Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Leo XIV. über Piusbruderschaft: „Wenn sie sich dafür entscheiden, bedauere ich das. Aber…“
  2. Netzwerk „TradRecovery“ hilft Aussteigern aus radikalem Traditionalismus
  3. "Wir haben kleines Gebet gesprochen, weil wir glauben, daß Jesus durch das Spiel verherrlich wird"
  4. „Alles, was auch nur entfernt katholisch aussieht, zu hinterfragen, davor zu warnen“
  5. Bischof Algermissen: kfd-Positionspapier zu § 218 StGB ist nicht katholisch
  6. Linksfeministinnen haben einst katholischen Verband übernommen
  7. „NMECHA hat mehr für den christlichen glauben getan als die letzten kirchentage der @EKD“
  8. Vom „Seelenamt“ zum „Auferstehungsamt“
  9. Moskauer Patriarch Kyrill könnte auf EU-Sanktionsliste kommen
  10. Besorgniserregende antidemokratische und gewaltaffine Haltungen bei jungen Muslimen
  11. Erzbischof von Mailand feiert Messe für LGBT-Gruppe am Fest des Heiligsten Herzens Jesu
  12. Verbrechen gegen Menschlichkeit und gegen das Christentum durch Russland!
  13. Elon Musk kündigt rechtliche Schritte gegen das ZDF an
  14. ‚Das Christentum ist in Deutschland inzwischen fast so bedroht wie das Auerhuhn‘
  15. Voodoo-inspirierte Installationen in Kirchen? „Wie konnte das Erzbistum Paris so etwas genehmigen?“

Raus mit denen, aber hurtig?

19. August 2019 in Kommentar, 13 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Der Montagskick von Peter Winnemöller über eine inszenierte Protestaktion von "Maria 2.0" und die Reaktion des Bistums Würzburg


Linz (kath.net/pw)
Es war gerade nicht eine Geißel aus Stricken, die der Pfarrer in Forst anwandte. Vielmehr verließ er selber die Kirche. Einige anwesende Gläubige zogen ebenfalls unter Protest aus. Der Grund war eine – möglicherweise inszenierte – Kundgebung der Initiative „Maria 2.0“. Ein Amateurvideo im Internet lässt zumindest den Schluss zu. Die Hl. Messe ließ der Pfarrer ausfallen. Die Medienberichte kochten hoch. Die Sympathien des Mainstreams sind auf Seiten der Rebellinnen.

In Folge ließ sich der Generalvikar des Bistums Würzburg zu der Äußerung hinreißen, der priesterliche Dienst sei ein Einheitsdienst an der Gemeinde. Im Zusammenhang mit Maria 2.0 sei es wichtig, dass beide Seiten einander zuhörten. Die bischöfliche Wertschätzung der Aktion geht sogar so weit, dass der Bischof von Mainz, Peter Kohlgraf, forderte, Maria 2.0 solle den „synodalen Weg“ von DBK und „ZdK“ mitgestalten.


Man kann eigentlich gar nicht genug staunen ob der Wertschätzung der blasphemischen Aktion „Maria2.0“.

Man kann zudem nicht genug staunen, dass der Dienst des Priesters, der bislang ein Dienst an der Einheit in der Wahrheit war, nun lediglich ein Dienst an der Einheit sein soll. Anzumerken ist, dass diese Einheit spätestens dann endet, wenn Gläubige sich zu traditionellen Formen der Liturgie bekennen. Da endet die Einheit und der „Dienst an der Einheit“ erfahrungsgemäß sehr schnell.

Angesichts der Tatsache, dass Ordinatio sacerdotals de fide ist, d.h. zum Glaubensgut der Kirche gehört, ist es erstaunlich, wieviel Aufmerksamkeit und Zuwendung die Rebellinnen von „Maria 2.0“ erfahren. Zuwendung im Sinne einer Belehrung, dass die Kirche keine Vollmacht hat, Frauen die sakramentale Weihe zu spenden, wäre angezeigt. Aufmerksamkeit in einem Sinne, sich sinnlose Forderungen zum hunderttausendsten Mal anzuhören, erscheint Zeitverschwendung.

Es ist Bischof Rudolf Voderholzer zu verdanken, dass wir nun einen Begriff haben, der dem Sachverhalt angemessen ist. In der vergangenen Woche mahnte der Bischof von Regensburg, es könne zu bestimmten Themen in bestimmten Kontexten keinen ergebnisoffenen Dialog geben, vielmehr könne es hier nur einen entscheidungsfordernden Dialog geben. Dies kann man, ohne das Wort des Bischofs überstrapazieren zu wollen, ohne weiteres auf jede Fragestellung anwenden, die Glaubensgut oder die Sittenlehre der Kirche berührt.

Es ist eine Illusion zu glauben, man könne Stellschrauben an der Lehre verändern, so dass sie für den Mainstream erträglicher wird. Diese Versuchungen gibt es zu jeder Zeit. Zeigen die Hirten schwäche, drohen Apostasie und Spaltung. Wir erleben es gerade in einem dramatischen Ausmaß. Soll also noch etwas gerettet werden, so käme nur ein Absagen den „synodalen Weges“ in Frage. Das Ausrufen einer deutschlandweiten Volksmission, damit die Menschen wissen, was die Kirche glaubt, würde zumindest Klarheit in die wirren Zeiten bringen. Wie Josua in Sichem das Volk lehrte, alle Konsequenzen klarstellte und die Entscheidung forderte, so brauchen wir die Unterweisung und die Entscheidung auch in unseren Tagen (Vgl. Jos 24,14-29). Der „synodale Weg“, der am Ende tatsächlich nichts anderes als ein Weg der Protestantisierung der Kirche sein wird, wird in Streit, Leid und Elend münden.

Es ist zwar nur ein verbaler Streit gewesen, der sich in Forst in Franken ereignet hat, doch jeder konnte im Video sehen, wie emotional die Situation wurde. Man gebe sich keinerlei Illusionen hin, ein Schisma ist kein Spaziergang an dessen Ende man getrennte Wege geht. Insofern ist das Postulat, einen Dienst an der Einheit zu tun, in jedem Falle zu unterstützen. Sollte dieser Dienst ein Dienst gegen die Wahrheit sein, ist es kein Dienst Einheit. Denn nur wer in der Wahrheit bleibt, hat die Einheit nicht verlassen.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Montagskick

  1. ZDF hasst Katholiken
  2. Episkopale Arbeitsverweigerung in einem kleinen Video
  3. Die ekklesialen Abrissbagger kreisen in den Dörfern
  4. Geht zu denen, die Christus nicht kennen
  5. Kardinal Marx und das öffentlich gewordene Geheimdekret
  6. Wenn der Funktionär den Bischof ersetzt
  7. Panik in Magdeburg
  8. Bischof Overbeck ist mit Weidel und Chrupalla in Sachen Iran einer Meinung
  9. Möge die Versöhnung der Kirche in Deutschland gelingen
  10. Der Tod der Theologie in Deutschland






Top-15

meist-gelesen

  1. SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz - ANMELDUNG nur noch bis 22. JUNI!!!
  2. Leo XIV. über Piusbruderschaft: „Wenn sie sich dafür entscheiden, bedauere ich das. Aber…“
  3. "Wir haben kleines Gebet gesprochen, weil wir glauben, daß Jesus durch das Spiel verherrlich wird"
  4. Linksfeministinnen haben einst katholischen Verband übernommen
  5. ‚Das Christentum ist in Deutschland inzwischen fast so bedroht wie das Auerhuhn‘
  6. „Alles, was auch nur entfernt katholisch aussieht, zu hinterfragen, davor zu warnen“
  7. Bischof Algermissen: kfd-Positionspapier zu § 218 StGB ist nicht katholisch
  8. Rückflug des Papstes von Teneriffa nach Rom um mehrere Stunden verzögert
  9. 'Ein Akt der Hoffnung': US-Bischöfe weihen die USA dem Heiligsten Herzen Jesu
  10. „NMECHA hat mehr für den christlichen glauben getan als die letzten kirchentage der @EKD“
  11. Vom „Seelenamt“ zum „Auferstehungsamt“
  12. Voodoo-inspirierte Installationen in Kirchen? „Wie konnte das Erzbistum Paris so etwas genehmigen?“
  13. Netzwerk „TradRecovery“ hilft Aussteigern aus radikalem Traditionalismus
  14. Fünf Mythen über den Heiligen Geist
  15. Erzbischof von Mailand feiert Messe für LGBT-Gruppe am Fest des Heiligsten Herzens Jesu

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz