Verweis mit "Gehorsam" und "Ungeeignetheit des Kandidaten", der folgericht "unglaubürdige Vorwürfe" vorbringen würde, begnügt.
Der Casus des liderlichen, aberaten Unholds McCarrick macht das auch deutlich. Den gepeinigten Seminaristen blieb nur die Wahl mitmachen in oder gehen, denn wer hätte es ihnen schon geglaubt.


6
 
 Montfort 6. Oktober 2018 

Eigentlich müsste es mittlerweile andersherum heißen!

"Missbrauch: Seminaristen wollen Kardinäle und Ausbildner besser überprüfen"! ;-)


8
 
 Alpinyeti 6. Oktober 2018 

Der Fisch beginnt am Kopf zu stinken.

Es wird nicht viel nützen, den Hebel am untersten Ende der Hierarchie anzusetzen, solange es an der Spitze solche Leute wie die St. Gallen Mafia gibt.
"...eine gebührende Prävention würde das Einschreiten der Kirche gegen die Pädophilie nur noch glaubhafter machen." - Die Steigerungsstufe: NOCH GLAUBHAFTER erscheint mir übertrieben optimistisch; die Glaubhaftigkeit tendiert doch mittlerweile gegen Null. Und wenn die Kirche wieder nur gegen Pädophilie vorgeht, wird sie das Grundübel, nämlich die homosexuelle Veranlagung von Priestern, nicht erfassen. Es muss gegen Homosexualität vorgegangen werden.


11
 
 Montfort 6. Oktober 2018 

Es bräuchte doch nur die konsequente Einhaltung der bestehenden Regeln,

von Seiten der Seminarleiter ubd Bischöfe, etwa der päpstlichen Vorschrift, keine homosexuellen Kandidaten aufzunehmen znd schon gar nicht zu weihen. Aber das wird von Bischöfen weltweit ignoriert und hintergangen.

Es ist vor allem der Ungehorsam und der mangelnde Mut der Bischöfe, auf die Einhaltung der Gebote Gottes und der Kirche zu achten, der die Kirche ruiniert!


14
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Priesterseminar

  1. Papst Benedikt XVI. warnte vor ‚homosexuellen Clubs’ in Priesterseminaren
  2. Priesterseminar Chur für alle Theologiestudenten geöffnet
  3. Regens: Steigendes Interesse am katholischen Priesterberuf
  4. Erzbischof von Toulouse verbietet Soutane für Seminaristen und Diakone
  5. Vatikan unterstützt Bischof, der sein Priesterseminar wegen Widerstands gegen Handkommunion schließt
  6. Papst traf Priesterseminaristen aus Österreich: "Betet für mich"
  7. Busunfall: Seminarist opfert sein Leben, um andere zu retten
  8. Die US-Kirche braucht weniger, aber bessere Priesterseminare
  9. Theologe: Junge Generation der Seminaristen konservativ geworden
  10. Keine Ermittlungsverfahren gegen Würzburger Seminaristen






Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Eine Bitte an Ihre Großzügigkeit
  2. Vatikan verbietet Messe im Alten Ritus für spanische Wallfahrer
  3. Ist das Kunst, oder kann der Kopf ab?
  4. Stadtdekanat Köln nimmt an der LGBT-Veranstaltung ‚Cologne Pride’ teil
  5. Johannes Verlag Einsiedeln distanziert sich von der „Unterstellung“ von Bischof Bätzing
  6. Der Vierungsturm der Kathedrale von Rouen brennt!
  7. Für Innsbrucker Bischof Glettler ist Linzer Skandal-Bild 'Art Korrektiv' zu bisherigen Marienfiguren
  8. Papst Franziskus beruft umstrittenen Moraltheologen in Studiengruppe der Synode über die Synodalität
  9. Vatikan gibt grünes Licht für Marienseherin
  10. Toni Kroos möchte nicht mehr nach Deutschland zurück - Das "Sicherheits-Gefühl" ist weg
  11. Der Sieger der Frankreichwahlen ist ein Antisemit, ein Anti-Deutscher und ein Putin-Freund
  12. ‚Die Schönheit der Messe in der außerordentlichen Form evangelisiert’
  13. Vatikan kündigt Dokument zu kirchlichen Ämtern und Frauen an
  14. Pro-Life-Song unter Top 5 bei iTunes
  15. FAZ: Abtreibungswillige müssen Kritik aushalten

© 2024 kath.net | Impressum | Datenschutz