Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:








Top-15

meist-diskutiert

  1. 'Bruder Marx', bleib in München!
  2. "Damit stellen Sie sich aber gegen Rom!"
  3. Das Seminar als Familie von Nazareth und rigide Perversionen
  4. Die Verheißung der Schechina-Wolke
  5. Wer hat Angst vor MISSION? - Der BDKJ
  6. Modehaus-Kette C&A mit eigener ‚Pride-Kollektion’ im LGBT-Monat Juni
  7. Weiterhin keine Mundkommunion im Bistum Limburg
  8. Nicht angenommener Marx-Rücktritt: Theologe Hoff ist 'fassungslos'
  9. Kardinal Kasper formuliert Grundsatzkritik am „Synodalen Weg“!
  10. Belarus: Orthodoxe Kirche setzt regimekritischen Erzbischof ab
  11. R.I.P. Philipp Mickenbecker - "Alle, die ihre Hoffnung auf den Herrn setzen kriegen neue Kraft"
  12. Das Große im Kleinsten
  13. SPD-Politiker: Migranten machen Städte unsicher
  14. 'Annalena und die 10 Verbote'
  15. Erzbischof Chaput: Transgenderismus ist ‚letzte Rebellion gegen Gott’

Neue Suche nach vermisster Schülerin Emanuela Orlandi im Vatikan

20. Juli 2019 in Chronik, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Nach erfolgloser Öffnung von Gräbern deutscher Prinzessinnen nun Ermittlungen in Gebeinhaus des deutschen Priesterkollegs


Vatikanstadt (kath.net/KAP) Die Suche nach der vor 36 Jahren verschwundenen Schülerin Emanuela Orlandi im Vatikan geht weiter. Am Samstag sollen im deutschen Priesterkolleg Campo Santo Teutonico zwei unterirdische Räume mit zweitbestatteten Gebeinen untersucht werden. Zuvor hatten nach mehreren Hinweisen ein vom Vatikan bestellter Gerichtsmediziner und ein Sachverständiger der Familie Orlandi zwei Gräber deutscher Prinzessinnen auf dem angrenzenden Friedhof geöffnet, diese aber leer gefunden.

Nach internen Recherchen des Vatikan könnten die sterblichen Überreste von Sophie von Hohenlohe (1758-1836) und Charlotte Friederike zu Mecklenburg (1784-1840) in den 1960er- oder 1970er-Jahren im Zuge einer Erweiterung des Priesterkollegs umgebettet worden sein. Offenkundig wurden die betreffenden Familien aber seinerzeit nicht darüber benachrichtigt. Pietro Orlandi, der Bruder Emanuelas, der die Nachforschungen durchgesetzt hatte, nannte diesen Umstand "merkwürdig" und "nicht nachvollziehbar".


Wie Orlandi gegenüber "Kathpress" am Freitag weiter sagte, stammen die Hinweise auf das Grab Sophies von Hohenlohe und das danebenliegende Grab der Herzogin zu Mecklenburg von einem namentlich bekannten Informanten aus dem Vatikan. Dieser habe "mit Nachdruck" mögliche Entdeckungen angedeutet. Dabei sei unklar, welchen Zweck der Hinweisgeber eigentlich verfolge. Orlandi schloss nicht aus, nur als Werkzeug für ein vatikaninternes Spiel benutzt zu werden.

Ungewiss ist für Orlandi auch, was sich unter den beiden Abdeckungen der Gebeinkammern im Priesterkolleg verbirgt. Er wisse nicht, ob es nur einzelne Skelette oder die Überreste Dutzender oder Hunderter Toter seien. Die Aufgabe werde zunächst darin bestehen, eine erste Altersbestimmung vorzunehmen. Wenn sich Anzeichen fänden, dass es sich um Gebeine seiner Schwester handeln könnte, werde man einen DNA-Vergleich vornehmen.

Das Verschwinden Emanuela Orlandis ist einer der bekanntesten ungelösten Kriminalfälle der jüngeren italienischen Geschichte. Die damals 15-jährige Tochter eines Vatikanangestellten war am 22. Juni 1983 vom Musikunterricht nicht nach Hause zurückgekehrt. Spekuliert wurde über einen Versuch, die Freilassung des Papst-Attentäters Ali Agca zu erzwingen, über eine Erpressung der Vatikanbank durch eine römische Mafia-Organisation oder Sex- und Drogenparties, deren Opfer Emanuela geworden sei.

Euronews - Was ist mit Emanuela Orlandi passiert? Jetzt wurden Gräber geöffnet - Gräber waren völlig leer


Copyright 2019 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten
Archivbild: Fahnungsplakat aus der Zeit nach dem Verschwinden Orlandis


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Vatikan

  1. Kardinal Pell zum Synodalen Weg: ‚Wir brauchen keine zweite protestantische Kirche’
  2. US-Berater Fauci meint: Geistliche sollen Gläubige von Covid-Impfung überzeugen
  3. Vatikanische Museen öffnen wieder ab 3. Mai
  4. Kardinal Müller: Neuregelung der Einzelzelebration im Petersdom ungültig
  5. ‚Widerspricht dem Kirchenrecht’: Kardinal Burke gegen Neuregelung der Einzelzelebration im Petersdom
  6. NEIN!
  7. Der Rücktritt von Kardinal Sarah wurde angenommen
  8. Umstrittene Berufung an die Päpstliche Akademie für das Leben
  9. Zwei Kuppeln und eine dramatische Wirklichkeit
  10. Der Apostolische Palast bricht ein und die Zeit läuft davon








Top-15

meist-gelesen

  1. 'Bruder Marx', bleib in München!
  2. "Damit stellen Sie sich aber gegen Rom!"
  3. Nicht angenommener Marx-Rücktritt: Theologe Hoff ist 'fassungslos'
  4. "Das widerspricht dem Sinn eines geistlichen Amtes für das Heil der Menschen"
  5. R.I.P. Philipp Mickenbecker - "Alle, die ihre Hoffnung auf den Herrn setzen kriegen neue Kraft"
  6. Kardinal Kasper formuliert Grundsatzkritik am „Synodalen Weg“!
  7. Du bleibst!
  8. Der Missbrauch des Missbrauchs ausgerechnet gegen den Missbrauchsaufklärer Woelki
  9. Medien: Vatikan hat US-Präsident Biden offenbar Mitfeier der Papst-Morgenmesse verweigert
  10. Das Seminar als Familie von Nazareth und rigide Perversionen
  11. Wer hat Angst vor MISSION? - Der BDKJ
  12. Aufbruch zum geistigen Kampf
  13. Bistum Basel: Kleruskongregation hebt ungerechtfertigte Entlassung eines Priesters auf
  14. Ruhe in Frieden, lieber Jürgen Liminski!
  15. Modehaus-Kette C&A mit eigener ‚Pride-Kollektion’ im LGBT-Monat Juni

© 2021 kath.net | Impressum | Datenschutz