Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Die Piusbruderschaft und ihre Einheit mit der Kirche
  2. Piusbrüder lehnen Dialog mit Rom ab und beharren auf Bischofsweihe
  3. "Bevor es zu spät ist!" – Kardinal Sarah warnt Piusbruderschaft vor Schisma
  4. Bischof Heiner Wilmer ist neuer Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz
  5. Die Kardinäle Ghirlanda und Ouellet denken gleich wie die Piusbruderschaft
  6. Die Deutsche Bischofskonferenz nimmt die Satzung für die künftige Synodalkonferenz an
  7. Das Ende einer Amtszeit voller Streit und Spaltung
  8. Kirche im Verfall
  9. Kritik an Kanzler Merz nach Ramadan-Grüßen
  10. Die „Synodalkonferenz“ der deutschen Funktionäre
  11. Donald Trump und Keir Starmer grüßen Christen am Aschermittwoch, Merz und Van der Bellen die Muslime
  12. Zwei (renommierte und namentlich bekannte) Missbrauchsopfer „blitzen mit ihren Protesten ab“
  13. Burger: „Kurzum, wie hältst Du es mit Religion und Kirche? Wie geht das mit dem Glauben?“
  14. THESE: Warum die UNO weg muss!
  15. Klinisch tot nach Herzstillstand: Hirnaktivität noch Minuten, sogar Stunden messbar

Orthodoxe Fastenzeit vor "Mariä Entschlafung" hat begonnen

7. August 2019 in Weltkirche, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Mit 14-tägigem "Marienfasten" bereiten sich orthodoxe Gläubige auf Marienfest vor, das in katholischer Kirche "Mariä Himmelfahrt" genannt wird


Wien (kath.net/KAP) Das "Fest der Aufnahme Mariens in den Himmel" (volkstümlich "Mariä Himmelfahrt" genannt) ist nicht nur in der katholischen, sondern auch in der orthodoxen Kirche ein bedeutender Feiertag. Zwar geht es im Grunde um die gleiche Sache, die östliche und die westliche Kirchentradition setzen aber unterschiedliche Akzente: Die ostkirchliche Theologie und Tradition spricht von der "Entschlafung" (dormitio) Mariens, die westkirchliche von der "Aufnahme in den Himmel" (assumptio). Eine Besonderheit in der orthodoxen Kirche liegt zudem darin, dass sich die Gläubigen auf das Fest in einer 14-tägigen Fastenzeit vorbereiten, das sogenannte "Marienfasten".

Jene orthodoxen Kirchen, die die fixen Feste im Kirchenjahr (wie zum Beispiel Weihnachten) wie die Westkirchen nach dem Gregorianischen Kalender feiern, begehen damit auch das Marienfest am 15. August. Dazu zählen etwa die Griechisch-, Rumänisch- und Bulgarisch-orthodoxe Kirche. In diesen Kirchen hat demnach auch das "Marienfasten" bereits am 1. August begonnen. In den Kirchen wird die Fastenzeit dabei mit einem intensiven liturgischen Programm begleitet, mit täglichen Göttlichen Liturgien und Vespergottesdiensten.


Jene Kirchen, die am Julianischen Kalender festhalten, feiern "Mariä Entschlafung" am 28. August (z.B. die Russisch- und Serbisch-orthodoxe Kirche). für diese Kirchen beginnt auch das Marienfasten dementsprechend zeitversetzt.

Maria auf dem Sterbebett

Die Unterschiede in der Akzentsetzung zum Marienfest am 15. August werden auch in der Kunst deutlich. Während in der westlichen Tradition die (triumphale) leibliche Aufnahme (Himmelfahrt) Marias in den Himmel dominiert, ist auf den orthodoxen Ikonen die von den Aposteln umgebene Maria auf dem Sterbebett zu sehen. Dahinter befindet sich Christus, der die Seele seiner Mutter empfängt.

Das Marienfest hat seine Ursprünge im ausgehenden 4. Jahrhundert in Syrien, um die Mitte des 5. Jahrhunderts ist belegt, dass es jeweils am 15. August in Jerusalem begangen wurde. Mitte des 7. Jahrhunderts fand es Eingang in die römische Liturgie.

Papst Pius XII. (1939-1958) proklamierte im Jahr 1950 - nach einer Befragung aller Bischöfe der katholischen Weltkirche - die "leibliche Aufnahme Mariens in den Himmel" als bislang letztes katholisches Dogma. In der Orthodoxie gibt es dieses Dogma nicht, liturgisch und inhaltlich wird dem "Übergang" Mariens nichtsdestotrotz besondere Bedeutung zugemessen.

Festgottesdienste am 15. August

In der griechisch-orthodoxen Dreifaltigkeitskathedrale (Fleischmarkt 13, 1010 Wien) beginnt der Festgottesdienst (Göttliche Liturgie) am 15. August um 9 Uhr. Dem Gottesdienst wird u.a. Metropolit Arsenios (Kardamakis) vorstehen. Eröffnet werden die Feierlichkeiten aber bereits am Mittwochabend (18 Uhr) in der Kathedrale mit einer feierlichen Vesper zum Fest der "Entschlafung der Gottesgebärerin".

In der bulgarisch-orthodoxen Kirche zum Hlg. Ivan Rilski (Dunklergasse 21, 1120 Wien) beginnt der feierliche Gottesdienst am 15. August um 10 Uhr; ebenso in der rumänisch-orthodoxen Andreaskirche (Simmeringer Hauptstraße 161). In der rumänischen Antoniuskirche (Pouthongasse 16, 1150 Wien) beginnt der Gottesdienst schon um 9.30 Uhr. Auch in den Bundesländern finden am 15. August zahlreiche orthodoxe Festgottesdienste statt.

Copyright 2019 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Muttergottes

  1. Mater populi fidelis
  2. Stellen wir uns den Goliaths!
  3. Papst erweitert Lauretanische Litanei
  4. Corona-Krise: Österreichische Bischöfe laden zum Rosenkranzgebet ein
  5. Grosse Lichterprozession für Österreich am 12. September in Wien
  6. Gesegnet bist du unter den Frauen
  7. Maria 1.0 – das Original
  8. Heute erscheint die Morgenröte des Heils
  9. Fürstin Gloria zu Mariä Himmelfahrt: Fest des Lebens und der Geschöpfe
  10. Marienfeiertag: Schiffsprozession auf österreichischen Seen







Top-15

meist-gelesen

  1. Einmal im Leben nach ISLAND - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Bischof Heiner Wilmer ist neuer Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz
  3. Die Piusbruderschaft und ihre Einheit mit der Kirche
  4. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  5. Piusbrüder lehnen Dialog mit Rom ab und beharren auf Bischofsweihe
  6. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  7. Die Kardinäle Ghirlanda und Ouellet denken gleich wie die Piusbruderschaft
  8. Zwei (renommierte und namentlich bekannte) Missbrauchsopfer „blitzen mit ihren Protesten ab“
  9. Kirche im Verfall
  10. "Bevor es zu spät ist!" – Kardinal Sarah warnt Piusbruderschaft vor Schisma
  11. Das Ende einer Amtszeit voller Streit und Spaltung
  12. Donald Trump und Keir Starmer grüßen Christen am Aschermittwoch, Merz und Van der Bellen die Muslime
  13. Die Deutsche Bischofskonferenz nimmt die Satzung für die künftige Synodalkonferenz an
  14. „Warum bin ich noch in der Kirche?“, fragte der Theologe Joseph Ratzinger bereits 1970
  15. 'Reiner Bullshit': Macron sorgt mit Attacke auf Meinungsfreiheit für Entsetzen

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz