Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  2. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  3. Vatikan genehmigte 2025 in 34 Diözesen die Feier der Alten Messe in Pfarrkirchen
  4. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  5. Antwerpens Bischof Bonny droht jetzt dem Papst
  6. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft
  7. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  8. Die Deutsche Bischofskonferenz will keine 'Demontage' des deutschen Staatsfunks
  9. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  10. ‚Der Segen für Marie-Garance war auch ein Segen für ihre biologischen Eltern‘
  11. Papst versetzt umstrittenen Kurienkardinal Gambetti vom Petersdom in die Provinz
  12. US-Diözese führt Rosenkranzwochenende ein
  13. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin
  14. Vatikan bestätigt Sexualverbrechen des toten Ordensgründers Buela
  15. Das Houellebecq-Szenario: Wenn die politische „Mitte“ die Ränder großfüttert

Chaldäischer Kardinal-Patriarch Sako appelliert an die EU

11. Mai 2019 in Chronik, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Vor Mitgliedern der Kommission der EU-Bischofskonferenzen artikulierte irakischer Kardinal in Brüssel seine Erwartungen im Hinblick auf bevorstehende Europawahlen - Verhältnis zwischen Muslimen und Christen im Irak bessert sich.


Brüssel (kath.net/ KAP)
Der chaldäisch-katholische Patriarch, Kardinal Louis Raphael Sako, hat vor der Kommission der Bischofskonferenzen des EU-Raumes (ComECE) seine Erwartungen im Hinblick auf die bevorstehenden Europa-Wahlen deponiert. Vor allem zähle er darauf, dass die Europäische Union einen Aktionsplan zu Gunsten des Friedens im Nahen Osten entwickelt, sagte der Kardinal-Patriarch bei einem Besuch in Brüssel in dieser Woche. Zugleich berichtete er von einer positiven Entwicklung des Verhältnisses zwischen Muslimen und Christen im Irak.

Im Interview mit "Vatican News" betonte Sako, es gebe jetzt von Seiten der Muslime zunehmend Solidarität mit den Christen. Die seit Ende Oktober im Amt befindliche neue Regierung in Bagdad arbeite in diese Richtung. Die Herausforderungen seien aber nach wie vor enorm, betonte der Kardinal-Patriarch und nannte u.a. die Verfassungsreform, die notwendige Neugestaltung der schulischen Lehrpläne und des gesamten Bildungssystems, die Beeinflussung der muslimischen Prediger im Hinblick auf Mäßigung, Toleranz und Respekt vor den Andersgläubigen. Vor allem gehe es um die Förderung einer Kultur des Respekts und der Geschwisterlichkeit, "wo jeder Mensch als Vollbürger wahrgenommen wird, unabhängig von seiner Religionszugehörigkeit". Die Entwicklung dieser Kultur hänge aber nicht nur von den Politikern ab.


Als überaus bedeutungsvoll für die positive Entwicklung der Beziehungen zwischen Muslimen und Christen schätzt Sako die Reisen von Papst Franziskus in islamisch geprägte Länder ein und nannte in diesem Zusammenhang die Besuche in den Vereinigten Arabischen Emiraten im Februar, in Marokko im März sowie in Ägypten im April 2017. Millionen von Muslimen hätten diese Papstbesuche in den Medien mitverfolgt und so die Realität des Christentums "jenseits aller Gerüchte und Vorurteile" entdeckt. Die Versammlungen der Christen hätten die Herzen der Muslime berührt.

An die künftigen europäischen Parlamentarier appellierte der chaldäisch-katholische Patriarch, den Einsatz für die Länder des Nahen Ostens zu intensivieren. Sako rief die Christen auf, nicht zu zögern, wenn es darum geht, mutig den Glauben zu bekennen und für die christlichen Werte wie das unbedingte Recht auf Leben einzutreten - auch in Auseinandersetzung mit dem zeitgenössischen Relativismus.

Copyright 2019 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Selene 11. Mai 2019 
 

Sehr interessant

Vielleicht normalisieren sich die Verhältnisse zwischen Muslimen und Christen im Irak, weil der IS dort weitgehend besiegt ist.

Bei uns nehme ich die gegenteilige Entwicklung durch die Immigration ungebildeter Hardcore - Muslime wahr, die ihre Heimatländer verlassen haben und jetzt bei uns sind, nebst der IS - Rückkehrer.


0
 
 zeitblick 11. Mai 2019 

Worte die man hören sollte

Unwahrscheinlich starke Worte. Nachdem ich so viel Negatives über die Reisen von Papst Franziskus in die Arabischen Länder gelesen habe, verblüfft mich die Einschätzung von Kardinal Sako. Millionen von Muslimen hätten diese Papstbesuche in den Medien mitverfolgt und so die Realität des Christentums "jenseits aller Gerüchte und Vorurteile" entdeckt. Die Versammlungen der Christen hätten die Herzen der Muslime berührt.


5
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

EU

  1. Europa ist ‚ein müder, unterwürfiger und sogar ein wenig verwöhnter Kontinent’
  2. Europäischer Familiendachverband mit heftiger Kritik an Macron
  3. Dunkle Stunde für den europäischen Rechtsstaat
  4. EU-Initiative begünstigt Leihmutterschaft "durch die Hintertür"
  5. Europäisches Parlament: Abstimmung über neue Abtreibungs-Entschließung steht bevor
  6. EU-Parlament brüskiert Polen und Ungarn und erklärt Europa zur ‚LGBTIQ-Freiheitsraum’
  7. EU: Angriff auf konservatives polnisches Institut
  8. EU-Abgeordnete der ÖVP für ‚Recht auf Abtreibung’?
  9. EU-Kommissions-Vize: Europa braucht mehr christliche Werte
  10. Polen und Ungarn blockieren erfolgreich die „LGBTIQ-Rechte“ in der EU







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Thérèse von Lisieux und die ‚Süßigkeit‘ eines Buches über die Apokalypse
  3. Gesetzesvorschlag zum Verbot von Konversionstherapien in Nordirland ist ‚gefährlich‘
  4. 'Jesus macht alles und ich nichts'
  5. UN-Bevölkerungsfonds berichtet über das Leid der Frauen in Gaza
  6. Rosenkranzmonat Oktober steht im Zeichen des Friedens
  7. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  8. Reliquien der Kinder von Fatima kommen nach Berlin!
  9. Bekannte US-Influencerin und Mutter von neun Kindern konvertierte zum Katholizismus
  10. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  11. Frankreich und das Zeichen der Wiedergeburt
  12. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin
  13. Verletzter Priester: "Wir vergeben!"
  14. 'Wir sprechen deshalb zurecht hier nicht von Neuevangelisierung, sondern von Erstevangelisierung'
  15. Zehn Jahre ‚Amoris laetitia‘ – Die Kunst, eine Lehre zu ändern, ohne sie zu ändern

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz