12 November 2019, 13:00
Der Große Lügner zerstört aus Neid und Hass auf den Gottessohn
 
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Franziskus in Santa Marta: der Teufel sät Hass und zerstört den Menschen, weil Gott Mensch geworden ist wie wir. Wer sagt, der Teufel existiert nicht, widerspricht der klaren Aussage des Evangeliums. Von Armin Schwibach

Rom (kath.net/as) Der Teufel - in seiner Predigt bei der Messe am Dienstag der zweiunddreißigsten Woche im Jahreskreis in der Kapelle des vatikanischen Gästehaus „Domus Sanctae Marthae“ konzentrierte sich Papst Franziskus auf die erste Lesung aus dem Buch der Weisheit (Weish 2,23-3,9).

Der Teufel existiere, so der Papst, und wegen seines Neides auf den Sohn Gottes, der Mensch geworden ist, säe er Hass in der Welt, der den Tod verursache. Franziskus analysierte den ersten Vers, in dem der Prophet in Erinnerung rufe: „Denn Gott hat den Menschen zur Unvergänglichkeit erschaffen und ihn zum Bild seines eigenen Wesens gemacht“. So seien wir Kinder Gottes, doch „durch den Neid des Teufels ist der Tod in die Welt gekommen“.

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Der Neid „jenes hochmütigen Engels, der die Menschwerdung nicht akzeptieren wollte“, habe ihn dazu veranlasst, „die Menschheit zu zerstören“. Und so komme etwas in unsere Herzen: „Eifersucht, Neid, Konkurrenzdenken“, zählte der Papst auf, während wir dagegen „alle als Brüder und Schwestern in Frieden leben könnten“.

So beginne „der Kampf und das Verlangen danach, zu zerstören“. Franziskus nahm wie oft einen fiktiven Dialog mit den Gläubigen auf: „Aber Pater – ich zerstöre niemanden" – „Nein? Und das Geschwätz, das du machst? Wenn du schlecht über jemand anderen redest? Du zerstörst ihn“. Er zitierte wieder den Apostel Jakobus: „Die Zunge ist eine grausame Waffe, sie tötet“ – „Das Geschwätz tötet, die Verleumdung tötet".

„Aber, Pater“, so der fiktive Dialog weiter, „ich bin getauft worden, ich bin ein praktizierender Christ, wie kann ich ein Mörder werden?“. Weil „wir in uns den Krieg haben“, von Anfang an. „Kain und Abel waren Brüder“, betonte Franziskus, „aber die Eifersucht, der Neid des einen zerstörte den anderen“. Es sei dies die Realität, es genüge, eine Nachrichtensendung anzusehen: „Kriege, Zerstörung, Menschen, die durch Kriege auch an Krankheiten sterben“.

Der Papst erinnerte an Deutschland und den Jahrestag des Mauerfalls, aber auch an die Nazis und „die Folter gegen alle, die nicht ‚reiner Rasse’ waren“. Und andere Schrecken der Kriege:

„Dahinter steckt jemand, der uns dazu bewegt, diese Dinge zu tun. Das nennen wir Versuchung. Wenn wir zur Beichte gehen, sagen wir zum Priester: ‚Pater, ich habe diese Versuchung gehabt, diese andere, diese andere...’. Jemand, der dein Herz berührt, um dich auf den falschen Weg zu bringen. Jemand, der Zerstörung in unsere Herzen sät, der Hass sät. Und heute müssen wir es klar sagen, es gibt so viele Säer des Hasses auf der Welt, die zerstören“.

„Viele Male“, kommentierte Papst Franziskus, „denke ich, dass die Nachrichten eine Geschichte des Hasses sind, um zu zerstören: Attentate, Kriege“. Es sei wahr, dass „viele Kinder an Hunger sterben, an Krankheiten“, weil sie kein Wasser hätten, keine Bildung, keine Gesundheitserziehung“. „Aber weil das Geld, das dafür benötigt würde, dafür verwendet wird, Waffen herzustellen, und Waffen sind dazu da, um zu zerstören“, so Franziskus. Das geschehe in der Welt, aber auch „in meiner Seele, in deiner, in deiner“. Aufgrund der „Saat des Neides des Teufels, des Hasses“. „Und was beneidet der Teufel?“, fragte sich der Papst: „unsere menschliche Natur“- „und wisst ihr warum? Weil der Sohn Gottes einer von uns wurde. Dies kann er nicht tolerieren, er kann es nicht tolerieren“.

Und so zerstöre er. Dies sei „die Wurzel des Neides des Teufels, es ist die Wurzel unserer Übel, unserer Versuchungen, es ist die Wurzel der Kriege, des Hungers und aller Katastrophen auf der Welt“. Zu zerstören und Hass zu säen „ist selbst im politischen Leben keine Gewohnheit“, aber „manche tun es“. Denn ein Politiker stehe „in der Versuchung, den anderen zu beschmutzen, den anderen zu zerstören“, sowohl mit Lügen als auch mit Wahrheiten, und so komme es zu keiner gesunden und sauberen politischen Auseinandersetzung „zum Wohl des Landes“. Es werde die Beleidigung bevorzugt, um „den anderen zu zerstören. Ich bin gut, aber sieht er nicht besser aus als ich?“, so der Gedanke, und dann „werfe ich ihn mit der Beleidigung nieder“:

„Ich möchte, dass alle heute darüber nachdenken: warum gibt es heute so viel Hass auf der Welt? In den Familien, die manchmal nicht miteinander versöhnt sind, in der Nachbarschaft, am Arbeitsplatz, in der Politik... Das ist der Säer des Hasses. Durch den Neid des Teufels ist der Tod in die Welt gekommen, einige sagen: aber Pater, der Teufel existiert nicht, es ist das Böse, ein solch ätherisches Übel... Aber das Wort Gottes ist klar. Und der Teufel war wütend auf Jesus, lest das Evangelium: egal ob wir Glauben haben oder nicht, es ist klar“.

„Beten wir zum Herrn“, so das abschließende Gebet, „dass der Glaube an Jesus Christus, seinen Sohn, in unseren Herzen wächst, der unsere menschliche Natur angenommen hat, um mit unserem Fleisch den Teufel und das Böse zu bekämpfen und in unserem Fleisch zu gewinnen“. Und dass dieser Glaube „uns die Kraft gebe, nicht in das Spiel dieses großen Neiders, des großen Lügners, des Sämanns des Hasses einzutreten“.

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